Ist das ein Vermehrer ?

Diskutiere Ist das ein Vermehrer ? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Hallo ? Ich habe mal eine Frage . Habe die Tage einen Bericht gesehen, wo es um die Qualzuchten bei Hunden ging. Ja, ich weiß, ich bin im...
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #1
sunshine 12

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Hallo ?
Ich habe mal eine Frage .
Habe die Tage einen Bericht gesehen, wo es um die Qualzuchten bei Hunden ging. Ja, ich weiß, ich bin im Katzenforum.?
Zu meiner Frage...
In dem Bericht hat ein Züchter eine bestimmte Labrador Rasse gezüchtet und wollte, zur Gesunderhaltung, Border Collie mit einkreuzen.
Antrag beim Verein gestellt, welcher aber Auflagen vorgegeben hat, welche nicht umsetzbar waren, wenn es der Gesunderhaltung dienen soll.
Also ist der Züchter aus dem Verein ausgetreten und hat diese Verpaarung, ohne Verein, vorgenommen.
Nun meine Frage, wie ist das für euch, zählt er damit bereits zu den Vermehrern ?
Weil Papiere gibt es ja nicht für diese Welpen...
Und bitte nicht falsch verstehen, ich bin absolut gegen sinnloses vermehren, egal von welcher Tierart.
Ich hab mich nur selbst gefragt, würde ich dort einen Hund kaufen.
Und ich könnte jetzt nicht, sofort mit ja oder nein antworten.
Auf einer Seite, kein Verein, kein Stammbaum, zumindest für diese Welpen . Auf der anderen Seite liegen ja sämtliche Untersuchungsergebnisse der Elterntiere vor und diese Verpaarung ist ja eigentlich was
"positives" für diese Rasse.
Wie seht ihr das ?

Liebe Grüße
Anja
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #2
Guten Morgen :)

Für mich würde schon dieser Satz reichen und die Tatsache, dass er aus dem Verein ausgestiegen ist.

Auf einer Seite, kein Verein, kein Stammbaum, zumindest für diese Welpen .

Der Verein gibt halt die Vorgaben und dann den Verein zu verlassen, weil einem die Vorgaben nicht passen, das ist für mich nicht seriös.

. Auf der anderen Seite liegen ja sämtliche Untersuchungsergebnisse der Elterntiere vor und diese Verpaarung ist ja eigentlich was
"positives" für diese Rasse.

Und das erschließt sich mir auch nicht. Was ist positiv daran, den Borer Collie beim Labrador einzukreuzen?

LG Pia
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #3
Sorry, ich muss mich korrigieren, es ging nicht um den Labrador , sondern um den Duck Tolling Retriever.
Da ging es um den geringen Genpool, weil quasi fast alle Hunde untereinander verwandt wären. Daraus resultieren wohl verschiedene Krankheiten.
Der Verein verlangte wohl, neben noch anderen Dingen, quasi Beweise des Nutzens, bezüglich der Verpaarung dieser beiden Rassen.
Da leuchtet selbst mir ein, das dies kaum, in dem Umfang, der gewünscht wurde, möglich ist, da der Züchter ja, laienhaft ausgedrückt, es erstmals probieren wollte.
Aber der Züchter will ja eigentlich erstmal nur gesündere Tiere züchten, der Verein sagt nein oder stellt Bedingungen auf, welche, zumindest in diesem Fall, schwer zu realisieren sind.
Heißt ja im Umkehrschluss, er züchtet mit kranken Tieren weiter oder gibt die Zucht komplett auf. Bringt beides den Tieren aber nix.
Doch ohne Verein, geht's ja irgendwie auch nicht. Stimmt der Verein dieser Verpaarung nicht zu, wird sich ja nie etwas für diese Rasse ändern oder ? Aber sollten nicht gesunde Tiere das oberste Ziel sein ?

Vielleicht denke ich da auch zu laienhaft und naiv. ?
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #4
Mal abwarten, was unsere Züchter oder Heike dazu sagen. ;)
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #5
Um eine Rasse gesund zu erhalten kreuzt man keine fremde Rasse ein,ich halte sowas für kompletten Unfug.

Wir hatte lange Jahre auch 2 Kurzhaarcollies und die verschiedenen Züchter kenne ich sehr gut was deren Vorgehensweise und Sachverstand betrifft. Die eine Züchterin hat inzwischen Zuchtkontakte in der ganzen Welt um die genetische Gesundheit dieser eher seltenen Collierasse zu gewährleisten. Und nur SO finde ich das richtig. Ich würde jeder Zeit wieder von den mir bekannten KHC Züchtern einen Hund nehmen.
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #6
Um eine Rasse gesund zu erhalten kreuzt man keine fremde Rasse ein,ich halte sowas für kompletten Unfug.

Wir hatte lange Jahre auch 2 Kurzhaarcollies und die verschiedenen Züchter kenne ich sehr gut was deren Vorgehensweise und Sachverstand betrifft. Die eine Züchterin hat inzwischen Zuchtkontakte in der ganzen Welt um die genetische Gesundheit dieser eher seltenen Collierasse zu gewährleisten. Und nur SO finde ich das richtig. Ich würde jeder Zeit wieder von den mir bekannten KHC Züchtern einen Hund nehmen.
So lange es noch irgendwo auf der Welt passende, gesunde Hunde der gezüchteten Rasse gibt, gebe ich dir recht: Der Züchter muss dann in den sauren Apfel beißen und versuchen an diese Zuchttiere heranzukommen, koste es was es wolle...

Aber wenn es tatsächlich zu wenig "Zuchtmaterial" gibt? Bevor ich die Rasse dann komplett krank züchte oder aussterben lasse, würde ich als Züchter eine ähnliche Rasse als Outcross nehmen z.B. in dem Beispielfall eine andere Retriever-Art.
Ich habe die Sendung auch gesehen, da war die Outcross-Rasse für den Nova Scotia Duck Tolling Retriever der Australian Shepherd, diese Kombi fand ich dann doch zu weit hergeholt - im wahrsten Sinne des Wortes. ;-)
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #7
Da ging es um den geringen Genpool, weil quasi fast alle Hunde untereinander verwandt wären. Daraus resultieren wohl verschiedene Krankheiten.

Ein geringer Genpool erhöht natürlich den Inzuchtkoeffizienten. Jetzt ist es aber so, dass Inzucht keine Krankheiten erzeugt (wenn wir Immundepression mal außen vor lassen), sondern lediglich in den Linien vorhandene Krankheiten aufdeckt. Diese Tiere haben dann grundsätzlich nichts mehr in der Zucht zu suchen. Die Linie wird nicht gesünder, wenn ich ein krankes Tier mit einem gesunden verpaare. Gesunde Tiere bekomme ich nur, wenn ich gesunde Tiere mit gesunden Tieren verpaare.

Der Verein verlangte wohl, neben noch anderen Dingen, quasi Beweise des Nutzens, bezüglich der Verpaarung dieser beiden Rassen.

Das finde ich absolut nachvollziehbar - wenn man eine Rasse züchtet, geht es eben um REINrassigkeit. Und nicht so ein Mischlingsproduzieren.

Da leuchtet selbst mir ein, das dies kaum, in dem Umfang, der gewünscht wurde, möglich ist, da der Züchter ja, laienhaft ausgedrückt, es erstmals probieren wollte.

Nein - leuchtet mir nicht ein. Wenn ich so etwas vorhabe, dann "probiere" ich nicht. Sondern habe eine Theorie - und die kann man dann auf genetischer Grundlage begründen. Nehmen wir einmal an, alle Tiere einer Rasse hätten einen Defekt auf einem (erfunden) Gen Z. Der Defekt richtet aber nur Schaden an, wenn alle Tiere reinerbig für den Defekt ZZ sind. In Mischerbiger Form (Zz) ist der Defekt harmlos. Dann wäre es ein Grund, diese Tiere mit solchen zu verpaaren, die reinberbig für zz sind, um aus der Verpaarung nur mischerbige Zz-Tiere zu bekommen. Im Folgenden würde aus der Verpaarung von Zz-Tieren auch reinberige zz-Tiere fallen und die mischerbigen könnten man nach und nach aus der Zucht nehmen.

Das wäre jetzt ein belegbare Begründung. (ja - ich weiß, so einfach ist es in der Realität selten)

Doch ohne Verein, geht's ja irgendwie auch nicht. Stimmt der Verein dieser Verpaarung nicht zu, wird sich ja nie etwas für diese Rasse ändern oder ? Aber sollten nicht gesunde Tiere das oberste Ziel sein ?

Etwas ähnliches hat man vor Jahren mit den Möpsen im VDH gemacht. Hier ging es um die immer kürzer werdenen Kiefer und die damit verbundenen Atemproblem der Tiere und der Tatsache, dass fast alle Möpse irgendwann in einer OP das Gaumensegel gekürzt bekamen. Eine Züchterin hat einen Antrag auf Einkreuzung einer anderen Rasse (ich glaube es waren Terrierer) gestellt, was vom VDH abgelehnt wurde.

Da sie eben nicht ohne Papiere und Verein züchten wollte, hat sie gemeinsam mit anderen Züchtern einen neuen Verein gegründet. Sie nannte das Ergebnis ihrer Kreuzung Retro-Mops (weil der wohl ursprünglich mal so ausgehen hat) und züchtet jetzt (natürlich nicht unter dem Dachverband VDH) mit Verein und mit Papieren.

Zur Schwarzzucht ist tatsächlich niemand gezwungen.
Grüße,
Nic
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #8
Danke für die Aufklärung @ Westpark-Nic.
Das leuchtet mir ein.
Klar, er hätte " einfach " einen eigenen Verein gründen können und somit wäre es dann keine Schwarzzucht.
Zucht ist echt kein einfaches Thema.
Die Sendung hat mich echt schockiert, klar weiß man, das einige Rassen Probleme haben aber wenn alles so in geballter Form zu sehen ist ... schwer zu ertragen.
Und auch, für mich, nicht nachvollziehbar, warum man solche Extreme züchtet.
Gilt aber nicht nur für Hunde, ist bei anderen Tierarten sicher, teilweise ähnlich.


Und zwei Exemplare dieser Retro-Möpse dürfte ich sogar vor kurzem kennenlernen.
Ganz tolle agile und süße Hunde. ?
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #9

Ich kenne die Geschichte und die Toller sehr gut und so einfach ist das nun mal nicht, wie es auf den ersten Blick aussieht. Es ist richtig, dass die Rasse,einen kleinen Genpool hat, aber wenn man schon eine andere Rasse einkreuzen will, dann sollte man sich mit dieser so gut auskennen, dass man nicht irgendeinen Rüden nimmt, sondern auch weiß, welche Probleme der eventuell mitbringt. Und die Verwandtschaft des Aussie-Rüden, der eingekreuzt wurde, ist nicht ohne Gesundheitsrisiken.
Wesentlich sinnvoller wäre es wohl gewesen, wenn ein nicht registriertes Tier im Heimatland der Rasse gesucht und eingekreuzt worden wäre. Die gibt es nämlich auch noch.
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #10
Papiere und ein Verein machen noch lange keinen seriösen Züchter. Und umgekehrt macht das züchten ohne Papiere und Verein nicht automatisch einen Vermehrer aus. Ich komme aus der Hundeszene und wenn man da teilweise die absolut überzüchteten Gewinnertiere auf Ausstellungen sieht, dann ist das für mich Vermehrerei von krank gezüchteten Tiere unter dem Deckmantel eines Vereins. Bulldoggen ohne Nasen, Schäferhunde, die mit der Hüfte fast am Boden schleifen etc.... Umgekehrt habe ich genug Leute kennen gelernt, die ohne VDH seriös und gewissenhaft züchten, sich um die Gesundheit kümmern und eben alles was dazu gehört. Die Freiheiten, die du damit hast, machen teilweise schon Sinn. Wenn man sich mal so Stammbäume ansieht, stellt man fest, dass manche Namen immer wieder auftauchen. Das kann auf Dauer nicht gesund sein und der Genpool wird immer kleiner. Auch in puncto gewisser Eigenschaften, kann das Einkreuzen anderer Rassen Sinn machen. Die Holländer sind da im Bezug auf Gebrauchshunde sehr locker. Ich habe seit 13 Jahren Belgische Schäferhunde. Ich würde immer wieder in Holland kaufen, weil diese Hunde top in der Arbeit sind und auch vom Wesen her m.M. nach viel gelassener, als das was man hier bekommt. Aber da hat dann vielleicht irgendwo auch mal ein anderer Hund des selben (oder auch mal eines anderen) Phänotyps und gleichen Arbeitseigenschaften mit gemischt.

Dagegen ist ein Vermehrer jemand, der ohne Sinn und Verstand einfach Tier A mit Tier B verpaart. Ein Vermehrer schert sich auch nicht um die Gesundheit der Tiere, geschweige denn um die Bedürfnisse von Mutter und Jungtieren. Für den Vermehrer zählt möglichst wenig für seine Produktion auszugeben, aber so viel wie möglich rein zu bekommen.
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #11
Schlecht kann man etwas immer machen, auch als Züchter im Verein. Ich war Mitglied in einem typischen, deutschen Nicht-VDH-Verein und später dann im Deutschen Retrieverclub (VDH) und kann sagen, dass zwischen beiden Vereinen von der Qualität und dem Anspruch an die Züchter Welten liegen. Gleichzeitig wird in den Retrieververeinen sehr viel geboten, was es in den anderen Vereinen nicht gibt. Deshalb würde ich Retriever nur innerhalb der VDH-Retrieververeine züchten. Bei anderen Rassen mag das anders aussehen. Wenn ich mit meiner Australian Shepherd-Hündin gezüchtet hätte, hätte ich das über den amerikanischen Mutterverein gemacht, weil mir die Ausrichtung des damals einzigen VDH-Vereins zu sehr in Richtung Show ging. Aber einfach mal einen Verein zu suchen, weil der die Züchter machen lässt, wie sie wollen, würde mir nicht in den Sinn kommen, auch wenn ich eine andere Meinung über bestimmte Dinge als der Rasseverein haben sollte.
Wenn ich züchte, dann sollen meine Welpen/Kitten sich positiv auf die Rasseentwicklung auswirken und das ist nun mal nicht der Fall, wenn man schwarz züchtet.
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #12
Papiere und ein Verein machen noch lange keinen seriösen Züchter. Und umgekehrt macht das züchten ohne Papiere und Verein nicht automatisch einen Vermehrer aus. [...]
Dem Ersteren stimme ich zu, dem Zweiteren absolut nicht. Jeder, der es seriös und anständig machen WILL, kann sich einen Katzenzuchtverein suchen und muss nicht ohne Verein rumdümpeln, zudem man ohne Papiere auch definitiv nicht züchten kann, wie denn? Wie soll man ohne Stammbaum Linien verfolgen können, genetische Hintergründe erfahren (z.B. verdeckt Getragenes) - und wer vertaut einem Tiere an? Und welche Tiere sind das dann? Nein, sorry, wer einfach so Kater auf Katze setzt (und nichts anderes ist es, wenn man ohne Papiere Katzen verpaart), ist und bleibt ein Vermehrer und ich finde es schade, dass das immer wieder schöngeredet wird :cry:. Und was hat man davon, weitere stammbaumlose Katzen zu produzieren? Für die Rasse bringt das absolut nichts!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #13
Schlecht kann man etwas immer machen, auch als Züchter im Verein. Ich war Mitglied in einem typischen, deutschen Nicht-VDH-Verein und später dann im Deutschen Retrieverclub (VDH) und kann sagen, dass zwischen beiden Vereinen von der Qualität und dem Anspruch an die Züchter Welten liegen. Gleichzeitig wird in den Retrieververeinen sehr viel geboten, was es in den anderen Vereinen nicht gibt. Deshalb würde ich Retriever nur innerhalb der VDH-Retrieververeine züchten. Bei anderen Rassen mag das anders aussehen. Wenn ich mit meiner Australian Shepherd-Hündin gezüchtet hätte, hätte ich das über den amerikanischen Mutterverein gemacht, weil mir die Ausrichtung des damals einzigen VDH-Vereins zu sehr in Richtung Show ging. Aber einfach mal einen Verein zu suchen, weil der die Züchter machen lässt, wie sie wollen, würde mir nicht in den Sinn kommen, auch wenn ich eine andere Meinung über bestimmte Dinge als der Rasseverein haben sollte.
Wenn ich züchte, dann sollen meine Welpen/Kitten sich positiv auf die Rasseentwicklung auswirken und das ist nun mal nicht der Fall, wenn man schwarz züchtet.
Denke aber, es kommt auf die vom Verein angestrebte Rasseentwicklung an. Und wenn ein Verein zB Möpse und Französische Bulldoggen ohne Nase (also Qualzucht) solchen mit Nase vorzieht, dann wäre mir die Vorgabe vom Verein egal. Nicht alles, was ein Verein möchte, ist auch das beste für die Tierzucht.

Ich züchte Rassekaninchen im Verein. Grad gestern schrieb mich jemand an der eine andere Rasse mit gleicher Zeichnung züchtet. Er wollte eine gedeckte Häsin kaufen, um meine Rasse dann bei sich einzukreuzen, um die Zeichnung seiner Tiere zu verbessern. Würde ja nicht auffallen, wenn er die Tiere dann nach ein paar Generationen wieder normal tätowieren lässt. Also so viel zu Schwarzzucht, Rasseentwicklung etc im Verein. Er bekommt natürlich kein Tier aus meiner Zucht. Du hast überall solche und solche.
Ergänzung ()

Dem Ersteren stimme ich zu, dem Zweiteren absolut nicht. Jeder, der es seriös und anständig machen WILL, kann sich einem Katzenzuchtverein suchen und muss nicht ohne Verein rumdümpeln, zudem man ohne Papiere auch definitiv nicht züchten kann, wie denn? Wie soll man ohne Stammbaum Linien verfolgen können, genetische Hintergründe erfahren (z.B. verdeckt Getragenes) - und wer vertaut einem Tiere an? Und welche Tiere sind das dann? Nein, sorry, wer einfach so Kater auf Katze setzt (und nichts anderes ist es, wenn man ohne Papiere Katzen verpaart), ist und bleibt ein Vermehrer und ich finde es schade, dass das immer wieder schöngeredet wird :cry:.
Und wenn im Verein bewusst mit kranken Tieren gezüchtet wird, nur wegen einem top Namen im Stammbaum? Dann ist das verfolgen können der Ahnen auch egal. Bei meiner Hündin ist das zB der Fall. Ein kranker Rüde, ein super Name und hunderte Nachkommen.

Ich rede es nicht schön. Aber ich habe einfach schon genug mitbekommen, um das eine empor zu heben und das andere grundsätzlich zu verteufeln.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #14
[...] Und wenn im Verein bewusst mit kranken Tieren gezüchtet wird, [...]
Dann ist das nicht seriös, das bezweifelt doch auch niemand, aber dann den Umkehrschluss zu ziehen, dass man ohne Stammbäume sinnvoll züchten könne, ist in meinen Augen absolute Schönfärberei des Vermehrertums!
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #15
Dann ist das nicht seriös, das bezweifelt doch auch niemand, aber dann den Umkehrschluss zu ziehen, dass man ohne Stammbäume sinnvoll züchten könne, ist in meinen Augen absolute Schönfärberei des Vermehrertums!
Na ja. Ich gehe da jetzt von so einem Fall aus, wie dem beschriebenen. Da haben die Hunde ja scheinbar Stammbäume, wenn sie vorher im Verein waren. Ergo wäre hier ja alles Bekannt. Und warum auf der Grundlage nicht ohne Verein weiter züchten? Ich finde man muss als Züchter nicht alles in einem Verein mitmachen.

Ich habe mich zB jetzt nach meiner ersten Ausstellungssaison entschieden, dass ich meinen Kaninchen diesen Stress nicht zumuten möchte. Vier Tage in einem kleinen Käfig und hunderte Leute latschen dran vorbei. Finde ich zu stressig. Wäre das aber Grundvoraussetzung um im Verein zu bleiben, würde ich zum Wohle meiner Tiere austreten. Aber warum sollte ich mit diesen reinrassigen Tieren dann nicht weiter züchten? Es bleiben ja reinrassige Tiere.

Das meine ich einfach. Die Tiere werden nicht besser oder schlechter mit oder ohne Vereintattoo/Papieren oder Gott weiß was. Es sind immer noch die selben reinrassigen Tiere.

Ich meinte jetzt nicht so wilde Verpaarungen von irgendwelchen Tieren über die man nix weiß.
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #16
Na ja. Ich gehe da jetzt von so einem Fall aus, wie dem beschriebenen. [...]
Jetzt vielleicht, oben hast du eine völlig allgemein gültige Aussage gemacht, die grundsätzlich etwas zu deinem Verständnis von Zucht vs. Vermehrertum sagte:
Papiere und ein Verein machen noch lange keinen seriösen Züchter. Und umgekehrt macht das züchten ohne Papiere und Verein nicht automatisch einen Vermehrer aus. [...]
Du sagtst hier eindeutig, dass es "gute" vereinslose Vermehrer gibt und das impliziert nun einmal, dass du deren Tun rechtfertigst und das ist in meinen (und ich nehme an nicht nur in meinen) Augen Schönrederei von Vermehrertum.

[...] Da haben die Hunde ja scheinbar Stammbäume, wenn sie vorher im Verein waren. Ergo wäre hier ja alles Bekannt. [...] Das meine ich einfach. Die Tiere werden nicht besser oder schlechter mit oder ohne Vereintattoo/Papieren oder Gott weiß was. Es sind immer noch die selben reinrassigen Tiere. [...]
Bedeutet also: Jeder, der einen Kater mit Papieren auf eine Katze mit Papieren setzt und das ohne Verein, also ohne dass die Tiere Papiere bekommen, sollte das gerne machen, wenn ihm die Vereinsstatuten nicht gefallen? Ist doch nichts dabei? Verstehe ich dich da richtig oder reden wir aneinander vorbei?
Denn den Begriff "reinrassige" Tiere verwenden meist nur Vermehrer in ihren Anzeigen, um sich gegen Züchter abzusetzen, die das nicht dazu schreiben müssen, wobei das ja auch nicht stimmt, denn die Katzen sind ja definitiv nicht reinrassig (denn dazu brauchten sie Papiere, die sie nicht haben).

[...] Und warum auf der Grundlage nicht ohne Verein weiter züchten? Ich finde man muss als Züchter nicht alles in einem Verein mitmachen. [...]
Wo soll das denn "Zucht" sein (ernst gemeinte Frage)? Was verstehst du denn unter "eine Rasse züchten"? Offensichtlich etwas GANZ anderes als z.B ich.
Natürlich muss ich als Züchter nicht alles in einem Verein mitmachen, aber genau das ist der Punkt - ich kann es es (MIT Verein) besser machen... OHNE sicher nicht.

[...] Ich meinte jetzt nicht so wilde Verpaarungen von irgendwelchen Tieren über die man nix weiß.
Aber genau das ist doch der Punkt - welcher gute Vereinszüchter lässt denn zu, dass mit seinen Tieren vermehrt wird (und nichts anderes ist doch eine vereinslose Verpaarung)? Mir ist keiner bekannt - was bedeutet das? Die Katzen kommen aus eher schlechteren Haushalten. Derjenige, der verpaart, weiß also höchstens das, was im Stammbaum steht, denn weitere Informationen bekommt er nicht - wer soll sie ihm auch geben, ein anständiger Vereinszüchter wird das Treiben sicher nicht unterstützen (und die schlechten wollen auch keine billige Konkurrenz).
Und nun wurde eine Verpaarung gemacht - heraus gekommen ist ein REINER Verkaufswurf, es geht also NUR ums Geld, denn mit den Tieren kann nicht weitergezüchtet werden, wie auch, sie haben keine Papiere. Was also soll gut daran sein, wenn jemand vereinslos Katzen vermehrt?
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #17
Jetzt vielleicht, oben hast du eine völlig allgemein gültige Aussage gemacht, die grundsätzlich etwas zu deinem Verständnis von Zucht vs. Vermehrertum sagte: Du sagtst hier eindeutig, dass es "gute" vereinslose Vermehrer gibt und das impliziert nun einmal, dass du deren Tun rechtfertigst und das ist in meinen (und ich nehme an nicht nur in meinen) Augen Schönrederei von Vermehrertum.

Bedeutet also: Jeder, der einen Kater mit Papieren auf eine Katze mit Papieren setzt und das ohne Verein, also ohne dass die Tiere Papiere bekommen, sollte das gerne machen, wenn ihm die Vereinsstatuten nicht gefallen? Ist doch nichts dabei? Verstehe ich dich da richtig oder reden wir aneinander vorbei?
Denn den Begriff "reinrassige" Tiere verwenden meist nur Vermehrer in ihren Anzeigen, um sich gegen Züchter abzusetzen, die das nicht dazu schreiben müssen, wobei das ja auch nicht stimmt, denn die Katzen sind ja definitiv nicht reinrassig (denn dazu brauchten sie Papiere, die sie nicht haben).

Wo soll das denn "Zucht" sein (ernst gemeinte Frage)? Was verstehst du denn unter "eine Rasse züchten"? Offensichtlich etwas GANZ anderes als z.B ich.
Natürlich muss ich als Züchter nicht alles in einem Verein mitmachen, aber genau das ist der Punkt - ich kann es es (MIT Verein) besser machen... OHNE sicher nicht.

Aber genau das ist doch der Punkt - welcher gute Vereinszüchter lässt denn zu, dass mit seinen Tieren vermehrt wird (und nichts anderes ist doch eine vereinslose Verpaarung)? Mir ist keiner bekannt - was bedeutet das? Die Katzen kommen aus eher schlechteren Haushalten. Derjenige, der verpaart, weiß also höchstens das, was im Stammbaum steht, denn weitere Informationen bekommt er nicht - wer soll sie ihm auch geben, ein anständiger Vereinszüchter wird das Treiben sicher nicht unterstützen (und die schlechten wollen auch keine billige Konkurrenz).
Und nun wurde eine Verpaarung gemacht - heraus gekommen ist ein REINER Verkaufswurf, es geht also NUR ums Geld, denn mit den Tieren kann nicht weitergezüchtet werden, wie auch, sie haben keine Papiere. Was also soll gut daran sein, wenn jemand vereinslos Katzen vermehrt?
Du verstehst mich falsch. Ich heiße es nicht gut, wenn einfach irgendwelche Tiere miteinander verpaart werden. Wenn ich meine Feldwaldwiesen Katze mit eben so einer paaren würde, wäre das für mich Vermehrerei.

Wenn aber jemand aus irgendwelchen Gründen aus dem Verein austritt und mit seinen Tieren (Papiere, gesund, zuchttauglich) weiter züchtet, weil es zB tolle Linien sind, top Arbeitseigenschaften etc, dann ist das für mich keine Vermehrerei. Die Tiere haben ja im Verein schon alle Anforderungen erfüllt. Nur das eben deren Nachkommen keine Papiere mehr bekommen. Es sei denn, derjenige tritt in so einen “Alibiverein“ ein. Dann bekommen sie halt Papiere, kosten wieder viel Geld, nur das diese Papiere eigentlich nix wert sind.

Kenne von früher genug Leute, die keine Lust mehr auf zB den SV hatten und selber weiter gemacht haben. Und das finde ich dann nicht verwerflich.

Aber jeder definiert ja Vermehrerei anders. Für mich sind das diese Ups Wurf Geschichten, oder “die soll nur einmal Babys haben“ Sachen etc. Oder Hinterhof Produktionen, wo Tiere leiden.

Am Ende haben die Vereine auch mal so angefangen, dass sie Tiere ohne Papiere hatten. Die ganzen Rassen und Farben sind, bevor es gezielte Selektion wurde, durch buntes Mischen entstanden. Oder sogar durch Genmutationen, mit denen munter weiter gezüchtet wurde, weil es hübsch ist und sich verkauft, Beispiel Farbschlag Merle bei Hunden. Aber im Verein ist das ja ok. ;-)
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #18
Du verstehst mich falsch. Ich heiße es nicht gut, wenn einfach irgendwelche Tiere miteinander verpaart werden. Wenn ich meine Feldwaldwiesen Katze mit eben so einer paaren würde, wäre das für mich Vermehrerei. [...]
Aber der Wurf ist doch nichts anderes, denn er hat lediglich das Ziel - ich schrieb es ja oben schon - einen Verkaufswurf zu produzieren, wo liegt der Unterschied zu den FWWK? Wieso ist der Wurf - bezogen auf die Katzenschwemme - "besser"? Weil die Elterntiere Papiere hatten? Na, dann sind ja (fast) alle ebay-Würfe super und die Leute sollen nur so weiter machen, Vermehrer sind sie ja nicht...

[...] Wenn aber jemand aus irgendwelchen Gründen aus dem Verein austritt und mit seinen Tieren (Papiere, gesund, zuchttauglich) weiter züchtet, weil es zB tolle Linien sind, top Arbeitseigenschaften etc, dann ist das für mich keine Vermehrerei. [...]
'Zucht' muss doch mit einem gewissen 'Ziel', einem Zweck einher gehen, sonst ist es doch keine Zucht. Welches Ziel soll denn eine einmalige oder in dem Fall (weil ja keine anderen Tiere zur Verfügung stehen) permanent wiederholte Verpaarung mit den Tieren bringen? Was genau hat das mit "züchten" zu tun? Man kann doch so absolut nicht 'züchten', denn - auch das schrieb ich ja bereits - die Nachkommen stehen ja für eine (Weiter-)Zucht nicht zur Verfügung.

[...] Am Ende haben die Vereine auch mal so angefangen, dass sie Tiere ohne Papiere hatten. Die ganzen Rassen und Farben sind, bevor es gezielte Selektion wurde, durch buntes Mischen entstanden. Oder sogar durch Genmutationen, mit denen munter weiter gezüchtet wurde, weil es hübsch ist und sich verkauft, Beispiel Farbschlag Merle bei Hunden. Aber im Verein ist das ja ok. ;-)
Ich denke, ich weiß, wie Zucht(programme) entstanden sind, aber das ist ja nun schon etliche Jahre her, Siamesen z.B. werden seit Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet, ich sehe keinen Grund, jetzt plötzlich wieder mit irgendwelchen stammbaumlosen Tieren Verpaarungen vorzunehmen, nur, weil einem das eine oder andere im Verein nicht passt. Es gibt genug gute Katzenvereine, die z.B. auch keine Ausstellungspflicht haben, in denen man seriös züchten kann - heutzutage muss niemand stammbaumlose Kitten produzieren. Daher gibt es keinen Grund, solches "Edel-Vermehrertum" (das sind dann meist die, die "Rassekatzen ohne Papiere" - ein Widerspruch in sich - verhökern und den Verkäufern weismachen, dass sie die besseren Züchter seinen ... :confused:).
 
  • Ist das ein Vermehrer ? Beitrag #19
Aber der Wurf ist doch nichts anderes, denn er hat lediglich das Ziel - ich schrieb es ja oben schon - einen Verkaufswurf zu produzieren, wo liegt der Unterschied zu den FWWK? Wieso ist der Wurf - bezogen auf die Katzenschwemme - "besser"? Weil die Elterntiere Papiere hatten? Na, dann sind ja (fast) alle ebay-Würfe super und die Leute sollen nur so weiter machen, Vermehrer sind sie ja nicht...

Quatsch.... von 10 Hunden bei ebay hat vielleicht mal einer so einen Hintergrund. Der ganze Rest sind diese Ups Würfe oder Gott weiß was.

'Zucht' muss doch mit einem gewissen 'Ziel', einem Zweck einher gehen, sonst ist es doch keine Zucht. Welches Ziel soll denn eine einmalige oder in dem Fall (weil ja keine anderen Tiere zur Verfügung stehen) permanent wiederholte Verpaarung mit den Tieren bringen? Was genau hat das mit "züchten" zu tun? Man kann doch so absolut nicht 'züchten', denn - auch das schrieb ich ja bereits - die Nachkommen stehen ja für eine (Weiter-)Zucht nicht zur Verfügung.

Natürlich haben sie Ziele. Bei den Hunden haben sich zB die sog. X Mechelaar aus sowas entwickelt. Es wurden Schäferhundrassen untereinander gekreuzt, um Typ und Arbeitseigenschaften zu verbessern. Dabei wird genauso auf Gesundheit geachtet, wie im Verein. Aus diesen Zuchten gehen etliche Hunde in Sport und Dienst. Da kannst keinen genetischen oder gesundheitlichen Schrott nrauchen. Es gibt sogar ein eigenes Register für diese Zuchten. Und es gibt etliche dieser Hunde, wo auch Hunde aus VDH und FCI mitgemischt haben. Eben weil Trieb und Arbeitswillen im Vordergrund stehen und die Leute das wissen. Also ein ganz klares Ziel.

Ich denke, ich weiß, wie Zucht(programme) entstanden sind, aber das ist ja nun schon etliche Jahre her, Siamesen z.B. werden seit Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet, ich sehe keinen Grund, jetzt plötzlich wieder mit irgendwelchen stammbaumlosen Tieren Verpaarungen vorzunehmen, nur, weil einem das eine oder andere im Verein nicht passt. Es gibt genug gute Katzenvereine, die z.B. auch keine Ausstellungspflicht haben, in denen man seriös züchten kann - heutzutage muss niemand stammbaumlose Kitten produzieren. Daher gibt es keinen Grund, solches "Edel-Vermehrertum" (das sind dann meist die, die "Rassekatzen ohne Papiere" - ein Widerspruch in sich - verhökern und den Verkäufern weismachen, dass sie die besseren Züchter seinen ... :confused:).

Es ging ja in dem Post um Hunde und nicht um Katzen. Bei der Katzenzucht kenne ich mich nicht aus. Aber im Bezug dazu gebe ich dir vollkommen Recht, dass es wenig bis gar keinen Sinn macht, da es bei Katzen keine Arbeitseigenschaften gibt. Die müssen nix hüten, nix bewachen, nix aufspüren.

Und zumindest in Puncto Gebrauchshunde, macht es Sinn. Das sind dann weder Billighunde, noch sonst was. Das sind Hochleistungshunde, die bis zu 17 Jahre alt werden und funktionieren. Meine ist jetzt 10 und würde im Dienst immer noch laufen wie eine 1!!!!

In diesem Sinne, schönen Abend noch. :)
Ergänzung ()

Na toll..... die Hälfte von meiner Antwort weg.... :cry:
 
Thema:

Ist das ein Vermehrer ?

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