Grundsätzlich finde ich Barf die beste Möglichkeit, unsere Katzen zu ernähren. Wenn du einen eingefleischten Barfer fragst, dann wird er dir aber wohl nie zu Fertigbarf raten

Ein großer Vorteil am Barfen ist ja nunmal, dass man genau weiß, was im Futter steckt und das kann man bei Fertigbarf nur eingeschränkt nachvollziehen.
Aber mal zu deinen Fragen:
1)Führt Barfen nicht öfter dazu, das Katzen sich irgendwelche Salmonellen oder e-coli Bakterien einfangen?
Nein. Katzen haben eine aggressivere Magensäure und einen kürzeren Darm als Omnivoren oder gar Herbivoren, was die Infektionsgefahr senkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich mit Salmonellen oder was ähnlichem infizieren ist gering. Allerdings ist es natürlich sinnvoll, auf eine gute Küchenhygiene zu achten und das Fleisch (sofern man das Barf selbst macht) vor dem Verarbeiten mit kaltem Wasser abzuwaschen. Bei einem Tier, das ein eingeschränktes Immunsystem hat, mag das allerdings anders aussehen.
2) Was haltet ihr von solch komplett abgestimmten Menus für nierenkranke Katzen?
Hm..
ich würde es aus folgenden Gründen wohl nicht machen: 1. ein wichtiger Pfeiler beim Barfen ist, dass man abwechslungsreich füttert (es gibt Katzen, die nur ganz wenige Fleischsorten akzeptieren, aber der Idealfall ist schon, dass man möglichst viele Fleischsorten füttert) und die Anzahl an Menüs, die es für Nierenkranke Katzen gibt, ist sicherlich nicht sonderlich groß. 2. barfe ich, damit ich selbst das Futter genau so anpassen kann, dass es zu meinen Katzen passt. Da passt Fertigbarf für mich einfach nicht dazu.
Andererseits muss ich sagen, dass ich das vielleicht anders sehen würde, wenn ich nicht schon seit Jahren das Futter für meine Katzen selbst machen würde. Als ich angefangen habe, gab es einfach kein gutes Fertigbarf und schon gar nicht für eine nierenkranke Katze.
3)Hat jemand Erfahrung mit ebarf.de ?
Selbst nicht, aber was ich so gelesen habe, ist das wohl einer der wenigen Anbieter, die ein ordentliches Barf verkaufen. Diese Infos beziehen sich aber immer auf das normal Barf und nicht auf das Nierenbarf. Ich hatte vor ein paar Tagen selbst nach Fertigbarf geschaut, um mir die nächsten Monate eventuell etwas zu erleichtern (bin schwanger und tu mich mit der Futterherstellung gerade entsprechend schwer). Allerdings fand ich den Preis echt happig und gehe für mich jetzt den Weg des geringsten Widerstandes: Ich nutze übergangsweise ein Fertigsupplement und da wechsle ich zwischen Felini Complete und Felini Renal (ein Kater von mir neigt zu Struviten und daher fütter ich nierenschonend und normal im Wechsel).
Fertigbarfs sind häufig auch recht fein gewolft (ich meine, das ebarf ist da eine Ausnahme) und viele Katzen mögen das nicht so gerne.
Du könntest natürlich das eBarf als Übergang verwenden und dich in der Zeit ins Barfen einlesen und dann selbst Barf machen, wenn du dich sicher fühlst. Beim selbst Barfen kannst du halt auch genau die Fleischsorten wählen, die deine Katze mag (und in deinem Fall nicht so viel Phosphat enthalten).