Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte

Diskutiere Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Ihr Lieben, ich brauche noch einmal eure Einschätzung. :) Und entschuldige mich vorab schon mal für den Roman. 🙈 Das hier dient mir auch ein...
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Vitellia

Vitellia

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Ihr Lieben,

ich brauche noch einmal eure Einschätzung. :) Und entschuldige mich vorab schon mal für den Roman. 🙈 Das hier dient mir auch ein wenig dazu, meine Gedanken etwas zu sortieren.

Wir haben uns ja Ende Dezember eine (Pflege)-Katze Sally (ca. 9 Monate) zu unseren beiden vorhandenen Katzen Fienchen und Willy (werden im März bzw. Mai 6 Jahre) geholt. Ziel war es, dass unser Fienchen eine Spielfreundin bekommt, da der Kater nicht so richtig auf ihre Spielversuche eingegangen ist und uns vom Verein esagt wurde, dass sie auf deren PS sehr gern mit anderen Katzen gespielt hatte. (Alle Katzen kommen vom gleichen Verein).

Eins vorweg: Wir würden Sally wirklich nur sehr, sehr ungern wieder abgeben (bzw. weiter vermitteln). Sie ist eine wunderbare Katze, hat sich super eingelebt und ich hätte wirklich ein mega schlechtes Gewissen, sie hier wieder raus zu reißen. Aber ich möchte halt auch das Wohl aller 3 Katzen bedenken.

Soweit läuft es hier auch gut, bedenkt man, dass Sally erst knapp 6 Wochen hier ist. Es gibt bis auf ein bisschen Gefauche und Gebrumme hin und wieder keinen nennenswerten Streit oder gar Kämpfe , was wohl a) daran liegt, dass alle 3 Katzen sehr sozial und keiner fies dominant ist. Wobei ich sagen würde, dass die Kleine eindeutig das stärkste Selbstbewusstsein hat. Wenn sie z. B. mal mit Willy spielt, ist eigentlich immer er der Gejagte.
Und b) haben wir ein recht großes Haus und bieten außerdem Freigang (wobei die Kleine noch nicht raus darf), so dass sich alles ganz gut entzerrt.

Wo also liegt das Problem, mag man sich fragen ....

Einmal ist es der Umstand, dass Fienchen immer noch nicht so ganz glücklich mit der Situation zu sein scheint. Sie ist nicht mehr so arg gestresst wie am Anfang und verkriecht sich auch nicht oder so. Aber so richtig leiden kann sie Sally glaube ich immer noch nicht. Zumindest faucht und knurrt sie sie immer mal wieder weg und haut auch schon mal zu. Die Kleine lauert aber auch gern, wobei sie dann aber auch nur ein paar Sätze auf Fienchen zu macht und sofort ablässt, wenn die faucht. Aber ich merke schon, dass Fienchen ihr größtenteils doch eher ausweicht und (noch?) nicht so viel mit ihr anfangen kann. Davon, dass sie miteinander spielen, sind wir noch weit entfernt.

Jetzt weiß ich, dass 6 Wochen keine lange Zeit sind. Da es immer wieder auch positive Momente gibt, habe ich auch Hoffnung, dass es zwischen den beiden was wird. Mich würde einfach mal interessieren, wie das bei anderen Mehrkatzenhaushalten war, wenn die Katzen anfangs nicht so miteinander konnten. Wie lange hat es gedauert, bis sie sich doch zusammengerauft haben oder gar Freunde wurden. Einfach, um eine Einschätzung zu haben. Wie gesagt, wir wollen Sally behalten. Es wäre auch ok, wenn sie sich einfach akzeptieren und keine Spielfreundinnen werden. Aber ich möchte natürlich auch nicht, dass sich Fienchen, die ja nun mal als Erste hier war, sich in ihrem Revier permanent latent unwohl fühlt. Manchmal frage ich mich schon, ob ich ihr mit der Aktion einen Gefallen getan habe.

Und dann habe ich auch immer noch Sally gegenüber ein schlechtes Gewissen. Die ist nämlich super sozial und lechzt geradezu nach Aufmerksamkeit. Weswegen es mir leid tut, dass die Großen sie weitestgehend ignorieren. (Willy spielt hin und wieder mit ihr, aber auch nicht jeden Tag). Die Aktivitätslevel der Großen und das von Sally sind halt auch schon sehr unterschiedlich. Und manchmal kommt es mir so vor, als hätten wir W&F als Pärchen auf der einen und Sally als Einzelkatze auf der anderen Seite. Sie ist uns gegenüber wahnsinnig anhänglich, wahrscheinlich eben auch, so denke ich mir, weil sie von den Katzen wenig Beachtung bekommt. Für sie wäre mE ein gleichaltriger Tobekumpel schön, aber eine 4. Katze ist hier leider nicht drin.

Jetzt soll Sally in ein paar Wochen auch Freigang bekommen. Die Frage, die ich mir stelle ist - wie viel kompensiert der? Falls die Großen auch langfristig nicht so viel Lust auf Sally haben? Ist so eine Konstellation dann trotzdem ok? Mache ich mir zu viele Gedanken? Bin ich zu perfektionistisch?

Danke fürs Lesen :)
 
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  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #2
Huhu, ich antworte dir später ausführlich, sonst tippe ich mir an Handy einen Wolf.😊
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #3
Ihr Lieben,

ich brauche noch einmal eure Einschätzung. :) Und entschuldige mich vorab schon mal für den Roman. 🙈 Das hier dient mir auch ein wenig dazu, meine Gedanken etwas zu sortieren.

Wir haben uns ja Ende Dezember eine (Pflege)-Katze Sally (ca. 9 Monate) zu unseren beiden vorhandenen Katzen Fienchen und Willy (werden im März bzw. Mai 6 Jahre) geholt. Ziel war es, dass unser Fienchen eine Spielfreundin bekommt, da der Kater nicht so richtig auf ihre Spielversuche eingegangen ist und uns vom Verein esagt wurde, dass sie auf deren PS sehr gern mit anderen Katzen gespielt hatte. (Alle Katzen kommen vom gleichen Verein).

Eins vorweg: Wir würden Sally wirklich nur sehr, sehr ungern wieder abgeben (bzw. weiter vermitteln). Sie ist eine wunderbare Katze, hat sich super eingelebt und ich hätte wirklich ein mega schlechtes Gewissen, sie hier wieder raus zu reißen. Aber ich möchte halt auch das Wohl aller 3 Katzen bedenken.

Soweit läuft es hier auch gut, bedenkt man, dass Sally erst knapp 6 Wochen hier ist. Es gibt bis auf ein bisschen Gefauche und Gebrumme hin und wieder keinen nennenswerten Streit oder gar Kämpfe , was wohl a) daran liegt, dass alle 3 Katzen sehr sozial und keiner fies dominant ist. Wobei ich sagen würde, dass die Kleine eindeutig das stärkste Selbstbewusstsein hat. Wenn sie z. B. mal mit Willy spielt, ist eigentlich immer er der Gejagte.
Und b) haben wir ein recht großes Haus und bieten außerdem Freigang (wobei die Kleine noch nicht raus darf), so dass sich alles ganz gut entzerrt.

Wo also liegt das Problem, mag man sich fragen ....

Einmal ist es der Umstand, dass Fienchen immer noch nicht so ganz glücklich mit der Situation zu sein scheint. Sie ist nicht mehr so arg gestresst wie am Anfang und verkriecht sich auch nicht oder so. Aber so richtig leiden kann sie Sally glaube ich immer noch nicht. Zumindest faucht und knurrt sie sie immer mal wieder weg und haut auch schon mal zu. Die Kleine lauert aber auch gern, wobei sie dann aber auch nur ein paar Sätze auf Fienchen zu macht und sofort ablässt, wenn die faucht. Aber ich merke schon, dass Fienchen ihr größtenteils doch eher ausweicht und (noch?) nicht so viel mit ihr anfangen kann. Davon, dass sie miteinander spielen, sind wir noch weit entfernt.

Jetzt weiß ich, dass 6 Wochen keine lange Zeit sind. Da es immer wieder auch positive Momente gibt, habe ich auch Hoffnung, dass es zwischen den beiden was wird. Mich würde einfach mal interessieren, wie das bei anderen Mehrkatzenhaushalten war, wenn die Katzen anfangs nicht so miteinander konnten. Wie lange hat es gedauert, bis sie sich doch zusammengerauft haben oder gar Freunde wurden. Einfach, um eine Einschätzung zu haben. Wie gesagt, wir wollen Sally behalten. Es wäre auch ok, wenn sie sich einfach akzeptieren und keine Spielfreundinnen werden. Aber ich möchte natürlich auch nicht, dass sich Fienchen, die ja nun mal als Erste hier war, sich in ihrem Revier permanent latent unwohl fühlt. Manchmal frage ich mich schon, ob ich ihr mit der Aktion einen Gefallen getan habe.

Und dann habe ich auch immer noch Sally gegenüber ein schlechtes Gewissen. Die ist nämlich super sozial und lechzt geradezu nach Aufmerksamkeit. Weswegen es mir leid tut, dass die Großen sie weitestgehend ignorieren. (Willy spielt hin und wieder mit ihr, aber auch nicht jeden Tag). Die Aktivitätslevel der Großen und das von Sally sind halt auch schon sehr unterschiedlich. Und manchmal kommt es mir so vor, als hätten wir W&F als Pärchen auf der einen und Sally als Einzelkatze auf der anderen Seite. Sie ist uns gegenüber wahnsinnig anhänglich, wahrscheinlich eben auch, so denke ich mir, weil sie von den Katzen wenig Beachtung bekommt. Für sie wäre mE ein gleichaltriger Tobekumpel schön, aber eine 4. Katze ist hier leider nicht drin.

Jetzt soll Sally in ein paar Wochen auch Freigang bekommen. Die Frage, die ich mir stelle ist - wie viel kompensiert der? Falls die Großen auch langfristig nicht so viel Lust auf Sally haben? Ist so eine Konstellation dann trotzdem ok? Mache ich mir zu viele Gedanken? Bin ich zu perfektionistisch?

Danke fürs Lesen :)
Huhu guten Morgen :)
Also ich denke es hakt hauptsächlich am Altersunterschied noch. So junge Katzen möchten eben auflauern, anspringen und sich jagen und mit 6 Jahren sind die meisten Katzen aus diesem Alter schon weitestgehend rausgewachsen. Aber die Kleine klingt wirklich toll und respektiert auch ihre Grenzen :) ich hab hier auch so eine gescheiterte Pflegekatze :D man baut eben doch so schnell eine Bindung auf.
Wie lange es tatsächlich dauert, bis kein Gefauche mehr ist kann glaub ich niemand ganz sicher sagen.. es könnte irgendwann klick machen, aber sie könnten sich auch weiter nur tolerieren. Also ich würde in eurer Situation glaube ich noch 1-2Monate rumprobieren, mit Pheromonsteckern, beliebten Spielzeugen für alle und so weiter und wenn es die 3 nicht so zusammenschweißt wie erhofft - nochmal hinsetzen und überlegen wie es weitergehen könnte und ob die Situation ideal ist für alle. Es gibt ja viele Kathenhaushaltw in denen die Katzen sich nur tolerieren, aber gerade für die Jüngste wäre das wohl sehr schade.
Ich kenne leider auch keine Erfahrungsberichte mit ähnlichem Altersunterschied.. da haben die Anderen vielleicht noch bessere Berichte.
Ich hatte 2 1&2 jährige Kater und dazu ist eine 7monate alte Katze gekommen- das Ganze hat etwa 3Wochen gedauert, bis miteinander gespielt und gekuschelt wurde. Mein Freund hat damals zu seiner 4jährigen Katze ein 2/3monate altes Kätzchen dazugeholt.. das hat dann schon gute 2-3 Monate gedauert, bis da alles geklärt war und die beiden sich nicht mehr gejagt und angefaucht haben..
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #4
Hallo @Samtpfote S&S

Danke für deine Antwort :)

Huhu guten Morgen :)
Also ich denke es hakt hauptsächlich am Altersunterschied noch. So junge Katzen möchten eben auflauern, anspringen und sich jagen und mit 6 Jahren sind die meisten Katzen aus diesem Alter schon weitestgehend rausgewachsen.

Ich muss zugeben, der Altersunterschied ist auch das, was mir ein bisschen Bauschmerzen bereitet hat. Ich hatte mich dann aber entschieden, auf das Urteil des Vereins zu hören, der ja alle 3 Katzen kennt und Fienchen und Willy auch lange betreut hat. Und ich hab hier ja auch gesehen, dass Fienchen Willy immer mal wieder ganz kittenhaft angespielt hat. Er war nur zu gemütlich drauf einzugehen. Warum er das nun bei Sally hin und wieder tut, weiß nur er. Wobei er natürlich nicht ihre Energie hat. Fienchen war halt immer ruhiger geworden, daher dachten wir, ihr fehlt vielleicht eine Spielpartnerin.

Aber die Kleine klingt wirklich toll und respektiert auch ihre Grenzen :) ich hab hier auch so eine gescheiterte Pflegekatze :D man baut eben doch so schnell eine Bindung auf.

Ja, an Sally liegt es meiner Meinung nach auch nicht (außer dass die Großen mit ihrer Lebhaftigkeit mitunter etwas überfordert sind). Sie will einfach mit allen gut Freund sein, eben hat sie Fienchen sogar angegurrt. Ihre Anspielversuche sind auch immer freundlich und sie will zwar dabei sein, ist aber nicht aufdringlich und akzeptiert, wie du auch sagst, Grenzen.

Wie lange es tatsächlich dauert, bis kein Gefauche mehr ist kann glaub ich niemand ganz sicher sagen.. es könnte irgendwann klick machen, aber sie könnten sich auch weiter nur tolerieren. Also ich würde in eurer Situation glaube ich noch 1-2Monate rumprobieren, mit Pheromonsteckern, beliebten Spielzeugen für alle und so weiter und wenn es die 3 nicht so zusammenschweißt wie erhofft - nochmal hinsetzen und überlegen wie es weitergehen könnte und ob die Situation ideal ist für alle. Es gibt ja viele Kathenhaushaltw in denen die Katzen sich nur tolerieren, aber gerade für die Jüngste wäre das wohl sehr schade.

Genau das ist mein Gedanke. Die beiden anderen haben ja sich. Draußen gibt es zwar noch mehr Freigänger, aber ob Sally sich mit einem von denen anfreundet, ist ja auch nicht gesagt.
Jetzt kann man natürlich sagen "Haus mit großem Garten und Freigang ist allemal besser als die 6 m2, auf denen sie die ersten 7 Monate ihres Lebens verbracht hat (bevor sie auf die PS des Vereins kam, da hatte sie dann zusammen mit anderen Pflegekatzen eine ganze Etage für sich)." Aber irgendwie fände ich es für sie trotzdem schade, wenn sie nur geduldet wird. Und gleichzeitig möchte ich sie nicht mehr hergeben. Eben weil sie sich hier auch so gut eingewöhnt hat. Schwierig ...

Aktuell ist der Plan, dass wir Ende Februar mit dem Verein telefonieren. Ich hab unsere Bereitschaft, sie zu nehmen, schon signalisiert, und der Verein hat da auch prinzipiell nichts gegen, aber wir wollen die Entscheidung eben auch nicht überstürzen. (Die Idee, bis Ende Februar zu warten, kam vom Verein).

Ich kenne leider auch keine Erfahrungsberichte mit ähnlichem Altersunterschied.. da haben die Anderen vielleicht noch bessere Berichte.
Ich hatte 2 1&2 jährige Kater und dazu ist eine 7monate alte Katze gekommen- das Ganze hat etwa 3Wochen gedauert, bis miteinander gespielt und gekuschelt wurde. Mein Freund hat damals zu seiner 4jährigen Katze ein 2/3monate altes Kätzchen dazugeholt.. das hat dann schon gute 2-3 Monate gedauert, bis da alles geklärt war und die beiden sich nicht mehr gejagt und angefaucht haben..

Eigentlich faucht nur Fienchen hier. ;) Willy manchmal, wenn er keine Lust mehr zu spielen hat. Und Sally habe ich vielleicht 2 x fauchen gehört. Die ist einfach ein Sonnenscheinchen. :)

Wobei ich eben was interessant fand. Ich war im Keller und habe Blumensamen in Anzuchttöpfe gesät. Sally fand das super interessant, besonders die Erde.
Aber auch Fienchens Lebensgeister schienen durch den Erdegeruch plötzlich geweckt, denn sie kam an, schaute interessiert und hat sich beschwert (sie geht am liebsten draußen in die Hochbeete aufs Klo - sofern es nicht regnet oder schneit). Vielleicht kommt ihre latent schlechte Laune zum Teil ja auch durch das Wetter und den Umstand, dass sie nicht raus kann. Wobei - sie kann schon. Sie will nur nicht, weil Wetter bäh. Können auch Katzen eine Art Winterdepression haben? Geundheitlich ist bei ihr soweit alles ok. Zähne wurden gerade erst gecheckt. Sie und Willy hatten einen Infekt (Halsentzündung), der ist aber wieder abgeklungen.

Derzeit ist nur Sally noch in Behandlung, da sie mit mehreren Infekten kämpft, u. a. einer Gingivitis. Durch die AB und das Schmerzmittel ist sie noch mal ein bisschen lebhafter geworden.
 
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  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #5
ja also ich habe auch die Erfahrung gemacht, das Neuzugang zu einer weiblichen Katze sich als schwieriger gestaltet. Beobachtet sie die Kleine denn viel? Oder hat sie sonst garkein Interesse?
Vielleicht weiß sie ja auch garnicht so richtig was sie mit der Kleinen anfangen soll und muss das erstmal lernen :)
Aber prinzipiell, wenn die Kleine größtenteils links liegen gelassen werden würde, (so sehr es auch wehtut) würde ich mich nach einem schönen zu Hause für Sally umschauen wo sie jemanden zum toben hat.
Klar habt ihr euch in sie verliebt und wärt ganz arg traurig aber vielleicht findet ihr ja dann eine 3. Katze die perfekt zu der Ganzen Familie passt und etwa im Selben Alter wie die Großen ist. Wenn wirklich garnichts mehr geht.. (vielleicht habt ihr ja Freunde die so ein aufgewecktes Kätzchen adoptieren würden, dann könnt ihr sie weiterhin sehen)
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #6
Ich versuche mal, das Verhalten untereinander zu beschreiben.

Fienchen und Willy sind nach wie vor ziemlich dicke und stapeln auch noch. Meine Sorge, dass eine 3. Katze die Harmonie des "Ehepärchens" stören könnte, hat sich also als unbegründet herausgestellt

Zwischen Willy und Sally gibt es auch keinerlei Probleme. Die fressen sogar aus einem Napf und er spielt, wie gesagt, hin und wieder auch mit ihr: Fangenspiele, aber auch freundliches Raufen (so gesehen ist Sally für ihn schon eine kleine Bereicherung). Wobei er halt ziemlich gemütlich ist und gern auch mal seine Ruhe hat. Bei ihm habe ich aber den Eindruck, dass er generell gut mit anderen Katzen zurecht kommt, solange die nicht zu dominant sind. Allgemein ist er sehr gutmütig.

Nun zu Fienchen und Sally: Wie gesagt, es gibt auch immer wieder mal positive Momente. Gestern z. B. gab es eine Nase-zu-Nase-Begrüßung, als Fienchen von draußen rein kam, die meiner Meinung nach von Fienchen ausging. Auch dass die Kleine ihr dann ein paar Schritte am Hintern hing, hat sie nicht gestört.
Dann aber kommt es immer wieder vor, dass sie nach Sally haut, wenn die ihr zu nahe kommt. Ich weiß halt nicht, ob sie nicht doch genervt ist davon, dass Sally ihr doch mal gerne auflauert und dann hinterherläuft, wenn Fienchen weg läuft. Als richtiges Jagen würde ich das nicht bezeichnen, das dauert meistens nur ein paar Sekunden, bis Fienchen sich auf den Kratzbaum oder so geflüchtet hat und/oder Sally eins auf den Deckel kriegt. Das Problem ist, dass der Willy Fienchen halt manchmal auch jagt. Da sie dadurch aber nicht großartig gestresst wirkte und auch Grenzen setzen kann, habe ich dem nicht so viel Bedeutung beigemessen. Ich frage mich nur, wie es ist, wenn sie bei 3 Katzen immer die Gejagte ist.
Viel beobachten tut Fienchen Sally eigentlich nicht, manchmal gibt es kurze Momente. Dass man sich hier im Haus prima aus dem Weg gehen kann, ist einerseits ein Segen, andererseits muss man sich auch nicht zwingend miteinander beschäftigen. Die Großen liegen tagsüber auch viel rum. Mittlerweile immerhin auch schon mal im gleichen Zimmer wie Sally. Aber die Kontaktaufnahme geht in der Regel eher von Sally aus. Sonst kommen sie vorwiegend zum Fressen zusammen oder zu Clickerrunden. Was beides auch ganz gut klappt. Aber sonst ist das Interesse von Fienchens Seite aus bisher nicht allzu groß.

Wobei ich auch erwähnen sollte, dass Fienchen mal von einem Jungkater gemobbt wurde und daher vielleicht per se was länger braucht. Im Gegensatz zum Anfang, wo sie sehr gestresst war und fast nur auf ihrem Safe Place gelegen hat, ist es jetzt schon viel besser und bewegt sie sich jetzt wieder frei durchs Haus.
 
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  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #7
Hallo, wir haben eine blauäugige Zusammenführung mit unseren Herren durchgeführt, einfach so. Hat zum Glück geklappt. Pinoi war 4 zu der Zeit und Blacky um die 4 Monate oder so.

Jetzt sind die zwei 10 Jahre zusammen, spielen gelegentlich, putzen sich (also meist Pi den Blacky) kuscheln nie aber geben sich aktuell gegenseitig Rückendeckung gegen den fremden Kater im Garten.
Alles perfekt. Die großen Liebe vielleicht nicht aber eine leise beständige Freundschaft.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #8
Hallo, wir haben eine blauäugige Zusammenführung mit unseren Herren durchgeführt, einfach so. Hat zum Glück geklappt. Pinoi war 4 zu der Zeit und Blacky um die 4 Monate oder so.

Jetzt sind die zwei 10 Jahre zusammen, spielen gelegentlich, putzen sich (also meist Pi den Blacky) kuscheln nie aber geben sich aktuell gegenseitig Rückendeckung gegen den fremden Kater im Garten.
Alles perfekt. Die großen Liebe vielleicht nicht aber eine leise beständige Freundschaft.

Ich habe mir den Thread gerade durchgelesen. Das macht mir Mut, danke dafür :)
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #9
Das freut mich 😊 Nach der ersten gemeinsamen Schlacht gegen den fremden Kater war zum ersten Mal der Mindestabstand aufgehoben. Beachte: Blackys Pfötchen an Pinois Schwanzwurzel. Und er ist nicht weggerückt.
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Und Putzrunde
IMG_20200602_063728.jpgIMG_20200602_063615-Kopie.jpg
Es ist immer Blacky, der ankommt, sich vor Pinoi setzt und ihm auffordernd seinen Kopf vor die Nase hält.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #10
Bei mir hat eine Katze ein ganzes Jahr geknurrt und auf einmal war Ruhe......die große Liebe ist es nicht gewesen. Es wurde aber hin und wieder gespielt.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #11
Danke. Ich bin auch durchaus bereit, dem ganzen Zeit zu geben. Wobei natürlich der Verein ein Wörtchen mitzureden hat. Und ich erwarte auch gar nicht, dass sie miteinander kuscheln. Schön wäre es erst einmal, wenn
Fienchen Sally ganz akzeptierte. Und wieder so entspannt vorm Ofen liegt wie zuvor.
 
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  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #12
Mein Sternchen Joschi war bereits 4 Jahre und Einzelkater als Rambo ( ca. 16 Wochen ) dazu kam. Hatte zuerst starke Bedenken, zumal Joschi die ersten Tage nicht gerade begeistert war. Hat sich dann aber nach anfänglichen Fauchen seitens Joschi schnell gegeben, nachdem er den Kleinen das erste Mal ausgiebig gewaschen hat ( so ca. 2 Stunden, bis ich ihn unterbrochen habe ) Und dann lebte Joschi richtiggehend auf. Verspielt war er auch vorher schon, aber mit Rambo entwickelte er sich wieder zum Kitten, hat ihm Bällchen und Papierkugeln zu gekickt und zum Spielen aufgefordert. Leider funktionierte dies beim Weißen nicht so perfekt, vermutlich auch seiner Taubheit zuzuschreiben. Und Rambo war eher ein träger Couch Potato, während Joschi bis ins hohe Alter sehr agil war. Aber die Beiden waren trotz dieser Unterschiede 14 Jahre lang gute Freunde mit Putz-und Kuschelrunden dabei. Die gingen allerdings meistens von Joschi aus.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #13
Huhu,
tja ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht was ich jetzt schreiben soll.
Ich hatte mich ja schon mehrfach zu dem Thema geäußert.

Ich bin der Meinung dass das Verhalten der Katzen zueinander sich immer wieder mal ändern kann. (ich hoffe ich drücke mich verständlich aus). Justus und Sherlock sind ja jetzt über zwei Jahre zusammen und trotzdem entdecke ich immer noch neue Verhaltensweisen, vor allem zueinander. Sally ist ja noch relativ jung und entwickelt sich charakterlich auf jeden Fall noch weiter (so wie Justus und Sherlock auch), also kann das Ganze zum Beispiel in einem halben Jahr wunderbar klappen. Oder es macht in ein paar Wochen klick bei Fienchen und sie freut sich über die Damengesellschaft.
Schwierig das Ganze vorherzusagen.

Du kannst natürlich nicht aus deiner Haut und machst dir zu viele Gedanken und hast sie ja jetzt extra hier nochmal zusammengefasst. Ich kann dir da echt schlecht zu irgendeiner Entscheidung raten und bin eigentlich der Meinung dass es super gut bei den Dreien läuft.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #14
Das finde ich auch. Selbst wenn Fienchen und Sally nicht die besten Freundinnen werden sollten ist die Zusammenführung doch bisher super verlaufen.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #15
Wegen Sally: Du machst dir ja auch Gedanken, ob ihr etwas fehlt, wenn sie niemanden so richtig zum Kuscheln und Toben hat.
Das mit dem Spielen und Toben würde ich absolut entspannt sehen, weil sie ja bald Freigang bekommt. Da hat sie genug Beschäftigung und Herumgerase. Mein Hugo ist meistens alleine draußen und tobt da wie ein Irrer rum 🥰. Blätter fangen, Vögel fangen, Zweige im Wind attackieren oder einfach Luftgespenster durch den Garten jagen 😄.

Zum Kuscheln: Unsere 2 Katzen früher haben nie miteinander gekuschelt, waren aber trotzdem allerbeste Freunde! Und meiner Meinung nach zwei wahnsinnig glückliche und zufriedene Katzen 😊.

Also selbst, wenn "das Schlimmste" eintreten sollte, ist es für Sally - bei Freigang - überhaupt nicht schlimm.

Zu den anderen beiden kann ich nix sagen, eine solche Konstellation hatte ich noch nie. Da sie aber weiterhin ganz dicke und relativ entspannt sind, haben sich Fienchen und Willi zumindest mal nicht verschlechtert 😉.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #16
Danke für euren Input. :)

Das finde ich auch. Selbst wenn Fienchen und Sally nicht die besten Freundinnen werden sollten ist die Zusammenführung doch bisher super verlaufen.

Huhu,
tja ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht was ich jetzt schreiben soll.
Ich hatte mich ja schon mehrfach zu dem Thema geäußert.

Ich bin der Meinung dass das Verhalten der Katzen zueinander sich immer wieder mal ändern kann. (ich hoffe ich drücke mich verständlich aus). Justus und Sherlock sind ja jetzt über zwei Jahre zusammen und trotzdem entdecke ich immer noch neue Verhaltensweisen, vor allem zueinander. Sally ist ja noch relativ jung und entwickelt sich charakterlich auf jeden Fall noch weiter (so wie Justus und Sherlock auch), also kann das Ganze zum Beispiel in einem halben Jahr wunderbar klappen. Oder es macht in ein paar Wochen klick bei Fienchen und sie freut sich über die Damengesellschaft.
Schwierig das Ganze vorherzusagen.

Du kannst natürlich nicht aus deiner Haut und machst dir zu viele Gedanken und hast sie ja jetzt extra hier nochmal zusammengefasst. Ich kann dir da echt schlecht zu irgendeiner Entscheidung raten und bin eigentlich der Meinung dass es super gut bei den Dreien läuft.

Ich gebe euch ja recht. Wenn man unsere Zusammenführung mit dem vergleicht, was sonst manchmal so bei Vergesellschaftungen los ist, dann läuft sie natürlich bombe. Und in Bezug auf Willy und Sally würde ich das auch unterschreiben.
Mir tut es halt leid, dass Sally bei Fienchen noch so auf Ablehnung trifft und Fienchen tut mir leid, dass sie sich in Sallys Nähe noch nicht wirklich entspannen kann. Das macht sich bei ihr halt subtiler bemerkbar. Aber eben habe ich das ziemlich deutlich gespürt. Da lag sie auf meinem Schoß, Sally sprang auf den Beistelltisch neben der Couch, weil sie eine Fliege gejagt hat und saß dann einfach nur da. Es schien alles friedlich. Dann habe ich Fienchen nur leicht berührt und sie ist förmlich explodiert (allerdings nicht aggressiv geworden, sondern einfach wie vom Katapult abgeschossen war sie weg). Das zeigt mir ja, wie angespannt sie in dem Moment war. Und wir haben schon Telizen im Einsatz.

Erfahrungsberichte, wo sich das Verhalten der Katzen wie bei Tina geändert hat und immer noch ändern, helfen mir aber durchaus. Denn sie zeigen mir, dass ich mir vielleicht doch zu viele Gedanken mache und es auf jeden Fall auch besser werden kann.

Wegen Sally: Du machst dir ja auch Gedanken, ob ihr etwas fehlt, wenn sie niemanden so richtig zum Kuscheln und Toben hat.
Das mit dem Spielen und Toben würde ich absolut entspannt sehen, weil sie ja bald Freigang bekommt. Da hat sie genug Beschäftigung und Herumgerase. Mein Hugo ist meistens alleine draußen und tobt da wie ein Irrer rum 🥰. Blätter fangen, Vögel fangen, Zweige im Wind attackieren oder einfach Luftgespenster durch den Garten jagen 😄.

Das ist gut zu wissen, danke :) Ich setze ja auch viel Hoffnung in den Freigang und den Frühling.

Zum Kuscheln: Unsere 2 Katzen früher haben nie miteinander gekuschelt, waren aber trotzdem allerbeste Freunde! Und meiner Meinung nach zwei wahnsinnig glückliche und zufriedene Katzen 😊.

Ich schrieb ja, dass es mir nicht wichtig ist, ob sie miteinander kuscheln. Ich weiß gar nicht, ob Sally so eine "mit anderen Katzen kuscheln"-Katze ist. Derzeit ist ihr Spielen allemal wichtiger. Manchmal kuschelt sie mit uns, kann aber nie lange still halten. :D

Also selbst, wenn "das Schlimmste" eintreten sollte, ist es für Sally - bei Freigang - überhaupt nicht schlimm.

Zu den anderen beiden kann ich nix sagen, eine solche Konstellation hatte ich noch nie. Da sie aber weiterhin ganz dicke und relativ entspannt sind, haben sich Fienchen und Willi zumindest mal nicht verschlechtert 😉.

Das stimmt. Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel, obwohl ich mir vorgenommen habe, es nicht zu tun. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte meinen Kopf einfach ausschalten.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #17
Ergänzung: Jch hab noch mal überlegt. Eigentlich geht es mir gar nicht mehr so um die Zusammenführung an sich. Sondern eher ob die Kombination 2 6jährige Couch Potatoes mit sehr lebhaftem Teenie vertretbar ist. Wobei mir Steffis Post da die Bedenken jetzt wieder ein wenig genommen hat. :)

Und natürlich möchte ich dass alle Katzen hier entspannt leben können.
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #18
Guten Morgen :)

Nachdem ich noch mal eine Nacht drüber geschlafen habe, fasse ich zusammen:

Die meisten von euch sind der Meinung, dass Freigang das unterschiedliche Aktivitätslevel und den Altersunterschied, sprich, ein(e) adäquate Tobekumpel(ine) kompensiert. Korrekt?

Bleibt der Umstand, dass Fienchen nicht wirklich was mit Sally anfangen kann. Das kann sich aber ändern, auch wenn es vielleicht seine Zeit braucht. Und auch wenn es das nicht tut, ist die Meinung vieler (nicht aller) hier, dass das auch nicht so schlimm wäre, denn sie bekämpfen sich ja nicht aktiv. Habe ich das in etwa richtig verstanden?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #19
Ja
 
  • Frage an die erfahrenen Mehrkatzenhaushalte Beitrag #20
Exakt, außerdem braucht es seine Zeit, da deine Beiden ja auch schon etwas älter sind und Sally hingegen etwas jünger ist, die muss noch erst erwachsen werden.;)
.
 
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