Ich dachte, ich schreib noch ein paar vielleicht interessante Infos zu den Tieren, die wir halten, mit hinzu...
(Warnung, viele Bilder und viel viel Text
)
Bei uns sind es derzeit zwei Katzen, zwei Prachtrosellas und (nurnoch :-( ) zwei Farbratten:
Tyler und Sunny, die beiden Rosellas:

Tyler links - Rosella wildfarben, weiblich *Anfang 06.2005
Sunny rechts - Rosella rubino, weiblich *09.07.2005
Zwei sehr hübsche, lebhafte Vögel, leider immernoch ziemlich scheu, aber glücklich in ihrer Voliere, die für sie Sicherheit bedeutet, und dem täglichen Freiflug. Inzwischen hab ich mit dem Clickern begonnen und da beide großes Interesse zeigen und immer wieder ihre Intelligenz beweisen, wird das bestimmt sehr erfolgreich. :-D
Beide stammen von unterschiedlichen, seriösen Züchtern in der Umgebung.
Rosellas allgemein:
Die Hähne sind von den Hennen nur schwer zu unterscheiden, weshalb eines unserer Weibchen auch "Tyler" heißt. Die Jungvögel haben im Scheitel und auf der Brust eine grünliche Färbung mit drinnen, die innerhalb der ersten 1-2 Jahre verschwindet. Hahn, Henne sehen soweit gleich aus. Die Farben bei den Hähnen ist satter, der graue federlose Ring um die Augen bei den Weibchen etwas ausgeprägter, Gefiederfarbe etwas matter und bei den wildfarben Rosellas weiße Streifen auf der Unterflügelseite.
Da bei dieser Sittichart die Hähne zuweilen sehr aggressiv werden (was im schlimmsten Fall bis zum Tode der Partnerin führen kann), hatten wir uns dafür entschieden, ein unechtes Pärchen - also zwei Weibchen - zu uns zu holen. Obwohl die meisten Sitticharten Schwarmtiere sind, sind gerade Plattschweifsittiche (zu denen neben den Rosellas Penannt-, Gelbbauch-, Adelaide-, Stanley-, Blasskopfrosellasittiche gehören) eher Paarvögel, bei denen man i.d.R. Pärchen einzeln hält um Kämpfe untereinander zu vermeiden.
Die Raubtiere unter den Sittichen sozusagen. ;-)
Häufig unterschätzt - besonders Rosellas sind sehr gute Flieger und absolut nicht für Käfighaltung geeignet. Täglicher Freiflug ist ein unabdingbares Muss. Ist das nicht gegeben, kümmern sie innerlich und neigen früher oder später zu Verhaltensstörungen wie bspw. dem typischen Federrupfen. :-(
Die Ratten Aki...:
...und Askan:
Aki - Farbratte Black Berkshire, weiblich, *19.02.2009 (aus einer Notfallvermittlung)
Askan - Farbratte Husky, männlich kastriert, *10.2008 (aus einem Tierheim, wo er in Einzelhaft saß)
Aki kam letztes Jahr mit ihrer gleichaltrigen Schwester, die leider im Dezember sehr jung verstorben ist, aus einer Notfallvermittlung zu unserem alten Rudel und war immer die Hibbeligste, Kleinste und Schreckhafteste unter allen. Doch mit der Zeit wurde auch sie immer zutraulicher.
Notfallvermittlung deshalb, weil ihre Mutter trächtig in der Kälte ausgesetzt wurde und gerade noch rechtzeitig gefunden wurde (aus dem 10er Wurf nahmen wir dann zwei Mädels auf). :-(
Askan kam einen Tag nach dem Tod von Akis letzter Partnerin zu uns (letzten Sommer hatten wir noch 5 Ratten :-( ) und galt als Angsthase und auch Angstbeißer. Doch schon nach wenigen Tagen wurde er zum Kuschler vor dem Herren und genießt dies ausgiebig.
Askans Vorgeschichte ist auch eher traurig. Er kam mit Papa und Bruder ins Tierheim, unrein, stinkend (da unkastriert und Hygiene von den Besitzern überhaupt nicht beachtet wurde) und übersät von Milben. Im TH wurden sie mehrfach gegen die Milben behandelt und Mitte Januar kastriert. Askan war der einzige, der die OP überlebt hatte und so saß er alleine, bis wir ihn nahmen.
Farbratten allgemein:
Böckchen und Weibchen sind i.d.R. sehr leicht voneinander zu unterscheiden, da die Juwelen bei den Böcken überdimensional groß sind. :lol:
Farbratten sind sehr intelligent und wollen gefordert werden. Sie sind nicht so flutschig wie Mäuse oder Hamster und charakterlich durchaus unterschiedlich. Kuschler, Angstratzen... Leider werden Ratten maximal 2-3 Jahre alt (eher 2 als 3 Jahre), was es uns oft schwer macht, wenn die kleinen Nager schon nach kurzer Zeit von uns gehen, denn sie sind ja nichtsdestotrotz Familienmitglieder. :-(
Ratten sind durch und durch Rudeltiere und das Schlimmste, was man ihnen antun kann (neben kleinen Käfigen, die vielleicht sogar aus Glas sind oder Kleintierstreu enthalten - was größter Allergieauslöser ist) ist Einzelhaltung. Sie sind überaus soziale Tiere. Und wenn man mehrere hält, bedeutet das nicht, dass man abgeschrieben ist - im Gegenteil - meist hüpfen beim Freilauf alle gleichzeitig auf einem rum - achja, regelmäßiger, täglicher Freilauf ist für die (dämmerungsaktiven) Nager sehr wichtig.
Nun komm ich (endlich) zu den Katzen, die ihr weitestgehend bereits kennen gelernt habt:
Fukano...:
...und Mayon:
Fukano - Maine Coon brown tabby classic white, männlich, *22.09.2009
Mayon - Mix schwarz-weiß, männlich kastriert, *01.01.2009
Fukano ist ein relativ schüchterner Kater (Fremden gegenüber), aber sehr anhänglich, sozial, vermust, immer um einen herum, sehr kommunikativ und total lieb.
Wenn man bspw. mit ihm spielt oder Leckerlies gibt und er die Krallen draußen hat, braucht es nur ein ganz wehleidiges "aua" und der Süße hat sofort ein schlechtes Gewissen, schleckt einen ab und macht es das nächste Mal schmerzfrei. Der Kleine ist so süß!
Er stammt aus einer seriösen Cattery einer sehr lieben Frau in der näheren Umgebung aus einem Wurf mit einem weiteren Kater und vier Mädels.
Trotz seiner knapp 6 Monate ist er bereits jetzt größer als Mayon.
Mayon ist ein sehr unerschrockener Kater. Er geht selbst auf Fremde ganz selbstbewusst zu und fordert seine Streicheleinheiten ein.
Kampfschmuser ist wohl das richtige Wort für ihn - wenn er kuscheln will, dann will er, und wenn er sich gewaltsam auf den Schoß drücken muss. ;-)
Er ist ebenfalls ein sehr lieber Kerl und ich würde beide für nichts mehr hergeben.
Mayon haben wir aus dem portugiesischen Tierschutz (aus einer sog. Tötungsstation) über die Tierhilfe 4-Happy-Paws bekommen.
Infos zu Katzen brauch ich euch ja nicht zu geben... ;-)
Und die "Eltern" des kleinen Zoos sind wir (das Bild ist leider schon ein paar Jährchen alt

):
Sebastian (mein Schatz) und ich, Melissa :-D