Der widerspenstigen Zähmung

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  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #1
klaus_walter

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Guten Morgen,

die Vorstellung meiner beiden Wildlinge Klaus und Walter bzw. eure lieben Reaktionen darauf machten mir Mut und zeigten mir, dass ich nicht allein bin mit meinen "Sorgen" und hier jederzeit Verbündete finden kann, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Aus diesem Grund würde ich hier gerne einen Sammel-Thread starten, der, wenn er erstmal ordentlich vollgeschrieben ist, denjenigen, die auch (mind.) einen kleinen Wildfang zu Hause haben, als "Nachschlagewerk" dienen soll und ihnen ebenfalls Mut macht und Hilfe bietet.

Also, her mit euren Tipps, Tricks und Erfahrungen!
Meine bisherigen habe ich aus der Vorstellung noch einmal hierher kopiert:

Hallo in die Runde,

ich bin nun schon ein paar Tage hier angemeldet, erste Alben sind hochgeladen.. und langsam wird es Zeit für ein persönliches "Hallo". Also: Hallo! Ich heiße Judith, bin 31 Jahre alt und wohne zusammen mit meinem Freund in Hamburg. Seit Mitte Januar sind wir zu viert: Klaus und Walter sind bei uns eingezogen. Die beiden Wildlinge kommen von einem Hof im Hamburger Umland und waren etwa 12 Wochen alt, als wir sie zu uns holten. Sie waren erst einige Tage zuvor vom Bauern eingefangen worden, stammen scheinbar aus dem selben Wurf und waren eigentlich zu viert - ein Schwesterchen war noch sehr kratzbürstig und sollte vermittelt werden, sobald sie ein bisschen zutraulicher ist, ein weiterer kleiner Kater durfte bei seiner Mutter bleiben.

Noch auf dem Weg nach Hause haben wir beim Tierarzt angehalten und die beiden vorgestellt. Sie wurden geimpft und entwurmt und bekamen gegen das Herpes und ihre verklebtem Augen Virolysin und Augentropfen & Salbe, welche wir ihnen morgens und abends verabreichen sollten.

Klaus und Walter lebten die ersten drei Wochen ausschließlich in unserer Küche mit einer separaten Kammer, wo sie ihr Futter und Wasser bekamen, die Toiletten standen und es genügend Möglichkeiten gab, sich zu verstecken. Tagelang haben wir auf dem Küchenboden gelegen und leise mit den beiden geredet, damit sie sich an unsere Stimmen gewöhnen, ihnen vorgelesen, versucht, sie zu locken.. Nichts. Dann, ein paar Tage später, trauten sie sich erstmalig zum essen aus ihren Verstecken, obwohl wir in der Küche blieben, schlangen aber alles runter und verschwanden wieder, sobald sie fertig waren. Walter traute sich nach etwa zwei Wochen als erster, sein sicheres Versteck zu verlassen und ganz vorsichtig ein bisschen mit einer Spielangel zu spielen - Klaus blieb lieber noch länger in der ausrangierten Bratpfanne oder dem Altpapierkorb, in dem er sich am liebstem versteckte.

Nach einiger Zeit öffneten wir nach und nach immer mehr Türen, damit sie auch den Rest der Wohnung erkunden können. Zu fast allen Zimmern haben sie inzwischen Zugang und finden sich bestens zurecht - selbst Walter, der eine Sehstörung hat und kaum etwas sehen kann, sondern sich hauptsächlich mit Hilfe seines Gehörs, seiner Schnurrhaare und anhand seines Tastsinns orientiert.

Inzwischen sind fast neun Wochen vergangen, seit die beiden zu uns kamen. Sie sind noch immer sehr scheu, erschrecken leicht und lassen sich noch nicht (oder nur sehr, sehr selten) anfassen, suchen jedoch unsere Nähe und sind meistens in dem Raum, in dem wir uns auch aufhalten. Oder laufen uns hinterher, wenn wir den Raum wechseln... Walter ist ein bisschen zutraulicher als Klaus, und als ich ihn
vergangenen Freitag "zum gestreichelt werden überreden wollte", blieb er ganz ruhig liegen und hat zum allerersten Mal geschnurrt, erst ganz zaghaft, dann aber so laut, dass Klaus gleich ganz verdutzt angerannt kam und sich wunderte, wo dieses merkwürdige Geräusch herkam... ;) Klaus ist noch ein bisschen scheuer und schneller auf der Flucht als Walter. Auch, wenn die beiden sich schon mal auf unsere Füße legen oder sich neben uns auf die Couch setzen, werden wir generell noch immer mit einem fröhlichen Fauchen begrüßt, aber die Kratzer an unseren Händen werden deutlich blasser.. ;) Wir haben jetzt auch ihr Herpes einigermaßen in den Griff bekommen, alle Katzenaugen sind inzwischen klar und sauber, verkleben nicht mehr und sich nicht mehr gerötet. Ein kleines bisschen Glück und es bricht nicht so bald wieder aus... Wir drücken die Daumen. Nächste Woche haben wir einen Termin für die Kastra ausgemacht, und wenn das überstanden ist, haben hoffentlich auch die wöchentlichen Tierarzt-Besuche erstmal ein Ende... Wir werden sehen.

So, ich schätze, ich habe genug erzählt, das sollte für die Vorstellung reichen. ;) Wenn ihr euch jetzt noch ein Bild von den beiden machen möchtet, klickt einfach hier:

Liebe Grüße, auch von den zwei zusammengerollten Fellknäueln,
Judith

Ich freu mich auf zahlreiche Antworten!
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #2
Also meine Panikmiezen Erna unf Frollein Willi haben wir anfangs mit Sack und Pack im Wohnzimmer untergebracht. Männe hat erstmal auf dem Sofa geschlafen. Wir haben uns ruhig und langsam bewegt und mit Beiden geredet, auch wenn sie sich versteckt haben. Und unseren Langmut bezüglich Staub und Nichtputzen getestet, um sie nicht zu stressen.

Als sie sich nachts rausgetraut haben, haben wir den Rest der Wohnung geöffnet, außer Küche. Da dürfen sie nur rein, wenn wir da sind. Sie haben alles nach und nach erkundet, größtenteils für uns unsichtbar.

Dann ging es auf einmal mit einem Riesenpinkelproblem los. Bergeweise Wäsche, alles was weich und kuschelig war. Die Waschmaschine hat durchgehalten und wir wurden stolze Besitzer eines Wäschetrocknerturmes. :p Von Leifheit. Mit der Kastra war dann Ruhe. Was waren wir froh!

Und wir haben von Anfang an trainiert wie die Dollen. Erst ruhig auf dem Sofa bleiben, wenn sie rauskommen. Dann mal auf den Boden setzen. Immer schön mit Leckerchen oder Rohfleisch bestückt. Dann Rohfleischbröckchen zu den Miezen geworfen, die sie gerne gegessen haben. Abstände zu uns immer kleiner, bis das erste Bröckchen von den Fingerspitzen gepflückt wurde.

Und Rituale eingeführt. Morgens direkt Futter nach dem Aufstehen, dann beim Nachhausekommen, abends auch nochmal und zwischendrin, wenn die Schüsselchen leer waren. Mußten ja noch wachsen, die Mädels. Morgens ein Fummelbrett mit Leckerchen. Zwischendurch auch Leckerchen und dabei immer mit den Miezen beschäftigt.

Einige Wochen später: Das erste Anfassen bei Willi unter Leckerchenbestechung. Pfingsten eine Erziehungshilfe dazugeholt: Opa Leo. Von da an ging es sprunghaft. Die Mädels haben an Leo gesehen, wie fein Kuscheln ist. Wir haben immer gewartet, daß die Mädels zu uns kommen. Nicht gezwungen. Und viel gespielt mit Beiden. Später kam dann noch Clickertraining dazu.

Heute kommt Willi zum kuscheln, wenn sie will. Erna lässt sich unter Leckerchenbestechung streicheln und frisst mir aus der Hand. Soviel in Kürze. Und es entwickelt sich immer weiter!

Sisja mit Erna, Frollein Willi und Opa Leo
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #3
Hallo,
den Thread finde ich super ich hab auch so ein kleines Mäuschen zuhause sie ist auch eine kleine Schüchterne Maus und hat vor allem und jedem Angst.
Ich hoffe es werden hier noch gute Tipps und Ratschläge mitgeteilt.
Unsere TÄ hatte uns schon Feliway gegeben nützt aber gar nichts.

LG
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #4
Klaus-Walter, vielleicht könntest Du meinen Bericht für mich in diesen Thread kopieren ??? Ich kriegs nicht hin. Ich sag schon mal Danke.
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #5
Unsere Tier-Schutz-Hof-Katzen waren auch recht panisch. Wir haben einige tolle und sehr effiktive Waffen gefunden:

1. Geduld
2. Immer mit ihnen reden (auch wenn sie nicht zuhören) :c050:
3. Immer was zum hören bieten (sie kannten keine Menschen und so durften sie sich mit mir Hörbücher und Hörspiele anhören)
4. Geduld
5. Bestechungs-Leckerlis finden (Lachs-Creme und Hunde-Leberwurst aus der Tube oder Rohfleisch)
6. Spielen in unserer Gegenwart
7. Futter in unserer Gegenwart
8. Geduld
9. Möglichst viel zu Hause sein und ihnen zeigen "Wir sind hier und sind nicht böse!"

Damit sind wir momentan so weit, dass sich ein Fiegling so ca. 5 min pro Tag anfassen lässe. Die andere beobachtet das auch sicherer Entfernung, die auch immer kleiner wird.

Mein Mann und ich haben uns auch immer gestreichelt, die wir beobachtet wurden, damit sie sehen, dass das normal und toll ist.

Und wir arbeiten weiter! Nielmal aufgeben! Niemals kapitulieren!

Ganz wichtig: GEDULD!
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #6
Klaus-Walter, vielleicht könntest Du meinen Bericht für mich in diesen Thread kopieren ??? Ich kriegs nicht hin. Ich sag schon mal Danke.

Und los geht's:

Ah, die beiden sind zuckersüß. Schön, daß ihr solche Katzen genommen habt. Da habt Ihr meinen Respekt. Mein großer Kater (7 Jahre) ist aus einem wilden Wurf, den wir im November am Feldrand gefunden haben. Wir haben ihn dann mit Lebendfallen eingefangen, die Mutter und 5 Kitten. Das war ein Erlebnis sage ich Dir. Wir haben alle zahm bekommen. Am besten klappt es mit Leckerlies. Wir haben uns Sahnequark und Kalbsleberwurst an die Finger geschmiert und den Katzen hingehalten. Sehr bewährt hat sich auch ein Gewisses Training, nach dem Belohnungsprinzip. Nur was zu Fressen geben wenn sie vorher auf dem Arm waren, nur Leckerlies wenn sie vorher gestreichelt wurden. Es dauert lange bis sie Zutrauen haben, aber ihr habt ja schon viel geschafft. Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück.

Geduld, Geduld, dann kommt auch die Belohnung, mein Kater schläft jetzt auf dem Kopfkissen, schnurrt in meine Ohren und putzt meine Haare :smile:

Huhu, noch eine kurze Geschichte von meinem Wildling SAM. Gestern bin ich mit dem Auto nach Hause gekommen und hab es nicht gleich in die Garage gestell sonder vor die Tür. Mein Kater kam vorsichtig angerannt und wollte nicht rein. Ich hab dann Leckerlies geholt und ihn gelockt er ist aber immer nur bis zum Steintritt gekommen. Nach einiger Zeit fiel mir ein, hallo, das Auto steht vor der Tür, der denkt bestimmt es geht zum Tierarzt. Auto in die Garage gefahren, Kater sofort reingekommen. Unglaublich.

Noch eine nette Geschichte von meinem Wildling SAM. Er ist ja ein Schmusetiger geworden.
Als er ca. 1 Jahr alt war lag ich morgens noch im Bett, mein Mann läßt die Katzen immer morgens früh raus. Ich habe ein eigenes Zimmer im Dachgeschoss. Also ich lag noch im Bett und in der Nähe ist ein Dachflächenfenster, es war weit geöffnet (Sommer). Ich höre auf einmal ein lautes Getrappel und dann ein lautes "Plumps" und irgendetwas Schwarzes. SAM. Da ist der Kerl doch allen Ernstes irgendwie aufs Dach gekommen (ich weiß nicht wie) und über das Dachfenster rein, weil ihn an der Haustür niemand reingelassen hat. Ich dachte ich träume.
Ich habe erst 2 Jahre später rausgekriegt wie er aufs Dach kommt. Also, beim Nachbar steht ein großer Lebensbaum an der Garage, dort klettert er hoch, auf die Garage der Nachbarn, von dort aus auf unsere Garage und dann aufs Dach. Kluger SAM.
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #7
Juhuh! Gestern Abend, nachdem wir über eine Stunde getobt und mit der Katzenangel gespielt haben, durfte ich Walter streicheln, als er sich zum Verschnaufen in einen Sessel gekuschelt hat! Schon nach ganz kurzer Zeit schloss er die Augen und hat sogar geschnurrt! Das ist jetzt schon das zweite Mal! Und diesmal sogar „freiwillig“!

Und als wäre das noch nicht toll genug, ließ sich auch Klaus gaaanz vorsichtig berühren! Er hatte sich in den zweiten Sessel gelegt und hat beobachtet, dass ich ein Weilchen bei Walter saß und ihn gestreichelt hab. Als ich mich danach zu ihm setze, rannte er nicht wie sonst panisch davon, sondern blieb ganz ruhig liegen und beäugte mich interessiert. Ich hab dann meine Hand neben ihn gelegt und ganz langsam und Stück für Stück in seine Richtung geschoben, bis meine Finger an seinen Pfoten waren – die durfte ich auch ganz behutsam streicheln. Dabei habe ich absolut desinteressiert in alle möglichen Richtungen geschaut und mich gezwungen, ihm ins Gesicht zu gähnen und zu blinzeln, wenn ich ihn direkt angesehen hab. Das hat er direkt erwidert. Ich hab ihn dann aber auch relativ schnell wieder in Ruhe gelassen, damit er nicht „von sich aus fliehen muss“, sondern merkt, dass er mich „auch von alleine wieder los wird“…

Ach, wat schön!

Übrigens, sie beiden sind gerade beim Tierarzt und wurden heute kastriert… In etwa 1,5h kann ich sie abholen – bin ganz nervös, hoffentlich ist alles gut gegangen…
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #9
Das ist ja supi, Walter hat sich streicheln lassen. Toll. Ich sag`s Euch, das Eis ist gebrochen und in 4 Wochen schlafen sie auf Euren Kopfkissen. Garantiert. Mein Wildling SAM wurde heute morgen nach dem 1. Morgenspaziergang von meinem GöGa reingelassen und kam in mein Bett, kroch unter die Bettdecke, hat sich an die linke Körperseite von mir gelegt, den Kopf auf meinen Oberarm und hat sich schön wärmen lassen. Damals hat er mit angelegten Ohren nur gespuckt. Oh, ich liebe ihn über alles :)

Vielen, vielen das für das kopieren !!!
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #10
Wow, ich bin gerade total happy! Hab mir "unter Einsatz meiner stärksten Überredungskünste" (Leckerchen, gutes Zureden, Geduld und ein Schnuffeltuch) Walter geschnappt, leise mit ihm geredet und ihn ein bisschen gestreichelt. Meistens dauert es gar nicht lange, dann merkt er, dass das ja eigentlich ganz nett ist und fängt wie verrückt an zu schnurren... Aber heute hat er dabei das erste Mal Köpfchen gegeben! Der kleine Dickschädel hat sein Köpfchen richtig gegen meine Stirn geknallt! Dann lag er noch ein paar Minuten (für Walter-Verhältnisse eine halbe Ewigkeit) auf meinem Schoß und ich durfte ihn bürsten, er hat sich immer dahin gedreht, wo ich seines Erachtens noch nicht gründlich genug war... Hach...

Würdet ihr mich jetzt bitte kurz entschuldigen? Ich muss kurz vor Glück mal (auf Zehenspitzen, um hier niemanden zu verschrecken) durch die Wohnung hopsen...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #11
Walter, ich bin stolz auf Dich, toll hast Du das gemacht und Deine Dosine hat sich total gefreut. Überrede sich doch mal die Knabbersticks von Aldi oder Lidl zu holen, da stirbst Du dafür, das sag ich Dir. Mein Wildling SAM hat sich endlich an seine zwei kleinen Kumpel aus Griechenland gewöhnt. Ich muß ihm aber jeden Tag erzählen, daß er die erste Geige spielt und er bekommt zusätzlich ein Knabberstick (natürlich heimlich).
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #12
Überrede sich doch mal die Knabbersticks von Aldi oder Lidl zu holen, da stirbst Du dafür, das sag ich Dir.

Schon versucht, aber diese Sticks sind hier nicht so der Renner... Die Whiskas-Knuspertaschen mögen sie total gerne, wir haben die mal als Mitbringsel bekommen.. Haben die aber inzwischen wieder "abgesetzt", weil die Racker die Dinger nicht gut vertragen und das.. naja... unschöne Folgen hat. Von den anderen "Whiskas-Vorteilen" mal ganz abgesehen...
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #13
Kleines Update: Gestern Abend ist Walter zum erstem Mal um meine Beine getingelt, als ich die Näpfe für die beiden vorbereitet habe… Und heute Morgen gleich nochmal! Klaus hält vorsichtshalber immer noch ordentlich Sicherheitsabstand ein, kommt aber schon deutlich näher und schnüffelt, wenn er denkt, ich seh ihn nicht, auch von hinten an meinen Waden… Bin so gespannt, was als nächstes passiert!
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #14
Wieder mal ein paar kurze Worte zum Status Quo:

Walter lässt sich inzwischen streicheln, sobald er sich irgendwo für ein Nickerchen "abgelegt" hat. Meistens dauert es dann nur etwa zweieinhalb Sekunden, bevor er anfängt, zu schnurren... Er geht dann aber auch, wenn er die Nase voll hat.

Beide (selbst Klaus, die alte Zitterbacke) nehmen inzwischen Leckerchen aus der Hand und schlecken Butter/Paste/Nassfutter-Reste vom Finger. Walter stromert uns unverändert um die Beine, wenn wir beim Futter vorbereiten mit den Näpfen klappern, während Klaus daneben sitzt und uns aufmerksam beobachtet. Der Sicherheitsabstand schrumpft täglich... Sobald wir die Futternäpfe dann hinstellen, kommen beide gleich angeflitzt und bleiben auch völlig locker, wenn wir neben ihnen hocken, während sie fressen.

Fazit: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... Aber immerhin, es geht voran. :)
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #15
Toll, daß Ihr noch weiter berichtet, ich freue mich immer drüber. Seht Ihr, die beiden werde immer zutraulicher. Wenn die beiden Fressen bekommen und ihr hockt daneben, dann versucht sie mal dabei anzufasse, erst vorsichtig und jeden Tag mehr. Bei meinen ist es mittlerweile so, wenn ich das Futter zubereite auf der Küchenarbeitsplatt hebe ich die beiden nacheinander hoch und zeige es Ihnen.
Somit wird trainiert, daß man sie auf den Arm nehmen kann.
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #16
Hallo Elsa,

ja, das ist auch für mich nett - so kann ich mir immer wieder durchlesen, wie wenig am Anfang ging und welche Fortschritte wir inzwischen gemacht haben.. :)

Hochheben? Haha, daran denke ich in meinen kühnsten Träumen... Das dauert noch. Aber streicheln während des Essens klappt schon manchmal. Bei Walter fast immer, allerdings nicht zu lange, man will ja schließlich ungestört sein, und bei Klaus gelingt mir das nur, wenn das arme Kerlchen kurz vorm Verhungern ist (oder zumindest so tut) und sich auf solche Spirenzchen wie angefasst werden vor lauter Fresslust nicht konzentrieren kann... der alte Knurrhahn! ;)

Oh, mir fällt gerade auif - ich bin bestimmt zwei, drei Tage nicht mehr angefaucht worden! Yay!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #17
Soooo fasst sich also Walters Flauschbauch an! Gestern war es soweit - der Kleene ließ keine Ruhe, bis nicht auch endlich sein Bäuchlein angemessen bestreichelt und gekämmt wurde. :)

Klaus macht auch Fortschritte, ich vermute, es ist die Neugier, die ihn vorantreibt... Er hält sich immer öfter in unserer Nähe auf und muss alles, was wir tun, ganz genau begutachten. Leckerchen nimmt er nun ohnen Zögern aus der Hand und kommt dabei auch schon ganz dicht ran. Manchmal macht es den Eindruck, als wäre er total hin- und hergerissen zwischen "Whoaaa, Obacht, ich muss Angst haben, diese Riesen sind böse, garstig und gemein und wollen mir nur schaden!" und "Hui, die scheinen eigentlich ganz nett zu sein, so ein bisschen Nähe wäre gar nicht so verkehrt und vielleicht ist es sogar ganz schön, ein bisschen zu schmusen..." Man kann ihm das richtig ansehen, wie sehr er mit sich und seiner Angst kämpft, die leider im Moment noch gewinnt.. Immerhin, seit ein paar Tagen stromert er immer ganz dicht an uns vorbei und manchmal, wenn ihn sein Mut übermannt, streift er uns sogar ein bisschen..

Und: ich bin nun schon fast eine Woche nicht angefaucht worden! Jippieh!
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #18
Das ist ja schön, wie sich die beiden Wilden entwickeln. Ich freu mich sehr für dich. Wirst sehen, in zwei Wochen kuscheln beide mit euch. Bin gespannt, wie's weitergeht.
Danke, dass du immer so ausführlich berichtest!

LG Susanne
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #19
Das ist ja schön, wie sich die beiden Wilden entwickeln. Ich freu mich sehr für dich. Wirst sehen, in zwei Wochen kuscheln beide mit euch. Bin gespannt, wie's weitergeht.
Danke, dass du immer so ausführlich berichtest!

LG Susanne

Danke "gleichfalls"! Ich bin auch so gespannt..
Und ich freu mich riesig, dass ihr hier noch so fleißig mitlest! :)
 
  • Der widerspenstigen Zähmung Beitrag #20
Oh ja, auch wenn man nicht immer was dazu schreibt. Pssst, und Fotis werden auch immer gerne genommen :wink:
 
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