Also eine wesentliche Frage hast du leider auch hier nicht beantwortet:
Wir haben welches für Holz, Metall und Heizkörper benutzt weil wie gesagt eine Menge gestrichen wurde.
War es lösemittelhaltiger oder wasserverdünnbarer Lack? Das sagt dann schon mal eine Menge aus.
Ich würde mal stumpf behaupten, dass sowieso alles schädlich ist was irgendwie chemisch ist
Entschuldige, dass ich das jetzt so direkt sage: aber das ist Unfug. Was heißt den chemisch? Auch Wasser mit der chemischen Formel H2O ist "chemisch".
Vielleicht meinst du künstlich? - aber auch dann ist die Aussage unsinnig.
solange ich den Geruch rieche, fühl ich mich nicht wohl die Katzen frei laufen zu lassen.
Bei Beschichtungsstoffen muss grundsäztlich zwischen dem Festkörpergehalt und den flüchtigen Bestandteilen unterschieden werden. Wahrnehmbar sind nur die flüchtigen Bestandteile. Früher - als fast ausschließlich lösemittelhaltige Lacke gab - war hier ein hoher Anteil organischer Lösemittel enthalten. Die können - allerdings nur in großen Mengen - tatsächlich umwelt- und gesundheitsschädlich sein.
Seit der Verordnung zu VOC (volatile organic compounds - flüchtige organische Verbindungen/Bestanteile) sind bestimmte Stoffe überhaupt nicht mehr zugelassen. Die heute überwiegend verwendeten, wasserverdünnbaren Lacke sind wesentlich weniger umwelt- und vor allem gesundheitsschädlich. Wäre das anders, wäre jeder Maler- und Lackierer, der mehrere Jahre seines Lebens damit verbringt, dauerkrank.
Der große Nachteil der wasserverdünnbaren Stoffe ist allerdings, dass sie einen wesentlich unangenehmeren Geruch verströmen als die alten Lacke. Solange du den Lack nicht aus einem 25-jahre alten Lager geholt, sondern erst kürzlich gekauft hast, würde ich mir da nicht so viel Gedanken machen. Nur weil der Geruch nicht toll ist, ist er nicht schädlich.