Guten Morgen,
wie ich in meinen früheren Beiträge schon geschrieben hatte, wollte ich für meine 6jährige Siamkatze 'Luna' eine neue Gefährtin holen, da Luna seit Oktober letzten Jahres alleine lebt nachdem ihr Kumpel verstorben war. Im November litt sie an breiigem Stuhlgang worauf ich beim Tierarzt Kotproben von drei Tagen abgab. Giardien oder sonstige Parasiten war negativ, dafür schied sie eine große Menge an Coronaviren aus.
Nun wollte ich vom Tierschutz endlich eine Zweitkatze holen, doch dort wollte man von Luna nochmals eine Kotprobe untersuchen lassen. Ergebnis: neben Coroanviren wurden auch Giardien im Stuhl gefunden.
Das hat mich echt umgehauen. Zunächst ist es sehr schwierig Luna überhaupt Medikamente zu geben. Ich bekam damals ein Antibiotikum mit und das nahm sie nicht, weder in Thunfisch versteckt, noch in Felicum Trojaner noch zermosert in einer Spritze mit Wasser. Am Ende hatte ich eine aufgeschlitzte Wange und meine Nachbarin die helfen wollte blutige Hände. Luna ist auch extrem ängstlich und versteckt sich an den unmöglichsten Plätze wenn Besuch kommt. Somit wäre es auch jedesmal eine regelrechte Jagd nach ihr, falls meine Tierärztin sich bereit erklären würde ein Hausbesuch zu machen um ihr Medikamente zu verabreichen.
Ich habe Mal irgendwo gelesen , das es wohl einigen Besitzern gelungen wäre, die Parasiten wohl auch ohne Medizin auszurotten durch regelmäßige, gründliche Hygiene. Aber wie gründlich muss das sein? Im Wohn- und Schlafzimmer ist fester Teppich verlegt. Dazu drei große Kratzbäume, eine Kratztonne und acht Katzenhöhlen sowie ihre geliebten Kuscheldecken. Das alles müsste täglich desinfiziert und geschrubbt werden. Die Waschmaschine müsste täglich auf 95 Grad laufen usw. Das alles macht mich jetzt schon fast verrückt nur bei dem Gedanken daran.
Was aber noch schlimmer ist. Die Tierärztin meinte, das der Kampf gegen Giardien manchmal auch Monate dauern kann oder unter Umständen hat Uns bereits eine chronische Erkrankung.
Luna ist nun bereits seit neun Monate alleine. Sie leidet zwar nicht unter dem Verlust ihres dominanten Kumpels und macht auch keine Anzeichen das ihr ein Gefährte fehlt, aber ich hatte schon immer zwei Katzen und bin kein Freund von Einzelhaltung. Wenn es nun wirklich Monate dauert um die Giardien loszuwerden, wäre Luna mehr als ein Jahr schon alleine. Sie dann noch zu vergesellschaften dürfte schwierig bis unmöglich werden.
Vom Tierschutz bekomme ich jedenfalls keine Katze so lange Luna Giardien hat und selbst dann nur eine, die ebenfalls Corona positiv ist und ebenfalls Coroanviren über den Stuhl ausscheidet. Ich bin mit meinen Nerven am Ende und sehe schon das Luna den Rest ihres Lebens, was locker noch zehn Jahre oder länger sein kann, alleine leben muss.