Hallo ihr lieben,
ich melde mich für eine Freundin, die zwei kleine Miezen (Fine & Elli) aufgenommen hat. Die beiden sind im Mai geboren, wurden in der ersten Lebenswoche ohne Mama gefunden und aufgenommen und kamen dann zu ihr.
Ernährt wird ausschließlich mit hochwertigem Nassfutter.
Fine ist schon immer sehr schmal und kleiner als ihre Schwester.
Hier die Problematik, die nun seit gestern aufgetreten ist:
Unsere 7 Monate alte Katze wird von uns sehr bedacht gefüttert (gute Futterauswahl aus den gängigen Futterhäusern). Schnell haben wir bemerkt, dass sie bei Sorten mit hohem Rindanteil erbricht. Wenn dies der Fall war, hat sie danach Schonkost angeboten bekommen (Körnerkäse, oder roh abgekochtes Huhn). Danach war immer alles ok und sie hat auch schnell wieder gefressen.
Gestern Abend erbrach sie wieder und nahm danach kein Futter mehr an. Das Übergeben hörte nicht auf, bis heute Mittag hat sie sich immer wieder erbrochen. Zuletzt kam nur noch klarer Magensaft. Außerdem zeigte sie Verhaltensauffälligkeiten. Sie lief oft jammernd/jaulend durch die Wohnung. Wollte man sie hoch nehmen, knurrte und fauchte sie. Da stand schnell fest, es stimmt etwas nicht und so fuhren wir heute morgen direkt zu unseren Tierärzten. Die Praxis hat sofort geröntgt und im Anschluss geschallt, da die Röntgenbilder nicht zu 100% Aufschluss gaben. Der Ultraschall ergab, dass die erste Darmschlinge des Zwölffingerdarms vergrößert ist (aufgegast) und Flüssigkeit vorhanden ist. Hinter dieser Schlinge war nichts mehr zu sehen. Doch auch hier konnte nicht zu 100% ausgeschlossen werden, ob sie einen Fremdkörper aufgenommen hat. Wir wurden somit mit der Aussage, dass man nicht alle Fremdkörper auf den bildgebenden Quellen ausfindig machen könnte, in die Klinik geschickt, mit dem Hinweis, dass das Kätzchen mit großer Wahrscheinlichkeit operiert werden müsste. In der Klinik wäre mit einem Stationären Aufenthalt zudem die Nachversorgung gewährleistet.
In der Klinik dann die Ernüchterung: nach erneutem Schallen und Röntgen könne am Darm ein Verschluss oder ein Fremdkörper in jedem Fall ausgeschlossen werden. Dafür seien aber die Lymphknoten und die Bauchspeicheldrüse vergrößert. Man müsse jetzt systematisch ausschließen, was es ist. Unverträglichkeit des Futters, eine Entzündung (chronisch oder akut) oder tumorell (lymphom. Wäre bei jungen Katzen nicht unüblich. Könnte man dann nichts mehr machen). Ich solle nächste Woche einen Termin beim Internisten machen. Dann würde man weiter sehen. Die Katze wurde nun mit morphine gehen die Schmerzen und einem Mittel gegen Übelkeit gespritzt. Das Medikament gegen Übelkeit bekommt sie nun auch zu Hause, genauso wie einen Appetitanreger.
Es wurde weder Fiebergemessen, noch Blut abgenommen, noch gab es Entzündungshemmer (bei Verdacht auf Entzündung finde ich das kritisch).
Nach der Klinik habe ich erneut Rücksprache mit meinen Tierärzten gehalten. Sie waren schockiert, dass wir so wieder nach Hause geschickt wurden. Aufgrund der Medikamente, die heute bereits gegeben wurden, würden sie einen operativen Eingriff heute jedoch eh nicht empfehlen. Sie sind jedoch nach wie vor der Ansicht, dass durch Röntgen und Ultraschall nicht alles zu 100% ausgeschlossen werden kann. Ich soll das Tier heute beobachten. Sollte sie erneut brechen oder keinen Kot absetzen, kann ich morgen früh sofort kommen.
Ich frage mich nun: sollte ich eine andere Klinik aufsuchen, sollte es morgen nicht besser sein? Die Praxis kann die optimale Versorgung bei einem operativen Eingriff nicht gewährleisten. Daher auch die Überweisung zur Klinik. Wie sind da die Erfahrungen?
Meine Mutter hatte einen Kater, dem es Hunde elend ging, mit ähnlicher Symptomatik. Auch bei ihm hatten Tierärzte geschallt und geröntgt, ohne Ergebnis. Es wurde vieles probiert, nichts half und am Ende kam die letzte Klinik auf die Idee, mit Kontrastmittel zu Röntgen, wodurch der verschluckte Knopf sichtbar wurde. Der kleine Kerl hat es so gerade überlebt.
Diesen Horror würde ich unserer kleinen Fine gerne ersparen.
Was meint ihr dazu?
Liebe Grüße!