Hallo zusammen,
gestern mussten wir ganz unverhofft und plötzlich unseren geliebten Kater Simba gehen lassen...

Ich hatte alles für den Ostermorgen vorbereitet, dann fiel mir auf, dass nur seine Schwester Nala bei mir war. Es hätte mir direkt auffallen müssen, weil Simba immer lautstark auf sein Frühstück gewartet hat und so schnell wie möglich raus an die frische Luft wollte... Nala ging in den Keller, kam direkt wieder hoch und miaute mich an, da wusste ich sofort, dass Simba im Keller war und etwas nicht stimmte. Ich ging hinunter und er lag auf dem Boden, schaute mich an und miaute. Ich war erleichtert, ging zu ihm, streichelte ihn, aber er stand nicht auf. Ich ging ein paar Schritte zurück, er versuchte mir zu folgen, aber es gelang ihm nicht, er krauchte nur mit seinen Vorderpfoten. Ich habe ihn hochgetragen und auf die Couch gelegt, im hinteren Bereich null Regung, nichts und er war kalt. Ich habe Panik bekommen, direkt die Notfallklinik angerufen, alles geschildert und sie sagten mir direkt, dass sich das nach einer
Thromboembolie anhört und ich sofort kommen soll. Ich machte mich sofort auf den Weg, Simba miaute in einer Tour, es hat mir da schon das Herz zerrissen. Der Arzt äußerte nach der Untersuchung erneut den Verdacht, hat ihn da behalten und fing direkt mit der Behandlung an... ihn dort zu lassen war furchtbar schwer, ich glaube wir wussten da bereits beide, dass er nicht mehr auf eigenen Beinen nach Hause kommen würde, er hat sich festgekrallt, was er nie getan hat.

Um 14 Uhr kam dann der Anruf, dass ich bitte vorbei kommen soll, weil nichts anschlägt und es ihm immer schlechter geht... Wir fuhren sofort los, als ich reinkam wollte er fast aufspringen, ich habe ihn sofort gekuschelt und geküsst, er hat seinen Kopf in meine Hand gelegt und war furchtbar am hecheln. Mein Freund hat sich nach mir von ihm verabschiedet, dann bin ich wieder rein und war bis zum Schluss bei ihm, er hat seinen Kopf direkt an mein Gesicht gedrückt, ich werde seinen Blick nie vergessen! Wir haben ihn mit nach Hause genommen, seine Schwester kam und es sah aus als würde sie sich auch verabschieden... danach hat sie mich bis abends ignoriert, seit gestern Abend weicht sie mir keinen Schritt mehr von der Seite, außer wenn sie kurz rausgeht um ihn zu suchen... Es ist alles noch ganz frisch und ich weine seitdem ununterbrochen, kann die Tränen einfach nicht unterdrücken. Sobald ich die Augen schließe sehe ich ihn, es ist so verdammt ruhig im Haus! Keiner mehr da, der alle 5 Minuten „meckert„, weil er keine Beachtung bekommt, weil er raus möchte, frisches Futter oder einfach nur wieder stundenlang kuscheln will. Aktuell weiß ich wirklich nicht wie ich damit zurechtkommen soll und wie ich es seiner Schwester erleichtern kann, weil ich denke, dass auch sie trauert...