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Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun??

Diskutiere Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun?? im Erkrankungen des Verdauungstraktes Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich ein akutes Problem habe und mir vielleicht ja jemand irgendwie helfen kann...
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BartAgame

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich ein akutes Problem habe und mir vielleicht ja jemand irgendwie helfen kann: bei meiner 15jährigen Katze Aviendha wurde heute eine (wohl nur ganz leichte zZT) Schilddrüsenüberfunktion(SDÜ) diagostiziert und sie soll ab jetzt 1x täglich 1,5ml Thyronorm bekommen. Und das ist für mich ein absoluter Alptraum, weil diese spezielle Katze noch nie irgendwelche Medikamente gebraucht hat in ihrem Leben und es bei ihr schlicht unmöglich ist, ihr die Medis regelmäßig und zuverlässig zu geben:
-Gabe zum/ins Futter: unmöglich, weil sie die schwierigste Esserin überhaupt ist, d.h. eine Tablette, egal wie klein, würde sie garantiert finden und nicht mitfressen, und selbst wenn sie die MAL fressen würde, auf Dauer würde das garantiert nicht klappen, weil (zumindest meine) Katzen das irgendwann immer merken und dann das Futter, wo die Tablette drin war, nicht mehr anrühren. In flüssiger Form ins Futter geben klappt auch nicht, da diese Katze keinerlei Schleckies o.ä. mag und bei Nassfutter auch sehr pingelig ist und nie viel frisst, also alles absolut null zuverlässig auf Dauer.
-Gewaltsam ins Maul spritzen oder Salbe in die Ohrmuscheln einmassieren: unmöglich, weil diese Katze sich MASSIVST(!!!) wehrt und total ausflippt, wenn man sie sich auch nur greift und irgendwas gegen ihren Willen mit ihr machen will, dann rastet sie total aus und man kann sie auch unmöglich festhalten(wohne alleine, also keine andere Person da, die dabei helfen könnte), weil sie dafür einfach zu krass ausflippt. Und neben dieser Problematik WILL ich auch nicht jeden Tag sowas gewaltsam mit ihr machen, weil dies die Beziehung zwischen ihr und mir stark beeinträchtigen würde. Habe dies schon einmal erlebt bei meinem Kater Grisu(leider 2022 verstorben, aber nicht an der SDÜ), diesem habe ich, weil es ebenfalls dauerhaft übers Futter nicht klappte, jeden Tag das Zeug ins Maul gespritzt und er hat mich dafür GEHASST und hatte Angst vor mir! Hat mir in der Seele weh getan und möchte ich bei der nächsten SDÜ-Patientin nicht nochmal so machen!!
Weitere theoretische Optionen:
-Umstellung auf dieses neue Hills Spezialfutter: keine Option, weil Aviendha wie gesagt eine sehr schwierige Esserin ist und nie im Leben ein und dasselbe Futter auf Dauer fressen würde. Sie liebt/braucht immer Abwechslung beim Nassfutter, und ausserdem will sie immer beide Optionen haben, also Nassfutter UND Trockenfutter. Also sehe ich da keine Chance, dass sie dauerhaft nur eine einzige Sorte Nassfutter fressen würde, da würde sie lieber tagelang hungern, wie ich sie kenne, und das ist ja auch massiv ungesund für Katzen.
-OP: keine Option, wenn es stimmt, was ich gelesen habe, dass das Risiko, dabei eine Unterfunktion auszulösen, sehr hoch ist, welche dann ebenfalls tägliche Medikamentengabe erfordern würde. Daneben noch das Narkoserisiko in diesem Alter etc...
-Radiojodtherapie: klingt ja erstmal gut, aber für die Katze klingt die ganze Prozedur sehr grausam, die nächste Klinik, die das macht, ist von mir aus(östliches Ruhrgebiet) wohl in Gießen, also auch längere Fahrt hin und zurück, UND vor allem habe ich auch (leider!!) keine 1400€, also kann ich das leider nicht bezahlen. Ich würde es sofort und ohne zögern zahlen, wenn ich nur könnte! Denn es klingt für mich trotzdem nach der "besten" Lösung bei dieser speziellen Katze...
-es einfach unbehandelt lassen: braucht man ja nicht drüber zu reden, dass das keine Option ist, seine Katze leiden und langsam an der SDÜ sterben zu lassen.
-die Katze abgeben an jemanden, der das vielleicht besser hinkriegt: zZt leider wohl die realistischste Option, aber 1. ist es höchst fraglich, ob das bei jemand anderem so viel besser klappen würde als bei mir, und 2. möchte ich natürlich meine Katze nicht einfach abgeben, sie ist meine letzte Mitbewohnerin, seitem ihr Gefährte gestorben ist und sie liebt es hier bei mir und ich will sie natürlich nicht einfach so aufgeben und im Stich lassen! Alleine bei dem Gedanken krieg ich einen Kloß im Hals. Aber wenn ich nicht für ihr Wohlbefinden garantieren kann, weil ich die Medikation nicht täglich zuverlässig in sie reinbekomme, was hab ich dann noch für eine Alternative??

Weiß mir einfach keinen Rat und bin verzweifelt, was ich jetzt tun kann/sollte. Aviendha scheint es (noch) normal gut zu gehen, wahrsch. weil die SDÜ erst im Anfangsstadium ist, sie verhält sich ganz normal und hatte bei der gestrigen Kontrolle beim Tierarzt sogar im Vergleich zu vor 6 Monaten ganz leicht zugenommen. Gibt es nicht doch eine irgendwie praktikable Lösung?? Der einzige Weg, Medis in diese Katze zuverlässig reinzukriegen wäre als Spot-On(so kriegt sie auch bei Bedarf eine Wurmkur), aber da gibt es ja bei SDÜ leider kein Spot-On, nur die Salbe für die Ohren oder? Was soll ich nur tun? 😭😭😭
 
  • Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun??

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  • Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun?? Beitrag #2
Das ist in der Tat eine schwierige Situation.
Es gibt Leerkapseln mit Hähnchengeschmack, die oftmals gern genommen werden.
Oder du es schon einmal mit diesen speziellen Leckerchen versucht, die wie Knetgummi sind und in die man die Tablette reingeben kann.
Es gibt da viele Sorten, probiere doch mal eine nach der anderen aus in der Hoffnung, Aviendhas Geschmack zu treffen.
Eine 15jährige Katze abzugeben, wäre für mich keine Option, zumal das Problem der Tabletteneingabe ja dadurch nicht gelöst wäre.

Was sagt denn der Tierarzt dazu? Weiß der keinen Rat?
Eine Idee hätte ich noch, die aber UNBEDINGT mit dem Tierarzt besprochen werden muss.
Was wäre, wenn du bei der leichten SDÜ erst einmal nicht medikamentös eingreifen würdest und die Werte regelmäßig überprüftest?
Aber wie gesagt, das kann nur der Tierarzt entscheiden. Ich kenne mich mit SDÜ gar nicht aus.
Alles Gute für Aviendha. 🍀
 
  • Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun?? Beitrag #3
Hallo, ich bin eben auf dieses Thema gestoßen, bin nicht so regelmäßig hier. Ist es noch aktuell, oder wie seid ihr mit der Situation umgegangen?

Ich war mit meiner letzten Katze auch in einer ähnlichen Situation, was die Tabletten betrifft. Alle Tricks hatte sie nach einiger Zeit durchschaut. Mit dem Thyronorm-Saft (der dann im Verlauf neu auf den Markt kam) ging es dann ganz gut, man könnte das auch in andere Dinge rühren als Schlecksnack, z.B. Hühnerbrühe, Sahne...? Mag sie das auch alles nicht?
Und, der Kater einer Nachbarin mit SDÜ ist weggelaufen und hat sich ein neues Zuhause gesucht, er lebt seit seinem 14. Lebensjahr nun schon bald 2,5 Jahre ohne die Medikamente (was ich alles nicht gut heiße - komplizierte Geschichte -, ich will nur sagen, wenn es nun mal absolut nicht geht, kann man auch Glück haben und es geht auch ohne Medis eine ganze Zeit gut).

Hätte ich nochmals eine Katze mit SDÜ, ich glaube ich würde mich für die Radiojodtherapie entscheiden. Es war bei meiner verstorbenen Katze ein ewiger K(r)ampf, die richtige Dosis Medikamente zu finden. Alles zusammengerechnet, die Kosten für die jahrelangen Blutuntersuchungen oft in kurzen Abständen, sowie der Stress für die Katze, Medikamente zu nehmen und dauernd zum Tierarzt zu müssen, da wäre beides m.E. günstiger rausgekommen mit der Therapie.
Ich habe es mir damals auch äußerst grausam vorgestellt, die Isolation für eine Woche und der Aufenthalt in einem gekachelten Raum. Aber da gibt es schon auch Mitarbeiterinnen, die mal zum Streicheln und Spielen reingehen, Dinge zu beobachten... Es ist bestimmt schlimm, aber auch bestimmt schnell wieder vergessen...
Viele Grüße
Dani
 
  • Diagnose SDÜ bei Katze, bei der Medi-Gabe unmöglich ist, was tun?? Beitrag #4
Grüß dich!

Hab auch so einen schwierigen Fall, Kater mit SDÜ der niemanden, auch mich nicht 2 mnah ran läßt, Leckerlies aus Mißtrauen nicht nimmt, Futter reiche ich ihm durch die Katzenklappe :rolleyes:
Im Normalfall hätt ich gesagt Radio Jod therapie wäre ideal (hatte schon mal eine Katze wo ich RJT machen hab lassen), aber.. er hat zudem auch alle 2 Jahre ca. einen schub mit akuter Pancreatitis, Stress ist einer der Auslöser, und vor 2 Jahren wurde ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs von einer Klinik angedichtet, stimmt wohl nicht da er immer noch lebn, war aber einer der Grüne warum ich die RJT damals dann nciht machen hab lassen.

Meine Lösung: er bekommt das Vidalta, da es nur 1x/Tag gegeben wird im Gegensatz zu den anderen Medikamenten gegen SDÜ, ich stopf 2 Tabletten (er brauch 1x 10mg plus 1x 15 mg) in den Hals eines Eintagsküken, das werfe ich am Abend in seine Richtung und muss halt aufpassen dass er das präpariere Küken bekommt, die anderen bekomen davor je eines.. funktioniert nun schon 2 Jahre so. 1x/Jahr fange ich ihn ein, geb Gabapentin undd ann gehts ab zum Tierarzt den T4 kontrollieren... mehr kann ich für den alten Deppen nicht machen.

Was die Kosten der RJT betrifft: die hast schnell drin wenn du die nicht grad billigen Tabletten und regelmäßige Blutbilder gegenrechnest. habs mir damals bei meiner ersten SDÜ Katze ausgerechnet, da hab ichs nach 2 Jahren drin gehabt. Und ihr hats damals wirklich gut getan, die ist danach aufgeblüht.. aber dann hats leider 2 Jahre später einen Krebs bekommen und ist gestorben.

Liebe Grüße, Christine
 
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