Wie weit kann Katz zählen? Ich glaube unendlich. Wenn ich diese furchtbare Fliegenplage, die im Moment in unserem Hause herrscht, betrachte, meine ich „Unendlich“, so wie unendlich nervend herumsurrend.
Überall hängen diese unappetitlichen Dinger herum, die klebrigen Fliegenfänger. Unzählige viele Fliegen kleben daran. So was von unappetitlich, es ist kaum zu beschreiben.
Fast scheint es so, als wenn diese Insekten die Weltherrschaft übernehmen wollen.
Aber der Fritz und meine Freundin versuchen dagegen anzuarbeiten. Sie läuft mit der Fliegenklatsche durch die Wohnung und versucht alle zu erschlagen, die sie erwischen kann. Der Fritz läuft hinterher und frisst sie auf. Das nenne ich mal effektives Arbeiten und gescheite Arbeitsteilung. Das Ende vom Lied ist, dass sie entnervt aufgibt und der Fritz satt ist. (Bleibt mehr für den Max...)
Irgendwie werden wir kein Herr über diese Plage. Aber so ist das wohl auf dem Lande. Ich weiß aber nicht, ob Katz diese Massen von Fliegen einfach so hinzunehmen hat. Morgen versuche ich sie zu zählen und wenn auch nur eine das zu duldende Limit überschreitet, werde ich mir überlegen, ob da nicht andere Maßnahmen einzuleiten sind!
Da fällt mir ein, dass meine Allergie mir immer noch zu schaffen macht.
Letzte Woche hat meine Freundin, ohne mein Einverständnis einzuholen, mich im Schlaf übermannt, mich in diesen Korb gesteckt und mich wieder zur Tierärztin geschleppt. Dieses Mal gab es keine Kuscheldecke, sondern eine Spritzte. So hatten wir nicht gewettet. Gesundheit und Aufsichtspflicht der Menschen hin oder her. Ich als Gewerkschaftsorientierte, muss mir nicht alles bieten lassen. Ein tiefer Blick in die Augen ist noch vertretbar. Ein Wartezimmer, das ich mir mit ausdünstenden Hunden teilen muss, ist ganz hart an der Grenze der Zumutbarkeit.
Ich versuchte mich gestern auf unserem Dach zu evakuieren. Das war auch erst ganz ok. Der Abend war Regenlos, der Wind gemäßigt. Der Ausblick traumhaft, die Stimmung friedlich. Ich habe so allerlei beobachtet. Meine Zweipfotige stand unten am Haus und versuchte mich mit Leckerchen und guten Worten von meinem Hochsitz zu locken. Aber sie muss nicht meinen, dass ich an ihrer Stimmlage nicht erkennen könnte, was sie will. Nach drei Stunden habe ich ihr endlich den Gefallen getan und bin vom Dach gestiegen.
Ja, es wurde auch langweilig, weil die anderen schon im Haus waren und die Rehe sich auch in ihr Waldstück zurückgezogen hatten. (Ich meine natürlich Sika- Wild!)
Ja wenn’s denn nicht mehr zu gucken gibt, wird’s auch für mich langweilig.
Meine Freundin freute sich sehr darüber, dass sie mich vom Dach gelockt hatte.
Lass sie ruhig in diesem Glauben, das stärkt ihr Selbstbewusstsein!
Als Ehrenrunde bin ich noch etwas unter dem Anhänger herumgelaufen und habe mir, wider meine reinliche Natur, eine schwarze Schmiernase geholt.
Sie soll nicht glauben, dass sie das Sagen hat!
Aber um die Augentropfen bin ich dann doch nicht Drumherum gekommen, aber glaubt mir, ich arbeite daran...
Das Fazit des Tages war
1 kaputte Fliegenklatsche
noch mehr Fliegen
ein satter Fritz
eine entnervte Freundin
eine Vielzahl von Augentropfen
und noch mehr Fliegen...
Ich glaub, ich flieeeeege....( 2006)