Hallo zusammen,
ich bin froh dass ich Euch gefunden habe und hoffe sooooo sehr, dass sich hier ein paar kundige Leute tummeln und Rat wissen.
Vorgestellt habe ich uns schon kurz, ich fürchte es wird nun ein langer Text, dafür schonmal sorry, aber ich will ja auch nichts vergessen und Euch alles wichtige schildern. Dann legen wir mal los.. "Ärmel hochkrempelt"
Aaaaaalso:
Mein Freund und ich sind im November nach langer Fernbeziehung zusammen gezogen, er hat Kater Mauzi (5) und Katze Blue (3) und ich die 2 Brüder BumbleBee und Shadow (beide 11). Kurz abschweifend sei erzählt, dass Bee seit 2012 am Eosinophilen Granulom leidet; wir haben mal mehr mal weniger Schübe, grundsätzlich haben wir es aber im Griff. Er ist mein Seelenkater, hängt sehr an mir und ist (bzw war bis vor kurzem) immer dort wo ich bin. Leider ist nach dem letzten Tierarztbesuch im letzten Sommer die Brüderharmonie zerstört; dank Corona durfte ich Shadow nicht wie sonst mitbringen (Geruch vom Tierarzt mitbekommen, da er sonst immer sehr unentspannt bei unserer Rückkehr war..) und musste Bee im Korb an der Tür abgeben - ging gar nicht!- und dann hatte ich 3 Monate reinen Terror in der Bude. Bee wurde angegriffen und verkloppt wo es nur ging; eine schlimme Zeit. Habe es mit Hilfe von Zylkene und viel Geduld und dank HomeOffice irendwie wieder hinbekommen. Sie kuscheln nicht mehr zusammen wie vorher, da ist Bee zu misstrauisch, aber es läuft sonst wieder normal.
So, sorry, zurück zum Umzug: Wir haben extra wegen der Reviergeschichte eine neue Wohnung genommen, damit wir da schonmal für alle bei null starten, und mehr Platz haben wir auch dadurch.
Alle sind gleichzeitig eingezogen, und um die Sache langsam anzugehen haben wir quasi die Wohnung in der Mitte geteilt und eine Tür mit Gittern eingebaut. Mauzi und seine Blue auf der einen Seite, Bee und Shadow auf der anderen konnten sich alle sehen, riechen und haben auch durch die Tür getrennt zusammen gefuttert. Zwischendurch haben wir die Seiten mal getauscht um allen alle Gerüche zu ermöglichen, das lief recht gut denke ich. Nach ich glaube knapp 2 Wochen haben wir erstmals alle zusammen gelassen, und waren erstaunt wie gut das klappte. Bee hat in Mauzi scheinbar einen Kumpel gefunden, ich habe im Hinblick auf seine Krankheit das Gefühl ihm tut das alles gut.
Das war ca. Mitte Dezember. Seit nun guten 2 Wochen ist leider Terror angesagt, ausgehend von Shadow. Er tyrannisiert die zwei Jungs, lauert auf, verfolgt und dann rappelt es. Mauzi wehrt sich (leider?) gar nicht, er ist völlig ängstlich in der Wohnung unterwegs (kein Wunder), mag nicht mehr mit uns kuscheln (war vorher der Megakuschler!) und schon gar nicht bei Papa im Bett schlafen. Rettet sich immer hastig auf höhere Ebenen wo er sicher scheint, und scheinbar wird er von Shadow auch auf dem Klo gestalkt, da macht er neuerdings häufiger daneben :-'( Er ist kein Stück mehr der Kater den ich kennengelernt habe, und es zerreißt mich innerlich wenn ich sehe, dass er den ganzen Tag nur Angst hat.
Das Schlafzimmer betreten die anderen inzwischen fast gar nicht mehr, Bee hat anfangs noch in seiner Kratztonne bei uns geschlafen, aber jetzt auch nicht mehr. Mauzi und Blue kommen erst gar nicht in das Zimmer. Shadow wiederum schläft -wie schon immer- jede Nacht auf meinen Beinen, scheint aber den anderen irgendwie zu signalisieren dass sie fort bleiben sollen. Früher war Bee auch immer mit im Bett, morgens wenn er dann spontan am verhungern war hat er richtig genervt mit Kissen treteln und mauzen - das macht er gar nicht mehr.
So, das ist also unsere aktuelle Situation. Ich schlafe kaum noch weil ich nur am lauschen bin, wir sperren Shadow manchmal aus damit alle mal zu Ruhe kommen (dann weint er stundenlang und es zerreißt mein Herz auch...) oder mein Freund schläft mit den 3en auf der Couch und ich habe den Fürst der Finsternis bei mir. Ich könnte immer ausrasten wenn er sich dann trotz dass wir aufpassen wieder einen schnappt, könnte ihm den Hintern voll hauen, ihn verschenken und werweißwas alles; ich begreife nicht warum er nicht versteht, dass es Motze gibt wenn er das macht. Ich liebe ihn abgöttisch, wie alle hier, aber nach so einem Angriff... Puh!
Was versuche ich sonst noch? Ich gebe Shadow wieder Zylkene, und Mauzi inzwischen auch damit er etwas Mut fasst, aber ich sehe noch keine Besserung. Wir versuchen die 4 abzulenken, zu spielen, zu kuscheln, aber *schulterzuck* ... Beim futtern übrigens klappt alles super, da sind sie sich nahe und scheinbar verfressen genug, um kurz den Zwist zu vergessen. Und Blue scheint noch am besten mit allem klar zu kommen. Sie ist eh eine kleine Diva und lässt sich nichts gefallen, wird aber auch in Ruhe gelassen.
Habe schon überlegt Jackson mit dem pinken Caddilac anzuheuern, aber das wird wohl schwierig ^^ Im Ernst, von einer Tierpsychologin verspreche ich mir nur eine schrumpfende Geldbörse wenn ich ehrlich bin. Habe mich trotzdem mal informert, aber die im Umkreis machen wegen Corona z.Zt nichts.
Soviel zu unserem Terror hier, ich hoffe ich hab nichts vergessen. Fragt mich einfach wenn was offen ist.
Ich hoffe jemand unter Euch hat ein paar Tipps, wie wir die Harmonie wieder herstellen können
Viele liebe Pfotengrüße und 1000 Dank wenn Ihr bis hierher gelesen habt,
Steffi