Liebe Forumsmitglieder/innen,
Meine Katze Shanti ist vor zwei Monaten an einer Aortenthrombose gestorben. Ich bin jetzt schon seit längerem auf der Suche nach einer/zwei neuen Katzen. Fündig geworden bin ich bei einer Katze aus dem Tierschutz. Sie wurde mit mehrfachem Beckenbruch ausgesetzt. Die Brüche sind gut verheilt. Sie ist ca. 1 bis 2 jahre alt. Nun hat die Tierärztin ein Herzgeräusch festgestellt und sie wurde in einer Kleintierpraxis kardiologisch untersucht. Hier ist der Bericht:
Ultraschall
Systolic anterior motion, dort Herzgeräusch
fokale Verdickung in Septum Richtung Aortenausflusstrakt, auch freie Wand der linken Kammer etwas verdickt
kein Hinweis auf angeborene Herzerkrankung
bei manchen Katzen kann extremer Stress wie der Unfall/ Fraktur und die stationäre Versorgung auch ein broken heart syndrom auslösen, vielleicht ist die Schwellung noch daher?
IVSd bis 0,6cm
LVIDd 1,15cm
LVPWd 0.6
FS 61%
LA/Ao 1,24
Rat Kontrolle in 6 Monaten ob Messungen/ Größenverhaltnisse stabil oder Richtung Hypertrophe Kardiomyopathie gehen, momentan keine Therapie nötig
Ich habe den Bericht mit Einverständnis an die Kardiologin (sie ist Spezialisten) weitergeleitet, die auch meine Katze damals betreut hat und sie fand den Bericht viel zu kurz und nicht genug aussagekräftig. Sie schließt auch ein broken heart syndrom auf. Sie empfiehlt eine erneute Vorstellung der Katze bei einem Spezialisten, auch für die noch ausstehende Kastration.
Das würde ich auch gerne noch machen, aber nun liegen zwischen der o. g. Kardiologin und der Pflegestelle der Katze ca. 1 Autostunde, dann 1 Stunde Untersuchung und wieder 1 Autostunde retour. Die Kosten und die Fahrten würde ich übernehmen.
Und das alles, obwohl ich gar nicht weiß, ob ich die Katze, in die ich mich schockverliebt habe, mit einem Herzproblem wirklich nehmen will. Hinzu kommen dann natürlich noch die Schutzgebühr und die Kosten für die Kastration. Versteht mich nicht falsch, alle Kosten für sich sind vollkommen berechtigt.
Mein Problem auf den Punkt gebracht: Bericht so nehmen, Katze nehmen und erst in ein paar Wochen die Katze meiner Kardiologin vor der Kastration vorstellen und dann vielleicht hören, dass die Katze eine sehr geringe Lebenserwartung hat und zu wissen, dass auch diese Katze wieder spontan mit heftigen Schmerzen sterben kann.
Oder: Bericht so hinnehmen und hoffen, dass das alles auf den Stress zurückzuführen ist und sich wieder löst, oder mich gegen die Katze entscheiden ( genug Mitbewerber hat sie und der Tierschutz wird sicher ein schönes Zuhause für sie finden).
Ich bin nun schon solange auf der Suche nach einer neuen Katze und es ist wie verhext, entweder komme ich zu spät, oder die Katzen sind krank oder ich wohne zu weit weg für die Pflegestellen und die Tierheime.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit kardiologischen Berichten für Katzen?
Was würdet ihr mir empfehlen?
Danke für eure Ratschläge, bleibt gesund und liebe Grüße
Judith