Draußen vor der Tür

Diskutiere Draußen vor der Tür im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Natürlich ist der wunderschön, er ist der schönste Kater der Welt (auch wenn er draußen immer ein wenig mitleiderregend aussieht, wei er so...
  • Draußen vor der Tür Beitrag #21
Natürlich ist der wunderschön, er ist der schönste Kater der Welt (auch wenn er draußen immer ein wenig mitleiderregend aussieht, wei er so rumschleicht... aber drinnen ist er wirklich hübsch und sehr dekorativ auf den Handtüchern, die ich jetzt überall hingelegt hab, damit er sich drauflegen kann. Gut, eigentlich waren die dafür gedacht, dass ich keine kalten Füße bekomme auf den Wohnzimmerfliesen, aber irgendwie sind die dann weitergewandert. Weiß auch nicht, wie das passiert ist)!



Aber er hat sich ziemlich über euer Lob gefreut, zumindest denke ich das. Dass er so geschnurrt hat, könnte natürlich auch damit zu tun haben, dass ich ihn gekrault hab, als ich ihm davon erzählt hab, aber so undankbar schätze ich ihn dann doch nicht ein. Ich meine, guckt doch, wie lieb er uns jetzt hat :)



***



Das Problem, wie wir ihn dann zum Tierarzt schaffen konnten, war damit, dass er brav in der Wohnung bleibt, sogar wenn die Tür zu ist, und uns anschreit, aber natürlich noch nicht gelöst. Nach Rücksprache mit der Katzenhilfe haben wir uns dann eine Lebendfalle von denen ausgeliehen, von der er natürlich gar nicht begeistert war, auch wenn wir sie noch gar nicht scharf gemacht hatten. Weil: ab sofort gab es sein Futter dann halt nur noch in der Lebendfalle (zuerst ganz am Eingang der Falle). Davon war er natürlich gar nicht begeistert, zumindest am Anfang. Böse geguckt, bisschen gemaunzt, bisschen geschrien, gewartet, bis wir weg sind, und dann irgendwann hat er verstanden, wo wir sein Futter hingetan haben. Also hat er ganz vorsichtig den Kopf hineingesteckt und das Futter rausgemampft, ohne mit den Pfoten in die Falle zu gehen. Und nachdem dieser Schritt geschafft war, haben wir, gemein wie wir sind, natürlich Futter und Wasser ein bisschen weiter nach hinten gestellt – und das Problem bemerkt. Die Falle stand nämlich nicht ganz stabil auf dem Boden, und sobald er draufgetreten ist, ist sie ein bisschen gekippelt... und etwas, das kippelt, ist natürlich ü-ber-haupt-nicht geheuer und da darf man nicht reingehen! Das war allerdings mit ein bisschen Zeitung und Karton auch schnell gelöst.


Scharfgemacht haben wir die Falle natürlich noch nicht (erstmal anfüttern, den armen Kerl, bevor er die Gegenleistung erbringen muss. Wie bei Politikern), und dann hieß es warten. Nach den ersten zwei Tagen ist er dann auch zügig in die Falle gegangen, sobald wir ihn gefüttert haben, auch wenn das Futter ganz am anderen Ende stand und er ganz hineinmusste, sodass man beim Fressen nur noch eine schwarze, wackelnde Schwanzspitze gesehen hat. Und verziehen hat er uns dann auch irgendwann, dass wir ihn einfangen wollten... aber er wird ja auch gefüttert.


Allerdings waren damit die Probleme noch nicht vorbei. Denn: der Kerl ist ein kleiner Schreihals! Zuerst, als er nur draußen saß, dachte ich, dass er vielleicht total Hunger hat oder es ihm anderweitig sehr schlecht geht, und er deswegen schreit, aber nach ein paar Tagen, wo er tagsüber mit uns in der Wohnung war, haben wir festgestellt, dass es das auch nicht sein kann. Denn: Nach einer Dose am Tag kann eine Katze nicht mehr hungrig sein (vor allem, wenn auf der Dose steht, dass eine ganze Dose für eine 6-Kilo-Katze ist, und der Kerl nichtmal in seinen wildesten Träumen sechs Kilo wiegt!). Durst kann es auch keiner sein, wenn das Wasser irgendwann stehen bleibt... und sobald man ihn streichelt und krault, ist das Gejaule auch schlagartig wieder weg. Und wenn es nach ihm gehen würde, könnte man das ja vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, machen. Selbst essen oder schlafen oder auf die Toilette? Das braucht doch kein Mensch! Und natürlich muss man sich die ganze Zeit bücken, um ihn zu streicheln (mein Kreislauf mag das gar nicht), und gerade, wenn man glaubt, es reicht, wenn man nur die Hand hinhält, meint er, dass er sich hinlegen muss, woraufhin man sich noch tiefer bücken muss. Ich glaube, er steht drauf, wenn man diese Haltung einnimmt... und echt, wenn ich gewusst hätte, dass ich so viel Zeit auf dem Boden der Wohnung sitzend verbringen würde, hätte ich mir doch Teppichboden geholt.


Ignorieren kann man ihn leider auch nicht, wenn er schreit, weil er es doch schafft, sehr energisch und penetrant zu sein. Manchmal, wenn in der Wohnung nichts los ist und wir alle irgendwo sitzen oder fernsehen, da schafft er es, sich auf seinen ausgesuchten Katzenplatz zu legen und mal für ein Viertelstündchen Ruhe zu geben. Aber ansonsten... entweder streicheln oder füttern, sonst ist keine Ruhe, und mit der Zeit wird das dann doch sehr anstrengend und geht einem wirklich auf die Nerven. Wirklich! Vor allem, weil er es natürlich nicht schafft, sich zu uns ins Büro zu legen (da ist es ihm nämlich noch immer sehr unheimlich) und für seine fünf Minuten streicheln dann zu uns an die PCs zu kommen... nein. Da setzt man sich lieber in die Küche und schreit einen durch den Flur an, bis man dann kommt. Oder ich setze mich ins Wohnzimmer mit dem Laptop, damit ich nur die Hand nach unten halten muss, wenn er wieder einmal gestreichelt werden möchte (ich muss nicht erwähnen, dass ich die letzten Tage sehr viel mit dem Laptop im Wohnzimmer saß, oder? Irgendwann war ich so weit, dass ich mir gesagt hab „Jetzt gehst du nicht aufs Klo/Trinken holen, der Kater liegt grad still!“ Er hat mich gut erzogen.)


Nervig daran ist auch, dass man ihn nicht einfach mal kurz zwischendrin streicheln konnte, sondern jedes Mal streicheln mit einem Trip ins Bad zum gründlichen Händewaschen verbunden war. Man weiß ja nicht, was dran ist an dem Tier, Zecken, Milben, Flöhe, Läuse, Würmer, bei einer Katze gibt es da ja 1001 Möglichkeiten, und man will das alles nicht selbst an den Händen oder in den Haaren oder im Mund haben. Also alles sehr anstrengend, und meinem Verlobten merkte man dann auch an, dass ihm das ziemlich auf die Nerven geht, während ich darüber noch eher lache... noch. Ich hoffe ja, dass sich das irgendwie gibt, glaube aber nicht daran – wie mein Vater es formuliert hat, „Er ist halt einfach ein alter Raunzer!“


Abgesehen davon kann man sich aber nicht beklagen über ihn. Er macht nirgends hin, er zerkratzt die Einrichtung nicht, er kratzt uns nicht (außer als wir versucht haben, ihn in die Transportbox zu machen, aber das werd ich ihm nicht vorhalten), er beißt uns nicht, er springt nicht auf alles hinauf (was mir aber eher Sorgen macht), durchstöbert nicht alles (er hat nur einmal den Kopf in die Biotüte gesteckt, aber da waren auch Hühnchenknochendrin... und jetzt hab ich einen Eimer mit Drehverschluss!) frisst uns nicht alles weg, und lässt sich sehr gerne kraulen und streicheln. Hochheben ist ihm nicht geheuer, das mag er gar nicht, aber er muss ja auch keine Tragekatze werden. Den Bauch kraulen findet er auch nicht so toll, da soll man lieber an den Hals gehen, und den Schwanz darf man auch nicht anfassen, dann maunzt er nämlich. Aber sonst... ein ganz lieber, und wo das Fell schöner wird und er zunimmt, auch ein sehr hübscher, wie ich finde. Aber er hat mich ja ohnehin schon um den kleinen Finger gewickelt, spätestens in dem Moment, wo ich ihn am Hals gekrault hab, und er angefangen hat, ganz zart zu schnurren. Zuerst nur ganz leise, so dass man fast die Luft anhalten musste, um es zu hören, aber ein paar Tage später dann immer lauter und lauter, und irgendwann hat er sich dann auch an mein Bein gekuschelt, während ich mit ihm geschmust hab. Mittlerweile sind wir eher beim Rasenmäher angekommen. Das Gefühl von einer warmen, flauschigen (und mittlerweile hat er schon ziemlich viel Flausch) Katze neben einem ist nicht zu übertreffen – außer vielleicht von einer warmen, flauschigen Katze auf dem Schoß...
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #22
Ich hab jetzt nur mal kurz überflogen, nachher lese ich alles mal genauer durch, aber kann es sein, dass der Kater taub ist?
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #23
DAS hab ich mich auch schon gefragt (wegen dem Schreien...)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #24
Taub wäre auch mein erster Gedanke gewesen, dass der arme Tropf so schreit, weil er sich selbst nicht mehr hören kann und deswegen alles fies und unheimlich ist und er jemanden braucht, der ihm dabei hilft. An dieser Theorie gibts nur leider ein Problem: Er reagiert wirklich prima auf Geräusche. Wenn irgendwas einen Schlag tut, dann zuckt er und haut er ab. Wenn ich mit der Zunge schnalze oder schnipse oder klatsche, während er auf seinem Deckchen liegt, dann macht er die Augen auf und guckt mich böse an, weil ich ihn gestört hab. Und eben, als der Küchenwecker geschellt hat, hat er ausgesehen, wie wenn er hier gleich in den Streik tritt, so mit halb angelegten Ohren und gequältem Gesichtsausdruck. Außerdem kann man ihn rufen, auch wenn er um die Ecke des Hauses ist, indem man auf die Terrasse geht und beliebige, freundliche Geräusche macht.

Ich glaub, der hat einfach entweder in seiner ehemaligen Familie oder auf der Straße gelernt, dass er (eventuell auch negativ) Beachtung und Futter bekommt, wenn er schreit und auf sich aufmerksam macht. Und jetzt, wo er Futter und Aufmerksamkeit gratis bekommt, auch ohne dass er rumjammert, hört er auch nicht mehr damit auf, oder zumindest nicht so schnell und nach so kurzer Zeit.

Meint ihr, wir müssten das Problem gleich angehen, während er sich noch an uns gewöhnt, mit Ignorieren und so (dann könnten wir ihn eigentlich gar nicht mehr streicheln - wenn er sieht, dass "etwas los ist", maunzt er immer gleich und kommt angelaufen), oder erstmal hoffen, dass sich das mit viel Zuwendung (und Aufpäppeln) legt, und sich danach drum kümmern, wenn er mal festgestellt hat, dass es bei uns doch nicht so schlecht ist und gesundheitlich alles passt? (körperlich können wir halt doch noch nicht alles ausschließen, leider)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #25
Ich habe euere Geschichte nun auch gefunden. Sie ist wunderschön! Und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

Zu euerem "Problem". Ich denke da erreichst du durch ignorieren nichts. Eher so wie es ja schon ist mit viel Beachtung.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #26
Da bin ich echt froh, dass du das sagst. Kuscheln und streicheln und liebhaben und mit ihm reden kommt mir nämlich viel natürlicher als konsequentes Ignorieren ;)

Und ich hab eben festgestellt, dass ich euch eben eine Fortsetzung zu unserer Geschichte schuldig geblieben bin. Langsam nähern wir uns sogar der Gegenwart, der erwähnte (zweite) Tierarzttermin war am Montag.

***

So gut das alles lief, so gut er sich an uns gewöhnt hatte, so gerne er bei uns in der Wohnung war, so gerne er sich streicheln ließ – zum Tierarzt musste der Gute halt trotzdem, da führte kein Weg drumherum, und wenns auch nur zum Durchchecken wäre. Und da das mit der Lebendfalle mit dem Anfüttern so gut geklappt hat, haben wir einen Termin für eine Woche nach dem ersten Versuch gemacht. Natürlich waren wir alle beide schon zwei Tage davor richtig besorgt und nervös... aber zum Glück hat es dann doch geklappt, und das ohne mich, weil es mir an dem Tag ziemlich mies ging. Lebendfalle auf, bisschen Futter rein, scharf gemacht, gewartet, bis die Katze reingeht... und dann die Lebendfalle mit der Hand ausgelöst. Denn: Herr Kater aß nämlich lieber mit den Pfoten hinter dem Trittbrett und gefühlt auf zwei Meter gestrecktem Hals, anstatt auf das fallenauslösende Trittbrett zu treten und näher an sein Futter zu kommen. Also händisch ausgelöst... und Glück gehabt, dass der Schwanz nicht von dem Fallverschluss getroffen wurde.


Danach ging natürlich das fürch-ter-lich empörte Geschrei in den miesesten Tönen los, das natürlich auch während der ganzen Autofahrt so weiterging, dass man ihn am liebsten aus Mitleid wieder rauslassen würde. Zum Glück musste ich da nicht dabei sein, sondern lag zu Hause im Bett, und mein Verlobter hat das übernommen, ihn zum Tierarzt zu fahren. Als der Arme dann wieder zurückkam, war er auch ganz fertig (mein Verlobter) – das Katzentier tut einem dann ja doch fürchterlich leid, wenn es so vor sich hin jammert und die Schlechtigkeit der Welt beklagt, weil man gemein zu ihm war. Und in dem Fall waren wir wirklich gemein zu ihm – für die Komplettuntersuchung und die Rasur der verfilzten Stelle (und Gott sei dank war sie wirklich nur verfilzt. Keine Wunde, kein Ekzem, kein Geschwür, und auch kein Pilz drunter) mussten wir ihn nämlich in Narkose legen. Dafür gab es dann aber einige neue Erkenntnisse.


Erstens – er ist tatsächlich ein Kater, und zwar ein schon kastrierter (es sei denn, die Hoden sind im Bauchraum, was ja auch passieren kann, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering). Zweitens – er wiegt 3,5 Kilogramm, was bedeutet, er könnte noch so ½ bis 1 kg zunehmen, bis er wieder ein normales Gewicht für seine Größe hat. Drittens – wir haben noch immer keine Ahnung, wie alt er ist. Tierarzt meint, dass er mindestens ein Jahr alt war, bevor er ausgesetzt wurde (er ist doch ziemlich groß, kein kleines, während des Wachstums unterernährtes Kätzchen), die Zähne sind auch noch ziemlich schön, auch wenn ein paar fehlen, aber ansonsten kann man nicht wirklich etwas sagen. Viertens – das mit dem Händwaschen nach dem Streicheln und dass wir ihn nicht ins Schlafzimmer gelassen haben, war eine gute Idee, denn er hatte nämlich Zecken allüberall. Vom Zeckenei bis zum richtig großen, vollgesogenen Ding, alles, und überall. Er war so voll mit Zecken, dass er keine Flöhe, keine Läuse und keine Milben hatte, wahrscheinlich, weil dafür einfach kein Platz mehr auf ihm war. Also wurde er erstmal gründlich entzeckt, neben der Rasur, im gleichen Rutsch wurden auch noch die Krallen geschnitten (die konnte er ja nicht mehr einziehen), das Fell gebürstet (mit der Fellpflege scheint er es nicht so zu haben), und er wurde tätowiert. Ansonsten müssen wir ihn weiter päppeln, bis er wieder ein anständiges Gewicht erreicht hat und Muskeln aufbaut, und wenn sonst nichts ist, einmal im Jahr zur Kontrolle, da man ja nicht weiß, wie alt er ist, und er auch durchaus schon mehr als 10 Jahre alt sein könnte. Wegen den Zecken wurde er im Nacken betropft, um sie abzuhalten, und wir sollen bloß die Finger von den Halsbändern lassen und ihn in vier Wochen wieder betropfen, damit die nicht zurückkommen. Und ihn bürsten, wenn er uns denn lässt, damit das Fell nicht wieder so verfilzen kann.


Während er noch beim Tierarzt war und langsam aus der Narkose aufwachen durfte, haben wir dann ein bisschen Geld investiert und ihm eine Toilette gekauft, dazu Streu, ein Katzentoilettenschäufelchen und diese speziellen Müllsäcke. Nach der Narkose muss er ja die Nacht über drinnen bleiben, weil er ja doch noch ziemlich bedröppelt ist (und das Risiko, dass er von der Hängebauchkatze, die hier auch unterwegs ist, geprügelt wird, will ich natürlich auch nicht eingehen!), und da wollten wir ihm zumindest die Chance geben, uns nicht alles einzusauen. Für einen Moment hatten wir überlegt, ihn in Flur und Bad zu lassen über die Nacht, weil da nichts ist, um das es recht schade wäre, aber den Gedanken dann gleich gelassen, weil wir nachts gerne schlafen würden. Das Schlafzimmer grenzt an den Flur, und außerdem sind ihm Bad und Flur noch immer nicht so wirklich geheuer. Lieber ist er im Wohnzimmer und in der Küche, da ist er entspannt und fühlt sich wohl, und in dem Zimmer sollte er dann auch den Nachmittag und über Nacht bleiben. Also haben wir die Katzentoilette hinter das Sofa gestellt, den Trinknapf (wir haben mittlerweile einen aus Porzellan, kein PET-Schälchen mehr... ist ihm aber auch sehr egal, wo wir die Sachen reinmachen) ins Wohnzimmer, und ich hab mich und meinen Laptop ins Wohnzimmer gepackt, damit ich gucken konnte, wenn es ihm nicht gut geht. Und dann hat mein Verlobter ihn nachmittags abgeholt... und es war so schrecklich!


Zuerst war er so fertig, dass er im Auto im abgedunkelten Korb nochmal eingeschlafen ist, aber dann haben wir ihn rausgeholt... und er war so böse auf uns. Total bedröppelt und konnte nicht gerade gehen, ist aber wie der Blitz hinterm Sofa verschwunden und gar nicht in unsere Nähe gekommen. Und man hat ihm so angesehen, wie viel Angst er hatte... wir haben uns beide total mies gefühlt, weil wir ihm das angetan haben. Getaumelt ist er auch die ganze Zeit, und Zuckungen hatte er auch noch... der arme Kerl.


Zum Glück wurde es nach einer Stunde besser... da hat unser müder, abgekämpfter Krieger sich dann auf den Boden in der Küche in die Sonne gelegt, und wir beide saßen und knieten daneben und haben ihn mit vier Händen gestreichelt. Zwischendrin haben wir beim Streicheln dann auch ein paar Zecken gefunden und rausgezogen, aber da war er so fertig mit der Welt, dass er eh keine Kraft mehr hatte, außer matt vor sich hin zu schnurren, aber definitiv nicht, um sich wirklich zu wehren. Wenn er dann ganz still war, hab ich dann immer noch geguckt, ob er die Augen noch offen hat, und ob er noch atmet, weil mir das doch irgendwie nicht geheuer war, wie er da so lag, so fix und fertig, aber er hat es gut überstanden. Wobei ich zugeben muss, dass ich gemein war und ihn zwischendrin auch ein bisschen ausgelacht hab – wie er da so im Türrahmen saß, und immer wieder ein bisschen gekippt ist, war einfach lustig in dem Moment.


Als er dann wieder ein bisschen fitter war, hat er sich dann auch daran erinnert, dass er auf meinen Verlobten böse sein muss, weil der es ja war, der ihn zum Tierarzt gebracht hat, also musste ich ihn dann immer anlocken, damit er herkommt zum Streicheln, damit mein Verlobter auch streicheln durfte. Und das allerbeste – er hat sich sofort daran erinnert, was so ein Katzenklo ist und wofür man das verwendet, und uns keine Sauerei in die Wohnung gemacht. Ich war so stolz auf ihn, das glaubt ihr gar nicht! So stolz, dass ich mir gedacht hab, dass er ja ein bisschen Wasser haben könnte, aber leider war es dann doch zu viel für den kleinen Gierschlund. Alles ausgetrunken, zwei Minuten später alles in die hinterste Ecke unter dem Küchentisch gewürgt (natürlich in die hinterste Ecke, wohin denn auch sonst?). Und er hat mir so leid getan, weil ich ja Schuld daran war, weil ich ihm zu viel Wasser gegeben hab. Später hat es mit der Taktik „Wassernapf vollmachen, Wassernapf komplett ausgießen, übriggebliebene Tröpfchen für die Katz“ dann aber gut funktioniert, und abends durfte er sogar ein kleines bisschen fressen. Ein bisschen.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #27
Auch schnell abonnier.Freue mich auch auf die Fortsetzung.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #28
Ich habe gerad alles gelesen. Super geschrieben. Bin soooo gespannt, wie es weiter geht
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #29
…Der arme Kerl hat sich also mehr als sieben Jahre mehr oder weniger alleine draußen herumgeschlagen, nachdem er von seinen alten Besitzern verjagt wurde, ist aber trotzdem immer noch bei der Wohnung geblieben, in der er damals gewohnt hat.…

Habe auch gerade die Geschichte gefunden und gelesen. Sehr schön geschrieben! Wenn ich die Stelle da oben lese, muss ich weinen, so geht mir das ans Herz.

Ich finds toll, dass er sich bei euch schon so gut entwickelt hat und das wird bestimmt noch besser werden. Ihr kommt bestimmt mal, wenn’s soweit ist, in den Katzenhimmel.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #30
das ist aber wirklich ein hübscher Kerl, ich liebe schwarze Streuner :lol:, habe ja selbst einen.

Eine Frage mal, hab es im Fell nur diese eine verfilzte Stelle, oder mehrere?
Streuner sind ja meist schlecht im Fell, aber überwiegend wegen der miserablen Ernährung, während dicke Verfilzungen darauf hindeuten, dass das Tier sich wenig putzt, und das kommt bei alten Tieren vor.
Vielleicht ist er ja doch schon ein älterer Herr, was dann wiederum sehr schön wäre, dass er bei Euch ein Zuhause gefunden hat.
Man sagt ja immer, der Mensch solle sich von der Katze aussuchen lassen, das hat bei Euch ja bestens geklappt :mrgreen:
Übrigens würde ich auf diese Schreierei mit Reden reagieren, also er schreit, ihr gebt Antwort, aber von dort wo ihr gerade seit, soll er gefälligst dort hinkommen. Wenn ihr das konsequent durchzieht wird das auch funktionieren
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #31
Ich abonniere dann auch mal, toll geschrieben, bin gespannt wie es weitergeht! :)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #32
abonniert

sehr schöne Geschichte, ich freue mich für alle Beteiligten:-D:-D

ich denke mal, wenn er bei euch zur Ruhe kommt, wird auch die Schreierei aufhören.

Er ist wahrscheinlich wahnsinnig verängstig und verunsichert

und bitte, mehr Bilder
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #33
Hab heute morgen die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen ! Sehr schön geschrieben und soo toll das Ihr ihn aufgenommen habt!!
...ist abonniert und ich schließe mich meinem Vorschreiber an, mehr Bilder wären toll....
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #34
Danke für euer Lob, das freut mich wirklich sehr :) Mit dem Katzenhimmel hätte ich natürlich kein Problem, solange es da viele Katzen gibt und mein Verlobter auch mitkommen darf ;)

Also wirklich richtig verfilzt war nur diese eine Stelle, aber er hatte auch noch genug anderes Zeug und Gefussel im Fell, das sie beim Tierarzt rausgebürstet haben, und sie haben uns gesagt, wir sollen probieren, ob er es zulässt, dass wir ihn bürsten/kämmen. Nachdem das mit dem Streicheln sehr gut klappt, hab ich Hoffnung, dass es funktioniert und er das auch mag, wenn er sich nicht zu sehr vor dem fiesen Ding erschreckt, das wir ihm in die Nähe halten (er erschreckt sich auch, wenn ich mit einem aufgefalteten Tempo in seine Nähe komme). Bis dahin wird er viel gestreichelt, und bei jeder ausgiebigen Streicheleinheit wird der Garten abgeerntet ;)

Und dass er älter ist, ist durchaus gut möglich. Es kann sein, dass er hier keinen Unsinn macht, weil er einfach zu schwach dafür ist (und noch immer unterernährt), aber vielleicht auch, weil er schon ein gesetzter älterer Herr ist, der die Oberseiten von Arbeitsflächen schon so oft gesehen hat, dass er einfach keine Lust mehr darauf hat. Wobei ich natürlich hoffe, dass er acht ist. Oder vielleicht neun. Eventuell auch zehn, aber nicht älter. Das würde dann nämlich bedeuten, dass wir eine gute Chance haben, die nächsten zehn Jahre mit ihm Spaß zu haben (oder er mit uns *ahem*).

Und die letzten Tage ist das mit dem Schreien echt erträglich. Morgens, nachdem er die Nacht über alleine war, geht es natürlich los ("Futter! Streicheln! Wasser! Schmusen! Herkommen! Beachtung! Jetzt!" - allerdings immer zu verträglichen Zeiten), aber den Tag über ist er bei schönem Wetter entweder draußen, oder er liegt ganz entspannt hier drinnen, entweder auf einem von den Handtüchern, die ich für ihn ausgelegt hab, oder auf dem Deckchen, das ich hier für meine Füße liegen hab. In wahrer Katzenart schafft er es natürlich auch, sich da so hinzulegen, dass meine Füße entweder ganz oder halb auf dem kalten Boden sind, aber da ist jetzt nichts zu machen. Irgendwann soll da ein Teppich hin (und zwar ein flach gewebter, bei dem er keine Chance hat, mit seinen Krallen hängen zu bleiben), aber da soll auch ein neuer Esstisch hin, und ohne dass ich einen Esstisch hab, weiß ich ja auch nicht, was für ein Teppich da hinsoll. Und nachdem das Katzentier jetzt erstmal ausgerüstet werden muss, braucht der Esstisch halt noch was länger.

Wenn er zwischendrin dann irgendwie kuschelbedürftig oder aufmerksamkeitsbedürftig ist (oder ich aufstehe und in die Küche gehe oderso), dann steht er auf, maunzt, lässt sich ein bisschen kraulen, und legt sich dann relativ fix wieder hin.Sehr brav. Zwischendrin mach ich dann auch noch die Tür auf für ihn (richtig vor der Tür sitzen und maunzen tut er nämlich nicht), und manchmal hat er dann Lust, rauszugehen, aber manchmal auch nicht.

Fotos hab ich angehängt, bei genauerer Betrachtung des Laptops hat er nämlich doch einen SD-Karten-Reader :oops: Allerdings nicht an der Seite, wo man ihn erwarten würde, sondern vorne... von den Bildern ist, finde ich, das letzte das repräsentativste ("Hey du! Ich bin da! Ist mir egal, dass du an deinem PC sitzt! Ich will Beachtung! Miau!") Und man sieht seine rasierte Stelle.

Und verängstigt, da wär ich mir nicht so sicher, er scheint mittlerweile recht entspannt zu sein. Verunsichert wahrscheinlich schon... ist man ja nicht gewöhnt, dass da Leute sind, und die Sachen mit einem machen, und noch dazu nette Sachen. Allerdings glaube ich nicht, dass es wirklich ganz weggehen wird, und das muss es auch nicht. Solange er, wenn wir Ruhe wollen, auch Ruhe gibt, kann er in der Zwischenzeit so viel maunzen, wie er das möchte. Und sobald wir z.B. hinter der Schlafzimmertüre sind, oder er hier im Wohnzimmer und wir im Büro (mit der Tür offen), dann ist auch Ruhe. Nur wenn wir in seine Nähe kommen, dann will er Beachtung, aber dass er es dann versucht, kann man ihm wirklich nicht vorwerfen, finde ich. Und seien wir ehrlich, so ein bisschen findet man es ja auch schmeichelhaft, dass das Flauschetier so unbedingt möchte, dass man es beachte ;)


***



Zwischendrin hätte ich aber fast noch unseren Besuch rausgeworfen. Ein Freund war abends noch ein bisschen da, und wir saßen zu dritt im Wohnzimmer, und der arme Kater hatte solche Angst, dass er sich in der Küche entweder hinter der Mülltonne oder unter dem Servierwagen oder unter dem Tisch versteckt hat, und er tat mir so leid... ich war kurz davor, zu sagen, „Hmpf, du gehst jetzt, der Kater ist krank und hat Angst vor dir!“, aber das konnte ich natürlich auch nicht machen... er war uns aber nicht böse. Hat sich nachher noch schön streicheln lassen abends, ist dafür sogar extra aufs Sofa gehüpft (und seien wir ehrlich, eine Katze zu streicheln, die nicht auf dem Boden sitzt, sondern auf dem Sofa neben einem, ist viel angenehmer!), und die Nacht über war er auch total brav. Ich hab ja befürchtet, dass ich dann in ein total verwüstetes Wohnzimmer komme morgens, aber er hat nichts gemacht. Nicht geschrien, nicht gewürgt, nirgends hingemacht, keine Sauerei veranstaltet, nichts vom Tisch geworfen, gar nichts. Nur auf dem Sofa waren ein paar Krümel Katzenstreu und ein paar Abdrücke von Katzenstreu-verstaubten Pfötchen, aber das nehme ich lieber als gutes Anzeichen, dass es ihm auf dem Sofa gefallen hat. Jetzt müssen wir nur noch eine Tagesdecke kaufen, die wir über die Sitzfläche legen können, und dann kann man einfach ausschütteln anstatt zu saugen (und bei den ganzen Möglichkeiten, die mir sonst durch den Kopf gehen, sind mir ein paar Pfötchenabdrücke dann deutlich lieber)


Er war auch gar nicht panisch oderso, als ich dann die Tür aufgemacht hab, saß er einfach auf der Decke, die ich für meine Füße unter den Esstisch gelegt hatte (da wo ich immer mit dem Laptop sitze) und hat mich angeguckt, und ist erst aufgesprungen und hat angefangen zu maunzen, als ich in der Küche geklappert hab (könnte ja Frühstück geben, und da es am Vortag so wenig gab...).


Danach musste (und wollte) er auch gleich eine Weile raus, wir mussten nämlich länger weg, und ihn in der Wohnung zu lassen, ohne dass wir zu Hause sind, das war mir dann doch nicht geheuer. Und als wir zurückgekommen sind, hab ich mir auch gleich wieder Sorgen gemacht – waren den ganzen Vormittag nicht da, am Tag nach seinem Trauma, und er saß nicht wie sonst immer vor der Terrassentür. Ich hab dann ein bisschen Wasser rausgestellt (füttern tun wir nur, wenn wir ihn sehen, ich will nicht, dass die Hängebauchkatze ihn um sein Futter bringt oder anfällt, die ist nicht so nett wie er), und zwei Stunden später war er zum Glück auch wieder da und alles war gut und so wie immer.


Mir kommt es aber vor, dass er nach gestern doch leiser ist, als er es die Tage vorher war, und dass er auch mehr ruhig auf einem seiner Plätze liegt, als sonst, selbst wenn er keine Aufmerksamkeit bekommt. Ich hoffe einfach, das ist, weil er sich jetzt ohne Zecken und ohne Gestrüpp auf dem Rücken viel wohler fühlt und uns nicht mehr anmaunzen muss, damit wir etwas für ihn tun und das fiese Zeug wegmachen. Es könnte natürlich auch sein, dass er einfach noch erschöpft von gestern ist, der arme Kerl, aber ich hoffe, das mit dem leiser sein ist eine bleibende Entwicklung.


Abgesehen davon ist er jetzt rasiert am Rücken (also eine Halb-Klatze) und hat grüne Öhrchen von der Tätowierung, wobei ich ja finde, dass ihm die grünen Öhrchen doch irgendwie stehen. Passt gut zu dem Schwanz von seinem Fell, finde ich. Die rasierte Stelle sieht auch sehr interessant aus – nicht nur, dass man jetzt das Sägeblattrückgrat in all seiner Pracht erkennen kann (und das steht wirklich raus), ich bin auch unglaublich fasziniert, was für Wellen er da am Rücken in seine Haut machen kann. Da zieht sich dann alles zusammen und wellt sich und verschiebt sich, mit meinem Rücken könnte ich das nie machen! Und die Stelle ist ganz merkwürdig warm, nicht so Katze-Mit-Pelz-warm, sondern anders warm. So wie ich mir Nacktkatzenwarm vorstelle. Mit der Fellpflege scheint er es allerdings nicht so zu haben, aber nachdem er so gerne gestreichelt wird, geht das ja eigentlich – wenn man ihn mit ein bisschen Kraulen unterm Kinn besticht, dann darf man ihm auch gerne die Ästchen und Blättchen und die anderen Sachen, die er anschleppt, aus dem Fell pflücken. Mittelfristig ist dann aber doch ein Kamm angesagt, vor allem, weil wir nicht wissen, ob er an die verfilzte Stelle an seinem Rücken einfach nicht mehr drankam, oder ob er keine Lust hatte, sich zu putzen.


Am Abend nach dem Tierarztbesuch waren wir dann auch nochmal weg, Bowlen, und da durfte er natürlich auch wieder ein paar Stunden raus. Aber als wir dann ins Bett mussten und er noch nicht wieder da war, haben wir uns dann doch Sorgen gemacht. Ich hab zwar versucht, meinem Verlobten zu erklären, dass er ein großer Kater ist, und dass er sieben Jahre da draußen auf sich aufpassen konnte, aber es war richtig kalt draußen, und er war ja rasiert... und so richtig hab ich mir dann doch nicht geglaubt. Also sind wir einfach nicht schlafen gegangen und so lange aus dem Bett zurück auf die Terrasse, bis er sich dann wieder hat anlocken lassen und zu uns nach drinnen kam. Und natürlich gab es dann eine vierhändige Streicheleinheit auf dem Sofa, bevor wir schlafen gegangen sind, die er so genossen hat, dass er uns prompt das Sofa vollgesabbert hat (Tagesdecke. Definitiv. Die haben da sicher was bei IKEA!). Und nachts war er natürlich auch brav, außer, dass er die Katzenstreu-Krümel großflächig verteilt hat... also steht auch so eine Katzenstreu-Matte auf der Anschaffungsliste (wobei ich irgendwie mehr Katzenstreukrümel verteile, wenn ich das Ding ausräume, als er, wenn er darauf geht. Allerdings hab ich das meinem Verlobten irgendwie verschwiegen... eventuell, weil er der staubsaugende Teil unserer Beziehung ist)


Nach Spielzeug haben wir auch geguckt, als wir zufällig im Baumarkt waren, aber irgendwie zweifle ich noch am Sinn dieses Vorhabens. Er spielt nämlich schlicht und ergreifend nicht... und das macht mir doch ziemlich Sorgen. Auch die Vögel, die in den Büschen neben unserer Terrasse sitzen und Terror machen, interessieren ihn nicht so wirklich, da hebt er dann vielleicht mal kurz den Kopf, guck sie kurz an, und legt den Kopf dann wieder hin. Kein zuckender Schwanz, keine Lauerstellung, keine nach vorne gerichteten Öhrchen... nee, die Viecher interessieren ihn nicht. Auch zusammengeknülltes Papier oder mal ein runtergefallenes Tempo... selbst wenn ich sie für ihn knülle und werfe und sie nicht irgendwo rumliegen, da wird hingegangen, angeguckt, und dann weggegangen. Mit einem langen, dünnen Stück Karton hab ich es auch schon probiert. Hab damit ein bisschen entfernt von ihm auf dem Boden rumgekratzt, nichts. Und als ich mit dem Ding näher gekommen bin, ist er abgehauen. Und wenn ich ihn streichle, hängen meine langen Haare manchmal fast bis auf seine Nase, aber da ist auch null Interesse. Nur wenn ich Flusen aus seinem Fell hole und sie auf den Boden werfe, guckt er so ein kleines bisschen. Dabei wär es so gut für ihn, wenn er springen und toben und spielen würde, damit er nicht nur zunimmt, sondern auch ein paar Muskeln bekommt, und auch auf andere Sachen springen kann als nur das Sofa. Da drauf geht er zwar gerne, aber er macht dann immer nur so einen kleinen, zurückhaltenden Hopser, und springt nicht voller Elan drauf (und am liebsten macht er das auch, wenn wir da drauf sitzen. Wenn er alleine ist, ist die Steigerung der Sitzqualität die Anstrengung offensichtlich nicht wert). Und auf irgendetwas anderem hab ich ihn noch nicht gesehen. Nicht dem Couchtisch, nicht dem Terrassentisch, nicht auf einem der Terrassenstühle, oder der Arbeitsfläche, oder dem Fensterbett, oder dem Küchentisch mit Stühlen, gar nichts. Dabei hab ich doch auf einen Erziehungseffekt spekuliert, was die Kombination von Katze und herumstehendem Essen angeht, damit ich es schneller in den Kühlschrank räume. Jetzt steht die angefangene Katzendose auf der Arbeitsfläche, daneben ein Topf mit Spaghettisoße mit Salami, und es interessiert ihn nicht. Dabei könnte er da durchaus drauf. Einfach auf den Stuhl in der Küche, dann über den Heizkörper oder das Fensterbrett (ich hab mir in meiner grenzenlosen Vermessenheit Porzellantöpfe für meine Küchenkräuter angeschafft) rüber auf die Arbeitsplatte, aber er hat noch nicht einmal einen Versuch gestartet. Gar keinen. Katzen müssen doch Blödsinn machen, oder?
 

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  • Draußen vor der Tür Beitrag #35
Was für ein schöner Katermann, irgendwie sieht man ihm an das er sein Glück zu schätzen weiß.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #36
Er sieht ganz toll aus :-D und erinnert mich an meinen Tonio ;-)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #37
Ach ist der hübsch! Und die rasierte Stelle am Rücken ist in ein paar Wochen wieder zugewachsen.

Gut das der Tierarzt Termin nun doch geklappt hat und er die Narkose so gut überstanden hat.

Das mit dem nicht spielen ist schon seltsam, aber vielleicht kennt er das nicht. Er ist ja nun auch schon ein Senior, die lassen es eh lieber ruhig angehen.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #38
Ich drück auch mal den Abo-Knopf.

Wunderschöne Geschichte (und natürlich auch der Kater)! Und sehr schön geschrieben! :-D
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #39
So eine schöne Geschichte, toll geschrieben und der Held, der Geschichte, ist wunderschön!:-D
Da stört auch die Halb - Klatze nicht!;-)

Das mit dem Spielen kann sich noch ändern, als Streuner hatte er dafür keine Zeit und älter ist er ja auch, da will das gut überlegt sein.
Das Maunzen könnte bleiben, ich habe auch eine Schwätzerin, die ist noch nicht mal im Haus und ich höre sie schon.:lol:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #40
Hallo! Ich habe gerade die ganze Geschichte gelesen und finde das so toll wie Ihr Euch für das Wohl dieses mittlerweile wunderschönen Katers eingesetzt habt. Ich hatte zwischenzeitlich Tränen in den Augen. Der arme kleine Mann ist 7 Jahre in der Nähe seines Zuhauses geblieben, obwohl er dort ungeliebt und verjagt worden war. Das ist unglaublich traurig! :cry: Ich freue mich so sehr das er bei Euch wieder ein richtiges Zuhause gefunden hat, er hat es so sehr verdient. Ich bin gespannt wie es bei Euch weiter geht und wünsche Euch eine wunderschöne, gemeinsame Zeit!

Danke, das es so Menschen wie Euch gibt!
 
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