Mein Mann hat sie von einer Familie, die Nala nicht mit in die neue Wohnung nehmen durfte. Er hat sich in die Süsse auf einem Kleinanzeigen-Foto verliebt... Naja, wenn man nicht alles selber regelt. Jedenfalls war sie eine Wohnungskatze seit ihrer Jugend also geeignet für uns. Außerden angeblich mit zwölf Wochen erst von der Mutter getrennt worden. Das war aber schon alles... Denn sie ist eigentlich zu jung (knapp 2) für unsere zwei Oldies. Carlo ist 13 und Dorli 11.
Und sie war vorher alleine und noch nicht kastriert. Wir haben es trotzdem gewagt. Die Zusammenführung war schon herausfordernd. Viel Gekreische anfangs, weil sie eben keine guten Umgangsformen hatte im sozialen Umgang mit Katzen. Sie wollte die beiden anderen jagen, sass immer im Weg, wenn sie höflich die Rentner hätte vorbeilassen sollen, turnte wild auf den Kratzbäumen herum und so weiter. Besonders Dorli nahm sich der Sache an und spielte die gestrenge Gouvernante, die das verzogene Ding erziehen wollte. Und es hat funktioniert! Sie liegen jetzt Nase an Nase auf dem Balkon und sogar Carlo, der eher seine Ruhe liebt, begnügt sich mit einem leisen Fauchen, wenn ihm die freche Nala zu nahe kommt. Sie ist angekommen, geht auch schon mit in den Garten, wie ihr seht - auch wenn das Geschirr anziehen nur mit mindestens zwei kratzfesten Freiwilligen funktioniert, weil sie dabei strampelt wie blöd - aber trotzdem unbedingt zu den anderen in den Garten will.