Hallo in die Runde,
ich habe eine dringende Frage.
Seit einiger Zeit hat mein Kater Ludwig, 8 Jahre, hin und wieder ganz heftige Hustenanfälle. Es fing damit an, daß ich vor ca. einem Jahr neue Fenster eingebaut bekommen habe. Der ganze Baulärm hatte ihn dermaßen gestreßt, daß er nichts mehr zu sich nehmen konnte und nur noch völlig fertig und apathisch auf der Seite gelegen hat. Ich fuhr mit ihm sofort in die TK, wo ein Röntgenbild vom Bauch gemacht wurde. Es wurde eine stark vergrößerte Galle festgestellt, und eine Verengung, wodurch die Verdauungsäfte nicht abfließen konnten.
Nach einer Woche Infusion, Medikamenten ect. hatte er sich wieder erholt.
Kurze Zeit später beobachtete ich zum ersten Mal diese Hustenattacken, wobei er sich auf den Boden kauert, den Kopf ganz weit nach vorne streckt und beim Ausatmen seltsam anfängt zu keuchen. Das ganze sieht aus, als würde er versuchen, etwas herauszuwürgen. Der Fensterbau hatte zusätzlich zum Lärm einen wahnsinn`s Staub verursacht. Ich hatte zwar alle Möbel, inkl. Kratzäume mit Folie abgedeckt und hinterher gründlichst gesaugt und geputzt, aber an den Wänden kriegt man den Mist nicht wirklich komplett wieder runter, es sei denn, man renoviert gleich alles.
Ich wollte ihm dann damals nicht schon wieder den Streß mit dem Tierarzt antun, weil er bei jedem Tierarztbesuch derart panisch ist, daß er anfängt zu hecheln, die Nase kanllrot wird und die Zunge sich leicht bläulich verfärbt. Ich habe immer Angst, daß er mal einen Herzinfarkt bekommt. Doch vor anderthalb Jahren wurde von einer Herzspezialistin ein Herzultraschall gemacht, auf dem sie nichts Auffälliges feststellen konnte. Allerdings auch aus dem Grund, weil Ludwig einfach nicht ruhig liegen blieb und meinte, randalieren zu müssen.
Auf die Sache mit den Hustenattacken sprach ich meine
Tierarzt an, worauf sie auch keine Erklärung hatte. Dann wurden die Anfälle plötzlich immer seltener, bis vor ca. 2 Monaten. Ich bekam neue Außenjalousien, wobei wieder erheblicher Baulärm entstand. Der Husten wurde wieder stärker.
Ich machte eine Videoaufnahme davon, die ich meiner Tierärztin zeigte, woraufhin sie meinte, daß es sich evtl. um einen Herzhusten handeln könnte und ich sollte nochmal ein Herzultraschall sowie ein Röntgenbild von der Lunge machen. Übermorgen habe ich nun den Termin. Der Husten ist seit 2 Wochen aber wieder weniger geworden, ( ca. 1 mal pro Woche), ihm geht`s z.Zt. so gut wie lange nicht, spielt, frißt gut, ist totat lebendig, macht viel Blödsinn und ist richtig frech. ( Das ist immer ein gutes Zeichen!

)
Ich habe mir den Thread über
felines Asthma durchgelesen und die Videos dazu angesehen. Es sieht bei ihm sehr ähnlich aus. Von daher denke ich eher nicht, daß es ein Herzfehler ist, zumal der letzte Herzultraschall ohne Befund war und seine Eltern ebenfalls
HCM-negativ sind.
Sollte der Husten durch den Streß wegen dem Baulärm ausgelöst worden sein, dann würde sich auch erklären, warum der Husten immer einige Zeit danach wieder weniger wird.
Nun habe ich richtig Angst, daß ein weiterer Herzultraschall inkl. Lungenröntgen ihn wieder so stressen wird, daß es ihm eher schaden könnte, als nützt. Wie gesagt, er ist bei jedem Tierarztbesuch derart panisch, daß er tierisches Herzrasen hat, die Nase knallrot wird, er anfängt zu hecheln und die Zunge sich bläulich verfärbt.
Wie würdet Ihr an meiner Stelle entscheiden. Ich habe Angst, so oder so die falsche Entscheidung zu treffen. Im Moment ist er halt so super drauf, daß ich diesen Zustand eigentlich nicht kaputt machen will. Andererseits würde ich mir die schlimmsten Vorwürfe machen, wenn er eine Erkrankung hat, die nicht behandelt wird, weil ich ihm jetzt den Streß mit dem Tierarzt und den Untersuchungen ersparen will.
:?:?:?
LG
Malena