Stress in der Katzengruppe

Diskutiere Stress in der Katzengruppe im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Liebe Foris Ich bin neu hier und bei euch „gestrandet“, da ich wirklich nicht mehr weiter weiss… Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben und...
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Liebe Foris
Ich bin neu hier und bei euch „gestrandet“, da ich wirklich nicht mehr weiter weiss…
Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben und vielleicht gibt es irgendwo da draussen jemand der Erfahrung oder gute Ratschläge hat, welche ich noch umsetzen könnte.
Zuerst ein paar Eckdaten zu meiner/unserer Situation:
Mein Lebenspartner und ich wohnen in einem grossen Haus, ländlich mit Umschwung. Folgende Katzen leben bei uns:

Moo: Kater, 9 Jahre alt, träge, ruhig, verfressen und manchmal frech aber nicht aufdringlich, sehr ausgeglichen und treu.
Ava: Katze, 3 Jahre alt, sehr sensibel, teilt gerne mal aus im Spiel aber kann nicht einstecken…
Tinka: Katze, 3 Jahre alt, schreckhaft, unsicher, aber auch mutig, männerbezogen, war anfänglich bei der Übernahme sehr scheu und fast wild.
Yumi: Katze, 1,5 Jahre alt, hyperaktiv, sehr sozial, unsicher, schreckhaft und war anfänglich auch eher wild.
Alle Kastriert und alle hatten einen Gesundheitscheck.
Alle vier haben Auslauf und wir haben eine Katzeklappe, Chipgesteuert und 24 Stunden Zugang/Ausgang.
Alle vier kamen mir 12 Wochen oder etwas später zu uns.

Ursprünglich wollten wir für Ava ein eine Katzenfreundin zu uns holen, mit der sie spielen und toben kann, denn Moo ist ihr als Kater zu grob und ungestüm.
Wir haben uns entschlossen Tinka eine Chance zu geben und sie bei uns aus dem Tierschutz zu uns geholt.
Anfänglich war sie sehr ängstlich, versteckte sich überall im Zimmer. Sie liess sich erst nach ein paar Tagen streicheln. Wir haben sie wie nach „Buch“ die ersten Wochen separiert, damit sich alle an die Situation gewöhnen konnten. Die ersten Annäherungen und der erweiterte Freigang im Haus lief gut und Ava und Tinka beschnupperten sich gegenseitig ohne mehr zu fauchen und knurren. Sie jagten sich auch mal im Spiel aber nicht so oft wie man das sonst kennt von Katzen im ersten Lebensjahr.
Tinka durfte nach 4 Monaten nach draussen in den Aussenbereich. Von da an ging es mit der Beziehung der Beiden Bergab :(.
Tinka traktierte Ava und trieb sie in die Ecke, einfach so. Es fielen Haarbüschel oder die Nase von Ava war mit Kratzer versehen und Ava hat laut geschriehen. Tinka macht es heute ab und zu noch, aber nur wenn wir nicht in unmittelbarer Nähe sind.
Wir haben es dann mit Tierkinesiologie, Feliway und Tierkommunikation versucht. Manchmal gab es Erfolge, dann wieder Rückschritte.
Wir spielen jeden Abend mit allen, wir loben sie bei Annäherungen mit Gudies, wir nehmen uns viel Zeit zum Schmusen und mein Partner ist viel zu Hause (Homeoffice). Wir haben Bachblüten gegeben und das Haus Katzengerecht mit Etagen und vielen Betten etc. eingerichtet. Also wir wohnen bei den Katzen ;).
Unsere letzte Hoffnung war Yumi: sie holten wir vom selben Tierschutz wie Tinka. Tinka und Yumi sind gute Freunde. Sie spielen oft miteinander. Yumi kann auch gut mit Ava und Moo. Einzig Tinka und Ava verstehen sich nicht. Warum wissen wir nicht. Ich würde so gerne verstehen, warum Tinka sie immer fokusiert, beobachtet, ihr manchmal auflauert und stört, während Ava sich nicht getraut auszuteilen anstatt weg zu rennen, denn wir denken das wäre der Schlüssel zum Erfolg.


Ava fühlt sich nur noch wohl, wenn wir Daheim sind. Wenn wir arbeiten ist sie selten zu Hause.
Kann uns jemand helfen? Wir haben die Verantwortung übernommen und für uns kommt eine Umplatzierung eigentlich nicht in Frage. Oder besser gesagt mein Freund meint, dass wir das hinkriegen werden.
Vielen lieben Dank für Eure Geduld
Sarah
 
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  • Stress in der Katzengruppe Beitrag #2
Hi,
das dürfte sich verbessern lassen.
Ihr setzt ja schon positive Verstärkung ein, wenn sich Tinka "gut" verhält.
Was jetzt noch fehlt ist ganz simpel Tinka auch klarzumachen, dass sie nicht alles machen darf und erst recht nicht eine andere Katze mobben oder gar angreifen.
Das funktioniert genau so:

Katzen sind Blödis, deshalb müßt ihr sowohl positive wie auf negative Verstärkung einsetzen, damit das in ihre Köpfchen reingeht.
Das funktioniert sehr gut; ihr müßt nur sturer als Tinka sein und das immer wieder wiederholen, also vollkommen automatisch machen.

Weiterhin ist es kontraproduktiv, wenn ihr "das Opfer" irgendwie verhätschelt oder tröstet.
Alle ganz normal behandeln, keine Katze hat Sonderrechte, keine stänkert rum und ihr seid halt da um denen den Weg zu zeigen.
 
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