Tag 5 nach der Diagnose

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Samika

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Meine Verzweiflung wächst...
Die runden Dosen Hühnchenfleisch von Sheba mochte mein Schlumpf bislang immer sehr gerne - doch heute Morgen verschmäht er selbst dieses Futter!
Nachdem Mika zum Frühstück kaum von dem Hühnchen genommen hat, habe ich ihm noch von der Nutri-Cal-Paste in den Napf gegeben - er hat nicht mal die Paste abgeschleckt!
Alternativ habe ich ihm Kittenfutter angeboten - davon hat er dann (lächerlich wenig) gefressen...
Er war auch dann kurz im Garten und liegt nun nach Tagen endlich mal wieder auf dem Bett, statt sich in seine Transport-Box zu verkriechen.

Mir fallen viele Veränderungen auf, die mich verunsichern und endlos traurig machen, denn dadurch ist mein Mika irgendwie nicht mehr "mein Mika".
Es kommt mir immer mehr so vor, als wolle Mika alleine sein. Abends kommt er nicht zu uns ins Wohnzimmer. Er geht auch nicht, wie sonst, mit mir zu Bett.
Es war immer so, dass er sein Abendessen frass, während ich im Bad war, dann gingen wir gemeinsam ins Schlafzimmer und Mika legte sich ans Fußende und schnurrte mich in den Schlaf, während ich ihm sagte, wie lieb ich ihn habe und dass er mein kleines Bärchen ist...
Mika signalisiert nur noch selten, dass er Hunger hat und/oder gestreichelt werden möchte. Als ich ihn heute morgen streicheln wollte, als er aus dem Garten kam, drückte er seinen Rücken nach unten. Sonst streckte er mir seinen Rücken immer entgegen und genoss die Streicheleinheit.
Ich fühle mich so hilflos!!!

Gestern hat er insgesamt sehr wenig gegessen und ich frage mich, wie lange das noch gutgehen soll.
Ich hab's mit Thunfisch probiert und mich so sehr gefreut, dass er eine gute Portion verputzt hat! Doch dann hat er alles wieder erbrochen!!
Er war wohl selbst verwirrt und ging in den Garten. Als ich nach ihm geschaut habe, hatte ich ganz deutlich den Eindruck, dass er lieber alleine sein möchte - und das tat mir so weh.
Aber er brauchte diese Zeit für sich - war anschließend auch wieder besser drauf, rieb sich an meinen Beinen und auch kraulen durfte ich ihn.
Eine halbe Portion Nassfutter ist dann anschließend auch drin geblieben und er machte wieder ein Nickerchen in seiner Box.

Dass er alles in allem so wenig frisst macht mir riesige Sorgen!! Wie lange kann er mit so wenig Nahrung auskommen, ohne Schmerzen zu leiden oder zu schwach zu werden??

Eine sehr gute Freundin von mir hat mir gestern die Nummer einer Dame gegeben, die sich wohl auf Tierkommunikation versteht...
Angeblich kann diese Dame dabei helfen herauszufinden, was uns unsere Fellnasen sagen würden, wenn sie könnten.
Ich bin zwar skeptisch, werde es vermutlich aber versuchen - es ist ein Strohhalm an den ich mich klammern werde. Im Internet liesst man - wie zu jedem Thema - sowohl positive als auch negative Berichte über Tierkommunikation.
Mir ist zwar jetzt noch nicht klar, was ich mir davon verspreche, aber vielleicht ist es doch eine Möglichkeit herauszufinden, inwieweit Mika überhaupt noch "will" und "kann"... ??? Obwohl ich denke, meine kleine Sonne gut zu kennen, befürchte ich doch, dass ich Zeichen, die er mir vielleicht gibt, nicht richtig deute.
Ich weiß es nicht... Mein Kopf ist voll mit tausenden Gedanken und fühlt sich gleichzeitig dennoch leer an!

Mika ist in manchen Momenten ganz kurz wie immer - doch insgesamt hat er sich völlig verändert.
Ein freches Maunzen, dass mir seinen Hunger signalisiert, habe ich schon so lange nicht von ihm gehört. Zum Spielen fordert er mich auch schon lange nicht mehr auf...
Er ist nicht mehr so entspannt wie sonst...

Doch er geht nach wie vor in den Garten - er liebt "seinen" Garten, liebte ihn schon immer!
Ich bin dankbar, dass die letzten Tage mild und trocken waren, damit Mika auch hinaus kann, wenn er möchte - und vielleicht noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen kann. Es soll in der nächsten Woche noch Tage mit über 20°C und Sonnenschein geben!
Mika liebte es schon immer, draußen zu sein...
Irgendwie war er schon immer ein kleiner "Geniesser". Er genoß es - sofern er das wollte - auf dem Arm zu kuscheln und mit mir an der Terassentüre zu stehen, er genoß schon immer gutes Fressen, die Streifzüge durch den Garten und hin und wieder ein Sonnenbad... Doch in der letzten Zeit ist er wohl nicht mehr in der Lage etwas davon länger und intensiv zu geniessen...

Ach mein kleiner, über alles geliebter Schatz... Wenn ich doch nur die Macht hätte, Dir noch viele Jahre zu schenken, in denen Du all die schönen Dinge geniessen kannst!
Mir zerreisst es das Herz zu sehen, dass Du statt draußen zu toben, Dich nun lieber zurückziehst und schläfst - dass Du statt genußvoll Deinen Futternapf zu leeren, nur noch wenige Stückchen zu Dir nimmst und sogar hin und wieder meiner streichelnden Hand ausweichst...

Wenn ich nur wüsste, was ich tun kann!!!
 

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