Hallo,
es ist schon über ein halbes Jahr her. Unsere süße Mara (blaugraue große
BKH) verließ eines Tages wie jeden Morgen um 6 Uhr das Haus durch die Katzenklappe. Nur diesmal kam sie nicht mehr zurück, wo sie doch sonst nie länger als 30 Minuten am Stück weg war. Erst am nächsten Tag bekamen wir die Nachricht, dass ein Nachbar sie tot in seinem Garten unter seiner Gartenbank liegend gefunden hat. Er hat sie sofort im Wald vergraben, nachdem er die direkten Nachbarn erfolglos gefragt hatte, wem sie gehören mag. Wir hatten sie erst ein halbes Jahr vorher zu uns geholt. Wir haben die Kleine dann auch nicht wieder ausgegraben, sondern sie im Wald gelassen. Ist doch auch ein schöner Ort. Sie wurde nur 2 Jahre alt und star urplötzlich. Er hat direkt ein Foto von ihr unter der Bank gemacht, anhand dessen wir sie auch identifizieren konnten. Und sie lag da, als sei im Gehen einfach so umgekippt und tot gewesen. Sie sah aus, als würde sie schlafen, wie immer. Nur dass ihre Stirn nach unten zeigte. Wir vermuten einen plötzlichen Herztod oder Nierenversagen. Sie hat immer sehr viel getrunken, allerdings auch nur Trockenfutter angenommen, während sie Nassfutter immer verschmähte. Da war es nicht verwunderlich, dass sie mehr trinken musste. Es kommt immer wieder die Frage auf, was es wohl war. Sie war, sogar für ihre Rasse, sehr sehr sehr ruhig und schüchtern. Wenig agil, viel schlafend. Vielleicht waren das Anzeichen. Doch da ist dieser Restzweifel, ob es nicht doch Gift gewesen sein könnte. Allerdings sah sie mir dafür doch zu friedlich aus. Ich frage mich auch, ob sie es gespürt hat und extra von zuhause weggeblieben ist, um allein zu sterben. Man sagt ja, Katzen würden sich zum Sterben eher zurückziehen, wenn sie es merken. Es tut nach einem halben Jahr immer noch so sehr weh, an sie zu denken, zumal ich immer wieder an dem Garten und der Bank vorbei komme und es nicht lassen kann, einen Blick auf die Stelle zu werfen. Wir haben schon längst eine Nachfolgerkatze, jedoch schwingt jetzt immer die Angst mit, dass auch sie, da sie im selben Altern wie Mara ist, einfach so sterben könnte. Wenn sie mal deutlich überfällig ist und eben nicht wie sonst in der Zeitspanne Abends nach Hause kommt, werde ich unruhig und bekomme komische Gedanken. Ab da ist in mir keine Ruhe mehr, bis ich das erlösende Geräusch der Klappe unten höre. ... Und kurz darauf die lautstarke Kundgebung, dass sie nun wieder zu Hause sei!!!!!

... Sie miaut immer, wenn sie nach Hause kommt, wie eine Irre. Mara war eine äußerst Ruhige, die fast nie einen Ton von sich gegeben hat. Dina ist da das komplette Gegenteil. Sie hilft mir sehr über die Trauer - Momente hinweg. Ohje ... aber ich mag gar nicht an den Tag, an dem ich es erfahren habe und Maras Foto zu Gesicht bekam, denken. Ich war durch mit den Nerven.