Hallöle an Alle!
Bin hier ganz neu und hoffe, die richtige Abteilung gefunden zu haben.
Ich habe einen Kater, der ist jetzt etwa ein Jahr alt. Er ist meine erste Wohnungskatze (da waren mal im Kinderalter irgendwelche Katzen auf dem Hof von Opa und Oma ;-)) und mein Freund hatte mit dieser Tierart so gar keine Erfahrung, also haben wir damals nur ihn alleine einziehen lassen, weil wir Schiß hatten, mit zwei überfordert zu sein. Nach einiger Zeit ist uns aufgefallen, daß unser Poldi sich ganz komisch verhält. Nicht immer, aber manchmal ist er lustlos rumgerannt, hat schlecht gegessen, etwas gejammert, komisch gehustet und sowas halt. Aaaalso haben wir uns auf den Weg gemacht, ihm einen Freund zu suchen. Gesucht, gefunden. In der Zwischenzeit wurde dieser komische Husten stärker, den wir schon seit längerem behandelt haben. Der neue Kater ist eingezogen und - Mord und Totschlag!!! Wir haben schichtweise Tag und Nacht aufgepaßt, getrennt, gespielt, gut zugeredet, abgelenkt usw. - nichts hat geholfen. Der Große wollte den Kleinen nicht in seinem Haus haben und hat ihn GEHASST. Wir haben 150 qm und die waren zu wenig! Der Große war kastriert, der Kleine erst 13 Wochen - dies konnte also auch nicht der Grund sein. Als Blut geflossen ist, der Kleine abmagerte und nur noch apatisch da lag, und Poldi selbst in diesem Zustand dieses Würmchen attackiert hat, haben wir beschlossen aufzugeben und ihn zu seiner sehr lieben Züchterin wieder zurückzubringen.
Von jetzt auf gleich wurde der Große genau wie früher - lieb, schüchtern, schmusig, anhänglich und sehr glücklich, daß er wieder alleine ist. Nun habe ich doch den Arzt gewechselt, weil es mir bei dem ersten vorkam als wäre mein Kater ein Versuchskaninchen und schwups hatte ich die Diagnose - Poldi hat ein schweres Asthma verursacht wohl durch falsche Medikation nach einer Rachen- und Mandelentzündung. Seit einiger Zeit inhalliert er zweimal täglich Kortison und hustet nicht mehr. Das macht uns sehr glücklich, auch wenn ich traurig bin über diese schlimme Krankheit.
Nun meinte doch der zweite Arzt, daß sein Verhalten dem Kleinen gegenüber nur aufgrund der unbehandelten Krankheit so schlimm war. Daß kranke Katzen sich entweder zurückziehen vor anderen oder aggressiv ihnen gegenüber werden.
Und schon ist da wieder dieser Gedanke in unseren Köpfen, ob nicht doch nochmal einen Freund für ihn suchen. Wir arbeiten zwar von Zuhause aus, sind also immer da, aber wir können seine Sprache nicht und schlafen nachts...
Wir erkenne ich denn nun, ob er alleine bleiben möchte oder jetzt, wo er mit der täglichen Kortisondosis besser atmen und rennen und essen und einfach glücklicher sein kann, nicht doch gerne einen Freund hätte?