• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

FIP - was kann man machen?

Diskutiere FIP - was kann man machen? im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Der anfängliche Verdacht hat sich leider bestätigt, der Kater meiner Mum hat höchstwahrscheinlich FIP. Da er auch schon ein kleines Lungenödem...
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #1
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Der anfängliche Verdacht hat sich leider bestätigt, der Kater meiner Mum hat höchstwahrscheinlich FIP.

Da er auch schon ein kleines Lungenödem ausgebildet hat kann man wohl von der feuchten Verlaufsform ausgehen, auch wenn er im Bauch noch keine Kranheitsmerkmale zeigt.

Er hat jetzt erst mal Aufbaupräparate und Antibiotika zur Imununterstützung bekommen, wird aber die Krankheit wohl oder übel alleine durchstehen müssen oder sich für den leichten Weg entscheiden und diese Welt mit jungen 6 Monaten wieder verlassen. :(

Ich bin sehr geknickt und meiner Mum geht die Sache gehörig an die Nieren, musste sie doch von ziemlich genau einem Jahr unsere geliebte Cissy wegen Darmkrebs einschläfern lassen.

Ich könnte jetzt dringend ein paar aufmunternde Tips gebrauchen, was man dem kleinen Katerchen noch so zur Unterstützung mitgeben kann, damit er die ganze Aktion lebend übersteht.

Gibts da irgendwelche Geheimtips?

:? :?
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #2
Sollte es wirklich eine ausgebrochene FIP sein, und nicht nur ein positiver Coronavirentiter mit zufälligen Symptomen, die wie FIP aussehen, werdet ihr nichts tun können, als ihn von seinem Leid zu erlösen, wenn er nicht mehr kann.

Eine ausgebrochene FIP ist nicht heilbar und führt unweigerlich zum Tod. Beim einen dauert es nur Tage, beim anderen monate.

ABER FIP ist am lebenden Tier nicht 100 %ig diagnostizierbar, die einzige rel. sichere Diagnosemethode ist die Rivaltaprobe, die man aber nur mit einem Punktat aus einem Baucherguss machen kann.
Und den hat euer Tier ja nicht (trockene Form von FIP oder noch nicht weit genug fortgeschritten).

Kämpft mit und für ihn, geht davon aus das es keine FIP und behandelbar ist....

Aber wenn ihr merkt, es geht nicht mehr, erweist ihm den letzten Dienst, den wir unseren tieren geben können, der uns selbst immer verwehrt bleiben wird-

Erlöst ihm und bewahrt ihm so vor einem langsamen, qualvollen Ende.

Tut mir leid, das diese Worte jetzt nicht so richtig aufmunternd sind, aber wenn es wirklich FIP sein sollte, sind seine Überlebenschancen fast gleich 0.
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #3
hallo,
ich musste letzte Woche unseren geliebten Pauli einschläfern lassen wegen FIP. Er war vor ca. 3 Monaten zu uns gekommen, war aber schon ungefähr 8 - 10 Jahre alt (vom Tierarzt geschätzt). Er war eigentlich nie richtig fit, er schlief viel, wollte kaum spielen, irgendwie halt nicht so, wie ich Katzen kenne. Vor einer Woche bekam er Fieber, einen dicken Bauch, er frass gar nichts mehr und wollte auch nichts mehr trinken. Er schlief nur noch. Wir sofort zum Tierarzt. Es wurde geröntgt (Wasseransammlungen sieht man leider nicht auf dem Bild), das Blutbild wurde gemacht, er bekam eine Infusion wegen Austrocknens, Antibiotika und Kortison. Wir haben es noch eine Woche probiert, immer wieder Infusionen und Spritzen. Er war zuletzt so dünn, er ging manchmal an seine Näpfe, man merkte, er musste Durst und Hunger haben, aber irgendwie gings nicht. Man sah zuletzt, wie er sich rumquälte. Da haben wir das getan, was für das Tier am besten war (nur für's Tier). Es gibt wohl nichts Schlimmeres.......

Also, solange man das Tier mit irgendwelchen Mitteln noch "lebensfähig" erhalten kann, würde ich es auf jeden Fall tun. Aber sobald man sieht, das es sich quält, muss man handeln. Bei unserem ging es einfach nicht mehr...

Der einzige Trost ist, das wir ihm sein letztes Vierteljahr wirklich schön gemacht haben :( :( :(

lieben Gruss
Sabine
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #4
@ Aiur:

Du sprichst mir aus der Seele, unser hatte auch schon diesen Baucherguss. Wie Du sagst, bei einem bricht es ganz schnell aus, beim anderen Tier langsamer. Bei unserem war's innerhalb 3 Tagen und der Tierarzt sagte uns sofort, das würde nur noch Quälerei. Er hat uns dann für unseren schnellen Entschluss gelobt, aber was kann man sich dafür kaufen? Ich hätte sonstwas getan oder bezahlt, um ihn zu kurieren. Aber bei dieser Krankheit gibt es einfach nichts.

lieben Gruss
Sabine
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #5
Sabine, es war richtig, was ihr getan habt, ich hätte es es nicht anders gemacht.
Es erfordert viel Kraft, den richtigen Punkt zu erkennen.

Aber ich kenne es bisher nur so, das meine tiere es mir immer serh deutlich gezeigt haben, wenn sie nicht mehr konnten und nicht mehr wollten. So wie es wohl auch bei eurem Kater war.

Ihr habt ihm einige schlimme Tage erspart und nun muss er nicht mehr leiden, so traurig das für ech auch ist.
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #6
Nunja, noch geht es ihm verhältnismäßig gut.

Er schläft den ganzen Tag und mag kaum spielen, frist relativ normal, erbricht es aber sehr oft wieder. Kot ist noch okay und trinken tut er einigermaßen gut.

Da sind also noch ein paar Faktoren, die vielleicht gegen FIP sprechen könnten.

Eine Blutuntersuchung lehnt der Tierarzt ab. Er hält sowas für Geldschneiderei, da am Ergebnis nicht abgelesen werden kann, ob er nun eine relativ harmlose Corona-Infektion durchmacht oder tatsächlich FIP hat.

Jedenfalls zeigt er die Symptome nun seit ca. 3 Wochen.
Mal geht es ihm eine Woche besser, dann am Wochenende wieder schlechter - es ist ein ewiges auf und ab.
Der Tierarzt hatte ihn ja schon mehrfach untersucht, aber ausgerechnet bei Tierarztterminen zeigte sich der dicke Kater immer von seiner lebhaften Seite, schnurrte wie wild und wollte am liebsten neugierig die ganze Praxis erkunden.

Ich finde es nur total schade. Der kleine Knopf ist gerade erst 7 Monate alt und hat mit seiner dicken "Säufernase" und seinem unbekümmerten Auftreten sofort unsere Herzen erobert.
Er sollte eigentlich zur Tochter des Züchters kommen, ihre Mutter hatte sich aber nach langem Überlegen dann doch gegen eine Katze entschieden.
Das war der schönste Tag meiner Mutter, die den Kleinen ja sofort haben wollte, sich aber für ein anderes Wurfgeschwisterchen entschieden hat, nachdem es hieß dass der Kater schon weg ist.

Und nun sowas.
Ich könnt heulen. :? :? :? :?
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #7
@ Aiur:
wie sich das anhört, hast Du das schon öfter mitgemacht. Wie hält man das aus? Aber ich hab das genauso empfunden: unser Pauli wollte nicht mehr, man hat es gemerkt an seinem ganzen Verhalten und ich meinte, es in seinen Augen gesehen zu haben. Und das waren die schönsten Augen der Welt, so..............

@ Beta-Tester:
da kann ich Dir auch was zu sagen zum Thema Tierarzt. EInerseits finde ich es gut, das Dein Tierarzt sagt, mit Blutabnahme und so ist Geldschneiderei.... Andererseits wenn es sein muss, wenn man's anders nicht erfahren kann, was los ist.
Wir sind z.B. sonntags mit unserem Pauli zum Notdienst. Der hat wirklich die komplette Behandlung durchgezogen, mit Röntgen, Blutabnahme, Infusion und allem Möglichen. Er sagte gleich, das es wahrscheinlich FIP ist, hat trotzdem im Rahmen des Notdienstes alles durchgezogen. Auf jeden Fall mussten wir 320 Euro hinlegen, da haben wir ganz schön geschluckt. Hätte er nicht erstmal nur Blut abnehmen und die Infusion wegen Austrocknens machen können und dann montags den Rest? Montags dann nochmal 35 Euro nur fürs Blutwegschicken und untersuchen. Und dann Dienstag nochmal 50 Euro für die Euthanasie. Ich hötte noch viel mehr bezahlt, wenn Hoffnung gewesen wäre. Aber hätte er uns nicht auf die Mehrkosten wegen Notdienst VORHER drauf hinweisen müssen? Oder jedenfalls so in etwa, was da auf uns zukommt?
Na ja, das nur so nebenbei......
Auf jeden Fall denke ich, ist Euer Tier noch nicht krank genug, um auf "andere" Gedanken zu kommen. Er frisst ja noch und trinkt. Unser hat gar nichts mehr gemacht, der lag wie eine Stoffkatze bewegungslos herum.
Also Kopf hoch......

lieben Gruss
Sabine
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #8
Nein, zum Glück habe ich selbst noch keine Katze an FIP verloren.
Aber ich weiss, das unsere Coronaviren tragen, es kann passieren, ich hoffe es wird nicht.

Ich habe die Katze einer Freundin an FIP sterben sehen, ganz langsam...
Sie hatte leider nicht die Kraft, sie zu erlösen, als es nichts weiter mehr als eine Erlösung gewesen wäre.

Andere Tiere aber ja, die habe ich schon öfter verloren. Das liegt leider in der Natur der Sache, wenn man Nager hält/hielt.
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #9
Der hat wohl am Sonntag zu viel Zeit gehabt und sich dann seine Beschäftigung bezahlen lassen (voll sarkastisch) *verzeih

Im Grunde eine Schweinerei, dass die sich die Hilfe am Tier so hoch bezahlen lassen ..........
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #10
@ Muna:

ich bin derselben Meinung wie Du, aber es ändert ja leider nichts. "Man" sagte uns hinterher, Notdienst müsste mit 40 - 50 % mehr bezahlt werden, also das Doppelte. Und das finde ich schon heftig.

lieben Gruss
Sabine
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #11
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #12
:roll:
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #13
BILO

Bei unserem BILO ist FIP im Alter von 8 Monaten ausgebrochen. Er war ein kleiner zarter Kater. Er sprang gern auf Sofa und Aquarium. Im März diesen Jahres wurde er plötzlich immer schwächer. Zunächst konnte er nicht mehr aufs Sofa springen. 2 Tage später konnte er nicht mehr zu seinem Freßnapf laufen. Natürlich waren wir von Anfang an beim Tierarzt in Behandlung. Auch bei ihm war die Punktierung des Bauchraums negativ. Danach konnte er nur noch mit Astronautennahrung verpflegt werden. Wir haben ihm die Pfoten mit dem Zeug eingeschmiert, aber er wurde von Tag zu Tag schwächer. Am Ende war es so schlimm, dass er schon nicht mehr in seinen Tragekorb laufen konnte, er brach auf halber Strecke zusammen. Als ich ihn reinheben wollte, hat er vor Schmerzen gekratzt und gebissen. Ich wußte, dass er unheimliche Schmerzen haben mußte und wußte auch, was das bedeutet. Der Tierarzt hat ihn dann von seinen Leiden erlöst und heute lebt er jenseits der Regenbocgenbrücke.
Ein Bild von ihm findet ihr unter unter der Seite KATER TITUS ganz unten
Ich weiß wie schwer ein Abschiedsschmerz sein kann, aber viel schlimmer ist es, wenn man ein Tier leiden läßt.

Es hat einige Zeit gedauert (knapp 2 Monate), bis wir über den Schmerz hinweg waren und wir bereit waren, für einen neuen süßen gesunden Kater.

L G

lupus29 und Titus

 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #14
@ lupus29:

Du hast Recht, man kann es zum Schluss nicht mehr mit ansehen. War bei uns fast genauso.
Aber es ist verdammt schwer, man guckt immer auf die leeren Plätze, wo das Tier sonst gelegen hat, nachts im Bett fühlt man automatisch nach der Katze usw....

na ja, dauert halt...............

lieben Gruss
Sabine
 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #15
Wir haben gerade wieder etwas Hoffnung.

Die Aufbauspritzen helfen ein wenig. Heute früh ist er schon wieder eine halbe Stunde durch die Wohnung gejagt. Nun liegt er aber wieder völlig platt auf seinem Lieblingskissen.

Er hat heute auch wieder anständig gefressen. Jetzt fangen zwar wieder seine Blähungen an, aber das ist erst einmal das kleinste Problem.

Drückt mal die Daumen, dass der kleinen Schnapsnase bald wieder gut geht.


Hier mal ein Foto von ihm. :)

 
  • FIP - was kann man machen? Beitrag #16
@ Beta-Tester:

der sieht aber wirklich schön aus......... :)

Gruss
Sabine
 
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