Wie macht man weiter, wenn der Kopf leer ist und alles schmerzt?
Gestern Nachmittag ist unser
BKH Bube Erhaart mit nur 6 1/2 Jahren vollkommen unerwartet über die Regenbogenbrücke gegangen.
Am morgen war alles wie immer. Wir sind gemeinsam aufgestanden, er hat mich vom Klodeckel aus beobachtet und sich lautstark ein paar Streicheleinheiten eingefordert. Nur wenige Stunden später sollte ich zutiefst erschüttert feststellen,dass ich sein schönes Miauen zum letzten Mal gehört habe.
Mein Partner war in seiner Mittagspause Zuhause, auch da war noch alles wie immer. Drei Stunden später fand er ihn tot im Schlafzimmer. Es waren die schlimmsten und längsten zwei Stunden, bis zum Feierabend, die ich je erlebt habe.
Was war geschehen? Hat er gelitten? Warum haben wir nichts bemerkt?
Laut
Tierarzt könnte es ein plötzlicher Herztod gewesen sein. Doch warum haben wir nicht schon früher erkannt,wie es um unseren Seelenkater steht? Fragen über Fragen, Trauer und auch ein schlechtes Gewissen plagen uns seitdem.
Der anfängliche Wunsch,ihn obduzieren zu lassen, verschwand ganz schnell als wir erfuhren, dass wir ihn dann nicht mehr zurück bekommen. Er soll nicht entsorgt werden. Er soll nachhause kommen, in einer Urne die die Farbe seiner wunderschönen Augen wiederspiegelt. Er soll seine letzte Ruhe auf der Kommode finden, auf der er so gerne geschlafen hat. Bei uns. Wie immer. Auch wenn er dabei, ungewohnt, ganz still ist.
Mein lieber Schatz. Du fehlst uns so sehr.
Erhaart Schrödinger
01.11.2014 - 01.04.2021
