Einerseits kommt es mir gemein/grenzwertig vor, das so öffentlich zu schreiben, weil es mehr als eine Hypothese ist, andererseits ist das, worüber ich mich hier beschwere, nicht weniger gemein/fragwürdig.
Ich dachte immer, ein gesundes Kind zu erwarten, wäre was Schönes, worüber man sich freut. Warum geht man dann hin und lässt sich nahezu täglich und ohne viel sichtbare Gegenwehr, von seinen Schwangerschaftsstimmungsschwankungen dazu verführen, virtuelle Rundumschläge zu veranstalten und schnippisch zu anderen zu sein?
Ist es so furchtbar, ein gesundes Kind zu erwarten? Ach so, einem ist schlecht. Ja, das ist mir die letzten 11 Jahre mit Magen-OPs auch täglich. Na und? Ach, übergeben? Hab ich 10 Jahre lang, bin jeden Morgen in der Sauerei aufgewacht. Na und? Und bei mir resultierte das nicht einmal in dem Schönsten, das man produzieren kann, einem Kind. Nein, nur ein paar Kilos weniger und hängende Haut mehr. Hab ich die letzten 11 Jahre meine Übelkeit oder Hormondinger, PMS etc. an den Leuten ausgelassen? Nein.
Sollte die Freude über den Grund für die Wehwehchen überwiegen und Grund sein, seine Freude durch angenehmes zwischenmenschliches Verhalten zu teilen, und seine miese Laune zu schlucken? Eigentlich ja, sollte man meinen.
Es ist wirklich ein Schlag ins Gesicht für all die unzähligen Frauen, die keine (gesunden/lebenden) Kinder kriegen können. Soll ich mich vielleicht glücklich schätzen, schon nach ca. 2, 3 Monaten eine Fehlgeburt und keine Schwangerschafts-Wehwehchen gehabt zu haben? Also, ich würde lieber Monate lang kotzen und Rückenschmerzen haben, als jemals wieder 1 Minute lang Mutter eines entstellten Gewebehaufens auf Klopapier zu sein. Ich würde G-tt täglich dafür danken, und die Welt umarmen. Nicht als Ventil für meine Schwangerschaftsstimmungsschwankungen missbrauchen.
Von mir gibts dafür null Verständnis. Weder für die ausgelebten Hormonwehwehchen, noch für anderleute Toleranz dafür.