Rassekatze oder Hauskatze

Diskutiere Rassekatze oder Hauskatze im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Wenn es dir darauf ankommt, eine gut sozialisierte Katze zu bekommen, die viel kennt, kannst du auch bei Hauskatzen Glück haben. Dennoch sind...
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #21
Wenn es dir darauf ankommt, eine gut sozialisierte Katze zu bekommen, die viel kennt, kannst du auch bei Hauskatzen Glück haben.

Dennoch sind auch solche Kitten eben kleine Kinder, die erzogen werden müssen ;). Die Mama bringt ihnen in den ersten 12 Wochen viel bei, aber genau wie Klinkinder haben auch Kitten eine Menge Phantasie und dumme Ideen im Kopf, die alle ausprobiert werden müssen ;). An dir liegt es, das dann in die Bahnen zu lenken, in denen du es gerne hättest.

Wichtig ist, das die Kitten wirklich 12 Wochen lang zusammen bei der Mutter waren, die Sozialisation kann später niemand mehr nachholen.
Leider geben sehr viele Privatvermehrer, ob nun Hauskatze oder eine Rasse, die Tiere viel zu früh ab, "weil sie ja schon laufen und fressen können", und wenn sie ehrlich sind- WEIL sie fressen und aufs Klo gehen und dadurch Geld kosten.

Lass dir keine Kitten unter 12 Wochen andrehen, Extremfälle sieht man immer wieder in der Zeitung, wo Kitten mit 6-8 Wochen oder gar noch früher abgegeben werden- Die armen Tiere.
Aber auch ein 12- Wochen altes kitten bei der Mutter ist nicht wie das andere. Die Sozialisation schliesst nicht nur das Verweilen bei der mutter mit ein. Je mehr das kitten hier kennenlernt, desto besser und gelassener wird es auf neues oder unangenehmes reagieren.
Ein Kitten, das Besuch, andere Katzen, Kater, Hunde, Kleinkinder, den Staubsauger, Autofahrten, Tierarzt- Besuche etc. kennt, wird bei all dem später vermutlich ruhig bleiben. Auch wenn es in andere unbekannte Situationen kommt, kann es von seinem Erfahrungsschatz zehren, und da kommt es wirklich auf die ersten wochen an.

Bei einem Kitten, das 12 Wochen lang mit der mutter und den Geschwistern und der Halterin allein in einer kleinen Wohnung war, kennt sozusagen "nichts". Sicher, Mama hat ihm alles beigebracht was sie konnte, aber auf unbekannte Situationen wird es später möglicherweise sehr unsicher reagieren.
Unsere Akasha kam aus genau so einem Umfeld.
Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Kater gesehen und erschrak deshalb wohl so fürchterlich vor Odin. Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Kratzbaum gesehen oder hatte etwas gehabt, auf dem sie hätte herumklettern oder -springen können.
Sie hatte richtig Angst vor dem Kratzbaum und musste erst ganz langsam lernen, wie sie sich in der höhe bewegen und springen musste, was eigentlich schon Wochen vorher mit Mama hätte passiert sein können/sollen. Ging da aber eben nicht, weil da nichts war.
In unserer Wohnung konnte sie plötzlich grosse Strecken durch die Gegend rennen, was sie so aus ihrem alten zuhaus ewohl auch nicht kannte, war eben eine sehr kleine Wohnung. Die ersten Tage ist sie ständig irgendwo gegen gerannt, weil sie nicht bremsen konnte ^^- aber sie hat es schnell gelernt und nachgeholt.

Züchter achten eben auch besonders darauf, das ein Kitten vom ersten Lebenstag an alles "mitnimmt" was geht, und das fängt schon beim täglichen Wiegen und damit dem ganz selbstverständlichen Kontakt mit der menschlichen Hand an.

Ich habe einen Kater aus dem Tierheim, hatte eine Hauskatze von Privat, und habe 2 Rassekater mit Papieren vom seriösen und guten Züchter.

Und ich kann dir sagen- Es gibt himmelweite Unterschiede.

Natürlich zum Kater aus dem Tierheim, der eine wirklich schlechte Vorgeschichte hatte. Aber es ist toll zu sehen, wie er immer weiter aus sich herauskommt, auch nach 2 Jahren noch. Er ist ein tolles Tier mit ganz eigener Persönlichkeit, dennoch wird man ihm seine Vergangenheit immer anmerken- sein ganzes Leben lang.

Aber auch im Tierheim gibt es ganz normale Tiere die bis auf den Schock der Abgabe und des Alleinlassens niemals schlimmes erleben mussten. Solche Tiere sind natürlich offener und und wahrscheinlich völlig unproblematisch.

Aber auch zur Hauskatze, die auf meinen ausdrücklichen Wunsch bis zur 12. Woche bei der Mutter blieb, besteht ein mehr als himmelweiter Unterschied.
Akasha lebt heute nicht mehr bei uns, sie hatte von Anfang an grosse angst vor Odin, unserem weissen Kater. Am Ende hat er sie immer wieder verprügelt, sie hat sich nie gewehrt- Sie hat ein gutes neues Zuhause.

Frajo und Ares vom Züchter merkte und merkt man so eindeutig an, das sie niemals etwas schlechtes erlebt haben. Sie sind selbstsicher, freundlich und niemals wirklich nachtragend (obwohl sie natürlich beleidigt sein können ;) ).
Eine wirklich gut sozialisierte Katze kann kaum etwas erschüttern.
Ares hatte eine schwere Bauch- OP und danach extreme Probleme mit der Wundheilung, zusätzlich hat er schweres Asthma und dadurch sehr viele lange Tierarzt- Besuche hinter sich.

Und dennoch- wenn wir beim Tierarzt sind, schnurrt er so laut, das man ihn nicht abhören kann, kuschelt mit dem Tierarzt und will gar nicht wieder weg.
Sein Vertrauen in den Menschen hat niemals etwas erschüttern können.

Und ich denke in der Quintessenz ist es genau DAS, was eine gut und seriös gezüchtete Rassekatze mit Papieren von einer Hauskatze unterscheidet.

Natürlich könnte auch die Hauskatze genauso sein, und genauso sorgfältig aufgezogen werden und ich bin mir sicher, ab und an passiert das auch.
Leider ist es aber eine seltenere Ausnahme und man muss wohl eine ganze Weile suchen, bis man solch einen Hauskatzenwurf findet.

Nicht das jetzt jemand meint, mir seinen die Rassekater mehr wert. Auf keinen Fall, wer mir am allerwichtigsten ist ist Odin, der Tierheim- Kater, denn wir haben schon so viel gemeinsam durchgestanden.
Auf ihre Art sind sie alle total liebe und sehr verschmuste und zugängliche Tiere, aber ihre Herkunft merkt man ihnen an- jedem von ihnen, sofort.
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #22
Hallo,

ich habe mit Interesse die Diskussion hier gelesen.
Ich suche zur Zeit auch nach einem Kumpel für meinen Kater. (ich habe tatsächlich geschafft meinen Mann dazu überreden und er hat sein ok gegeben :twisted: )
Mein Kater ist eine gute "Mischung der Gartengemeinde" :) und ist sehr wohl erzogen. Ich möchte, dass der zweite auch so einen guten Charakter hat und schaue hier in der Umgebung nach privaten Anzeigen und auch in Tierheimen. Ich habe gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, eine junge Katze (EKH) zu finden, die keine traurige vorgeschichte hätte. ... aber ich suche noch nich lange.

liebe Grüße

Liutkus mama :wink:
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #23
vielen vielen lieben dank für die langen und ausführlichen antworten!!!
ich werde in der nächsten woche noch einmal alle tierheime in der umgebung abklappern und mich dann entscheiden!!!

lg tine
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #24
Ich möchte mich eigentlich an "Teufeline" richten, die den besagten "Oooops" Wurf kennt.
In ca. 1/2 Jahr kann ich von einer Bekannten eine ca. 2 Jahre alte Maine Coon übernehmen.
Ich suche noch eine 2. Katze. Die Rasse ist mir egal. Natürlich müssen die beiden von ihrem Charakter und den Vorlieben her zusammen passen.
Wo lebt die Züchterin? Würdest Du mir mal Bilder schicken können.
Für ein genaues Gespräch: Hier meine Mail adresse: [email protected]
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #25
@Ulrike:

Diese Kitten sind mittlerweile aber schon fast 6 Jahre alt und vermutlich auch nicht mehr bei der besagten Züchterin ;-)

Schau mal aufs Datum der Posts...
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #26
Ich möchte mich eigentlich an "Teufeline" richten, die den besagten "Oooops" Wurf kennt.

Ulrike, auch Teufeline war lange nicht mehr hier. Aber da sie in ihrer Zucht auch mit Hauskatzen züchten darf (die German Rex ist eine sehr seltene Rasse) hat sie auch Würfe die sehr hübsch sind, aber eben wie Hauskatzen aussehen.
Schau doch mal auf ihre HP kontakten kannst Du sie dort
 
  • Rassekatze oder Hauskatze Beitrag #27
OK *blut,blutrot werd* ich habe mich heute erst angemeldet.
Vor lauter Euphorie habe ich mich also prompt in´s Ölfässchen gesetzt!
Entschuldigen Sie bitte!
 
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