Hallo,
ich bin neu hier und würde mich gerne austauschen. Vor 10 Monaten mussten wir unseren über alles geliebten Kater einschläfern lassen. Er war 19 Jahre, war nie ernsthaft krank oder verletzt und hatte ein super Katzenleben. Dann machten die Gelenke nicht mehr mit und die Nierenwerte waren schlecht. Als er beim Laufen immer umfiel, haben wir gemeinsam mit dem Tierarzt entschieden, ihn zu erlösen. Das war der letzte Liebesdienst, den wir ihm erweisen konnten. Zwei Tage hatten wir Zeit, uns intensiv und mit viel Liebe von ihm zu verabschieden. Obwohl ich wahnsinnige Angst vor diesem Tag hatte, verlief er schön und friedlich. Unser Kater hat uns gezeigt, dass es okay für ihn war und er seine Aufgabe bei uns erledigt hatte. Für unsere Tochter, die ihn seit ihrer Geburt kannte und er ihr Vertrauter und Seelentröster war, war es ganz schlimm. Trotzdem denke ich ohne schlechtes Gewissen an seinen Todestag zurück. Er liegt an seinem Lieblingsplatz im Garten und ich kann sein Grab vom Küchenfenster aus sehen. Auch das ist sehr schön und würdevoll, besonders wenn die Sonne darauf scheint. Das hat er so sehr geliebt. Warum schreibe ich das alles? Es war alles gut so, er war alt, er hatte ein tolles Leben und er hat zu keiner Zeit gelitten. Er lebt in unserer Familie weiter und hat einen Ehrenplatz in unseren Herzen. Dass er nicht unsterblich sein wird, wussten wir. Auch wenn wir es uns gewünscht hätten. Der Schmerz bei mir wird immer schlimmer. Manchmal glaube ich zu zerbrechen. Nach seinem Tod war erstmal Erleichterung, dass er und wir es geschafft haben. Ich komme mit dem Tod einfach nicht zurecht und stelle mir immer vor, wie er jetzt bei uns ist. Jede Minute denke ich an ihn, versuche mich abzulenken. Dies klappt nur bedingt. Ich hätte nie gedacht, dass so eine Fellnase mein Leben auf den Kopf stellt. Geht es euch auch so? Wann wird es besser? Danke, dass ihr mir zuhört/ das lest. In tiefer Trauer kreyp