Hallo liebe Katzeneltern!
Ich bin zum ersten Mal hier, da ich einfach dringend Rat brauche und überhaupt keine Ahnung von Katzen habe!
Vorab schon mal Entschuldigung für den langen Text!
Anfang Dezember letzten Jahres hab ich den 14 jährigen Kater "Mietz Mietz" meiner Nachbarin (ältere Dame) zur Pflege genommen als sie nach nem Sturz plötzlich ins Krankenhaus musste.
Die Eingewöhnung bei uns ist ihm sehr schwer gefallen und mehr als ein paar Sekunden, bevor er für den kompletten nächsten Monat unterm Bett verschwunden war, hab ich ihn anfangs nicht gesehen. Futter und Wasser wurden z.b. komplett verweigert wenns nicht direkt unters Bett geschoben wurde...
Gedacht war anfangs das ich ihn nur nur so 2- 3 Monate haben werde, doch heute morgen erhielt ich von ihrem Betreuer den Anruf das sie nicht mehr alleine leben kann und ins Heim muss, ich soll selbst entscheiden ob ich Mietz Mietz behalte oder ins Tierheim abgebe.
Mietz Mietz ist seit knapp 6 Jahren auf eine reine Trockenfutter Diät wegen seiner
Struvitsteine. Er ist auch wohl sehr empfindlich was das angeht, bekommt sofort wieder Probleme wenn er was anderes frisst und kann deswegen seit 6 Jahren nicht mehr raus und ist reine Hauskatze. Tatsächlich hatte er auch bei mir, nachdem er in der Anfangszeit es ein paar mal schaffte was vom Tisch oder den Hunden zu mopsen eine Blasenentzündung mit bereits kleinen Steinchen drin. (Nicht optimal als Sitter ihn was mopsen zu lassen, wenn er eigentlich nichts darf, aber im Vergleich zu meinen großen Hunden die nicht auf Tische springen, ist er ein kleines Würmchen und leicht zu übersehen wenn er sich ausm nichts anschleicht).Ich selbst bin absolut null Fan von Trockenfutter, bekommen auch meine Hunde nicht. Mit der Zeit konnte ich immerhin einen Handel mit ihm eingehen und das
Trockenfutter zumindest halbwegs einweichen lassen, mit nem mini kleinen Klecks an extra Wasser drin.... ist der Klecks zu groß oder zu lange eingeweicht, frisst er es nicht mehr

. Mehr habe ich bislang nicht an seinem Futter gefummelt, da er ja nicht meiner war, trinken tut er ansonsten aber auch gut. Er bekommt das Hill's prescription diet Urinary care, falls das von Bedeutung ist.
Als er mitte Januar endlich anfing unterm Bett her zukommen und ich mehr von ihm sehen konnte, war ich überrascht wie dünn er war. Näpfe hat er immer leer gefressen, da konnte ich mir seine Figur nicht erklären. Also ab zum Tierarzt, großen rund um check gemacht und raus kam Schilddrüsenüberfunktion. Einstellung auf die richtige Dosierung lief etwas holprig, mal wars zu hoch dosiert, dann wieder zu niedrig, sodass er immer wieder ein paar gramm zu- und dann doch wieder abnahm. Letzte Kontrolle hatte er am Dienstag, haben endlich die passende Dosierung erreicht

Da er aber, Jahreszeiten/ Wetter bedingt die letzten paar Wochen etwas weniger Appetit hat und sich mittlerweile auch bestens eingewöhnt hat, sich viel bewegt und fast den ganzen Tag nur mit den Hunden spielt, liegt er mit gerade 4,06kg gute 1,4kg unter seinem normal Gewicht. (Normalgewicht konnte ich beim seinem ursprünglichen Tierarzt nachfragen, gewogen wurde da immer im August wenn er zum Impfen kam).
Da muss also wieder ein bisschen was rauf auf die Rippen, vorallem da es erst anfängt warm zu werden und ich Angst hab, das er in einer längeren Hitzeperiode noch mehr abnimmt und dann seine anderen Organe anfangen zu leiden.
Die Frage ist jetzt nur, wie stelle ich das am besten an? Auch so das es sich nicht negativ auf sein
Struvit Problem ausübt...
Hab mich bereits in die Materie von Füttern bei
Struvit eingelesen und hab das Prinzip von Magnesium- Phosphor Gehalt und absolut keine pflanzlichen Bestandteil verstanden. Und natürlich klar ein hohen Fleisch anteil, kein Getreide etc. sind ja Fleischfresser und keine Karnickel.... Aber so ganz schlau werd ich dann doch nicht wirklich, da die Texte und Foren immer anderes sagen. "Normales Katzenfutter geht auch, aber dafür dann morgens und abends je nach ph-Wert im Urin 1-2 drops zum Urin ansäuern" "Nein, muss Diät Futter bleiben, aber dann lieber nass" "Am besten Pute oder Huhn, kein Rind", " Nein Pute/ Huhn ist zu hoch an Phosphor, Ente zu hoch an Magnesium, am besten Rind geben!" "Nein, nein am besten nur Wild, Hase oder Rind"...
Das gleiche mit Füttern bei Schilddrüsenüberfunktion, da muss man auf den Jodgehalt im Futter achten und da wird gestritten ob nun Huhn/ Pute oder doch eher Rind mehr Jodgehalt hat.... Freund Google ist da auch keine große Hilfe, je nachdem auf welche Seite man geht, um Nährwertgehalte an zu sehen, wird mir anderes angezeigt

Vorrangig geht es mir jetzt erstmal darum ihn etwas auf zu päppeln und Gewicht drauf zu kriegen, möchte ihn aber auch auf kurz oder lang auf anderes Futter umstellen. Ideal wäre es wenn jemand hier evtl Tipps und Ratschläge hat wie ich ihn aufpäppeln kann und darauf auch seine Futter Umstellung aufbauen kann.
Bin auch bereit was für Mietz zu kochen um den Appetit an zu regen, aber meine einzige Erfahrung für Tiere zu kochen liegt bei 2-3 Tage Schonkost (Hühnchen mit Reis) wenn die Hunde es mal mit dem Magen haben. Hab schon öfters gelesen mal ne Katzensuppe zu kochen und zu versuchen... alles schön und gut aber wie? Was darf rein, was nicht?
Weiß auch über dieses Aufpäppel Tonicum von Reoactiv (war glaub ich der Name) schon bescheid, aber da ist in den Berichten immer von Katzen die Rede die auf 2kg oder weniger gemagert sind, wäre das da nicht etwas zu extrem wenn ich ihn das geben würde?
Ich merke selber das ich mich selbst völlig verrückt mache und das eine oder andere evtl einfach überdenke und deswegen den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sehe, da Mietz auch die erste Katze ist mit der ich überhaupt in meinem Leben zu tun hab, aber im Moment fühle ich mich einfach Ratlos und bin für jede Hilfe dankbar!
Für jeden der bis hier her durchgehalten und durchgelesen hat vielen Dank und 1000 Küsse!
Für die, denen es noch nicht klar geworden ist: Mietz Mietz bleibt bei uns!!
Er ist ein ganzer Teil unserer Bande geworden und wir wollen ihn nicht mehr missen!
Vielen Dank!!!