Liebe Katrin,
nach dieser ganzen schweren Zeit, in der du selber krank warst und in der deine Katzen für dich ein großer Trost waren, kommt jetzt erneut eine schwere Zeit auf dich zu. Du musst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist, dass deine Rosi, die jetzt deine Hilfe braucht, ihren letzten Weg gehen darf. Ich schreibe bewusst „darf“, denn auch wenn jedem von uns der Abschied von einem geliebten Tier extrem schwer fällt, muss ein Tier sich nicht unnötig quälen. Wir Menschen haben die Verantwortung, aus Liebe dem Tier unnötiges Leiden zu ersparen und es sanft einschlafen zu lassen.
Ich hoffe, dass euch doch noch etwas gemeinsame Zeit bleibt, aber wenn du spürst, dass keine andere Hilfe mehr möglich ist, wünsche ich dir ganz viel Kraft, um Rosi zu begleiten auf ihrem letzen Weg. Bei uns kam die Tierärztin bei den letzten beiden Hunden, die deutlich gezeigt haben, dass ihr Weg am Ende ist, zu uns nach Hause und hat sich mit mir und dem einen Hund sogar auf den Boden gelegt, um die erlösende Spritze zu setzen. Meine Hund sind in meinem Arm eingeschlafen, ich habe sie getröstet und sie bis zum letzten Atemzug und darüber hinaus festgehalten. Danach liefen natürlich die Tränen, aber im Moment des Abschieds ist jede Sekunde kostbar, um dem geliebten Tier zu zeigen, dass es nicht allein ist.