... das letzte der neun Leben verbraucht.
Furia ist tot. Sie starb diese Nacht als ich schlief.
Gestern ging es ihr schlechter und ich rief die Not-TÄ der Praxis an in der Furia behandelt wurde.
Ich sagte, es geht ihr schlecht, ich wollte es beenden, aber sie sprach von Infusionen, Ultraschall, weiteren Behandlungen. Falls es Furia schlechter ginge, solle ich sie bis 22:00 vorbeibringen. Ich sagte, dass ich meine Mutter schlecht allein lassen kann. Außerdem hatte ich nur noch 10 € im Geldbeutel, das reicht allenfalls für ein Taxi hin, aber nicht für zurück. Wenns drauf an kommt, ist mein Geldbeutel immer leer. Also wurde vereinbart, dass ich morgen, also heute um 8:00 vorbeikomme für weitere Behandlungen.
Furia ging es weiterhin schlechter, sie quälte sich, aber sie wollte keine Gesellschaft, sondern ihre Ruhe, daher sah ich nur ab und zu nach ihr. Ich überlegte, den einzigen Tiernotarzt kommen zu lassen, den es bei uns gibt, hatte aber Bedenken wegen seines schlechtes Rufes, vorallem was die Behandlung der Tiere betrifft.
Ich dachte, vielleicht schafft sie es bis morgen, vielleicht besteht noch eine Chance. Irgendwann bin ich eingenickt.
Als ich hochschreckte und nach ihr sah, war sie bereits tot. Ich konnte es gar nicht glauben. Meine kleine Kämpferin tot. Ihr Körper war noch warm. Manchmal dachte ich ihr Brustkorb bewegt sich noch, aber es war immer nur mein eigener.
Meine kleine, so solltest du nicht sterben...
