Hallo ihr Lieben,
Diesen Beitrag erstelle ich post mortem für meinen geliebten Salem alias Bebi, nur 16 J, den ich kürzlich gehen lassen musste und nun keinen Frieden finde.
Er war mein Soulmate und der einzige, den ich bedingungslos liebte. Bestimmt verstehen das hier viele.
Daher möchte ich mein/ unser Problem einmal schildern, um eventuelle Erfahrungsberichte oder gar Kenntnisse von euch zu lesen.
Kurz vorab:
Im Februar 2023 wurde im Rahmen einer größeren Zahnbehandlung auf meinen Wunsch hin seine Narkosetauglichkeit untersucht.
Großes Blutbild: keine kritischen Werte
Röntgen Lunge: minimale Flüssigkeitsansammlung; OP-virbereitend Tabletten verabreicht
Ultraschall Herz: Befund in Ordnung
Zusammenfassung: nach der Zahn-OP und basierend auf den Voruntersuchungen war er gesund. Gewichtsabnahme innerhalb des vergangenen Jahres etwa um 500g durch Zahnprobleme, seit OP stabil, aber nicht wieder zugenommen.
August 2023:
*alles was erbrechen im Folgenden meint war jedes mal klare Flüssigkeit und etwas Schaum*
- Samstag erbrechen und wenig gefressen (Anmerkung: erbrochen hat er schon seit vielen Jahren ungefähr im 2-Wochen-Rhythmus, mal häufiger mal seltener, meist nachdem er Katzengras gefressen hat oder nachts. Zugang zu Futter hatte er 24/7.)
- Sonntag erbrechen und wenig gefressen
- Montag wenig gefressen nachdem ich es mit anderem Futter probiert habe und dachte, sein Unwohlsein könnte von der extremen Wärme herrühren, da er diese Phase jeden Sommer hatte (quasi appetitlos durch Hitze)
- Dienstag wenig gefressen
- Mittwoch gar nichts gefressen (nur am Futter gerochen) und erbrochen
- Donnerstag mit Mühe sein Lieblingsleckerlie in ihn reinbekommen, aber 3 mal erbrochen; mein Bauchgefühl sagte ab zum Tierarzt und mein Freund meinte das wird schon wieder - hier liegt mein größter Fehler. Ab hier kaum bis kein Stuhlgang mehr
- Freitag gar nichts gefressen, erbrochen mit Gallenflüssigkeit und auf zur Tierärztin, die ihm Mittel gegen Übelkeit Nux Vomica spritzte sowie Spezialfutter mitgab
- Samstag wieder zur Tierärztin da keine Veränderung, stationär da behalten und an den Tropf, Verabreichung etlicher Medikamente
- Sonntag der Anruf von ihr dass sich Zustand bloß weiter verschlechtert und wir ihn verlieren, da geschwächt weil seit Tagen kein Futter und er Nahrungsaufnahme weiterhin verweigert, obwohl er auch eine appetitanregende Salbe bekam. Blutbild ergab keine Auffälligkeiten, Lipase-Wert sprach gegen Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Magenentzündung, dennoch für fPLI an Labor geschickt, Ergebnis frühestens Dienstag. Auf Röntgenbild war alleinig eine Verdickung vor Magenwand zu sehen. Sie vermutete einen Tumor, konnte von außen nichts ertasten. Magen auf Röntgenbild stark vergrößert. Per Kontrastmittel konnte Darmverschluss bereits am Samstag ausgeschlossen werden.
- Montag durfte ich endlich wieder zu ihm, dramatisch schlechter Zustand, schwach, Nahrungsverweigerung; innerhalb dieser einen Woche extremer Gewichtsverlust. Die Ärztin, sehr einfühlsam und liebevoll zu den Tieren, sagte mir auf meine Frage hin, wir sollten ihn erlösen. Eine OP, um diese Verdickung vorm Magen zu identifizieren, würde er kaum überstehen. Ihrer Erfahrung nach wäre das ziemlich sicher ein Tumor. Ich verbrachte die letzte Zeit mit ihm, sein Mauzen war ein Weinen, dann musste ich ihn loslassen.
Jetzt, nachdem mir mein Herz rausgerissen wurde, verbleibe ich mit dem Schuldgefühl, ihn durch mein Versagen umgebracht zu haben. Wäre ich meinem Bauchgefühl gefolgt und hätte mich nicht überreden lassen noch abzuwarten - wir hätten bestimmt 2 wertvolle Tage gewonnen. Vielleicht wäre er dann stark genug für eine OP gewesen, vielleicht wäre dort etwas Gutartiges gefunden worden und er wieder fit.
Vielleicht war es Bösartig und besser so, wie es war, anstatt langer Qualen.
Vielleicht war es kein Tumor und die Ursache ganz woanders.
Daher meine Fragen an euch:
- Könnte ein Tumor vor dem Magen ihn innerhalb einer Woche töten, obwohl von außen nichts tastbar war?
- Hat jemand vielleicht ein Röntgenbild, wie so ein Tumor darauf aussieht? Ich würde so gerne etwas Vergleichbares sehen, im mir ein eigenes Bild zu machen.
- Hätte man den Tumor dann nicht irgendwie bereits beim Lungenröntgen oder Herzultraschall sehen müssen?
- Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
- Könnte die Verabreichung von Emeprid am Sa und So irgendetwas verschlechtert haben? Ich würde der Tierärztin niemals zutrauen, dass sie ihm das 2x verabreicht, hätte er Nebenwirkungen gehabt, allerdings las ich hier im Forum schon so schreckliche Berichte ...
Danke, danke, danke euch fürs Lesen. Das musste einmal alles raus.
Ich freue mich sehr auf Anrworten.
Ganz liebe Grüße