Zuckerrübentrockenschnitzel...
Unser Industriezucker wird aus Zuckerrüben hergestellt, wie du vielleicht weisst, diese werden ausgepresst, dabei fällt Melasse an, aus dieser wird unser Zucker gewonnen.
Der trockene Pressrest der Zuckerrübe, daraus werden Zuckerrübentrockenschnitzel hergestellt, sie bestehen aus Pflanzenfasern und Zuckerresten, sind also für den reinen Fleischfresser Katze wertlos- denn Zucker schadet Zähnen, Bauchspeicheldrüse und Megendarmtrakt, und die Zellulose des Pflanenrestes kann er nicht verwerten
=Wertlos.
Tja, woher weiss ich das andere Futter besser sind.
Ich beschäftige mich seit 2 Jahren intensiv mit den verschiedenen Futtersorten- und Marken, die auf dem Markt erhältnich sind, habe viele verglichen, mir dabei Wissen von anderen Interessierten und aus wissenschaftlichen Dissertationen sowie Vergleichsstudien verschiedener Art angeeignet.
Wichtig zu wissen ist eigentlich nur eines: Die Katze ist ein reiner Fleischfresser, ihr Beutetier ist die Maus. Diese besteht neben Fleisch natürlich auch aus Organen und Fell, und der pflanzliche Darminhalt macht ca. 10 % aus.
Um physiologisch optimal zu sein, sollte der pflanzliche Anteil eines Futters diesen Wertz also nicht übersteigen- das schafft kein Trockenfutter.
Im Gegenteil, je schlechter die Qualität, desto weniger tierische Bestandteile wird man finden.
Den pflanzlicher Abfall ist einfach VIEL billiger in der Beschaffung, er fällt en Masse in der Getreideproduktion an.
Tierarzt#s haben leider oft wenig Ahnung von Tierernährung. In ihrem Studium lernen sie darüber kaum etwas, DAS was sie lernen wird ihnen auf Seminaren beigebracht, die Bezeichnenderweise von Firmen wie Waltham/Effem (Whiskas und andere) Hills oder RC ausgerichtet werden.
Ist dir schonmal aufgefallen wie sehr so mancher Tierarzt auf eine bestimmte Marke, z.B. RC oder Hills schwört? ...Jetzt weisst du warum.
Sicher gibt es auch welche die sich selbst freiwillig weiterbilden, aber das sind die wenigsten.
Aber in einer Hinsicht hat dein Tierarzt recht...
Als Fleisch dürfen in Deutschland Muskelfleisch, Lunge, Pansen und Kehle bezeichnet werden... Egal was in welcher Menge...
In Amerika sind die Richtlinien wesentlich strewnger was Tierfutter betrifft, weshalb fast alle echten Premiummarken in Amerika produziert werden und nach Deutschalnd eingeführt werden.
Richtig "4 % Fleisch und tier. Nebenerzeugbisse" heisst nicht, das 4 % Fleisch enthalten sein müssen.
Es kann mehr, aber auch weniger sein, denn über den Fleischgehalt sagt es nichts aus.
Auch in Deutschland ist Einzeldeklaration möglich, einige der Hersteller qualitativ hochwertigerer Futter machen das auch-
Würde ich auch, schliesslich ist meine Zusammensetzung gut/besser als andere.
Warum hingegen sollte ich Gruppendeklaration wählen? Wenn ich mit hohem Fleischgehalt werben könnte, würde ich das in Einzeldeklaration tun, oder? Also wird der, der Gruppendeklaration wählt, schon seine Gründe haben.
Denn das sind hauptsächlich die Firmen, die an grosse Konzerne wie Nestle oder Waltham angeschlossen sind. Sie verwerten den "Müll" anderer Industriesparten, der sonst nicht mehr genutzt werden kann und für die menschliche Ernährung ungeeignet ist-
Also Schlachtabfälle und Getreideabfälle.
Gewinnmaximierung ist heutzutage das Zauberwort, und glaubst du, die werden hochwertiges Fleisch in ihr Futter mischen, dazu noch in hohen Prozentzahlen, wenn sie es zum 10 fachen Preis als Frischfleisch für den menschlichen Verzehr verkaufen können? Eher nicht...
Ansonsten würden sie, wie viele andere, auch damit werben.
-Reine Wirtschaftslogik, nichts anderes.
Naja... futter kann man auch Rationieren, man stellt es so ein, das die Katzen ihr Gewicht halten...
Man will ja nicht irgendwann rollende Brummer haben, und wenn das mit dem Sättigungsgefühl nicht (auf Anhieb) klappt.
Reich bin ich nun auch grad nicht aber ein kann ich sagen- die Katzen sind mein kleinster Kostenfaktor und sie werden mit Mittelklassenafu und Premiumtrofu, ab und an etwas Rohfleisch gefüttert...
Alle 3 Monate ein Sack für 40 Euro, einmal im monat Nassfutter für 20 Euro...
Sicher, die Nährstoffanalyse ist auch sehr wichtig, allerdings erlaubt sich kein grösserer Futtermittelhersteller, da zu "schlampen".
Soll ich dir mal ein nettes Beispiel nennen?
Wir nehmen uns 2 Nasfutter...
Rohproteinmenge 10%, Fettgehalt 6,5%, Fasern 2,4 und Feuchtigkeit 68% - typische Mengen für Naßfutter. Beide Futtersorten sehen auf den ersten Blick gleich aus.
Liest man jedoch die Liste der Inhaltsstoffe, stellt man folgendes fest: das erste Futter beinhaltet Rindfleisch, Leber, Herz, Eier, Hühnerfett und Sonnenblumenöl, Mais sowie Hafer...
das andere Futter beinhaltet 4 Paare alter Lederschuhe, ca. 4 Liter Motoröl, gemahlene Kohle sowie 30 Liter Wasser.
Auch diese letzteren, für die Katzenernährung sichtbar ungeeigneten Inhaltsstoffe entsprechen den angegebenen Analysemengen, sind jedoch nicht sehr nahrhaft für das Tier...
Du siehtst, die Nährstoffanalyse ist zwar interessant, sagt aber über die Qualität des Futters aber rein gar nichts aus.
LG
Sandra