Ich dachte mir, dass ich auch ein wenig über unsere Tierschutzarbeit berichten kann. Gerade in der letzten Woche haben wir viel gearbeitet, heute wurden wir belohnt mit einem erfolgreichen Fangauftrag.
Wir sind ein kleiner Verein im Herzen Deutschlands und kümmern uns um die vielen herrenlosen Katzen in und um Kassel.
Im Zuge dessen bekamen wir vor ungefähr vier Wochen den Auftrag, eine Lebendfalle auszuleihen zum Fallentraining. Elsa, eine verwilderte Katze von ca. 1,5-2 Jahren, sollte sich an die Falle wieder neu gewöhnen, da sie schon zwei-drei erfolglose Fangversuche miterleben mussten.
Daraus wurde ein Fangauftrag, den wir selber ausführten, da aus verschiedenen Gründen die Anwohnerin, die Elsa fütterte, das mit dem Training nicht hinbekam.
Von da an sind wir jeden Tag zweimal zur Futterstelle und haben die Katze gefüttert. Anfangs weit von der Falle weg.
Nach und nach kamen wir der Sache näher. Wir sind anfangs recht zaghaft vorgegangen. Das lag auch daran, dass wir auf keinen Fall Elsa verschrecken wollten und es unser erster eigener Fangauftrag war, wo man wahrscheinlich immer etwas vorsichtiger ist.
Irgendwann kam der Punkt, wo Elsa am Rand der Falle aß.
Noch etwas zögerlich, aber dann veränderten wir die Position der Falle und ab da lief es noch besser. Täglich kamen wir dem Ende der Falle näher und Elsa aß am Montagmorgen das erste Mal komplett in der Falle.
Da wir aber erst für heute einen Tierarzttermin bekamen, mussten wir Elsa noch gestern so füttern. Heute morgen war der große Tag. Wir waren gut vorbereitet und stellen die Falle zur Morgenfütterungszeit um
kurz vor 6 Uhr auf.
Zwei Minuten später war Elschen in der Falle!!
Man muss dazu sagen, dass alle Anwohner Elsa kennen und lieben. Und jeder sagte anfangs: "die kriegt ihr nie, die ist zu schlau!" Tja, falsch gedacht würde ich sagen! :mrgreen: Aber ich muss sagen, dass die Anwohner dann wirklich super mitgearbeitet haben. Große Klasse! Das hat man ja leider auch nicht immer.
Wir hatten nur blöderweise noch ein Problem. Elsa hatte dieses Jahr einen Wurf
mit einem einzelnen Baby. Dieses Baby hatte seinen Unterschlupf unter der Terrasse eines Nachbarn
Nachdem Elsa nun endlich gefangen war, brauchten wir unbedingt das Kleine. Eigentlich haben wir Aufnahmestopp, aber wir konnten das Baby nicht auf der Straße lassen. In ständigem Kontakt mit der Vereinsleitung entschieden wir also, das Kleine auf eine Pflegestelle zu geben. Dazu musste es aber gefangen werden, was nicht so einfach war, weil es eben auch ein bisschen scheu ist.
Da standen wir also heute morgen von 6 Uhr bis 12:30 in der Kälte und haben gewartet, dass das Baby in die Falle geht. Tat es aber nicht, sodass wir unverrichteter Dinge abgezogen sind.
Wir wollten einen erneuten Fangversuch starten heute Abend, in der Hoffnung, dass dann der Hunger größer als die Angst ist. So haben wir uns dann gegen 20:10 auf den Weg gemacht, um die Falle nochmal aufzustellen.
Dann kam der Anruf vom Anwohner, unter dessen Terrasse sich das Baby versteckte. Er hatte es gefangen!!! Beste Nachricht des Tages! Wir haben uns wirklich Sorgen gemacht.
Aber jetzt können wir beruhigt schlafen. Es steht jetzt bei uns im Bad und morgen früh gehts zum Tierarzt, und danach kommt es auf die neue Pflegestelle.
Wir sind sehr happy!!! Mit der Kastration von der Mama ist auch alles gut gegangen. Sie war nicht erneut tragend und die OP verlief gut. Getestet auf
FIV &
FelV wurde sie auch negativ *freu*
So geht ein erfolgreicher Tierschutztag für uns zu Ende!
