• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten

Diskutiere Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Vielen Dank für die lieben Worte! Ich halte euch auf dem laufenden :)
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #21
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten

Anzeige

  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #22
Hallo meine Lieben,

ich habe ein kleines Update und dachte, ihr wollt es vielleicht wissen. Aaaaallllsoooo unsere Tierärtzin war ja bei uns zum Tabletten geben (Leukeran) nachdem sie diesesmal auch gesehen hat wie sehr er sich wehrt und er es absolut nicht haben möchte, verstand sie unsere Beweggründe besser.

Wir haben uns danach noch zusammengesetzt und Peet noch beobachtet, er hat so nervös geniest, es kam wieder Blut und "Material" aus seiner Nase (hat er immer wenn er gestresst ist, seit er krank ist). Sie meinte dann nach reichlicher Überlegung wir sollen das Leukeran weglassen, das hat so keinen Sinn. Die Risiken des Absetzten schätzt sie weniger schlimm ein als den Stress den er hat. Das Cortison sollen wir ausschleichen (zeitgleich) er hat jetzt letzten Freitag kein Leukeran bekommen. Er traute dem Braten aber nicht, war trotzdem nervös aber nicht so schlimm wie sonst.

Akutell sind wir bei jeden zweiten Tag Cortison (gleiche Dosis wie bisher jeden Tag) nächste Woche soll es den nächsten Redzuierungschritt geben, eine halbe Tablette Cortison jeden zweiten Tag. Das Schnoddern und die Atemgeräusche sind schlimmer geworden, seine Wunden heilen aber besser, seine Pfötchen sind fast wieder "heil".

Insgesamt macht er auf uns einen "guten" Eindruck nur das wir das Gefühl haben er wird im "Kopf langsam", er checkt Dinge oft nicht mehr so richtig und erschreckt sich vor Dingen wie Fransen an der Decke oder Schatten und Lichtreflexe.

Er putzt sich aber weiterhin und der Appetit ist in Ordnung, kein Vergleich zu früher aber es ist stabil, abgenommen hat er aber trotzdem weiter, wir wiegen ihn jetzt einmal die Woche, dass stresst ihn auch Gott sei dank nicht. er verlierrt so jede Woche 50g bis 100g, wir haben so eine Babywaage für die Katzen. Die Tierärztin meinte das liegt auchan seiner Inaktivität er verliert Muskelmasse, er schläft halt viel.

Sie hat ihn sich nochmal angesehen, also an dem Freitag, als sie hier war und uns auch Schmerzmittel da gelassen da ihm der hintere Bereich des Rückens un die hinterpfoten wehtun, er hat sie ganz dolle angefaucht und geknurrt und Zähne angedeutet als sie ihn abgetastet hat.

Hach es bleibt emotional schwierig, aber wir wollen ihn nicht quälen und ihn auch nicht "am Leben" erhalten nur weil wir es können ....

Die Knubbel die er hat werden aktuell auch wieder größer, aber das war zu erwarten, da ja kein Leukeran mehr gegeben wird und auch das Cortison weniger wird.

Ich freue mich auf Eure Antworten!
Eure Lia
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #23
Die Entscheidung kannst nur du ganz alleine treffen. (soll jetzt kein Vorwurf sein)
Du kennst Peet am besten und weißt wann es Zeit wird ihn auf seine letzte Reise zu schicken.
Eine schwierige Entscheidung, die jeder nachvollziehen kann der schon einmal in einer ähnlichen Situation war.

Ihr habt sehr viel für Peet getan und niemand wird euch verurteilen wenn ihr ihn gehen lasst.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #24
Ich finde, dass sich das viel besser anhört mit Peets Situation jetzt nach dem Weglassen von Leukeran und der Reduzierung des Cortisons. Gut, dass der Stress und die Angst dadurch weniger werden. Es wird nicht alles gut werden ohne diese Medikamente, es werden auch „Baustellen“ schlimmer werden, aber wenn die Nebenwirkungen und die Umstände/der Stress die heilende Wirkung der Medikamente überwiegen, würde ich sie genau wie ihr weglassen. Die Medikament können sein Leben nur verlängern, aber um welchen Preis?

Genießt jeden guten Tag mit Peet, freut euch über jede positive Entwicklung, dass er noch frisst, nicht zu schnell abbaut sind noch gute Zeichen. Ich denke, ihr werdet merken, ab welchem Punkt es für Peet nicht mehr gut wäre, länger zu leben, weil sein Leben dann Leiden bedeuten würde. Ihr werdet lieber auf euren geliebten Peet verzichten, als ihn unnötig leiden zu lassen. Er wird euch zeigen, wann dieser Moment gekommen ist. Ich hoffe, ihr habt noch einige gute Zeit bis es so weit ist. 🥰 🍀
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #25
Hallo meine Lieben,

ich habe ein kleines Update und dachte, ihr wollt es vielleicht wissen. Aaaaallllsoooo unsere Tierärtzin war ja bei uns zum Tabletten geben (Leukeran) nachdem sie diesesmal auch gesehen hat wie sehr er sich wehrt und er es absolut nicht haben möchte, verstand sie unsere Beweggründe besser.

Wir haben uns danach noch zusammengesetzt und Peet noch beobachtet, er hat so nervös geniest, es kam wieder Blut und "Material" aus seiner Nase (hat er immer wenn er gestresst ist, seit er krank ist). Sie meinte dann nach reichlicher Überlegung wir sollen das Leukeran weglassen, das hat so keinen Sinn. Die Risiken des Absetzten schätzt sie weniger schlimm ein als den Stress den er hat. Das Cortison sollen wir ausschleichen (zeitgleich) er hat jetzt letzten Freitag kein Leukeran bekommen. Er traute dem Braten aber nicht, war trotzdem nervös aber nicht so schlimm wie sonst.

Akutell sind wir bei jeden zweiten Tag Cortison (gleiche Dosis wie bisher jeden Tag) nächste Woche soll es den nächsten Redzuierungschritt geben, eine halbe Tablette Cortison jeden zweiten Tag. Das Schnoddern und die Atemgeräusche sind schlimmer geworden, seine Wunden heilen aber besser, seine Pfötchen sind fast wieder "heil".

Insgesamt macht er auf uns einen "guten" Eindruck nur das wir das Gefühl haben er wird im "Kopf langsam", er checkt Dinge oft nicht mehr so richtig und erschreckt sich vor Dingen wie Fransen an der Decke oder Schatten und Lichtreflexe.

Er putzt sich aber weiterhin und der Appetit ist in Ordnung, kein Vergleich zu früher aber es ist stabil, abgenommen hat er aber trotzdem weiter, wir wiegen ihn jetzt einmal die Woche, dass stresst ihn auch Gott sei dank nicht. er verlierrt so jede Woche 50g bis 100g, wir haben so eine Babywaage für die Katzen. Die Tierärztin meinte das liegt auchan seiner Inaktivität er verliert Muskelmasse, er schläft halt viel.

Sie hat ihn sich nochmal angesehen, also an dem Freitag, als sie hier war und uns auch Schmerzmittel da gelassen da ihm der hintere Bereich des Rückens un die hinterpfoten wehtun, er hat sie ganz dolle angefaucht und geknurrt und Zähne angedeutet als sie ihn abgetastet hat.

Hach es bleibt emotional schwierig, aber wir wollen ihn nicht quälen und ihn auch nicht "am Leben" erhalten nur weil wir es können ....

Die Knubbel die er hat werden aktuell auch wieder größer, aber das war zu erwarten, da ja kein Leukeran mehr gegeben wird und auch das Cortison weniger wird.

Ich freue mich auf Eure Antworten!
Eure Lia
Hallo Lia,
ich habe mir alles durchgelesen und wenn der Kater bei mir leben würde, hätte ich ihn vermutlich schon erlöst. So hart es ist, es scheint nicht behandelbar und man kann dem Kater sein jetziges Leben nicht erklären. Wenn er Woche für Woche abnimmt, stirbt er auf Raten. Überwiegt die Lebensfreude bei ihm?
Rennt er munter durch sein Revier?
Gibt es viele gute Tage oder nur noch schlechte?
Freut er sich über sein Futter?
Wo ist bei ihm die Lebensqualität?

Nicht jede Katze wird unsauber, wenn sie sich unwohl fühlt.
Deine Tierärztin kann ich nicht verstehen, das Bild was Du beschreibst ist eine langsam vor sich hin sterbende Katze.
Blut und "Material" aus der Nase, wenn er Stress hat?
Normal ist das auch bei keinem gestressten Tier.
Er hat Schmerzen und bekommt Schmerzmittel, für was? Bis das Organversagen da ist?

Liebe Lia,
vielleicht kann ich aus der Ferne es nicht so beurteilen und ich weiß in welcher emotionalen Situation ihr Euch befindet.
Versuche doch einmal eine positiv/negativ Liste zu machen, nicht einfach aufschreiben, sondern Peet den Tag über beobachten und das vergleichst Du mit dem Peet, der noch Gesund war. Dabei solltest Du dann bedenken, daß Peet im hier und jetzt lebt nicht im morgen oder übermorgen.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #26
Hallo Zorro,

vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Ich möchte dir auf ein paar deiner Fragen antworten bzw. ich antworte auch mir ein wenig damit.

Überwiegt die Lebensfreude bei ihm?
Die meiste Zeit finde ich das er durchaus Spaß an seinem Leben hat, er geht gemächlich seine Runde über den Hof, kratz und streckt sich an seinem Lieblingsbaum hoch. Schläft auf seinem Lieblingsplatz und wenn die anderen Kater was entdeckt haben geht er auch gucken. Er begleitet meinen Mann zum Briefkasten und kommt danach wieder. Es ist nicht so dass er nur noch liegt, er schläft halt sehr viel mehr als früher. Grundsätzlich war peet aber nie die "gutgelaunte" Frohnatur, er hat nie wirklich gespielt, egal welches Spielzeug man da ausprobiert hat.

Rennt er munter durch sein Revier?
Rennen tut er nicht mehr, aber wie oben gesagt geht er seine Runden und bepischert auch "seine" Stellen, manchmal braucht er eine Pause zwischen den Spots aber er geht seine Runde zu Ende.

Gibt es viele gute Tage oder nur noch schlechte?
Das ist eine verdammt schwere Frage, da Peet nie wirklich "zeigt" ob es ihm wirklich schlecht geht, er hat Tage da schläft er noch mehr als sonst, er hat Tage da ist er grantig, er hat Tage da will er nur bei meinem Mann sein und Kuscheln, er hat Tage da ist er unterwegs und wir wissen dann auch nicht so genau wo, er ist ja ein Freigänger und dass wollen wir ihm nicht wegnehmen. Ich finde es hält sich die Waage bis jetzt, es gibt keine "sauschlechten" Tage es gibt aber auch keine Tage mehr "wie früher".

Freut er sich über sein Futter?
Das kommt auch ganz auf den Tag und seine Laune an. Im Vergelich zu früher hat er keinen guten Appetit mehr, aber sein Fressverhalten früher war "zwanghaft" er dreht immer fast durch wenn es Essen gab miaute laut und verlor den Blick für alles andere. Ich würde sagen sein Verhältnis zum Essen ist jetzt normal er isst seine Portion er klaut aber beid en anderen nicht mehr und boxt niemanden mehr vom napg weg. Über Naschis freut er sich.

Wo ist bei ihm die Lebensqualität?
Wieder eine schwierige Frage, seine Lebensqualität nun ich hoffe sie besteht darin, dass er keine Schmerzen hat und ihm seine Tage noch gefallen. WIe gesagt er frisst, er putzt sich, er geht aufs Klo, er spaziert durch sein Revier, er markiert, er kuschelt. Alles soweit "ganz" normal. Es ist halt einfach als würde man einem 18-20 Jahre alten Kater zusehen beim sich bewegen und nicht einem 8 Jahre alten.

Deine Tierärztin kann ich nicht verstehen, das Bild was Du beschreibst ist eine langsam vor sich hin sterbende Katze.
Unsere Tierärztin sagte uns, sie würde ihn im Moment nicht einschläfern, da würde sie sich weigern, da er zwar krank ist, aber laut ihrer Einschätzung nicht "im sterben liegt" und er noch Lebenqualität hat. Sollten wir ihn jetzt erlösen wollen, müssten wir zu einem anderen Tierarzt gehen.

Blut und "Material" aus der Nase, wenn er Stress hat? Normal ist das auch bei keinem gestressten Tier.
Nein. Natürlich ist das nicht normal. Das ist uns allen bewusst. Er hat/hatte Granulome in der Nase, diese können durch "Beanspruchung" platzen oder Teile davon. Wenn er Stress hat niest er, das war schon als kleines Männchen beim so. Richtige "Attacken" immer genau 10 mal, warum auch immer, wahrscheinlich psychisch. Er hat im Herbst bereits einmal eines seiner Nasen Granulome "rausgeniest" danach war seine Luft Situation für etliche Wochen besser. Wir haben das "Material" untersuchen lassen vom Labor, die haben auch bestättigt, dass es ein Granulominhalt war.

Er hat Schmerzen und bekommt Schmerzmittel, für was? Bis das Organversagen da ist?
Er bekommt Schmerzmittel um ihm seine Zeit noch angenehm zu gestalten, er humpelt nicht mehr seit er Schmerzmittel bekommt. Das es zu einem Organversagen kommen wird, kommen kann, ist unsere größte Sorge. Ich warte und hoffe immer auf ein "Zeichen" von ihm das uns sagt jetzt ist Schluss, jetzt geht es nicht mehr.

Versuche doch einmal eine positiv/negativ Liste zu machen, nicht einfach aufschreiben, sondern Peet den Tag über beobachten und das vergleichst Du mit dem Peet, der noch Gesund war.
Das machen wir ungelogen jeden Tag. Der Großteil unseres wachen Daseins dreht sich aktuell um Peet.
Wie geht es ihm? Welchen Eindruck macht er? Wie ist seine Laune? Humpelt er? Hat er gefressen? Trinkt er übermäßig? Sieht er müde aus? Ist sein Fell struppiger als sonst? Riecht er komisch? Pischert er viel? Könnte er schmerzen haben? Bekommt er gut Luft? Sind seine Augen wach? Hat er verkrustet Augen? Was machen seine offenen Stellen? ich könnte die Liste noch lang weiterführen.

Ich stelle mir sovile Fragen, dass ich manchmal gar jicht mehr weiß, wie er war als er gesund war, er war ja nicht die ganze Zeit immer bei uns, sondern ja auch bereits zweimal vermittelt. Manchmal reft in mir der Gedanke, dass er nie wirklich gesund war, das er immer seltsam war vom Verhlaten und von allem irgendwie. Das macht es so schwer es mit ihm aktuell zu vergleichen.

Manche der Punkte sind positiv und negativ zugleich. wie sum Beispiel:
• es ist schön und positiv, dass er kuscheln kommt, ist aber zugleich eine Verhaltensänderung und deshalb eher negativ zu sehen
• es ist positiv, dass er sein Essen nicht mehr runterschlingt und danach kotzt weil er so aufgeregt ist das es Essen gibt, ist aber zugleich wieder negativ weil es ja ein anderes Verhalten ist als früher
• es ist positv, dass er seine Mitkatzen nicht mehr angreift und vermöbelt, ist aber auch wieder negativ weil so war er nun mal früher

Der Peet von früher war:
• dominant
• zuweilen agressiv (siehe Beißvorfälle)
• besitzergreifend
• unfassbar nervös
• verfressen
• unabhängig
• streitlustig
• Beutestark (viele viele viele Tiere mussten da dran glauben)
• absolut kein Kuschler
• ein Wanderer (viel und lang unterwegs)

Der Peet von heute ist:
• kuschelig
• devot (den anderen Katern gegenüber)
• besitzergreifend ist er immer noch ;)
• gelassener
• ruhiger, weniger nervös
• Essen ist kein raumeinnehmendes Thema mehr
• zahmer (kuschelt sich auf den Arm, brummelt und schmiegt sich um die Beine)
• ortsgebundener (er hat lange keine Ausflug mehr unternommen)

Es ist und bleibt ein Drehen im Kreis und die essentielle Frage die bleibt ist, das wann ist es soweit. Ich kann dich gut verstehen,mit deiner Ansicht, ich würde wahrscheinlich jemandem der mir so etwas erzählt auch zu einem "Ende" raten. Wenn er mich aber dann wieder ansieht, denke ich mir dabei irgednwie "nein es ist noch nicht soweit" ich kann garnicht genau sagen warum. Ich meine bei den katezn die wir über die Regenbogenbrücke begleitet haben, war ein anderer Ausdruck in den Augen, etwas das gesagt hat, "hilf mir, ich möchte nicht mehr". Vielleicht red ich mir das alles auch nur ein,ich bin oft so hin und her gerissen.Die Entscheidung ein Leben zu beenden ist so eine schwere die Wohlüberlegt sein muss und sollte.

Ich danke dir für deine Vorschläge und Fragen, beim schreiben der Antworten sind mir wieder die Tränen gekommen, aber es ist gut sich damit immer wieder zu konfrontieren.

Danke
Lia
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #27
Hallo Zorro,

vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Ich möchte dir auf ein paar deiner Fragen antworten bzw. ich antworte auch mir ein wenig damit.

Überwiegt die Lebensfreude bei ihm?
Die meiste Zeit finde ich das er durchaus Spaß an seinem Leben hat, er geht gemächlich seine Runde über den Hof, kratz und streckt sich an seinem Lieblingsbaum hoch. Schläft auf seinem Lieblingsplatz und wenn die anderen Kater was entdeckt haben geht er auch gucken. Er begleitet meinen Mann zum Briefkasten und kommt danach wieder. Es ist nicht so dass er nur noch liegt, er schläft halt sehr viel mehr als früher. Grundsätzlich war peet aber nie die "gutgelaunte" Frohnatur, er hat nie wirklich gespielt, egal welches Spielzeug man da ausprobiert hat.

Rennt er munter durch sein Revier?
Rennen tut er nicht mehr, aber wie oben gesagt geht er seine Runden und bepischert auch "seine" Stellen, manchmal braucht er eine Pause zwischen den Spots aber er geht seine Runde zu Ende.

Gibt es viele gute Tage oder nur noch schlechte?
Das ist eine verdammt schwere Frage, da Peet nie wirklich "zeigt" ob es ihm wirklich schlecht geht, er hat Tage da schläft er noch mehr als sonst, er hat Tage da ist er grantig, er hat Tage da will er nur bei meinem Mann sein und Kuscheln, er hat Tage da ist er unterwegs und wir wissen dann auch nicht so genau wo, er ist ja ein Freigänger und dass wollen wir ihm nicht wegnehmen. Ich finde es hält sich die Waage bis jetzt, es gibt keine "sauschlechten" Tage es gibt aber auch keine Tage mehr "wie früher".

Freut er sich über sein Futter?
Das kommt auch ganz auf den Tag und seine Laune an. Im Vergelich zu früher hat er keinen guten Appetit mehr, aber sein Fressverhalten früher war "zwanghaft" er dreht immer fast durch wenn es Essen gab miaute laut und verlor den Blick für alles andere. Ich würde sagen sein Verhältnis zum Essen ist jetzt normal er isst seine Portion er klaut aber beid en anderen nicht mehr und boxt niemanden mehr vom napg weg. Über Naschis freut er sich.

Wo ist bei ihm die Lebensqualität?
Wieder eine schwierige Frage, seine Lebensqualität nun ich hoffe sie besteht darin, dass er keine Schmerzen hat und ihm seine Tage noch gefallen. WIe gesagt er frisst, er putzt sich, er geht aufs Klo, er spaziert durch sein Revier, er markiert, er kuschelt. Alles soweit "ganz" normal. Es ist halt einfach als würde man einem 18-20 Jahre alten Kater zusehen beim sich bewegen und nicht einem 8 Jahre alten.

Deine Tierärztin kann ich nicht verstehen, das Bild was Du beschreibst ist eine langsam vor sich hin sterbende Katze.
Unsere Tierärztin sagte uns, sie würde ihn im Moment nicht einschläfern, da würde sie sich weigern, da er zwar krank ist, aber laut ihrer Einschätzung nicht "im sterben liegt" und er noch Lebenqualität hat. Sollten wir ihn jetzt erlösen wollen, müssten wir zu einem anderen Tierarzt gehen.

Blut und "Material" aus der Nase, wenn er Stress hat? Normal ist das auch bei keinem gestressten Tier.
Nein. Natürlich ist das nicht normal. Das ist uns allen bewusst. Er hat/hatte Granulome in der Nase, diese können durch "Beanspruchung" platzen oder Teile davon. Wenn er Stress hat niest er, das war schon als kleines Männchen beim so. Richtige "Attacken" immer genau 10 mal, warum auch immer, wahrscheinlich psychisch. Er hat im Herbst bereits einmal eines seiner Nasen Granulome "rausgeniest" danach war seine Luft Situation für etliche Wochen besser. Wir haben das "Material" untersuchen lassen vom Labor, die haben auch bestättigt, dass es ein Granulominhalt war.

Er hat Schmerzen und bekommt Schmerzmittel, für was? Bis das Organversagen da ist?
Er bekommt Schmerzmittel um ihm seine Zeit noch angenehm zu gestalten, er humpelt nicht mehr seit er Schmerzmittel bekommt. Das es zu einem Organversagen kommen wird, kommen kann, ist unsere größte Sorge. Ich warte und hoffe immer auf ein "Zeichen" von ihm das uns sagt jetzt ist Schluss, jetzt geht es nicht mehr.

Versuche doch einmal eine positiv/negativ Liste zu machen, nicht einfach aufschreiben, sondern Peet den Tag über beobachten und das vergleichst Du mit dem Peet, der noch Gesund war.
Das machen wir ungelogen jeden Tag. Der Großteil unseres wachen Daseins dreht sich aktuell um Peet.
Wie geht es ihm? Welchen Eindruck macht er? Wie ist seine Laune? Humpelt er? Hat er gefressen? Trinkt er übermäßig? Sieht er müde aus? Ist sein Fell struppiger als sonst? Riecht er komisch? Pischert er viel? Könnte er schmerzen haben? Bekommt er gut Luft? Sind seine Augen wach? Hat er verkrustet Augen? Was machen seine offenen Stellen? ich könnte die Liste noch lang weiterführen.

Ich stelle mir sovile Fragen, dass ich manchmal gar jicht mehr weiß, wie er war als er gesund war, er war ja nicht die ganze Zeit immer bei uns, sondern ja auch bereits zweimal vermittelt. Manchmal reft in mir der Gedanke, dass er nie wirklich gesund war, das er immer seltsam war vom Verhlaten und von allem irgendwie. Das macht es so schwer es mit ihm aktuell zu vergleichen.

Manche der Punkte sind positiv und negativ zugleich. wie sum Beispiel:
• es ist schön und positiv, dass er kuscheln kommt, ist aber zugleich eine Verhaltensänderung und deshalb eher negativ zu sehen
• es ist positiv, dass er sein Essen nicht mehr runterschlingt und danach kotzt weil er so aufgeregt ist das es Essen gibt, ist aber zugleich wieder negativ weil es ja ein anderes Verhalten ist als früher
• es ist positv, dass er seine Mitkatzen nicht mehr angreift und vermöbelt, ist aber auch wieder negativ weil so war er nun mal früher

Der Peet von früher war:
• dominant
• zuweilen agressiv (siehe Beißvorfälle)
• besitzergreifend
• unfassbar nervös
• verfressen
• unabhängig
• streitlustig
• Beutestark (viele viele viele Tiere mussten da dran glauben)
• absolut kein Kuschler
• ein Wanderer (viel und lang unterwegs)

Der Peet von heute ist:
• kuschelig
• devot (den anderen Katern gegenüber)
• besitzergreifend ist er immer noch ;)
• gelassener
• ruhiger, weniger nervös
• Essen ist kein raumeinnehmendes Thema mehr
• zahmer (kuschelt sich auf den Arm, brummelt und schmiegt sich um die Beine)
• ortsgebundener (er hat lange keine Ausflug mehr unternommen)

Es ist und bleibt ein Drehen im Kreis und die essentielle Frage die bleibt ist, das wann ist es soweit. Ich kann dich gut verstehen,mit deiner Ansicht, ich würde wahrscheinlich jemandem der mir so etwas erzählt auch zu einem "Ende" raten. Wenn er mich aber dann wieder ansieht, denke ich mir dabei irgednwie "nein es ist noch nicht soweit" ich kann garnicht genau sagen warum. Ich meine bei den katezn die wir über die Regenbogenbrücke begleitet haben, war ein anderer Ausdruck in den Augen, etwas das gesagt hat, "hilf mir, ich möchte nicht mehr". Vielleicht red ich mir das alles auch nur ein,ich bin oft so hin und her gerissen.Die Entscheidung ein Leben zu beenden ist so eine schwere die Wohlüberlegt sein muss und sollte.

Ich danke dir für deine Vorschläge und Fragen, beim schreiben der Antworten sind mir wieder die Tränen gekommen, aber es ist gut sich damit immer wieder zu konfrontieren.

Danke
Lia
Hallo Lia,
Ich finde, du solltest dich nicht drängen lassen, Peet einschläfern zu lassen. Auch ein Tier hat nur dieses eine Leben und kann die Entscheidung nicht selbst treffen. Du kennst ihn am besten und kannst deshalb am besten beurteilen, wie es ihm geht.
Wenn jede Verhaltensänderung das baldige Ableben ankündigte, müssten wahrscheinlich viele Tiere eingeschläfert werden, einfach, weil sie halt älter werden. Auch das kann das Verhalten verändern. Natürlich hat ein fitter Jungspund ein anderes Verhalten als ein in die Jahre gekommener Senior.
Alles Gute für euch.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #28
Weißt du @ Laurelia…..den Zeitpunkt zu bestimmen….ist schwer…Wenn du es ertragen kannst, den körperlichen Verfall zu begleiten…(das wird wirklich auch wehtun) begleite ihn in den Tod, erleichtere ihm mit einer Medikation…dass er ohne Schmerzen, aber selbstbestimmt gehen kann….

Jetzt genießt du sein Dasein im Hier und Jetzt….beobachte ihn…..aber lass ihm seine Eigenständigkeit und Fröhlichkeit in seinen Möglichkeiten.

lg
Verena
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #29
Liebe Laurelia,
ich finde es toll, das du die Fragen von @zorro007 angenommen und sehr klar und ausführlich beantwortet hast. Vielleicht hat es dir geholfen, dass du mit diesen Fragen noch einmal hinterfragt hast, wie Peets Situation jetzt ist, was ihm noch Freude macht, ob er keine Schmerzen hat…

Alles, was du an Antworten gegeben hast, spricht aus meiner Sicht zwar für einen älteren (alten) Kater, der nicht gesund ist, aber nicht für ein Tier, das so leidet oder so wenig Lebensqualität hat, dass eine Beendigung seines Lebens jetzt schon erforderlich wäre. Dieser Meinung scheint ja auch deine Tierärztin zu sein.

Es gibt wohl zwei unterschiedliche Einstellungen bei Tieren, die an unheilbaren Erkrankungen leiden und bei denen vermutlich in nicht allzu langer Zeit der Tod bevorsteht: Es gibt Tierbesitzer, die z.B. bei einer Krebsdiagnose, die unbehandelt zum baldigen Tod führen würde, ihr Tier direkt einschläfern lassen, um ihm jegliches Leiden zu ersparen. Diesen Schritt kann man vertreten und er geschieht bestimmt nicht, um Geld für die Behandlung zu sparen, sondern um dem Tier Leiden zu ersparen. Aber ehrlich gesagt könnte ich das nicht. Ich würde nicht wollen, dass mein Tier sich unnötig quält, wenn damit auch nur noch wenig Lebensqualität und Lebenszeit verbunden wäre, aber ein Einschläfern mit dem Erfahren der Diagnose wäre für mich nicht vorstellbar.

Es gibt im Gegensatz dazu Menschen, die ihr Tier nicht loslassen können, weil sie das nicht verkraften und die ihrem Tier dann alles „zumuten“ an Behandlungen aber auch an Schmerzen, nur um nicht die Entscheidung treffen zu müssen, das Tier erlösen zu lassen. Das Tier quält sich, hat keine Lebensqualität mehr, es hat Schmerzen, und muss für seinen Besitzer weiterleben. Auch das wäre für mich nicht vorstellbar, weil das Tier dann eigentlich nur leiden muss, weil ich egoistisch bin und es nicht verlieren will.

Bei dir sehe ich weder die eine noch die andere (für mich falsche) Einstellung, sondern du willst wirklich für Peet das Beste, du kannst ihn gut einschätzen und du würdest wohl auch erkennen, wenn er nicht mehr will, kann, oder wenn sein Leben für ihn nicht mehr schön wäre.

Wenn er mich aber dann wieder ansieht, denke ich mir dabei irgednwie "nein es ist noch nicht soweit" ich kann garnicht genau sagen warum.

Genau das meine ich damit, du kennst Peet und hat ein gutes Gespür für ihn. Wir alle kennen ihn nicht, lesen nur deine Berichte, können dir eigene Erfahrungen rückmelden, aber du musst den richtigen Zeitpunkt erkennen und deine Entscheidung treffen - gemeinsam mit deiner Tierärztin wird dir das sicherlich gelingen. 🍀
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #30
Hallo Zorro,

vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Ich möchte dir auf ein paar deiner Fragen antworten bzw. ich antworte auch mir ein wenig damit.



Der Peet von früher war:
• dominant
• zuweilen agressiv (siehe Beißvorfälle)
• besitzergreifend
• unfassbar nervös
• verfressen
• unabhängig
• streitlustig
• Beutestark (viele viele viele Tiere mussten da dran glauben)
• absolut kein Kuschler
• ein Wanderer (viel und lang unterwegs)

Der Peet von heute ist:
• kuschelig
• devot (den anderen Katern gegenüber)
• besitzergreifend ist er immer noch ;)
• gelassener
• ruhiger, weniger nervös
• Essen ist kein raumeinnehmendes Thema mehr
• zahmer (kuschelt sich auf den Arm, brummelt und schmiegt sich um die Beine)
• ortsgebundener (er hat lange keine Ausflug mehr unternommen)

Es ist und bleibt ein Drehen im Kreis und die essentielle Frage die bleibt ist, das wann ist es soweit. Ich kann dich gut verstehen,mit deiner Ansicht, ich würde wahrscheinlich jemandem der mir so etwas erzählt auch zu einem "Ende" raten. Wenn er mich aber dann wieder ansieht, denke ich mir dabei irgednwie "nein es ist noch nicht soweit" ich kann garnicht genau sagen warum. Ich meine bei den katezn die wir über die Regenbogenbrücke begleitet haben, war ein anderer Ausdruck in den Augen, etwas das gesagt hat, "hilf mir, ich möchte nicht mehr". Vielleicht red ich mir das alles auch nur ein,ich bin oft so hin und her gerissen.Die Entscheidung ein Leben zu beenden ist so eine schwere die Wohlüberlegt sein muss und sollte.

Ich danke dir für deine Vorschläge und Fragen, beim schreiben der Antworten sind mir wieder die Tränen gekommen, aber es ist gut sich damit immer wieder zu konfrontieren.

Danke
Lia
Liebe Lia,
ich finde durch das beantworten der Fragen zeichnet sich ein ganz anderes Bild von Peet ab, als vorher.
Es hört sich so an, das er an seiner Umgebung und dem Leben sehr wohl noch teilnimmt. Sein Verhalten, das Du früher beschreibst, ist teilweise nicht normal und somit denke ich das er schon viel früher krank war. Das Verhalten von heute beschreibt eher eine alte Katze.
Wann es soweit ist, könnt nur ihr vor Ort entscheiden, da ihr die Katze kennt. Es sollte auch nicht so klingen wie schläfert ihn sofort ein. Ich Versuche so etwas immer distanziert/realistisch zu betrachten.
Und auch ich musste solche Entscheidungen schon treffen und ich glaube das Euch Peet zeigen wird, wann es soweit ist.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #31
Hallo meine Lieben,

es gibt wieder Neuigkeiten von Peet. Wir haben ein paar sehr emotionale Tage hinter uns, die sehr viel Kraft gekostet haben.
Peet war am Sonntagabend zu seiner "Runde" aufgebrochen und nicht heim gekommen. Am Montag morgen zum Frühstück war er immer noch nicht da. Da kroche bei uns schon so ein ungutes Gefühl hoch, wir sind dann über die ganzen Hof gelaufen, haben gerufen und alles auf gemacht und überall darunter geschaut, alle Lieblingsplätze abgesucht. NICHTS er war vom Erdboden verschwunden. Wir haben hier eine Dorfgruppe bei Whatsapp, und ich bat darum, dass alle ein Auge drauf haben ob sie ihn irgendwo sehen. Keiner hatte ihn gesehen. Der Montag verstrich und kein Peet weit und breit, auch beim Abendessen fehlte er. Er bekommt ja aktuell nur jeden zweiten Tag Cosrtion, also wäre er am Montagabend "fällig" gewesen.

Dienstag morgen war er immer noch nicht da, wir spielten schon mit dem Gedanken dass er den Tod mit sich alleine ausmachen wollte. Mein Mann konnte nicht Essen und war so fertig mit den Nerven. Er hatte Angst um seinen Peet. Wieder haben wir grufen alles abgesucht sind durchs Dorf gelaufen, haben mit Nachbarn gesprochen. Nichts. Der Dienstag verstrich kein Peet.

Mittwoch morgen fehlte er ebenfalls beim Frühstück. Gegen 10 Uhr kam ein Handwerker zu uns, die Tür stand also auf. Ich stand mit dem Handwerker in der Küche und unterhielt mich, als ich etwas "Darth Vader" mäßiges aus dem Flur hörte ich guckte raus und wer saß da völlig fertig liegend auf dem Teppich Peet, der vor sich hinröchelte, ich bin fast zusammengeklappt, hab ihn hochgehoben und sofrt ins Wohnzimmer zu meinem Mann gebracht. Peet war sehr erschöpft und bekam sofort Coriston um seine Luftnot zu lindern. Er konnte kaum noch stehen. Essen wollte er nicht. Trinken auch nicht und seine Lieblings Vitaminpaste nahm er, wenigsten was.

Mein Mann und sich schauten uns an und wussten beide wenn das durch das Cortison in der nächsten Stunde nicht besser wird, rufen wir die Tierärtzin zu uns. Das Cortison tat was es sollte. Peets Atemgeräusche wurden weniger und er hat ein bisschen gegesen. Dann wollte er raus zum trinken, an den Teich, er will IMMER am Teich trinken, selbst Teichwasser aus der Schüssel schmeckt ihm nicht. Er wankte zum Teich und trank lange und viel, dabei viel er fast noch ins Wasser. Wir legen ihn danach aus seinen Lieblingsessel und er fing an sich zu putzen, den restlichen Tag schlief er, aber ohne Atemgeräsuche. Wir fassten abends den Entschluss, dass wenn es heute nicht besser ist, wir einen Schlusstrich ziehen. Heute morgen machte er allerdings einen ganz munteren Eindruck, hat gefressen und steht wieder fester auf seinen Beinen. Er war vorhin mit mir am Briefkasten und ging gemächlich seine Runde. Ich finde es ist noch gemächlicher als davor. Er wirkt aber auf uns wieder "stabil" nun sind wir noch mehr am boebachten und sobald er aussteht und sich bewegt, kommt diese Gefühl wieder hoch. Schlimm.

Aber er ist hier und wir haben die Chance ihn noch ein bisschen zu begleiten.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #32
Was für ein auf und ab.

Sei mir nicht böse, aber ich wünsche Peet einen schmerzlosen und schnellen Tod (wenn es denn so weit ist).
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #33
Aber er ist hier und wir haben die Chance ihn noch ein bisschen zu begleiten.

so soll es auch geschehen….Wichtig ist, dass er sein Cortison regelmäßig bekommt….sinnvoll sicher ihn nur begleitend rauszulassen. Ersticken ist ein sehr anstrengender Tod.

Ich wünsche euch nur noch schöne Stunden, keine Ängste dass er gehen wird …sondern glücklich über jeden Tag sich den ihr mit Peet erlebt. Jedes Lebewesen verdient sein gutes Ende und ich bin mir sehr sicher ihr werdet das Richtige tun.

lg
Verena
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #34
Hallo meine Lieben,

es gibt wieder Neuigkeiten von Peet. Wir haben ein paar sehr emotionale Tage hinter uns, die sehr viel Kraft gekostet haben.
Peet war am Sonntagabend zu seiner "Runde" aufgebrochen und nicht heim gekommen. Am Montag morgen zum Frühstück war er immer noch nicht da. Da kroche bei uns schon so ein ungutes Gefühl hoch, wir sind dann über die ganzen Hof gelaufen, haben gerufen und alles auf gemacht und überall darunter geschaut, alle Lieblingsplätze abgesucht. NICHTS er war vom Erdboden verschwunden. Wir haben hier eine Dorfgruppe bei Whatsapp, und ich bat darum, dass alle ein Auge drauf haben ob sie ihn irgendwo sehen. Keiner hatte ihn gesehen. Der Montag verstrich und kein Peet weit und breit, auch beim Abendessen fehlte er. Er bekommt ja aktuell nur jeden zweiten Tag Cosrtion, also wäre er am Montagabend "fällig" gewesen.

Dienstag morgen war er immer noch nicht da, wir spielten schon mit dem Gedanken dass er den Tod mit sich alleine ausmachen wollte. Mein Mann konnte nicht Essen und war so fertig mit den Nerven. Er hatte Angst um seinen Peet. Wieder haben wir grufen alles abgesucht sind durchs Dorf gelaufen, haben mit Nachbarn gesprochen. Nichts. Der Dienstag verstrich kein Peet.

Mittwoch morgen fehlte er ebenfalls beim Frühstück. Gegen 10 Uhr kam ein Handwerker zu uns, die Tür stand also auf. Ich stand mit dem Handwerker in der Küche und unterhielt mich, als ich etwas "Darth Vader" mäßiges aus dem Flur hörte ich guckte raus und wer saß da völlig fertig liegend auf dem Teppich Peet, der vor sich hinröchelte, ich bin fast zusammengeklappt, hab ihn hochgehoben und sofrt ins Wohnzimmer zu meinem Mann gebracht. Peet war sehr erschöpft und bekam sofort Coriston um seine Luftnot zu lindern. Er konnte kaum noch stehen. Essen wollte er nicht. Trinken auch nicht und seine Lieblings Vitaminpaste nahm er, wenigsten was.

Mein Mann und sich schauten uns an und wussten beide wenn das durch das Cortison in der nächsten Stunde nicht besser wird, rufen wir die Tierärtzin zu uns. Das Cortison tat was es sollte. Peets Atemgeräusche wurden weniger und er hat ein bisschen gegesen. Dann wollte er raus zum trinken, an den Teich, er will IMMER am Teich trinken, selbst Teichwasser aus der Schüssel schmeckt ihm nicht. Er wankte zum Teich und trank lange und viel, dabei viel er fast noch ins Wasser. Wir legen ihn danach aus seinen Lieblingsessel und er fing an sich zu putzen, den restlichen Tag schlief er, aber ohne Atemgeräsuche. Wir fassten abends den Entschluss, dass wenn es heute nicht besser ist, wir einen Schlusstrich ziehen. Heute morgen machte er allerdings einen ganz munteren Eindruck, hat gefressen und steht wieder fester auf seinen Beinen. Er war vorhin mit mir am Briefkasten und ging gemächlich seine Runde. Ich finde es ist noch gemächlicher als davor. Er wirkt aber auf uns wieder "stabil" nun sind wir noch mehr am boebachten und sobald er aussteht und sich bewegt, kommt diese Gefühl wieder hoch. Schlimm.

Aber er ist hier und wir haben die Chance ihn noch ein bisschen zu begleiten.
Das müssen schlimme Tage für euch gewesen sein, als Peet nicht nach Hause kam und ihr befürchten musstet, dass er verstorben ist.

Ihm wurde noch einmal Zeit geschenkt, die er hoffentlich noch genießen kann. Ihr müsst leider mit dem Gedanken leben, dass es bald so weit sein kann, dass ihr Abschied nehmen müsst. Ihr habt wohl ein gutes Gespür dafür, wie es Peet geht und ob der Zeitpunkt schon gekommen ist. Nutzt die geschenkte Zeit zum Verwöhnen, wenn es dann doch so weit ist, wird er hoffentlich schnell und ohne Probleme einschlafen dürfen. 🍀
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #35
Hallo liebes Forum,

es ist lange her, dass es hier ein Update gab. Nun die Wochen waren nicht einfach. Und eines vorab, Peet ist nicht mehr unter uns. Wir haben ihn schlussendlich erlösen lassen. Es ging ihm noch ein paar Tage nach meinem letzten Eintrag, also nach seinem Verschwinden wirklich gut, beängstigend gut. So gut, dass ich an ein letztes Aufbäumen gedacht habe und so war es schlussendlich auch.

Die Situation verschlimmerte sich nach diesen wirklich fitten Tagen so massiv, dass kein Cortison mehr half. Sein Auge fing an sehr stark zu eitern, wirklich innerhalb von Stunden von normal bis, er bekam es nicht mehr auf. Aus seiner Nase quoll auch innerhalb ganz kurzer Zeit starker Eiter, in Blubberblasen. Er fras nicht mehr und stand nicht mehr auf, hat den Kopf nicht mal mehr gehoben, da wussten wir, es ist so weit, wir haben unsere Ärtzin gerufen und wenige Zeit später wurde er bei uns im Garten, auf seinem Lieblingsplatz, erlöst. Es gab keine Gegenwähr mehr von ihm, selbst auf die erste Spritze hat er nicht mehr reagiert. Es war sehr schnell vorbei, schneller als bei allen anderen vor ihm, aber irgendwie friedlich, wenn man das so sagen kann.

Ich brauchte etwas Zeit um dieses Thema hier abzuschießen deswegen liegen einige Wochen dazwsichen. Es waren viele Tage danach mit "Hätten wir das" "Hätte wir jenes" tun sollen/können/müssen.

Mittlerweile bin ich "fein" damit, ich sehe die Erlösung für Peet. Mein Mann tut sich da sehr viel schwerer, er vermisst ihn wahnsinnig und wollte bis zum Schluss seine Krankheit oft nicht wahrhaben. Für mich überwiegt die Erleichterung, dass es dann doch sehr schnell ging, dass er nicht erstickt ist, oder alleine irgendwo unterwegs sterben musste.

Damit schließt sich hier ein langes, hartes, trauriges und anstrengendes Kaptiel. Peet hat uns gefordert wie keiner vor ihm, er hat mir meine Grenzen gezeigt, vorallem emotional. Ich weiß nicht ob ich das nochmal ertragen könnte, so rückblickend. Ich bin müde. Die letzten Monate haben mich sehr erschöpft und ausgelaugt.

Wir werden auch keine Notfellchen mehr aufnehmen, ich brauche die Zeit um meine Kraft wieder zu sammeln. Ich hoffe das der Tod nun erstmal hier nicht mehr so schnell wieder kommt. Da wir ja auch noch eine Oma-Katze hier haben.

Liebe Grüße
Lia
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #36
Run free Peet 🕯
Euch drück ich mal 😘
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #37
Peet mach es gut...
Obwohl man es ja geahnt hat ist die Endgültigkeit dann doch immer sehr schlimm.
Ihr habt unendlich viel für Peet getan und ich kann mir vorstellen dass es sehr viel Kraft gekostet hat.

Ich würde mich freuen hier auch weiterhin von euch zu lesen. Schließlich gibt es ja auch noch eine Oma Katzen mit der ich euch noch eine lange, unbeschwerte, gemeinsame Zeit wünsche.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #38
Leider hatte ich nach deinem vorherigen Bericht schon befürchtet, dass es nicht mehr lange gut gehen würde mit Peet. Es tut mir sehr leid, dass ihr dann doch bald die schwere Entscheidung treffen musstet, ihn erlösen zu lassen.

Für mich überwiegt die Erleichterung, dass es dann doch sehr schnell ging, dass er nicht erstickt ist, oder alleine irgendwo unterwegs sterben musste.

Das ist wirklich wahr, er war bei euch, musste nicht allein draußen seinen letzten Kampf durchstehen. Es war eine schwierige Zeit, nicht nur die letzten Tage, aber ihr habt es trotzdem alles gut geschafft und habt immer mit viel Liebe und Verantwortungsgefühl die Entscheidungen getroffen, die für Peet am besten waren. Danke dafür, dass ihr immer für ihn da gewesen seid.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #39
Komm gut an, kleiner Peet 💫 ,
du bist sehr geliebt worden.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #40
Vielen Dank für die lieben Antworten, von allen von Euch.

Ja die Endgültigkeit ist schlimm, der Moment, wo du die Tierärztin anrufst und weißt, jetzt gibt es kein zurück mehr und dann das warten, wo einem selbst ein kurzes Zeitraum wie eine Ewigkeit vor kommt. Wir haben ihn so sehr überwacht und aufgepasst, hatten Angst er würde sich noch auf den letzten Metern verdrücken.

Aber es ist gut. Aktuell ist die gesundheitliche Lage hier völlig in Ordnung Lolle (Oma) geht es im Sommer immer Bombe, der Winter ist für sie immer hart. Vielleicht eröffne ich ein neues Thema zu Lolle die Sommerkatze :)
 
Thema:

Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten

Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten - Ähnliche Themen

Ein altes Kapitel endet, ein Neues beginnt: Hallöchen. Leider waren die letzten Wochen nicht wie gedacht. Eine unserer Katzen wurde Anfang Oktober mit 1 1/2 Jahren von einem Autofahrer aus...
Tiefe Trauer und Schuldgefühle: Hallo zusammen. Wir mussten vorgestern unseren geliebten "FettiSchatz" 😽 gehen lassen. Er wäre am 28.02. 14 Jahre geworden. Wir haben ihn seit...
Moby: Nach sehr vielen Jahren melde ich mich wieder. Und wieder, um von einem schweren Verlust zu berichten. Gestern nachmittag habe ich meinen...
Mila meine Kleine, du wurdest kein Jahr alt: Meine kleine Mila musste gestern, viel zu früh gehen. Ich mache mir Vorwürfe, habe ich etwas übersehen, habe ich zu spät reagiert? Ich kenne das...
Von Gastritis zu plötzlich Abschied nehmen :(: Hallo zusammen, ich möchte meine Erfahrung teilen, weil ich gerade sehr damit kämpfe und vielleicht von euren Erfahrungen lernen kann. Seit Mai...
Oben Unten