Teilzeit-aggressive Katzendame

Diskutiere Teilzeit-aggressive Katzendame im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich kann wirklich gut verstehen, dass man in ihrem Fall an psychische Probleme denkt, bei der Vorgeschichte. Wirklich. Wäre es nach der langen...
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #21
Ich kann wirklich gut verstehen, dass man in ihrem Fall an psychische Probleme denkt, bei der Vorgeschichte.
Wirklich.

Wäre es nach der langen Zeit nicht umso erschreckender wenn sie tatsächlich starke Schmerzen hätte?
Wenn eins zum anderen kommen würde?

Ich habe den Beitrag von @Taskali gefunden und zitiere nur einen Teil daraus.

sie ist ein wunderbares Schaustück dafür, was Schmerzen aus einer eigentlich lieben und lebenslustigen Katze machen können - nämlich ne Aggromietz die alles und jedes angreift, weil sie sich vor Schmerzen nicht zu helfen weiß. Eigentlich mag sie andere Katzen, eigentlich mag sie Menschen, mag gestreichelt werden, aber wenn der Kopf dröhnt, der Abzeß puckert, die schiefe Wahrnehmung Schwindel verursacht und jede Berührung am Rücken schmerzt, da darf man sich dann über Unruhe, Aggression und Schreiattacken nicht wundern..

Bitte @LolaThropp , bitte krempelt diese Katze tierärztlich erstmal auf links.

Jedem hier fällt jetzt etwas anderes ein, woran es liegen könnte und rät dies und das mal auszuprobieren.
Vielleicht verstreicht dadurch Zeit, die sie weiter unbehandelt mit Schmerzen verbringen muss.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #22
Verstehe ich das richtig das die Katze eigentlich nur draußen ist, zum Fressen rein darf und dann wieder "rausgeschmissen" wird?
Entschuldige bitte meine Offenheit, aber dann wird es wirklich schwierig das die Katze zum Menschen Vertrauen lernt. Das Tier wird fast behandelt wie ein Wildling, bekommt wenig Kontakt zum Menschen und dann teils noch mit negativen Begegnungen. Gibt es keine Möglichkeit das die Katze selbstbestimmt in den Raum kann, als sicheren Zufluchtsort bei ihren Mensch sozusagen?
Noch besser wären natürliche weitere Zimmer, das die Kamera am Lebens der Menschheit teilnehmen und sie kennen kann.
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #23
Aber zurück zu Hedda: Meine Kollegin wies mich auf ein klitzekleines Detail hin - und zwar habt ihr natürlich recht, dass gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden sollten, allerdings muss man auch im Hinterkopf behalten, dass Hedda dieses "aggressive Verhalten" schon seit sehr vielen Jahren an den Tag legt.

Auch aggressives Verhalten kann durch gesundheitliche Probleme geprägt werden. Sie hat in ihrem Leben viel negatives erlebt und da sollte man ausschließen , dass die Ursache ein medizinisches Problem ist. Ist das geklärt kann man sicher mit Hedda gezielt arbeiten.

Warum soll sie im Haus futtern wenn sie doch eher sich draußen aufhalten soll?
Kann sie über eine Katzenklappe rein und raus?

lg
Verena
Ergänzung ()

 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #24
@yodetta - Das wäre furchtbar, da stimme ich dir zu. Leider kenne ich diese Situation auch von meiner verstorbenen Pounci ... Sie ist damals regelmäßig völlig ausgetickt, ohne ersichtlichen Grund ... die Diagnose, die dann dadurch aufgedeckt wurde, will ich gar nicht noch einmal auspacken, es war schrecklich. Meine Kollegin hat fest vor, zum Tierarzt zu gehen. Das war ohnehin angedacht.

@goya & @WinstonvonWensin - Warum Hedda größtenteils draußen leben soll, wird seine Gründe haben. Und wie genau das Zusammenleben gestaltet wird, ist allein die Angelegenheit meiner Kollegin, da mische ich mich nicht ein. Soweit ich weiß gibt es keine Katzenklappe, aber es ist immer jemand da, um sie rein und raus zu lassen. Ursprünglich war es angedacht, sie auch draußen zu füttern, damit sie sich eben nicht an das Haus gewöhnt, aber da sie Nassfutter bekommt, wollte meine Kollegin nicht, dass sich im Sommer Insekten dort einnisten, wenn es länger draußen steht, oder es im Winter gar zufriert. Außerdem hatte Hedda ja diese große OP und wurde in dieser Zeit natürlich im Haus behalten, damit sie sich ausruhen kann und keiner Gefahr ausgesetzt ist. Damals mussten sie eine Weile lang täglich zum Tierarzt, da musste man sichergehen, dass Hedda auch wirklich da ist, um sie einfangen zu können.

Ich finde das alles aber auch nicht dramatisch. Meine Mädels kennen meine Arbeitszeiten haargenau. Sie sind tagsüber draußen und stehen am Abend schon vor der Tür. Dann wird gefuttert und im Sommer geht's dann gleich wieder raus. Sie sind leidenschaftliche Freigänger. Im Winter sucht man sich dann doch eher ein Plätzchen an der Heizung. ;) Eine Katzenklappe käme für mich niemals in Frage, sonst hätte ich binnen weniger Tage einen ganzen Zoo hier in der Bude und würde jeden zweiten Morgen mit einer toten Maus neben dem Kopfkissen aufwachen. Nein danke. :D
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #25
Meine Kollegin hat fest vor, zum Tierarzt zu gehen. Das war ohnehin angedacht.
Ah okay, das beruhigt mich. :)

Ich drücke fest die Daumen und hoffe, dass ihr schnell geholfen werden kann.
Ganz gleich, was ihr fehlt.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #26
Außerdem hatte Hedda ja diese große OP und wurde in dieser Zeit natürlich im Haus behalten,

ok, dass ist ein Grund.... das hatte ich überlesen. Nun wenn sie sich draußen aufhält frisst sie sicher manche andere Dinge. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich das Hedda nicht raus möchte, wenn andere es wollen, ihr gefällt das häusliche. Dennoch ist es für Hedda schwer, vielleicht versteht man Heddas Signale auch nicht. Bei manchen Katzen ist es auch nicht so einfach zu erkennen. Ob man beim schmusen eine Stelle getroffen hat die schmerzt, oder ob die Katze aus Angst so reagiert.

Bei Wanda habe ich es tunlichst vermieden ihr den Rücken zu kehren.... da habe ich die Neugierde genutzt Leckerchen oder Spielzeug z.b kleiner 🎾 genutzt und es nach vorne geworfen um sie im Blick zu haben. Eine Verhauratte hat mir nicht so viel geholfen. Es wird lange dauern und ich kann nur sagen deine Kollegin sollte sich jemand holen der das Verhalten einschätzen kann. Deine Kollegin Angst zeigt ist es das gefundene Fressen für eine schlecht sozialisierte Katze.

Ja es wäre schade wenn die Maus wieder in den Knast kommt, denn sie wäre dann wirklich gebrochen und nicht mehr zumutbar für Menschen.

lg
Verena

Eine Katzenklappe käme für mich niemals in Frage, sonst hätte ich binnen weniger Tage einen ganzen Zoo hier in der Bude und

Nun wenn deine Tiere einen Chip haben wäre eine chipgesteuerte Katzenklappe die Lösung. Dann gibt es auch keine Gäste. Auch das ist deine Entscheidung wie du dein Zusammenleben mit Katzen gestaltest. Genau wie ich die Entscheidung von deiner Arbeitskollegin respektiere, ich habe es nur nicht verstanden. Weil für mich bedeutet draußen leben eben draußen leben.

lg
Verena
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #27
Danke dir, Verena. Das stimmt natürlich, das sehe ich auch so. Aber zumindest wenn man mal von der Voraussetzung ausgeht, dass es sich um fehlende Sozialisierung handelt, wird auch Hedda lernen müssen, Signale zu deuten. Das würde auf jeden Fall noch eine spannende Geschichte werden, aber solange es ein Happy End gibt, sind sicher alle bereit, sehr viel dafür zu tun.
Das ist ein guter Tipp. Manchmal muss man bei den Tierchen eben kreativ werden. :D

Nun wenn deine Tiere einen Chip haben wäre eine chipgesteuerte Katzenklappe die Lösung. Dann gibt es auch keine Gäste.

Na ja, mit "Gäste" meinte ich eher diejenigen, die meine Katzen als Geschenke mitbringen. :D Ich habe beinahe täglich "Opfergaben" auf der Terrasse liegen. Der Gedanke, dass sie das alles dann mit reinbringen würden, widerstrebt mir zu sehr. :ROFLMAO:

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wie es mit Hedda weitergeht. Ich für meinen Teil bin zuversichtlich, dass sich das alles noch aufklären und bessern wird. :)
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #28
Das Problem ist, dass Hedda ständig völlig unvermittelt attackiert. Manchmal liegt sie auf dem Schoß meiner Kollegin und ohne dass irgendetwas passiert, fährt sie die Krallen aus, kratzt, und beißt ihr ins Bein. Es reicht schon, dass sie vor ihr hergeht, weil sie ihr die Tür aufmachen möchte, und Hedda kratzt ihr von hinten in die Wade. Wenn sie um die Beine meiner Kollegin streicht, ist es völlig egal, ob sie sich hinunterbeugt, um sie zu streicheln, oder nicht - es wird gekratzt. Ganz nach dem Motto: "Komm mir nicht zu nahe!" Wir könnten es nachvollziehen, wenn sie diese Nähe nicht möchte, und meine Kollegin würde sie natürlich ganz in Ruhe lassen - aber gleichzeitig sucht Hedda offensichtlich Nähe. Gleichzeitig muss, wie gesagt, manchmal gar nichts passieren, um eine Attacke bei ihr auszulösen. Ich verstehe es nicht, da ist keinerlei Muster zu erkennen, kein Auslöser, nichts.

Hierauf möchte ich mal eingehen:
Menschen sind allgemein der Annahme, dass eine Katze es LIEBT gestreichelt zu werden und tun es deshalb, sobald die Katze ankommt bzw. aus Sicht der Menschen sie zeigt, dass sie es möchte. Aber in Wirklichkeit gilt unter Katzen Distanz als Höflichkeit. Da ist also eine große Diskrepanz zwischen dem, was im Katzenverhalten natürlich ist und dem, was Mensch erwartet und einfordert. Viele Katzen schlucken diesen Umstand einfach weg und nehmen die Menschen so hin. Problematisch wird es bei Fehlgeprägten Katzen, die das nicht kompensieren können. Wenn Katz lernt, dass sie vom Menschen und seinem good will abhängig ist, dass sie nur Futter, ein warmes Plätzchen und Zuwendung bekommt, wenn sie kuschlig ist. Dann lernt die Katze nicht "kuscheln ist schön", sondern "ich muß kuscheln, auch wenn ich nicht will, denn sonst verliere ich meine Ressourcen". Und diese Diskrepanz zwischen "ich will nicht, aber ich muß" führt dann dazu, dass Katz offensiv auf die Menschen zugeht, sie anbiedert bis zum abwinken, den Menschen regelrecht belagert und zeitgleich immer wieder als Übersprunghandlung aggressiv wird.
Daneben gibt es noch Katzen, die aggressiv reagieren, weil sie vom Menschen schlecht behandelt wurden und jetzt in die Gegenrichtung gehen a la "Angriff ist die beste Verteidigung" bzw. "Wenn ich der Boss bin und den Menschen dominiere, dann tut er mir nix und ich sichere mir so meine Ressourcen".
Dazwischen gibt es noch einige Mitteldinge, aber grundsätzlich ist allen Varianten gemein, dass die Katze sich massiv beim Menschen anbiedert, aber eigentlich die Zuwendung nicht genießt, sondern darin allein ein Mittel zum Zweck sieht.
Deshalb heißt das absolute Zauberwort bei aggressiven Katzen: Ignorieren! Der Mensch muß sämtliche Zuwendungen der Katze ignorieren, ihr aber ansonsten alles zur Verfügung stellen, sie aber ansonsten ignorieren, bei Kuschelwünschen passiv bleiben, die Katze nicht beachten, bis eben die Entkopplung stattfindet und die Zuwendung von Seiten der Katze kommt, weil sie es selbst will und nicht, weil sie denkt es tun zu müßen.
 
  • Teilzeit-aggressive Katzendame Beitrag #29
@goya & @WinstonvonWensin - Warum Hedda größtenteils draußen leben soll, wird seine Gründe haben. Und wie genau das Zusammenleben gestaltet wird, ist allein die Angelegenheit meiner Kollegin, da mische ich mich nicht ein. Soweit ich weiß gibt es keine Katzenklappe, aber es ist immer jemand da, um sie rein und raus zu lassen. Ursprünglich war es angedacht, sie auch draußen zu füttern, damit sie sich eben nicht an das Haus gewöhnt, aber da sie Nassfutter bekommt, wollte meine Kollegin nicht, dass sich im Sommer Insekten dort einnisten, wenn es länger draußen steht, oder es im Winter gar zufriert. Außerdem hatte Hedda ja diese große OP und wurde in dieser Zeit natürlich im Haus behalten, damit sie sich ausruhen kann und keiner Gefahr ausgesetzt ist. Damals mussten sie eine Weile lang täglich zum Tierarzt, da musste man sichergehen, dass Hedda auch wirklich da ist, um sie einfangen zu können.


Das hat ganz sicher seine Gründe. Nach denen habe ich mit Absicht nicht gefragt, weil es mich nichts angeht. Ich meine nur das die Katze kaum Chancen hat positive Erfahrungen mit dem Menschen zu sammeln. Wenn deine Kollegin einen Wildling haben möchte, dem sie nur Futter hinstellt, dann ist das die perfekte Haltungsform.
Ich gebe zu meine Beschreibung ist etwas zugespitzt, aber meiner Meinung nach trifft es die Quintessenz.
 
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