Hallo liebe Katzenfreunde,
in erster Linie möchte ich anmerken, dass ich schon bei diversen Tierärtzen war. Vielleicht hat jemand die selbe Erfahrung gemacht und könnte mir Tipps/ Anregungen geben über die ich noch nicht nachgedacht habe. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr... Ich bin wirklich am verzweifeln :-( Es tut einfach unglaublich weh sein Tier so "leiden" zu sehen.
Folgendes:
Mein Kater (reine Hauskatze) fast 12 Jahre alt erbricht seit Ende Juli täglich. Nach ein paar Tagen als es nicht aufgehört hat und er nichts mehr gefressen hat, bin ich natürlich zum Nottierarzt gefahren. Die Ärztin fand, dass er gut aussah. Dazu muss ich auch sagen, dass er wirklich ein herzenslieber Kater ist und sehr abenteuerlustig, interessiert und man ihm (so gut wie nie) Schmerzen ansieht. Naja und dann hat sie Fieber gemessen 42 GRAD!!! Sie war total schockiert und hat ihm eine Schmerzspritze, Spritze gegen das Erbrechen gegeben und eine Infusion verabreicht. Ihm ging es danach sehr gut (wie neu geboren). Am Montag (2 Tage später) darauf war ich bei meinem Tierarzt und er hat ein großes Blutbild gemacht (s. Anhang) Die Vermutung war ein Virus...sonst hätte er kein Fieber gehabt. Beim Röntgen und Ultraschall wurde nichts auffälliges festgestellt. Die weißen Blutkörperchen waren extrem hoch, weshalb er eine Kortison Spritze bekam. Es könnte ja eine Allergie sein, weshalb wir ihn dann nur Einseitig gefüttert haben. Probleme beim Essen hatte er nie. Er hat alles gegessen und das mit Leidenschaft. Wir haben ihn auch gekochtes Fleisch (gleiche Sorte wie Nassfutter) gegeben, damit es seinen Magen etwas beruhigt.
Es wurde einfach nicht besser. Dann hatte ich das Gefühl, dass er sich auch mit dem Essen schwer tut (einseitiges Kaufen etc) und war beim Katzenzahnarzt meines Vertrauen und habe ihn dort behandeln lassen. OP: Zwei Zähne wurden gezogen, rest gereinigt und zugenäht. Wurzeln schauten raus und haben die Schmerzen verursacht. Ein großes Blutbild haben wir nochmal (aber vor der OP) gemacht. Werte waren fast noch viiiiiel schlimmer! Die weißen Blutkörperchen sind noch mehr angestiegen.
Nach ca 1 Woche haben wir mit der Kortison Behandlung begonnen. Jeden Tag 2x Kortison Tabletten (5mg) täglich...damit die weißen Blutkörperchen sich verringern. Die Kortison Therapie konnten wir erst nach der OP machen, da sein Immunsystem "stark" dafür sein musste, deshalb ging es nicht vor der OP.
Nach 2 Wochen Kortison haben wir ein drittes großes Blutbild gemacht. Zack die Werte wurden viel besser (s. Anhang). Im Anhang könnt Ihr ganz rechts die alten Blutwerte sehen vom 09.09 und links die neuen vom 14.10. Natürlich hat mich das gefreut, aber wie soll es auch anders sein mit Kortison? Nur die Ursache wurde immer noch nicht gefunden. Er bricht trotzdem täglich. Am Häufigsten immer morgens. Morgens um 4/5 Uhr bricht er Schleim und weißen Schaum. Die Magensäure ätzt ihm anscheinend alles weg. Manchmal wenn es ihm schlechter geht dnan bricht er auch das Essen.
Das positivste an der ganzen Geschichte ist, dass er gerne und VIEL frisst. Er schlingt nicht, sondern lässt sich viel Zeit und frisst den Napf leer. Das wars dann aber auch...den rest des Tages miauen, ein verkümmtes Sitzen/Liegen (bestimmt hat er Magenschmerzen) und dieses ständige Erbrechen. Schilddrüse wurde auch alles getestet aber anscheinend ist damit alles ok. Die Organwerte sind ebenfalls ok. Jetzt war ich nochmal beim Ultraschall. Es konnte wieder nichts gefunden werden. Ich habe ja die Vermutung, dass es sich um einen Tumor handelt. Aber das kann man wohl nur rausfinden wenn man den Bauchraum aufschneidet und Proben entnimmt. Das will ich ihm nicht antun. Er wiegt sowieso nur noch 3,5 kilo. Er wog sonst eigentlich immer um die 5 Kilo und das war kein Fett sondern richtige Muskeln, weil er Zuhause ziemlich sportlich ist und überall hinklettert. Seine Schwester hingegen ist kerngesund. Also kann es kein ansteckender Virus oder sonstiges sein. Kotprobe ergab auch nichts. Sicherheitshalber haben wir trotzdem eine Wurmkur gemacht.
Ich weiß einfach nicht weiter. Warum muss er so leiden und niemand weiß was er hat? Bei einem anderen Tierarzt kam wieder die Vermutung, dass er eine Allergie haben könnte. Jetzt habe ich wieder das Futter umgestellt auf Känguru. Das was sein Magen nicht kennt. Trockenfutter gebe ich sowieso meinen Katzen nicht. Nur Nassfutter oder gekochtes Fleisch. Er bekommt jetzt seit letzter Woche nur Känguru Fleisch. Zudem gebe ich ihm weiterhin Kortison (nur 1x am Tag). Das darf man halt nicht aprubt absetzen, das muss er für einen längeren Zeitraum jetzt wohl nehmen.
Hattet ihr vielleicht einen ähnlichen Fall oder Erfahrungen damit? Über Tipps/Ratschläge wäre ich wirklich sehr dankbar.
Mittlerweile habe ich einfach das Gefühl, dass wenn er keinen Tumor hat - spätestens JETZT sich einer entwickelt durch den ständigen Reiz des Erbrechens.
Vielen Dank und liebe Grüße