Die Züchtung von "Rasse"katzen ist die EINZIGE Ursache der vielfältigen "rassespezifischen Krankheiten",
Was nennst Du 'rassespezifische Krankheiten' ?, falls Du bei den Coonies z.B.
HCM meinst, so ist dies eine Krankheit, die vor allen auch bei Hauskatzen zu finden ist.
Nur hat sich kaum jemand mit den Todesursachen von Hauskatzen beschäftigt, soweit sie nicht direkt ersichtlich waren.
Erst in der Zucht, wo es auch Vorschrift ist, nicht ersichtliche Todesursachen pathologisch untersuchen zu lassen, wurden viele Krankheiten bekannt, und seitdem auch erforscht.
Es ist der Einsatz der Züchter der diese Forschung voran getrieben hat und es noch tut.
Andere Zuchtformen werden jedoch von Vereinszüchtern als "Schwarzzucht" diffamiert und unter den Generalverdacht des Vermehrertums gestellt, gern auch in DIESEM Forum hier. Stets wird der Satz benutzt: "AUSSCHLIESSLICH die Vereinszucht ist Zucht, alles andere ist Vermehrertum".
Eine Zucht braucht neben ausreichender Kenntnis, Richtlinien und Kontrollen, wer sich dem bewusst entzieht (und es gibt sowohl Züchter die das tun und Vereine die es zulassen) züchtet nicht, sondern vermehrt.
GERADE die Vereinszucht verhindert die dringend notwendige Heterozygotie und fördert auf diese Weise eine andere als die hier oft erwähnte Form des Katzenelends... die des ausgesonderten Tieres, des Tieres, das wg weitergegebener Gendefekte bei Geburt bereits so krank ist, dass es getötet werden muss etc etc etc.
Wenn Du der Annahme bist Katzen ausserhalb der Zucht wären genetisch gesünder irrst Du Dich leider, die Kittensterblichkeit der Katzen, die nicht betreut werden liegt weit über 50% und niemand untersucht die Todesursachen
Denken wir das zu Ende:
Hier im Forum vertretene Prämisse:
"Nur Vereinszucht (zugleich "Rassezucht") ist seriöse Zucht."
Das bedeutet: Die Mixe sterben weg... wenn man den hiesigen Wünschen Folge leistete.
Folge 1: Der Genpool verdünnt sich in unhaltbarer Weise.
Folge 2: All diese liebenswerten Geschöpfe, die GERADE durch "Mix" entstehen, werden vom Erdball verbannt zugunsten genormter Kreaturen.
Mixe können wirklich sehr hübsche Tiere sein, unbestritten, aber gehe nicht selbstverständlich davon aus, das Mixe auch gesunde Tiere sind.
Ich nenne Dir mal 2 Beispiele, die Manx- und die Scottish Foldkatzen. beide Rassen kann man nicht
reinerbig züchten, weil sie einen
Lethalfaktor haben, einen schweren genetischen Defekt also.
Dennoch gab es beide Rassen bevor man begann sie gezielt auch zu züchten, es war die abgeschottete Insellage ihrer Heimat, die es ermöglichte das sich ein schwerer Gendefekt über die Paarung von Mixen verfestigen konnte.
Es gibt auch noch weiteres Erbgut, das bei Mixen nicht immer nur zum Vorteil wirksam wird, bei meinen Russisch
Blau z.B. hat man nach dem letzen Krieg andere Rassen auch Hauskatzen eingekreuzt um den
Genpool wieder zu erweitern, als Folge war der Charakter der Tiere lange Zeit gefürchtet, sie waren alles andere als Schmusekatzen.
Die Genetik gehört nicht grundlos zu den nötigen Kenntnissen in der Zucht und ihre Erforschung ist noch längst nicht abgeschlossen
Im zweiten Absatz deines Posts gehst du selbst auf schlimme Auswüchse dessen, was eben AUCH Vereinszucht ist, ein. Würden diese Züchter nicht annehmen, Meriten zu ernten, vielleicht gar Geld damit zu verdienen, würden sie solche Züchtungen nicht vornehmen!
Man sollte sich immer vor Verallgemeinerung hüten, sie ist kein gutes Argument ;-)
Es gibt Züchter denen die Pokale wichtig sind, anderen denen die Zucht viel wichtiger ist.
Mit einer guten Zucht kannst Du vielleicht hin wieder Pokale bekommen, stellst Du aber die Pokale in den Vordergrund, hast Du bald keine Zucht mehr, die gut genug ist sie zu gewinnen.
Ich habe selbst einige Zeit ausgestellt und ich kann Dir sagen, es macht am Anfang Spass, man lernt und knüpft Kontakte was auch wichtig ist, aber dann gibt es in der Zucht wichtigeres als Pokale.
Gehe mal zu einer Ausstellung, frage einige Züchter dort wie lange sie schon züchten, es ist interessant zu hören, dass die meisten noch nicht lange dabei sind.
Und vielleicht ein Gedanke, den Du noch gar nicht hattest. Du kannst sehr wohl auch Hauskatzen züchten, die
EKH ist zwar in Deutschland nicht in der Zucht, war es aber einmal.
Wenn jemand also die Hauskatze züchterisch vermehren möchte, spricht nichts dagegen, aber auch sie verdient es wohl, das man sich dem mit aller Verantwortung widmet, die auch für die Rassekatzenzucht gilt, und in diesem Fall wirklich erst den Hauskatzen den Vorzug gibt, die im
Tierheim noch ein Zuhause suchen
Wo aber bleiben die Menschen, die KEINE Rassekatze, sondern eine Lastrami bevorzugen? Wer vertritt hier deren Rechte?
Nein, der Ansatz "Die gibts im Tierheim" sticht nicht... denn nach den Vorgaben von Saurier, Fundkatze und Co soll ja alles getan werden, um genau DAS zu beenden. ÜBRIG bliebe dann nur die "seriöse Vereinszucht", sprich die Rassekatze... die vielen tausend schönen Zwischentöne verschwänden! WENN man eben DEREN Forderungen mal zu Ende denkt!
Nein Du verkennst etwas. Nicht die Rechte der Menschen werden mit diesen Aussagen vertreten, sondern die Rechte der Katze darauf seriös und verantwortungsvoll gezüchtet zu werden, egal welcher Rasse sie angehören.