Draußen vor der Tür

Diskutiere Draußen vor der Tür im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Um, ich glaub, das wird jetzt eine längere Geschichte, aber ich will sie irgendwie loswerden, und hier scheint der richtige Ort dafür zu sein...
  • Draußen vor der Tür Beitrag #1
Glasi

Glasi

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Um, ich glaub, das wird jetzt eine längere Geschichte, aber ich will sie irgendwie loswerden, und hier scheint der richtige Ort dafür zu sein. Nachdem ich, nachdem ich angefangen hab zu schreiben, weil ich mir das alles mal von der Seele schreiben möchte, festgestellt hab, dass es eine SEHR lange Geschichte wurd (zehn Seiten mittlerweile, und sie ist noch nicht vorbei), werd ich sie wahrscheinlich nur in kleinen Häppchen posten, wenn euch das recht ist :)

(für alle, die nach dem Anfang nervös werden, wir haben hier gerade ein schnurrendes Felltier sitzen :) )

***

Mitte Januar hatten wir eine Wohnungsbesichtigung, weil wir (mein Verlobter und ich) dank verbesserter Gehaltsverhältnisse endlich aus unserer 27 m²-Notlösung herauswollten (nachdem Provisorien ja immer noch am besten halten, haben wir in dieser Notlösung auch fast vier Jahre gewohnt). Wir waren auf der Suche nach einer größeren, schöneren Wohnung, so ungefähr zwei Zimmer, damit wir dann auch eine Katze halten können. Eigentlich wollten wir erst umziehen und uns einrichten, und dann, so ungefähr im Herbst, wenn die Finanzen sich erholt haben und wir die Fenster nicht mehr die ganze Zeit offen stehen haben wollen über den Sommer, uns im Tierheim umsehen. Eigentlich.


Schon beim Besichtigungstermin saß da nämlich eine Katze in den Büschen an der Terrasse. Schwarz, spindeldürr, mit einer ungefähr handgroßen verfilzten Stelle auf dem Rücken, die fast schon so aussah, wie wenn sie ein Geschwür wäre und nicht nur verklebt. Geduckt, die Ohren an den Kopf gelegt, lag sie wie ein Bündel Elend da an einer breitgelegenen Stelle und hat uns angeschrien. Nicht gefaucht oder nett gemaunzt, sondern richtig angeschrien, fordernd, so wie wenn sie mit der Welt im Allgemeinen böse wäre und wir gerade recht kommen würden, um die Aggressionen abzulassen.


Natürlich haben wir dann bei der Besichtigung, bei der auch die Vormieter da waren, mal gefragt, was mit der Katze denn so ist, und haben erfahren, dass das der ortsansässige Streuner ist, der von den Vormietern und den Nachbarn gefüttert wird. „Yummy“ würden sie ihn nennen, haben sie gesagt – weil er schreit, wenn er nichts zu fressen bekommt. Allerdings machte er das immer, auch wenn er gerade etwas bekommen hatte und deswegen gar nicht hungrig sein würde.


Groß haben wir uns nichts dabei gedacht – die Wohnung war so schön und so toll (groß, hell, große Fenster, Erdgeschoß, ruhige Gegend, mit kleinem Garten und Terrasse, gleich im Grünen), dass wir unsere Chancen, sie zu kriegen, sehr gering eingeschätzt haben, und es hieß ja, dass sich jemand um die Katze kümmern würde. Und gefüttert zu werden und einen Platz zu haben, an dem man bleiben konnte – das war ja besser als das Los vieler Streunerkatzen.


Ein paar Tage später hat sich das aber geändert. Wir haben die Zusage für die Wohnung bekommen und waren zur Vertragsunterzeichnung dort – und die Katze war noch immer da. Ist ja klar, das ist ihr Platz, da geht sie auch nicht weg, und warum sollte sie auch, sie wird ja gefüttert?


Damit wurde dann aber auch die Frage aktuell, was wir dann mit ihr machen sollten. Ich meine, wenn die Vormieter ausziehen, die sie gefüttert haben, werden dann ja eigentlich wir zumindest dafür verantwortlich, dass sie was zwischen die Zähne bekommt. Ist sie ja gewöhnt und so, da kann man sie ja nicht hungern lassen dann. Zumindest das wollten wir auf jeden Fall machen. Und eine andere Katze geht dann ja auch nicht so gut. Als ich noch ein Kind war, war bei uns auch ein Streuner zu Besuch, so ein großer, roter, schöner Langhaarkater, den wir dann Whiskey genannt hatten. Hat zwar nicht bei uns gewohnt, aber sehr gerne gefressen, und lag dann auch schon mal bei uns im Bett, wenn er gerade Lust darauf hatte. Aber dann haben wir eine andere, eigene Katze bekommen, so ein kleines, junges Ding – und die beiden haben sich gar nicht verstanden. Sie hat gefaucht, er hat gefaucht, und wir haben Whiskey nie wieder gesehen. Und sowas wollte ich dem Streuner natürlich nicht antun! Man kann ihn doch nicht einfach von seinem Platz vertreiben, nur weil wir meinen, wir müssten eine eigene Katze haben!


Aber das war ohnehin noch Zukunftsmusik, wir hatten ja noch eine Weile Zeit, bis wir in die neue Wohnung konnten. Ein bisschen hat mich das schlechte Gewissen aber doch geplagt in den Wochen – der Streuner sah so unglaublich mitleiderregend aus, wie er da saß und uns angemaunzt hat, dass wir uns dann gefragt haben, ob wir nicht vielleicht doch was für ihn tun sollen... aber im ganzen Umzugsstress ging das dann doch unter – bis zu dem Tag, als wir die Schlüssel bekommen und mit der Renovierung angefangen haben.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #2
Bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht!

Herzlich Willkommen, Glasi!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #3
Schön, daß du hier bist, deine Geschichte erzählt hast, Glasi.

Kennst du das Buch Bob, der Streuner? Lies das mal, klingt genau wie der Anfang eurer Geschichte..
Wenn die Katze euch adoptiert und umgekehrt, dann würde ich sofort zum Tierarzt gehen, auch Würmer, Ungeziefer, etc. Untersuchen lassen, ist sie kastriert?
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #4
Ich find das traurig wie viele Katzen oder generell Haustiere ausgesetzt werden und auf sich selbst gestellt sind, dann noch Krankheiten verbreiten weil se nicht geimpft sind u.s.w. Aber ich find es schön wenn Menschen, die so etwas mitbekommen, sich um solche Tiere kümmern :)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #5
Danke für die Rückmeldung, das freut mich sehr :)



Was das Buch Bob der Streuner angeht, mein Vater hat es mir gekauft, "weil es grade so gut passt", und ich hab es stilecht mit einer ehemals streunenden Katze neben mir auf dem Sofa verschlungen - es war soooooo süß! Und das mit dem Tierarzt, da sind wir natürlich auch draufgekommen... war nur leider nicht so einfach, wie wir das vermutet hatten :(


Und ja, es ist traurig, wie viele Streunerkatzen auch hier in unserer Stadt unterwegs sind - hab das durch die Sache mit dem Kleinen auch erst mitbekommen... und ich versteh es auch gar nicht, wie man ein Tier aussetzen kann oder es, wenn es vor der Wohnung sitzt und jämmerlich Miaunzt, sich nicht darum kümmern kann. Ich meine, das tut man doch nicht. So ein Tier kann einem ja gar nichts getan haben, was so eine Behandlung rechtfertigen würde - gar nichts *grummel* Und ja, zum Glück gibt es Leute, die sich kümmern, und nicht nur uns, mit unserer einen Katze da ;)


Ich hab übrigens heute versucht, ein paar Fotos von dem Guten zu machen, allerdings hat das nicht so ganz geklappt. Vor allem eins von seinen hübschen Augen wollte ich, aber versucht mal, ein Foto von einer Katze zu machen, die in dem Moment, wo man in ihr Sichtfeld gerät, aufsteht, auf einen zuläuft und um einen herumscharwenzelt, damit es endlich Streicheleinheiten gibt! (er hält die Tatsache, dass ich eine Kamera in der Hand habe, auch für eine eklatante Verschlechterung gegenüber dem Urzustand, weil ich dann ja nur noch eine Hand hab, um ihn zu streicheln)


Und jetzt gehts weiter mit der Geschichte :)



***



Weil: Natürlich saß er da in den Büschen. Und natürlich war er noch genauso abgemagert und verfilzt, und natürlich hat er geschrien, als ob wir ihm das Fell abziehen wollten, als da so viele fremde Leute über seine Terrasse getrampelt sind.


Gefüttert wurde er in der Zwischenzeit seit dem Auszug unserer Vormieter von den Nachbarn aus dem Obergeschoß (die sogar sein Schälchen von unserer Terrasse weggestellt hatten, weil sie sich Sorgen gemacht haben, dass wir das nicht mögen und ihn wegjagen würden, wie wir später erfahren haben), von denen er sich auch ein bisschen streicheln ließ, allerdings kam für den Armen dann gleich der nächste Schlag. Ein Teil der Büsche an der Einfahrt musste von den Vermietern aus weg, weil sie schon zu dicht waren, und natürlich war das sein gewohnter Schlafplatz, der da weichen musste, damit alles wieder schöner aussieht (und seien wir ehrlich, so ein Fliederbusch, der sich ausbreitet und blüht, ist auch hübscher als eine hässliche, stinkende Thuja. Zumindest aus Menschensicht...). Auf jeden Fall war er ziemlich unglücklich, und hat das auch sehr laut und sehr entschlossen kundgetan.


Die erste Anschaffung, nachdem wir angefangen haben, die Tapeten in der Wohnung abzureißen, war folglich auch ein Zehnerpack von diesen Katzenleckerlis. Ich meine, er war da, und wenn er auch fürchterliche Angst vor uns hatte, ein Leckerli geht eigentlich immer. Auch wenn man es nur fressen kann, wenn derjenige, der es da hingemacht hat, weit weg ist, und am besten auch gar nicht zuguckt, sondern sich hinter die Büsche verkrochen hat. Könnte ja wiederkommen und es einem wieder wegnehmen... und nachdem das Leckerli weg ist, krabbelt man am besten auch wieder in den dichtesten, fiesesten Busch, der da jetzt noch übrig ist, damit man ja nicht erwischt wird!


Die ersten paar Tage wurden wir also von sehr misstrauischen, gelben Augen verfolgt (und er hat wirklich sehr, sehr hübsche Augen!) und sind angeschrien worden. Sehr laut, halb böse und halb mitleiderregend. Und natürlich war er auch so gut wie immer da, an der Terrasse, und hat gemaunzt – manchmal der einzige Grund, warum man mitbekommen hat, dass er überhaupt da ist. Wenn nur mein Verlobter hier gearbeitet hat, hatte ich davon aber auch was – man hört das Tier auch ganz ausgezeichnet über Telefon maunzen. Ab und zu hat er sich gnädigerweise dazu herabgelassen, von uns ein Leckerli anzunehmen, wenn wir es in seine Nähe auf die Terrasse gelegt haben und dann verschwunden sind, man darf ja nicht beim Essen stören, aber das wars dann auch schon.


Danach waren ein paar Tage Umzugspause, bevor mein Vater zu Besuch kam und die richtige Renovierung angefangen hat (mittlerweile waren wir schon bei der zweiten Packung Katzenleckerlis angekommen). Katze war natürlich immer daneben und hat zugesehen (und selbstverständlich von allen Anwesenden immer wieder ein Leckerli zugesteckt bekommen. Das ging so weit, dass mein Vater, mein Verlobter und ich uns absprechen mussten, wer denn jetzt schon hat und was und wann er wieder was bekommen darf). Und irgendwann, in einer „Die Katze muss was zu naschen bekommen!“-Pause, hab ich mir gedacht, ich probier mal, ob er vielleicht schon verstanden hat, dass das Futter von uns kommt, und hab ihm mal ein Stängelchen hingehalten und motivierende Geräusche gemacht. Und siehe da... er hat mir aus der Hand gefressen! (also, eigentlich hab ich das eine Ende des Stängelchens festgehalten, er hat sich das andere gepackt, und nachdem ich nicht fest genug gehalten hab, hat er dran gezogen, es mitgenommen und ein Stück weiter weg verspeist...) Ich war richtig stolz, trotzdem!


Am nächsten Tag ist mein Vater dann noch einen Schritt weitergegangen und hat aus dem abgeschnittenen Boden einer PET-Flasche ein Katzenschälchen improvisiert (ich hatte nicht die geringste Ahnung, wo meine Plastikdöschen gerade waren in dem ganzen Umzugschaos). Da gab es dann ein wenig Milch, vermischt mit viel Wasser, hinein, und er hat sie ganz gierig aufgeschlabbert – und auch pures Wasser, das wir ihm dann hingestellt hatten. Der arme Kerl hatte richtig, richtig Durst und ein Schälchen nach dem anderen ausgetrunken – was nicht ganz unproblematisch war, weil er sie beim Trinken einmal über die ganze Terrasse gejagt hat. Finde mal den durchsichtigen Unterteil einer PET-Flasche wieder, auf einer Terrasse, die nicht nur bewachsen ist, sondern auch voll mit anderem Krams vom Umzug steht! Seine Spezialität war dann auch, das Schälchen hinter die Müllsäcke zu jagen...


Ungefähr das war auch der Punkt, wo wir beschlossen haben, dass es mit dem armen Kerl nicht so weitergehen kann. Der Filz auf seinem Rücken war richtig groß und sah richtig fies aus, und obwohl er keine Schmerzen daran zu haben schien (er hat sich auch draufgelegt, ohne zu zucken oder zu jammern), da musste jemand drübersehen. Außerdem war das Fell nicht wirklich schön, die Krallen waren an allen Pfoten sichtbar, und er sah nicht nur dünn aus, sondern auch richtig schwach. Wenn man ihm zu nahe gekommen ist, hat er dann doch ziemliche Energien entwickelt und ist schnell weggelaufen, aber seine Bewegungen sahen allgemein mehr nach „Fühlt sich jetzt nicht so toll an, das“ aus als nach „Juchu, juchu, ich kann springen, ich kann toben, juchu!“ Außerdem sah man mit bloßem Auge schon Zecken an den möglichsten und unmöglichsten Stellen, beispielsweise am Ohr oder an der Backe, und neben seinem großen, verfilzten Stück hatte er auch allerlei anderes Grünzeug im Fell hängen.


Also musste ein Tierarzt her. Aber woher? Nicht nur, dass ich keine Ahnung hatte, wo man hier in der Gegend einen kompetenten Tierarzt auftreiben kann, wir sind auch gerade umgezogen, in eine Wohnung, die dreimal so groß ist, wie unsere alte, und die wir renovieren mussten... und das kostet Geld. Einen Haufen Geld sogar, und bei einer Studentin und einem im Moment arbeitslosen Einzelhandelskaufmann wächst das nicht an den Bäumen. Deswegen hatte der ursprüngliche Plan auch „erst umziehen, dann sparen, dann Katze“ gelautet und nicht anders, aber da hatte uns ja jemand jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #6
Deswegen hatte der ursprüngliche Plan auch „erst umziehen, dann sparen, dann Katze“ gelautet und nicht anders, aber da hatte uns ja jemand jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ja, so spielt einem das Leben manchmal Streiche ;-)

Ich habe deine Geschichte gerade gelesen und sofort abonniert und bin seeehr gespannt, wie's weitergeht :-D
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #7
Was für eine Geschichte ich bin ganz gespannt wie es weiter geht.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #8
Soo genial und toll geschrieben... ich freu mich auf die Fortsetzung!
*abonnier*
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #9
Danke für euer Lob und das Interesse, es tut echt gut, sich das alles mal von der Seele zu schreiben und Anteilnahme zu bekommen. Ich glaub, so actionreich wie mit dem alten Herrn war mein Leben noch nie ;)



***



Rat gab es von einer Freundin, die auch zweifache Katzenbesitzerin ist (was bedeutet, dass sie jetzt, nachdem sie mit ihrem Freund zusammengezogen ist, drei Katzen in der Wohnung sitzen hat, von denen eine sinnigerweise „Katze“ heißt). Nicht nur, dass sie uns erklärt hat, dass das Trockenfutter, das er von den Nachbarn bekam, nicht gut für ihn ist, weil er das ganze Getreide nicht verdauen kann, und deswegen Feuchtfutter hermusste (am besten ohne Zucker und Getreide), sie kennt auch jemand von der lokalen Katzenhilfe hier in der Gegend und hat uns versprochen, da Kontakt aufzunehmen und von „unserem“ Tier zu berichten.


Wir haben zwischendrin beim nächsten Einkauf mal eine Dose Feuchtfutter mitgenommen, um zu sehen, wie der Streuner das so aufnimmt (wollten nicht zu viel kaufen) – und naja, er hat es nicht gefressen... er hat es förmlich inhaliert (und er war in der Zeit, in der er gefressen hat, auch leise!). Nix mit „Näh, Trockenfutter schmeckt besser“ oder „Komisches Zeug, das, mag ich nicht!“ oder „Ich hätte lieber eine andere Sorte“... nein. Hingestellt, wir hinter die Terrassentür, und schon war er da und hat es verschlungen, danach den Wassernapf leergetrunken. Danach saß er natürlich wieder in den Büschen, aber unsere Terrasse war von dem Moment an als Futterplatz vollkommen akzeptiert.


Wir haben natürlich Nachschub an Futter gekauft (erstmal eine Dose bei Rewe bei mir nach der Arbeit – ich hab noch nie 1,60 für eine Dose Katzenfutter gezahlt, aber das war das einzige, was sie ohne Getreide und Zucker dahatten. Ich hätte nie gedacht, dass dieses ganze, teure Markenfutter, für das so viel Werbung gemacht wird, so viel Inhaltsstoffe enthält, die nicht gut für Katzen sind. Und einmal standen mein Vater und ich vor dem Futterregal bei Lidl und haben die ganzen Sorten durchgesehen und mal eine statistische Auswertung gemacht, welches Futter die anderen Katzen gerne fressen – und dann haben wir nur Katzenmilch und Leckerlis geholt, weil wir beide dachten, der andere hat Dosen eingepackt), aber er hat sich weder von einem Markenwechsel noch von verschiedenen Sorten irritieren lassen. Es ist da, es ist Futter, es ist gut – und es ist weg. Man weiß ja nie, ob die merkwürdigen Leute da ihre Meinung nicht noch ein wenig ändern und man dann nichts mehr zu fressen bekommt! Und bis dahin muss man ja Fett anlegen!


Das Feuchtfutter scheint irgendwie auch bei seinem Vertrauen in uns Wirkung gezeigt zu haben... zwei Wochen, nachdem wir mit der Renovierung angefangen haben, hat er sich dann auch das erste Mal anfassen lassen. Zuerst durfte man nur ganz, ganz zart die Fellspitzen berühren, so im Vorbeilaufen quasi, während er auf der Terrasse unterwegs war, aber irgendwann ließ er sich dann auch ein klitzekleines bisschen streicheln. Gut, beim ersten Geräusch war er schon wieder weg, bei jeder Art von plötzlicher Bewegung auch, aber er ließ sich zumindest ein bisschen anfassen.


Das war dann auch der Moment, wo ich angefangen hab, mir richtig Sorgen zu machen um ihn. Ich hab ja schon einige Katzen gestreichelt in meinem Leben, nicht nur große, etwas breitere Katerbrummer, sondern auch kleine, zarte, dünne Kätzchen, aber bei keiner dieser Katzen hat sich das Rückgrat angefühlt wie ein Sägeblatt. Für Studenten der Tiermedizin ist das natürlich super, wenn man noch nicht weiß, wie viele Wirbel so eine Katze hat, kann man die nämlich an ihm prima abzählen, aber für seinen Gesundheitszustand spricht das natürlich nicht gerade. Die Schulterblätter vorne stechen auch ziemlich heraus, man kann sie richtig sehen, wenn er sich hingelegt hat, und die Hüftknochen sind vorne und hinten doch klar ertastbar. Jede normale Katze hat da Muskeln... aber er kein Stück. Erklärt natürlich auch, warum er es mit dem Springen und dem Rumlaufen nicht so hat, wenn man keine Muskeln hat, ist das natürlich fürchterlich anstrengend.


Das mit dem Tierarzt war natürlich also noch ein Stück dringender, aber die Freundin hatte bei der Katzenhilfe noch niemanden erreicht, und so langsam wurden wir ungeduldig. Wenigstens hat der arme Kerl (denn wir haben, von der Größe her und vom Kopf, vermutet, dass es ein Kater ist, auch wenn keine Kronjuwelen sichtbar waren) gut gefressen, zwischen einer ganzen 400g-Dose und drei Vierteln davon, am Tag (und ich bin mir sicher, wenn man ihn gelassen hätte, hätte er auch anderthalb verputzt!), das war schonmal beruhigend. Wenn er brav frisst und trinkt, dann kann es zwar noch immer schlimm werden, aber dann scheint er sich subjektiv nicht ganz so mies zu fühlen.


(Grade, und das muss ich jetzt schreiben, weil es so niedlich war, hab ich den Kater und meinen Verlobten nebeneinander friedlich schlafend auf dem Sofa gefunden. Awww!)


Während wir also darauf gewartet haben, von der Katzenhilfe zu hören, sind wir auch mit den Nachbarn aus dem Obergeschoß ins Gespräch gekommen (man muss sich ja über den Kater austauschen), und sie haben uns seine Geschichte erzählt, soweit sie eben davon wissen. Früher scheint mit seinen Besitzern in der Wohnung gewohnt zu haben, in der wir jetzt wohnen – den Vormietern unserer Vormieter (die uns in Erinnerung geblieben sind, weil sie so viele Kerzen im Wohnzimmer abgebrannt haben, dass da ein Kranz an Rußflecken auf der Decke zu sehen war, bevor wir renoviert haben). Die haben dann allerdings irgendwann beschlossen, dass sie lieber einen Hund hätten als eine Katze, und den armen Kerl einfach rausgeworfen, und ihn bei ihrem Auszug (das war vor sieben Jahren) zurückgelassen. Arschlöcher, das.


Wir vermuten auch, dass er geschlagen oder anders misshandelt worden ist – jedes Mal, wenn wir einen Besen oder einen Wischer oder die Stange von der Malerrolle in der Hand hatten, ist er panisch weggelaufen (das heißt, noch panischer als sonst). Außerdem hatte er ziemliche Angst vorm Eingesperrtsein – wir haben ihn auf seiner Terrasse schon nicht mehr so richtig gestört, aber die Türschwelle nach drinnen mochte er dann doch nicht überschreiten. Er saß dann immer so da und hat bei offener Tür nach drinnen gesehen, aber reingetraut hat er sich nicht. Bei den Nachbarn war es ähnlich, im Winter haben sie ihn zwar manchmal dazu überreden können, in den Hausflur zu kommen und mit zu ihrer Wohnungstür zu laufen, um sich ein bisschen aufzuwärmen, aber in ihre Wohnung wollte er nicht, und sobald die Haustür zugemacht wurde, wurde er auch panisch.


Der arme Kerl hat sich also mehr als sieben Jahre mehr oder weniger alleine draußen herumgeschlagen, nachdem er von seinen alten Besitzern verjagt wurde, ist aber trotzdem immer noch bei der Wohnung geblieben, in der er damals gewohnt hat. Als wir das erfahren haben, war für uns alles klar – alte Bäume verpflanzt man nicht, und der Kater bleibt bei uns. Selbst wenn er sich nie bei uns in die Wohnung traut und nicht streicheln und kuscheln möchte und immer ein „Draußenkater“ bleiben wird, das ist mehr sein Zuhause als unseres (wir sind ja neu hier und hatten erst ein paar Nächte in der Wohnung geschlafen), und er bleibt. Es sei denn, es gibt irgendwelche Probleme mit ihm, die wir hier nicht lösen können, dann braucht man natürlich eine andere Lösung.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #10
(Grade, und das muss ich jetzt schreiben, weil es so niedlich war, hab ich den Kater und meinen Verlobten nebeneinander friedlich schlafend auf dem Sofa gefunden. Awww!)

DER Kater von dem du hier die ganze Zeit berichtest? Liegt jetzt mit deinem Verlobten auf dem Sofa? Der, der sich nicht in die Wohnung traute und bei geschlossenen Türen panisch wurde?
Wie genial ist das denn!!!!

Kannst du nicht schneller tippen???? :mrgreen: Halte es nicht mehr aus vor Spannung wie's weitergeht!!! :mrgreen:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #11
Huhu,

bin gerade durch Zufall über die Geschichte gestolpert.:lol:

Wunderschön! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und natürlich Fotos von dem Hauptdarsteller.
Du hast echt Talent.

LG
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #12
*Abonniert* :-D
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #13
Auch ich bin ganz gespannt wie das weitergehen wird mit euch dreien :)
Schreib schreib schreib ;)
Lg
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #14
Eine spannende Geschichte und dazu klingt sie nach einem Happyend, da bin ich mal sehr gespannt auf die Fortsetzung :lol:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #15
Ich kann es auch kaum erwarten wie es weiter geht
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #16
Ja, DER Kater, höchstselbst. Findet das Sofa offensichtlich ganz toll, besonders, wenn da ein Mensch draufsitzt, der ihn streicheln und kraulen und ihm Beachtung geben kann... ganz besonders dann! (und heute riecht er auch gut nach Heu, weil er den ganzen Tag draußen war und die Wiese neben unserem Haus frisch gemäht ist) Und getippt ist das ganze ja schon (auch wenn es mit jedem Tag länger wird ;) ) ich will euch nur nicht alles auf einmal zumuten. Ist schon eine ziemlich lange Geschichte mit ihm. Und das mit dem Talent ist auch relativ - wenn man seit mehr als zehn Jahren Fanfictions schreibt, sollte man den Dreh dann auch langsam raushaben, wie das so geht mit dem Schreiben *hust* Zumindest rede ich mir das gerne ein.

Und ich freu mich sehr für die Unterstützung hier... ist ganz toll, von euch zu hören :)

Fotos von ihm hab ich heute schon gemacht, blöd ist nur, dass ich keinen SD-Card-Reader mehr im Laptop hab und kein Kabel, um die Kamera zu verbinden. Die braucht irgendwie so ein schmales Mini-USB, aber ich hab nur breites Mini-USB. Aber mein Vater hat, bevor er gefahren ist, noch ein paar Fotos gemacht, und die möchte ich euch nicht vorenthalten :)

Auf dem ersten Bild (die jetzt ca. eine Woche alt sind - zwei Tage nach dem ersten Tierarztversuch, von dem ich unten berichtet hab) sieht man das Gestrüpp auf seinem Rücken (das mittlerweile ab ist), auf den anderen beiden, dass er schon viel flauschiger und zutraulicher geworden ist (und dass er kein kleines, zartes Kätzchen ist, sondern schon ein richtiger Kater mit Katerkopf und so. Und seine Augen :d078:). Er ist übrigens auch nicht ganz schwarz, wie man das nach den Bildern vermuten könnte, sondern eigentlich ist er schwarz-dunkeldunkeldunkelbraun getigert. Auch wenn ich ein paar Wochen gebraucht hab, um ihn mal nahe genug und im richtigen Licht zu sehen, um das zu erkennen ;)

Außerdem kommt er mir irgendwie... fluffiger vor also so eine normale Kurzhaarhauskatze - was meint ihr? So von den Fotos her?

***

Dadurch wurde es natürlich umso dringender, dass wir jetzt endlich einen Tierarzttermin bekommen würden (dem wir dann doch mit ziemlichem Zittern entgegengesehen haben, weil er ja bei uns bleiben sollte. Mein Verlobter hat sogar gesagt, dass ich mich nicht zu sehr an ihn gewöhnen sollte, weil es ja sein könnte, dass er nicht bleiben kann oder sogar eingeschläfert sein muss, aber da war es eh schon um mich geschehen. Außerdem hätte uns dann doch interessiert, ob wir jetzt einen Jungen oder ein Mädchen beherbegen). Zum Glück haben wir dann endlich jemanden von der Katzenhilfe erreicht, und es gab gute Nachrichten: Nachdem der Herr ja ein Streuner ist, würde die Katzenhilfe die Tierarztkosten samt eventuell nötiger Kastration und die Tätowierung übernehmen – wir müssten ihn nur zum Tierarzt bringen.


Nachdem er sich zu diesem Zeitpunkt schon recht gut streicheln und kraulen ließ, jeden Morgen wie ein Uhrwerk maunzend vor unserer Terrassentür stand, wenn der Rollladen hochging, um sich sein Frühstück abzuholen, und sich sogar ein bisschen hingelegt hat, wenn man ihn an seinen Lieblingsstellen am Hals und hinter den Ohren gekrault hat, waren wir recht zuversichtlich, dass wir das auch schaffen würden, und haben einen Tierarzttermin gemacht und uns einen Transportkorb ausgeliehen.


Zugenommen hatte er zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr brav (um genau zu sein, er ist auseinandergegangen wie ein Hefeteig, so sehr, dass ich mir schon Sorgen gemacht hab, er könnte zu dick werden!) und sein Fell war auch schon viel schöner, was uns dann doch erleichtert hat. Nur beim Einfangen hatten wir uns dann doch überschätzt... wir hatten dann am Montag darauf direkt morgens Tierarzttermin, damit er eventuell noch ins OP könnte, falls er (oder sie, das wussten wir noch nicht) kastriert werden müsste oder eine andere OP nötig wäre. Also sind wir früh aufgestanden, haben gefrühstückt, und sind dann nach draußen auf die Terrasse, um das Tier irgendwie in seinen Transportkorb zu packen und ihn dann zum Tierarzt zu fahren. Er stand auch schon gleich maunzend da (das war eigentlich meine Sorge gewesen, dass er nicht herkommt) und hat nach seinem Frühstück verlangt, das er natürlich nicht bekommen durfte, weil er ja nüchtern sein musste für den Fall der Fälle. Nur dann lief alles anders als geplant...


Wir wussten ja schon vorher, dass Katzen ihre Fläche im Zweifelsfall vervielfachen können und ihre Pfoten aufspannen wie Flughörnchen, wenn sie irgendwo reinmüssen, und dass Katzenkörbe eine verdammt kleine Öffnung haben. Aber dass der halb verhungerte Kater ohne Muskeln, der sich dann auch schon streicheln ließ (aber nicht hochheben, Bauch anfassen fand er ganz böse!) solche Kräfte entwickeln kann, hätte ich nicht gedacht... um es kurz zu machen: Wir haben ihn nicht in die Box gekriegt. Oder um genauer zu sein: Wir haben ihn reingekriegt, aber die Tür nicht zu, und zu fest halten und ihm wehtun wollten wir dann auch nicht (was ist nur aus den guten, alten „Klappe zu, Katze drin“-Transportkörben geworden? Warum haben die jetzt keine Türchen mehr, sondern ein Gitter, das man davor halten muss, einhängen, und mit vier (vier!) Verschlüssen zumachen muss? Wer hat sich son Scheiß ausgedacht?). Jeder Versuch danach, mit Leckerlis, Kartonbox, Kissenüberzug, Gurren und wieder anlocken ist natürlich auch gescheitert, und insgesamt war es ein hundsmiserabler Morgen für uns. Im Endeffekt ist der Kater dann in den Nachbargarten abgehauen, zu Tode beleidigt, und wir standen da, haben uns angeguckt, und uns war beiden zum Heulen zumute. Wir wollten ihm ja nichts Böses, ihn einfangen, um ihn zu quälen, aber das kann man dem armen Kerl natürlich nicht erklären... haben dann beim Tierarzt angerufen, den Termin abgesagt, ein bisschen Futter nach draußen gemacht, und die Wohnung weiter renoviert. Tiefpunkt des Morgens war, als mein Verlobter mich angesehen hat, mit diesen todtraurigen Augen, und gefragt hat: „Was ist, wenn er jetzt gar nicht mehr zurückkommt?“


Zum Glück war er weder so klug noch so nachtragend, wie wir befürchtet hatten, sondern eher ein bisschen doof und ziemlich hungrig, also saß er mittags wieder vor unserer Terrassentür, und abends hat er sich schon wieder streicheln lassen und ist in die Wohnung gekommen. Die hatte er nämlich mittlerweile auch erobert. Zuerst hat er nur den Kopf über die Schwelle gestreckt und misstrauisch reingesehen, danach haben es dann die ersten beiden Pfoten nach drinnen geschafft, ein paar Tage später auch die Hinterpfoten, und irgendwann hat er dann kleine Kreise im Wohnzimmer gelaufen. Die wurden dann immer größer, und irgendwann, als es dann Futter gab, ist er auch sehr fordernd maunzend (eigentlich maunzt er ja immer, aber wenn er mitbekommt, dass es Futter gibt, dann nimmt dieses Maunzen noch eine ganze eigene Qualität an) mit in die Küche gekommen. Mittlerweile kann ich Futter eh nur noch in Trippelschritten holen, weil ich sonst auf einen Kater trete oder über einen Kater falle.


Seinen Lieblingsplatz im Wohnzimmer hat er dann auch irgendwann gefunden, mit Blick durch die Terrassentüre nach draußen, direkt an der Ecke zur Küche, neben dem Heizkörper. Da konnte man sich manchmal, wenn nicht so viel los war und ständig Leute durch die Gegend liefen, tatsächlich hinlegen. Ich hab dann irgendwann einfach ein Handtuch mit einer Decke druntergelegt, damit er nicht auf den kalten Fliesen liegen muss. Der Rest der Wohnung (Flur, Abstellkammer, Büro, Bad, Schlafzimmer, wobei er ins Schlafzimmer nicht durfte, weil wir noch nicht wussten, was er so hat) wurde ganz kurz begutachtet, scheinen ihm aber noch immer nicht so geheuer zu sein... das Lieblingszimmer ist einfach das Wohnzimmer, weil er da nahe an der Terassentür ist und er nach draußen sehen kann. Auch, wenn sie dann zu ist – das ging nämlich tatsächlich auch irgendwann, dass man zumachen konnte. Mutiger kleiner Kerl! Ich bin stolz auf ihn! (wäre auch scheiße kalt sonst im frühen April).
 

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  • Draußen vor der Tür Beitrag #17
Oh ist der wunderschön!

Tolle Geschichte - ich bin total auf die Fortsetzung gespannt :)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #18
Du hast so schön geschrieben, ich freue mich für euch...ihr habt euch gefunden, das ist wirklich toll!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #19
Das ist aber ein hübscher Kerl. Ich danke dir dass du ihm ein zu hause gegeben hast.

Bin auch gespannt wie es weiter geht.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #20
Hübsches Kerlchen, tolle Geschichte, spannend erzählt.
Weiter bitte.
 
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