Unser Frauchen muss gerade an Lycidas und Isis denken. Daran, dass Lycidas in der Tierklinik einschlafen musste und die letzte Nacht in der Fremde verbracht hat. Sie ist dankbar, dass sie sein Köpfchen in den Händen halten konnte als es vorbeiging, aber wir glauben, dass sie sich ein bisschen bis heute noch die Schuld gibt, beim Tierarzt nicht darauf bestanden zu haben, dass es der Tumor war, der zurück gekommen ist, sondern sich wegen verdacht auf Trombose in die Tierklinik hat schicken lassen... das war so unnötig findet sie. Er ist friedlich gegangen, aber sie hätte ihn gerne noch bei sich gehabt und ihm die letzte Nacht in der Fremde erspart. Wie einsam und ängstlich er gewesen sein muss, den Gedanken kann sie nicht so recht abschütteln auch nach diesen fünf vergangenen Jahren nicht. Morgen ist der fünfte Jahrestag. Sie möchte irgendetwas machen. Vielleicht eine Kerze anzünden oder ein Gedenkbildchen malen.
Aber wir geben Frauchen den Trost, den sie braucht. Wir kriegen das alle schon irgendwie hin, auch das mit Louis OP.