Ein kleines Update:
Gretchen ist noch in der Klinik. Zuletzt hat sie wenig bis nichts gefressen, obwohl ihr verschiedene Futtersorten angeboten worden. Mittlerweile ist sie, verständlicherweise, auch etwas unleidlich bei den Untersuchungen. Seit heute Vormittag erhält sie Nahrung über eine Nasensonde, damit der Darm in Bewegung bleibt. Sie bekommt außerdem weiter Infusionen.
Nach den Blutwerten heute Nachmittag sind ihre Nierenwerte - endlich - im Normbereich. Das zeigt, dass zumindest die Infusionstherapie anschlägt. Sie soll jetzt noch mindestens so lange da bleiben, bis sie von alleine frisst. Ihre Nierenproblematik soll dann medikamentös eingestellt werden. Sowohl für die Nierenschädigung als auch ihre chronisch Enteropathie benötigt sie aber demnächst spezielles Futter. Da hab ich noch keine weiteren Infos zu, die bekommen wir bei ihrer Entlassung.
Morgen Vormittag telefonieren wir wieder mit der Klinik, um den aktuellen Zustand zu besprechen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sie da gerade liegt, mit den ganzen Schläuchen... Ich weiß, dass sie in guten Händen ist und gerade alle für sie arbeiten. Die Therapie schlägt an, das erleichtert mich sehr.
Ich frage mich natürlich, ob ich irgendetwas in der Vergangenheit hätte anders machen sollen. Das ist schwer zu ertragen.
Wir haben uns überlegt, dass wir sie morgen gern mitnehmen möchten, sofern ihr Zustand zumindest stabil bleibt. Ich glaube, dass es für sie und ihren Appetit gut wäre, in ihrer gewohnten Umgebung und bei ihren Bezugspersonen zu sein. Ich weiß nicht, ob es zu vermenschlichend von mir ist, aber ich glaube, dass ihre jetzige Situation für sie verwirrend und einschüchternd sein muss. Für mich ist sie es auf jeden Fall.