Unsere Tierärztin, die altersbedingt jetzt ihre Praxis aufgegeben hat und daher nur noch mit einem Vetmobil nach Hause zu den Patienten kommt, ist schon seit Jahren zum Impfen der Katzen zu uns nach Hause gekommen. Andere Untersuchungen und Behandlungen (Blutentnahme, Zahnstein entfernen...) wurden früherer in ihrer Praxis gemacht.
Mein 9-jähriger Kater Peewee hat absolute Panik, wenn er eingesperrt wird, egal ob das in einem Zimmer ist oder in der Transportbox. Daher kann ich mir kaum vorstellen, mit ihm zum Tierarzt zu fahren (zum Glück war das bisher noch nicht nötig). Zuhause kann es auch ziemlich lange dauern, bis man ihn einfangen kann, aber dann verfällt er in einen Art Schockstarre und lässt die Untersuchung und das Impfen ohne Probleme über sich ergehen. Danach bleibt er auch da, wenn die Tierärztin ihre Sachen packt und die Abrechnung macht, dann kuschelt er sogar mit ihr.
Da wir neben unseren zwei Katzen auch noch einen Hund haben, ist es für mich sehr praktisch, wenn die Tierärztin zu uns kommt, denn sonst müsste ich mehrmals zum Tierarzt fahren, was sicherlich genau so teuer wäre, wie die Fahrkostenpauschale der Tierärztin.
Ich habe von unserer Tierärztin unsere letzten beiden Hunde bei uns zuhause einschläfern lassen, als ganz klar war, dass keine andere Hilfe mehr möglich war. Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich das auch in Zukunft machen, da das für die Tiere stressfrei war. Mein Mittelschnauzer lag dabei auf dem Teppich und wir alle (einschließlich der Tierärztin) lagen neben ihm. Meinen Westie hatte ich auf dem Schoß, mein Mann und mein großer Sohn waren direkt neben ihm. Diese Atmosphäre hat man nicht in einer Tierarztpraxis. Aber das ist ja bei euch zum Glück noch lange kein Thema, es geht wenn ja nur um Untersuchungen oder Impfungen.