[rübergeschoben, hatte es im falschen Forum, sorry ♥]
Einen wunderschönen Sonntag ihr Lieben!
Ich bin neu hier im Forum, in dem Sinne also erstmal Hallo an alle.

Ich komme mit folgender "Problemstellung", wo ich super dankbar über eure Erfahrungswerte und euer Schwarmwissen wäre.
Ich habe eine Fusselbirne mit Namen
Viola. Sie ist 15 Jahre alt, top fit und immer noch sehr neugierig, spielt viel, mag Puzzle-Spiele und ausgiebige Schmuseeinheiten. Man merkt eig. nur an den doch sehr langen Schlafzeiten und den auch mal 'schlechten' Tagen wo sie mehr Ruhe möchte, dass sie älter wird. Viola hab ich bereits seit sie sehr, sehr jung war (war eine Notabgabe) und liebe meine kleine schwarze Fellnase wirklich von Herzen.
Jetzt hat es sich ergeben, dass ein neues Katerchen bei uns eingezogen ist. Hintergrund dafür war, dass ich immer zunehmend öfter auch am Wochenende arbeiten muss und mit meinem eigenen Anliegen an Sozialleben, öfter auch mal mehrere Stunden, oder 2 Tage hintereinander (ich komm an diesen Tagen dann immer 2x am Tag Heim für Futter, Streicheleinheiten und zu schauen ob alles okay ist.) nicht zugange bin. Über CatCam schau ich dann immer mal rein und hab beobachtet, dass sie sich für die Art wie ICH sie kenne, abnormal verhält. In der Zeit wo es beruflich wirklich wild wurde, hab ich auch gemerkt, dass Appetit, Spieldrang und alles andere deutlich zurückgegangen sind. Waren beim
Tierarzt der sagt sie ist kerngesund und für ihr Alter maximal in Schuss (yipii an der Stelle!). Nach Schilderung der Situation hat man mir angeraten, dass ich aufgrund ihrer noch "jungen" Verhaltensweise, mal überlegen sollte einen Mitbewohner anzuschaffen. Vor allem da es mit der Arbeit in absehbarer Zeit nicht besser wird, eher sogar mehr =;v;=
Die Auswahl war dann nach ausgiebiger Absprache so:
Kitten: Kann sie selbst noch mit erziehen, kommt im besten Falle ohne eigene traumatische Hintergründe. Bringt aber auch mehr Energie und "fehlendes Sozialverhalten" mit, aka Streitpotential.
Adult: Bringen eigenen Kopf mit, und könnte Viola dann auch "overpowern" um sein Territorium zu sichern. Viola ist eher schüchtern bis ängstlich was sowas angeht.
Senior: Wenig Potential für Veränderung, und viel Stress für beide + oft eingeschliffene Muster und eventuell Traumata.
Ich bin kein Katzenexperte, sag ich zumindest von mir selbst, da ich nur meine Viola
wirklich kenne. Die Argumentation oben erschien mir also schlüssig, gemessen an dem was ich von ihr weiß. Also hab ich die nächsten Wochen und Monate immer mal die Augen offen gehalten und nach einigem hin und her, hab ich jetzt den kleinen
Tao bei mir. Als ich ihn kennen gelernt habe, war er auch schüchtern, relativ ruhig, kein Trara gemacht, aber war aufgeschlossen und spielte gern.
NUN, kommen wir zum
Status Quo:
Er lebt nun seit 1ner Woche bei uns, die beiden sind räumlich durch ein Netz getrennt, jeder hat seinen Safespace. Visuell waren beide auch getrennt, das lichtet sich mittlerweile aber zunehmend, da Viola auch ruhiger und neugieriger wird.
Das Problem: Sie macht einen Schritt auf ihn zu, doch wenn er nicht in einer Box ist (wir hatten gestern einen Schnüffelmoment, er Box, sie draußen), dann freut er sich dermaßen, dass er zu ihr getapst kommt und dann am Netz sitzt und maut und sich dagegen drückt. Dabei kommt er wahrlich wie der Bulldozer im Porzellanladen daher, also mit vollem Tempo und Krawall. So richtig, "taktlos" x'D.
Das macht sie wieder ängstlicher, sie faucht und macht kehrt. Klein Tao legt sich dann auch gegen das Netzt, schnurrt sehr laut, macht sich ganz flach, rollt sich rum und Miaut. Er bekommt sich dann oft gar nicht mehr richtig ein.
Was sie nicht macht: Sie krallt nicht gegen das Netzt, sie grummelt nicht, sie pinkelt nirgends hin und sie ist auch sonst nicht so viel anders (zu mir). Frisst, schläft - auch wenn sie immer mal aufwacht wenn er Nachts spielt.
Was ich schon gemacht habe:
Feliwell Stecker und Halsbänder
Dinner Dates
Boxschnüffeln
Deckentausch für Geruchsaustausch
Spielzeiten wo der Andere dann schaut, und dann wird gewechselt
Viel Lob, schmackhafte Leckerlies und Streicheln bei gutem Verhalten.
Ich bin davon überzeugt, dass es damit steht und fällt wie ich mich verhalte, alleine schon weil Viola so stark auf mich geprägt ist. Mein Bauchgefühl wäre, dass sie sich dauerhaft sehen sollen, damit es für sie nicht mehr so ein "Oh, herrje, was ist denn das?!" Moment mehr ist (Visuell ist er für sie gruselig, sag ich euch wies ist. :'D) .
Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich es ihm erleichtern könnte, nicht mehr ganz so zu eskalieren, wenn er sie sieht? Mein Partner hat die Frage in den Raum gestellt, ob Viola ihm da vll die Grenze zeigen müsste. Ich verstehe auch, dass es dann bestimmte Dinge gibt, die nicht mehr in meiner Hand sind - aber einen Streit geschehen zu lassen-...naja, nichts läge mir ferner. Dabei weiß ich, dass es wichtig ist, beide nicht an den Punkt kommen zu lassen, wo sie wirklich kämpfen. Also Einschreiten bei Starren, Trennen bei aggressivem Vorpreschen, mit lautem Klirren oder Klatschen unterbrechen bevors losgeht, und Dergleichen.
Würde mich super dolle über all eure Gedanken freuen.
ps: Mir wurde Telizen S für Viola empfohlen, hat da jemand eventuell Erfahrungswerte mit?
LG, Fusselbirne.