Hallo zusammen,
meine Katze ist mittlerweile 15 Jahre alt. In letzter Zeit hat sie uns etwas Sorgen gemacht. Zuerst hatte sie kahle Stellen an den Zehen der Vorderpfoten (vor ca. 3 Monaten). Der Tierarzt eine Hefepilzinfektion festgestellt. Behandelt wurde es mit Kortison und einer Salbe. Nach Abklingen der Infektion, hatte sie immer noch kahle Zehen. Der Tierarzt diagnostizierte Arthrose (die Pilzinfektion war eine Folge des Leckens, das durch die Arthrose verursacht war) und verordnete weiter Kortison. Mittlerweile ist das Fell wieder gut nachgewachsen.
Wir waren jetzt nochmal zur Nachkontrolle da. Ich habe mir Sorgen gemacht, ob die nun schon dreimonatige Gabe des Kortisons nicht irgendwelche Nebenwirkungen entwickeln könnte. Außerdem hat sich ihr Verhalten seit zumindest drei Monaten etwas geändert und diese Änderung hält immer noch an. Zum Beispiel hat sie öfter ihr Futter erbrochen. Sie bettelt nach Futter, rührt es dann aber nach kurzem beriechen nicht an. Wenn sie es dann doch isst, macht sie viele Pausen und schleckt sich danach intensiv das Maul und putzt sich. Sie ist sehr anhänglich, gleichzeitig aber reizbar und launischer als früher.
Alles in allem war das für uns Grund genug, nochmal etwas nachdrücklicher beim Tierarzt nachzufragen. Er meint, sie macht einen sehr guten Eindruck. Da mir aber nicht alles so gut vorkommt, haben wir dann noch Blut abgenommen. Die Ergebnisse (siehe unten) hat er gestern mit mir besprochen. Alles in allem seien ihre Blutwerte topp in Ordnung. Wegen des erhöhten SDMA müsse man sich keine Sorgen machen. Ich fragte, ob ich etwas beachten soll, z.B. bei der Futterzusammensetzung. Er meint, sie soll weniger Proteine bekommen, mehr Kohlenhydrate. Das hat mich etwas stutzig gemacht und wollte dann wissen, welches Futter er da empfehlen würde. Er sagt, wenn es seine Katze wäre, würde er Dein Bestes von DM füttern. Das scheint mir, mit allem, was ich so über Katzenfutter gelernt habe, nicht die sinnvollste Lösung. (Wir füttern Macs, Grau, Mjamjam, Christopherus, Animonda Carny, Cat and Clean. Alles im Wechsel und auch mal andere Sorten. Dazu immer ordentlich Wasser eingerührt). Zum weiteren Vorgehen meint er, Check up in einem Jahr und weiter Kortison nach Bedarf (Ihre Dosis liegt unter der Minimaldosis und habe keine Langzeitnebenwirkungen).
Ich bin jetzt verwirrt, was ich mit der Einschätzung des Tierarzt anfangen soll. Meines Erachtens ist mit der Katze nicht alles in Ordnung und ich würde gern noch einen Urintest machen lassen. Nach Allem, was ich im Forum zu CNI gelesen habe, könnte sie schon zumindest im Frühstadium sein. Dann will ich natürlich keine wertvolle Zeit vergeuden. Andererseits will ich sie jetzt nicht dauernd zum Tierarzt schleppen, weil das für sie auch Stress bedeutet. Die Allerjüngste ist sie jetzt auch nicht mehr...
Da hier einige Leute sind, die sich mit CNI auskennen, würde mich eure Einschätzung interessieren: Seht ihr auch Anzeichen für eine CNI oder schätze ich das falsch ein (was natürlich auch schön wäre). Wie würdet ihr weiter vorgehen?
Vielen, vielen Dank im Voraus!