Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos

Diskutiere Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier, meine Mutter und ich sind gerade sehr ratlos (ich bin seit zwei Wochen zu Besuch), verwirrt und traurig. Wir...
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #1
moonyyy

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Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier, meine Mutter und ich sind gerade sehr ratlos (ich bin seit zwei Wochen zu Besuch), verwirrt und traurig. Wir dachten, vielleicht habt ihr ja Gedanken dazu, es wird ein längerer Text, sorry dafür und danke fürs Lesen!

Um den Background kurz zu schildern: es geht um ein weibliches Geschwisterpärchen, EKH Mix, beide 1,5 Jahre alt und seit 1,5 Jahren ein Herz und eine Seele. Coco und Cleo. Beide gehören zu meiner Mutter, die jetzt frisch in Rente ist. Sie kamen im Alter von 12 Wochen zu ihr.

Die Harmonie hat seit Freitag schlagartig abgenommen - Coco fing auf einmal an, Cleo anzufauchen und ihr Fell stand zu Berge. Cleo hat das erst nicht verstanden und kam immer wieder spielerisch auf sie zu. Bis es dann gekracht hat und beide mit einer roten Nase davon kamen. Wir haben sie dann räumlich getrennt, aber immer wieder die Türen geöffnet, da ja eigentlich nichts Bestimmtes vorgefallen ist sprich ein erschreckendes Ereignis oder so.

Wir hatten daher die Hoffnung, dass es nicht so dramatisch ist und sich schnell löst. Das ging auch eine Zeit gut, also sie konnten in einem Raum tagsüber schlafen und auch zusammen fressen, es gab immer wieder Geputze und dann plötzlich wieder ein Gefauche von Coco oder dass sie sich auf einmal versteckt vor Cleo, obwohl Cleo ihr gar nichts tut. Wir haben sie dann wieder getrennt.

Der Plan ist aktuell, ab morgen loszulegen und beide komplett abchecken zu lassen, Coco vor allem am Herzen. Unsere Hoffnung ist, dass wenn etwas Medizinisches vorliegt, es eventuell der Grund ist für die Aggressivität und dann wieder gelöst werden kann und behandelt.

Sollte das nicht klappen bzw. ,nur' verhaltenstechnisch sein, wird es schwieriger da meine Mutter 61 Jahre alt ist und mental gerade sehr überfordert und seit ein paar Monaten auch in finanzieller Not steckt. Ich auch, da ich Studentin bin und sowieso mit Depression zu tun habe und auch nicht immer vor Ort sein kann, da ich in einer anderen Stadt lebe.

Wir haben sie heute nach einem Fauchen von Coco seit 12:00 Uhr wieder getrennt und es ist wirklich nicht leicht in einer 3 Zimmer Wohnung ohne Balkon. Wir teilen uns auf und jeder ist jeweils bei einer Katze. Die beiden verwirrt das Hin und Her sehr, daher weiß ich nicht, ob wir das Trennen jetzt komplett für 2-3 Tage durchziehen sollen bis wir die nächsten Schritte einleiten oder es doch anders handeln sollten bzw. ihnen eher damit schaden.

Nachts ist es besonders schwer, da sonst beide immer bei meiner Mutter schlafen und wenn eine davon ausgeschlossen wird, ist das Gejaule groß. Allerdings ist es natürlich noch gefährlicher, die beiden sich unbeaufsichtigt selbst zu überlassen.

Meine Fragen sind: wie lange kann das gehen? Ab wann sollte man darüber nachdenken, die beiden an andere liebe Menschen zu geben, die sich solcher Herausforderungen annehmen? Bzw. ab wann ist die Wahrscheinlichkeit der Besserung wirklich futsch? Es ging seit Freitag dann bis heute um 12 Uhr hin und her mit mal zusammenführen und mal nicht. Wir wollen jetzt komplett dabei bleiben, aber keine Ahnung wie wir das machen ohne dass die beiden verwirrt und immer wieder jaulen.

Ich würde mich wirklich über Eure Erfahrungen freuen und wie ich meiner Mutter Mut zureden kann, da es uns beide sehr belastet und wir wirklich Angst haben, eine oder beide abgeben zu müssen weil wir das in dieser Wohnung nicht für viele Wochen oder gar Monate mitmachen können.

Vielen Dank noch einmal fürs Lesen ❤️
 

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  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #2
Hallo,
eine medizinische Abklärung von beiden ist auf jedenfall der erste Schritt. Plötzliche Verhaltensprobleme können medizinische Gründe haben.
Auch die Zähne einmal anschauen lassen, Zahnschmerzen können auch viel auslösen.

Beide gehören zu meiner Mutter, die jetzt frisch in Rente ist.
Sind die Probleme im zeitlichen Zusammenhang mit dem Renteneintritt deiner Mutter aufgetreten?
Eine Änderung im gewohnten Tagesablauf kann auch zu Problemen führen.

Wir haben sie heute nach einem Fauchen von Coco seit 12:00 Uhr wieder getrennt und es ist wirklich nicht leicht in einer 3 Zimmer Wohnung ohne Balkon. Wir teilen uns auf und jeder ist jeweils bei einer Katze. Die beiden verwirrt das Hin und Her sehr, daher weiß ich nicht, ob wir das Trennen jetzt komplett für 2-3 Tage durchziehen sollen bis wir die nächsten Schritte einleiten oder es doch anders handeln sollten bzw. ihnen eher damit schaden.
Mal trennen und mal nicht ist wohl nicht so gut. Du wirst da aber sicherlich noch kompetente Antworten bekommen.

Auch wenns schwer ist, erstmal versuchen Ruhe zu bewahren. Ein Schritt nach dem anderen, über abgeben nachzudenken, ist noch viel zu früh.
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #3
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum, schön dass du da bist.

Es könnte, wie @mote bereits geschrieben hat, eine medizinische Ursache geben. Deshalb würde ich empfehlen beide Katzen zeitnah medizinisch zu untersuchen lassen.
Dabei solltest du beachten dass es dabei zu vermehrten Irritationen zwischen den Beiden kommen kann, sprich fremder Tierarztgeruch.
Also wenn du zum Tierarzt gehst solltest du die rückkehrende Katze mit einem gebrauchten Kleidungsstück gründlich abreiben.

Was mir noch einfällt ist eine eventuelle Übersprungshandlung. Also dass irgendetwas vorgefallen ist, dann kann z.B. sein dass etwas umgefallen ist oder es ein lautes Geräusch gegeben hat, was Coco erschreckt hat und sie mit Cleo in Verbindung bringt.
So etwas hatten wir schon öfter hier im Forum.

Vielleicht kann ja auch das plötzliche Rentendasein deiner Mutter der Auslöser gewesen sein.

In diesem Fall würde ich empfehlen, auch wenn es örtlich schwierig ist, die beiden Katzen für mehrere Tag komplett zu trennen. Das heißt am besten ohne Geruchs und Blickkontakt. Evtl. gelingt es dadurch den "Reset Knopf" zu drücken. @mote hatte ja ebenfalls erwähnt dass mal trennen und dann wieder nicht in diesem Fall nicht so gut ist. Also wenn man trennt dann muss dies wirklich über mehrere Tage konsequent durchgezogen werden.
Auch ist es wichtig sich ganz normal zu verhalten. Also bitte keine Katze zu bedauern, weder die fauchende noch die Katze die sich versteckt.

Dann wollte ich noch fragen ob beide Katzen kastriert sind, sorry falls ich es überlesen habe.

Ich würde auch noch gerne @Geek hinzuziehen, der hier unser Verhaltensexperten ist und vielen Foris schon mit seiner Einschätzung und seinen Ratschlägen sehr geholfen hat.

Auch wenns schwer ist, erstmal versuchen Ruhe zu bewahren. Ein Schritt nach dem anderen, über abgeben nachzudenken, ist noch viel zu früh.
Von diesem Satz unterschreibe ich jedes Wort.
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #4
Vielen Dank für Eure Antworten und Gedanken! Ich habe drei Sachen falsch oder nicht erwähnt

1. meine Mutter ist schon seit sie hierher kamen zu uns in Rente, ich wollte damit eher sagen dass sie immer Zuhause ist. Sehr doof ausgedrückt von mir 😂

2. Wir waren am Freitag schon beim Tierarzt um erstmal grob abzutasten und selbst da hat die Ärztin bei Coco, der aggressiven Katze, etwas Abnormales beim Herz Abhorchen gehört und daher müssen wir nächste Woche eine Herzspezialistin hinzuziehen. Dieses Wochenende abzuwarten war echt die Hölle. Ich hab mich noch nie so sehr auf Montag gefreut. Zum Glück bin ich durch ein Urlaubssemester auch erstmal Zuhause.
Es ist nur so komisch, da sich Coco sonst uns gegenüber komplett normal und lieb verhält und auch spielt, frisst und alles macht wie sonst. Also keine weiteren Anzeichen von Krankheit oder Angespanntheit. Nur gegenüber Cleo ein geändertes Verhalten.

3. Wir haben mein altes Zimmer auch umgeändert und Sachen umgestellt, und standen beide - meine Mutter und ich - unter Stress und emotionalen Druck mit meiner Krankheit und der Geldsorgen meiner Mutter. Wir fühlen uns beide sehr schuldig, dass wir da so dumm gehandelt haben. Vielleicht haben wir den beiden zu viel zugetraut.

Und natürlich geben wir sie erstmal nicht ab, aber man hat schnell so eine Hoffnungslosigkeit, da es uns gerade sowieso nicht gut geht und es noch trauriger macht bei einem sonst so tollen Team.. ich weiss nur, dass meine Mutter dieses Trennen nicht mehrere Monate oder so durchziehen kann, vor allem wenn ich dann wieder weg bin fürs Studium. Deswegen wollten wir schon mal für uns klären, was es für Szenarien geben könnte..
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #5
Hallo und Willkommen,

erst mal wie geplant die Katzen ( Beide ) ärztlich durchchecken lassen. Einschließlich der Zähne. Katzen merkt man ja leider nicht an, wenn es ihnen aus irgendeinem Grund schlecht geht. An eine Übersprungshandlung wie bei meinen Katern damals glaube ich bisher nicht, außer es ist in Eurer Abwesenheit etwas passiert, wovon Du und Deine Mutter nichts mitbekommen haben. Bei meinen Jungs war die Sache ja klar. Ich war dabei, als der fremde Kater auf der Terrasse stand und meine Beiden danach komplett ausgerastet sind, wobei Emil sich eigentlich schnell wieder beruhigt hatte, aber Rasmus, der von ihm vorher angeknurrt und angefaucht wurde mit seinem Bruder nichts mehr im Sinn hatte. War eine ziemlich anstrengende Zeit über mehrere Wochen. Geholfen hat am Ende dann die komplette Trennung mit verschlossenen Türen und ohne Sichtkontakt.
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #6
Hi,
in so Fällen ist es meist nicht nachvollziehbar WARUM das passiert, aber das ist letztlich auch irrelevant.
Ich vermute eher, dass keine medizinischen Gründe vorliegen.
Irgendwas ist in einem Kopf stecken geblieben und das führt dazu die Ex-Freundin jetzt als Feind einzustufen.

Eine komplette Separierung mit verschlossenen Türen und ohne Sichtkontakt und auch ohne Revierwechsel sollte der nächste Schritt sein.
Coco, die aggressiven Katze bekommt mal 3-4 Tage Auszeit und muss in einen seperaten Raum.
Der Hintergrund ist, dass je länger sie sich sehen und anfeinden, desto höher die Wahrscheinlichkeit wird, dass sich das wirklich ins Gedächnis einbrennt und nicht wieder loszubekommen ist.
Mit Separierung, ein paar mal Schlafen und viel Langeweile sind die Chancen gut, dass danach wieder alles gut ist nach einem vorsichtigen Beschnuppern. So nach dem Motto ." Hm das ist ja doch meine Freundin, komisch habe ich mich doch geirrt"

Wenn das nicht sofort klappt, dann wird das eine neue Zusammenführung werden, als ob die beiden sich das erste Mal sehen.
Also positive Situationen loben, Negative stoppen und selbst normal bleiben.
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #7
Hi,
in so Fällen ist es meist nicht nachvollziehbar WARUM das passiert, aber das ist letztlich auch irrelevant.
Ich vermute eher, dass keine medizinischen Gründe vorliegen.
Irgendwas ist in einem Kopf stecken geblieben und das führt dazu die Ex-Freundin jetzt als Feind einzustufen.

Eine komplette Separierung mit verschlossenen Türen und ohne Sichtkontakt und auch ohne Revierwechsel sollte der nächste Schritt sein.
Coco, die aggressiven Katze bekommt mal 3-4 Tage Auszeit und muss in einen seperaten Raum.
Der Hintergrund ist, dass je länger sie sich sehen und anfeinden, desto höher die Wahrscheinlichkeit wird, dass sich das wirklich ins Gedächnis einbrennt und nicht wieder loszubekommen ist.
Mit Separierung, ein paar mal Schlafen und viel Langeweile sind die Chancen gut, dass danach wieder alles gut ist nach einem vorsichtigen Beschnuppern. So nach dem Motto ." Hm das ist ja doch meine Freundin, komisch habe ich mich doch geirrt"

Wenn das nicht sofort klappt, dann wird das eine neue Zusammenführung werden, als ob die beiden sich das erste Mal sehen.
Also positive Situationen loben, Negative stoppen und selbst normal bleiben.
Hallo Geek, vielen Dank für Deine Gedanken dazu. Wir werden natürlich trotzdem alles Medizinische abklären lassen, vor allem da die Ärztin ja meint etwas bei Cocos Herzen gehört zu haben.

Sollte es nur verhaltenstechnisch bedingt sein, wissen wir wirklich nicht, wie lange wir das mitmachen können. Wir hatten sowas noch nie und können das mit so unvorhersehbarer Erfolgsquote nicht mehrere Monate mitmachen, da ich auch bald in eine psychosomatische Klinik muss, das droht auch zu platzen aktuell durch diese Situation, da meine Mutter sonst alleine ist damit. Im schlimmsten Notfall hat meine Mutter mehrere Bekannte auf dem Dorf, die gerne wieder Katzen aufnehmen würden und ihnen auch Freigang bieten können.

WIr haben ja gestern Vormittag mit der strikten Trennung begonnen und machen das dann vielleicht bis Dienstag oder Mittwoch. Dann dachte ich dass wir die Netztür von Amazon ankleben und ab Dienstag vielleicht so die erste Annäherung wagen und beiden mit etwas Abstand Futter geben und spielen während sie sich durch das Netz sehen können. Aber weiter trennen? Macht das Sinn? Keine Ahnung ab wann man eine komplette Annäherung dann wagen sollte, also ab welchem Moment.

Aber mal schauen wie realisierbar das alles ist, man weiß ja nie. Vor allem nicht, wenn ein weiterer Arztbesuche ansteht für beide.

Ich freue mich über jeden Tipp bzgl. des Annäherungsversuchs bzw. wie wir genau diese positiven Momente schaffen und ob wir wenn alles gut läuft dann trotzdem nach einer gewissen Zeit (falls ja, ab wann) wieder trennen oder wirklich warten bis wieder ein Gefauche entsteht. Ich selbst habe auch eine Zwangsstörung und kann mit diesen unvorhersehbaren Ausgang und den vielen Möglichkeiten und Handlungsoptionen sehr schlecht umgehen und meine Mutter gefühlt noch weniger da sie gerade finanzielle Sorgen hat und nicht mal weiß ob sie die Rente kriegt die ihr zusteht Blabla, also viel ballast gerade.

Wir fahren auf jeden Fall gleich los zum Arzt da die Kardiologin dann da ist und es wird beiden Blut abgenommen etc..
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #8
Hallo Geek, vielen Dank für Deine Gedanken dazu. Wir werden natürlich trotzdem alles Medizinische abklären lassen, vor allem da die Ärztin ja meint etwas bei Cocos Herzen gehört zu haben.

Sollte es nur verhaltenstechnisch bedingt sein, wissen wir wirklich nicht, wie lange wir das mitmachen können. Wir hatten sowas noch nie und können das mit so unvorhersehbarer Erfolgsquote nicht mehrere Monate mitmachen, da ich auch bald in eine psychosomatische Klinik muss, das droht auch zu platzen aktuell durch diese Situation, da meine Mutter sonst alleine ist damit. Im schlimmsten Notfall hat meine Mutter mehrere Bekannte auf dem Dorf, die gerne wieder Katzen aufnehmen würden und ihnen auch Freigang bieten können.

WIr haben ja gestern Vormittag mit der strikten Trennung begonnen und machen das dann vielleicht bis Dienstag oder Mittwoch. Dann dachte ich dass wir die Netztür von Amazon ankleben und ab Dienstag vielleicht so die erste Annäherung wagen und beiden mit etwas Abstand Futter geben und spielen während sie sich durch das Netz sehen können. Aber weiter trennen? Macht das Sinn? Keine Ahnung ab wann man eine komplette Annäherung dann wagen sollte, also ab welchem Moment.

Aber mal schauen wie realisierbar das alles ist, man weiß ja nie. Vor allem nicht, wenn ein weiterer Arztbesuche ansteht für beide.

Ich freue mich über jeden Tipp bzgl. des Annäherungsversuchs bzw. wie wir genau diese positiven Momente schaffen und ob wir wenn alles gut läuft dann trotzdem nach einer gewissen Zeit (falls ja, ab wann) wieder trennen oder wirklich warten bis wieder ein Gefauche entsteht. Ich selbst habe auch eine Zwangsstörung und kann mit diesen unvorhersehbaren Ausgang und den vielen Möglichkeiten und Handlungsoptionen sehr schlecht umgehen und meine Mutter gefühlt noch weniger da sie gerade finanzielle Sorgen hat und nicht mal weiß ob sie die Rente kriegt die ihr zusteht Blabla, also viel ballast gerade.

Wir fahren auf jeden Fall gleich los zum Arzt da die Kardiologin dann da ist und es wird beiden Blut abgenommen etc..
Also, bis wir ans Abgeben denken dauert es natürlich noch und wir geben nicht so schnell auf, trotzdem müssen wir halt bedenken, dass meine Mutter irgendwann alleine damit ist und sie hat Angst dass sie dann das Vertrauen in die ganze Situation verliert und jedes Mal aufs Neue sowas entstehen kann und wenn sie dann mal nicht da ist, dass es gefährlich für beide werden kann. Da muss sie halt schauen, ob sie mit der Ungewissheit klarkommt auf Dauer und wenn ich nicht mehr da bin
 
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  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #9
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum, schön dass du da bist.

Es könnte, wie @mote bereits geschrieben hat, eine medizinische Ursache geben. Deshalb würde ich empfehlen beide Katzen zeitnah medizinisch zu untersuchen lassen.
Dabei solltest du beachten dass es dabei zu vermehrten Irritationen zwischen den Beiden kommen kann, sprich fremder Tierarztgeruch.
Also wenn du zum Tierarzt gehst solltest du die rückkehrende Katze mit einem gebrauchten Kleidungsstück gründlich abreiben.

Was mir noch einfällt ist eine eventuelle Übersprungshandlung. Also dass irgendetwas vorgefallen ist, dann kann z.B. sein dass etwas umgefallen ist oder es ein lautes Geräusch gegeben hat, was Coco erschreckt hat und sie mit Cleo in Verbindung bringt.
So etwas hatten wir schon öfter hier im Forum.

Vielleicht kann ja auch das plötzliche Rentendasein deiner Mutter der Auslöser gewesen sein.

In diesem Fall würde ich empfehlen, auch wenn es örtlich schwierig ist, die beiden Katzen für mehrere Tag komplett zu trennen. Das heißt am besten ohne Geruchs und Blickkontakt. Evtl. gelingt es dadurch den "Reset Knopf" zu drücken. @mote hatte ja ebenfalls erwähnt dass mal trennen und dann wieder nicht in diesem Fall nicht so gut ist. Also wenn man trennt dann muss dies wirklich über mehrere Tage konsequent durchgezogen werden.
Auch ist es wichtig sich ganz normal zu verhalten. Also bitte keine Katze zu bedauern, weder die fauchende noch die Katze die sich versteckt.

Dann wollte ich noch fragen ob beide Katzen kastriert sind, sorry falls ich es überlesen habe.

Ich würde auch noch gerne @Geek hinzuziehen, der hier unser Verhaltensexperten ist und vielen Foris schon mit seiner Einschätzung und seinen Ratschlägen sehr geholfen hat.


Von diesem Satz unterschreibe ich jedes Wort.
Hey, sorry ich habe vergessen darauf zu antworten: beide sind schon seit einer Weile kastriert
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #10
Noch eine Frage an alle Anwesenden: würdet Ihr das Hinzuziehen einer Katze -Verhaltenstherapeutin sinnvoll finden?

Schon bevor wir alles Medizinische klären? Da es finanziell gerade knapp ist, ist das eigentlich eine nicht so attraktive Option für uns gerade, aber wenn es sein muss, dann muss man halt schauen..
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  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #11
Update: bei Coco (der sich aggressiv verhaltenen Katze) wird eine Thrombozytopenie vermutet. Was das genau bedeutet für diese Thematik oder auch generell weiß ich nicht, wir müssen morgen nochmal mit Coco zum Tierarzt. Ich habe aber online gelesen, dass sowas auch erstmal fälschlicherweise als Ergebnis beim ersten Blutbild kommen kann.

Beide sind seit Sonntag Vormittag komplett getrennt und meine Mutter und ich werden jetzt eine Tierpsychologin hinzuziehen um zu schauen ob wir so einer (falls es nicht kürzer wird) lang andauernden Zusammenführung gewachsen sind, viel mehr meine Mutter da sie mental gerade sehr angeschlagen ist durch andere Themen und allein damit wäre.

Zum Glück hat meine Mutter eine Freundin, die auch immer Katzen hatte und eine der beiden erstmal aufnehmen würde bis wir liebe Menschen finden, die den beiden eventuell getrennt ein liebevolles Zuhause schenken wollen.

Das sind aber alles nur Szenarien, erstmal klären wir alles und probieren was wir können, um die beiden zusammenzuführen und Coco weiter zu behandeln.
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #12
Hallo ihr Lieben,

ich habe mich hier angemeldet, da ich unbedingt Eure Hilfe und Tipps brauche in Bezug auf eine Zusammenführung von einem EKH Mix Geschwisterpaar, das sich sonst 1,5 Jahre (so alt sind sie auch) immer super verstanden hat und sich geputzt, zusammen geschlafen haben etc. Sie sind auch schon seit August 2022 bei meiner Mutter und bis Freitag letzte Woche war alles super und sie waren ein Herz und eine Seele. Sie sind Wohnungskatzen und beide schon länger kastriert.

Background (auch in einem anderen Beitrag ausführlich beschrieben): - Seit einer Woche sieht es schlagartig anders aus und eine Katze - Coco - faucht die andere Katze - Cleo - an und hat ihr Fell hat sich aufgebauscht und am ersten Tag gab es auch Kämpfe. Wir haben beide dann getrennt als wir gemerkt haben, dass es ernst ist und haben uns natürlich erstmal vorgenommen, alles tierärztlich abchecken zu lassen. Das haben wir getan und beide sind gesund. Denn auch wenn fast alles auf eine umgeleitete Aggression zutrifft, ist nichts Bestimmtes oder Erschreckendes vorgefallen.

Aber emotionale Belastungen unsererseits sowie das Umräumen eines Zimmers könnten auch dazu beigetragen haben. Oder auch die Unwissenheit meiner Mutter (es sind ihre Katzen), den beiden mehr Spiel- und artgerechte Lebensweisen in ihrer drei Zimmer Wohnung zu bieten. Das ändert sie gerade und wir bringen ab Januar Regale an die Wände an und bauen morgen einen zweiten Kratzbaum auf. Es gibt natürlich noch viel anderes Spielzeug, aber es fehlen eben noch Sachen. -

Aktuell: Jetzt haben wir die beiden dummerweise seit dem Vorfall am Freitag dennoch am Samstag und Sonntag letzte Woche immer mal wieder zusammenkommen lassen (da meine Mutter das Trennen nicht ausgehalten hat trotz meiner Ratschläge :/ ) - da gab es auch Geputze und Schnuppern etc., aber die Stimmung ist immer wieder gekippt, da Coco auf einmal Angst hat vor Cleo obwohl Cleo ihr nichts tut und dann faucht Coco. Ab und zu will Cleo dann Coco spielerisch mal angehen und ist stürmisch, aber daran ist gerade nicht zu denken und so weit lassen wir es auch nicht kommen bzw. lässt Cleo es auch sein, wenn Coco dann faucht.

Dann habe ich meine Mutter gezwungen, dass wir sie von Sonntag Mittag bis Mittwoch strikt trennen und das haben wir auch getan. Ich war jetzt wieder dummerweise zwei Tage nicht da (studiere eig wo anders) und dann hat es meine Mutter wieder probiert mit dem direkten Zusammenführen auf Rat einer Tierschützerin - ohne Gitter, aber mit Klicker und Leckerlies, Wasser etc - es war auch eine Zeit alles okay, aber irgendwann immer wieder Gefauche und dann hat sie auch wieder getrennt.

Ich bin seit heute wieder da und habe das Gefühl, ich muss jetzt alles übernehmen. Das belastet mich sehr, deswegen muss ich das hier mal kundtun.

Meine Idee nach langer Recherche in sämtlichen Foren ist:

Beide nochmal strikt 2 ( oder mehr?) Tage zu trennen und dann den Sichtkontakt erstmal nur an einem Gitter herstellen und beiden mit Sicherheitsabstand Leckerlies geben, dabei klicken wenn alles gut läuft.

Ich weiß nur nicht, wie lange wir das dann machen sollen und ab wann wir den Sichtschutz erstmal wieder aufstellen müssen damit nur positive Erlebnisse gespeichert werden.
Und ich würde echt gerne wissen, ab wann man es dann auch ohne Gitter probieren kann? Könnten diese 3,4 Tage mit dem Hin und Her jede Chance auf baldige Besserung kaputt gemacht haben?

Und ab wann kann man auch Spiele mit rein nehmen? Feli Way Stecker ist dran, aber nur im Flur, ich weiß nicht ob es auch bei Coco in Schlafzimmer ankommt, da sie dort die meiste Zeit gerade bleiben muss leider.

Über Tipps und Ideen, wie wir von hier aus genau weitergehen, freue ich mich. Sorry für die vielen Fragen, wir hatten sowas noch nie und die beiden sind zu lieb zu uns und allgemein, wir wollen wieder friedlich miteinander leben :(... Vielen Dank fürs Lesen!
 
  • Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos Beitrag #13
Huhu, ich glaube es wäre besser gewesen den anderen Thread fortzusetzen, vor allem damit die Foris die dort geschrieben und dir Ratschläge gegeben haben, z.B. @Geek die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang lesen können, ohne nicht ständig den Thread wechseln zu müssen.
Schließlich geht es ja um die selbe Problematik.
Verstehe dies bitte nicht als Kritik, sondern nur als Empfehlung.

Vielleicht kannst du die Mods, z.B. @mennemaus bitten die beiden Themen zusammen zu legen?
 
Thema:

Umgeleitete Aggression durch Krankheit? Wir sind hilflos

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