Leinentraining - schwieriges Thema

Diskutiere Leinentraining - schwieriges Thema im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, brauche dringend noch ein paar Tipps bezüglich Leinentraining. Ich folge bereits den Tipps einer YouTuberin, die ich sehr gut finde...
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #1
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Gast55021

Gast
Hallo,

brauche dringend noch ein paar Tipps bezüglich Leinentraining. Ich folge bereits den Tipps einer YouTuberin, die ich sehr gut finde:

Die Frau hat vorgeschlagen, sich eine 8 m lange Flexi Leine (Rollleine) zu besorgen. Das habe ich gemacht. Für die eine meiner Katzen, Nandi, habe ich bei Amazon ein recht gut passendes Geschirr gefunden, mit zwei Riemen, am Hals und an der Brust, die er gerne trägt. Bei dem anderen Kater, Erik, hab ich bereits sämtliche Geschirre von Amazon ausprobiert. Das Geschirr von Nandi ist Erik an der Brust etwas zu klein, das gleiche Geschirr eine Größe größer passt an der Brust, ist am Hals aber zu groß. Es gibt bei Amazon ein Geschirr der Marke Tierhood, dass wie eine Weste ist und perfekt passt. Der Kater läuft darin aber nur geduckt. Aktuell nutze ich bei Erik wieder ein Geschirr mit zwei Riemen am Hals und der Brust, aber auch bei dem läuft er geduckt, nur nicht so schlimm wie bei der Weste. Auch dieses Geschirr ist an der Brust grenzwertig zu klein. Werde mal nochmal zu Fressnapf gehen, vielleicht gibt es da ein Geschirr, dass sich am Hals eng und an der Brust recht weit stellen lässt.
Ich befürchte aber, dass das mit dem geduckt laufen ein prinzipielles Problem ist und vielleicht gar nicht auf das nicht perfekt passende Geschirr zurückzuführen ist. Ich probiere jetzt schon seit über 3 Wochen dem Kater immer wieder Geschirre anzuziehen und auch eine Weile dran zu lassen. Er gewöhnt sich aber leider nicht wirklich daran.

Mit Erik verlief der erste Versuch ihn an der Rollleine laufen zu lassen recht positiv. Wir sind durch den Flur runter in den Keller. Soweit kennt er sich noch aus, weil ich ihn schon oft im Flur und im Keller frei laufen lassen hab. Dann sind wir über den Keller in den Garten. Es hat eine Weile gedauert, bis er sich raus getraut hat. Dann war er aber sehr an dem Garten interessiert und hat alles inspiziert. Der zweite Versuch mit der Leine lief bei Erik nicht so gut. Zunächst sind wir im Flur dem Vermieter begegnet. Da hat er sich dann erstmal geweigert weiter in den Flur zu gehen. Nach einer Weile haben wir es aber runter in den Keller geschafft. An diesem Tag war aber eine Frau im Nachbarsgarten. Das hat ihn so erscheckt, dass er nicht mehr raus in den Garten wollte.

Mit Nandi verlief der erste Versuch auch positiv. Mit ihm bin ich nur raus in den Flur und in den Keller. Im Garten war ich noch nicht. Nandi hat die Eigenschaft sich ständig vor irgendetwas zu erschecken und dann in Panik wild loszurennen. Ich habe einen Tip der YouTuberin beherzigt. In der rechten Hand hatte ich die Rollleine und mit der linken Hand, hab ich das Seil sanft abgebremst, damit der Kater nicht hart ins Geschirr fällt, wenn die Leine zuende ist. Das hat gut funktioniert.

Der zweite Versuch war eine Katastrophe: Nandi ist in Panik geraten sobald ich die Leine eingeklickt hatte. Er ist in Panik mitten ins Gerümpel im Keller gerannt. So schnell konnte ich gar nicht reagieren. Die Leine hat sich dann im Gerümpel hoffnungslos verheddert. Nandi völlig in Panik, zieht wie blöd an der Leine und stranguliert sich fast. Ich hab die Leine dann aus dem Gerümpel befreit, im nächsten Augenblick rennt Nandi wieder wie verrrückt zurück in die Wohnung. Als die 8 Meter lange Leine zuende war, hat er sich ein zweites Mal fast stranguliert. Die Leine sanft bremsen konnte ich nicht mehr. Der ist so schnell gerannt, dass ich mir die Finger an der Leine verbrannt hätte, hätte ich versucht zu bremsen. Bei der Aktion hat er sich definitiv weh getan, der Arme.

Im Garten gäbe es kein Gerümpel, wo er reinrennen kann. Nandi würde aber nie alleine ohne Erik in den Garten gehen. Zwei Katzen gleichzeitig an der Leine zu führen, traue ich mich, nach der Erfahrung, die ich gemacht habe nicht zu.

Die YouTuberin hat vorgeschlagen, dass Katzen vor den Leinentraining erst mal Lernen müssen, dem Menschen zu folgen. Der Mensch soll nicht hinter der Katze an der Leine hinterherrennen, sondern die Katze soll da hin laufen, wohin der Mensch sie führt. Außerdem sollen die Katzen lernen zu kommen, wenn man sie ruft. Die YouTuberin hat für das "Folgen lernen" Agility Training vorgeschlagen. Das mache ich mit beiden Katzen. Funktioniert auch einigermaßen. Auch das Kommen auf Zuruf funktioniert mal mehr oder weniger gut. In einer Paniksituation ist aber bei beiden Katzen das beste Training vergessen.

Wenn Erik Angst hat, rennt er nicht wie verrückt los und zieht an der Leine. Er duckt sich dann einfach und bleibt regungslos sitzen. Jedes gute Zureden ist dann vergeblich.

Wie lief das bei euch mit der Leine? War das auch so schwierig und ein längerer Prozess oder hat es recht schnell funktioniert? Sind meine Katzen einfach nicht für die Leine geschaffen oder ist das alles ein Fall von gutem Training? Was für ein Geschirr verwendet ihr und verwendet ihr eine kurze Leine oder eine lange Rollleine?

Ich habe Katzen der Rasse Russich Blau. Diese gelten eher als schisserig und sensibel.

Ich fände es aber so schön, wenn ich ihnen regelmäßig etwas Natur bieten könnte. Leinentraining wär echt ne schöne Sache um gelangweilte Wohnungskatzen sinnvoll zu beschäftigen.
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #2
Ich habe mehrere Sternchen mit Leine im Garten gehabt.
Meine Katzen habe ich immer dahin gehen lassen wohin sie wollten und sie nicht geführt.
Meine Katzen haben das Tempo bestimmt, die Orte an denen sie sich umschauen wollten und ob sie jetzt laufen wollten oder sich lieber gemütlich irgendwo hingelegt haben.

Aber jeder so wie er mag.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #3
Also bevor Du überhaupt mit den Katzen rausgehst, sollten sie erstmal sicher im Geschirr, in der Wohnung laufen, finde ich.
Also Geschirr anziehen, Leckerchen verteilen und mit Geschirr ein bisschen spielen usw.
Bevor sie das Geschirr nicht mit etwas Positiven verbinden, würde ich sie nicht rauslassen.

War das auch so schwierig und ein längerer Prozess oder hat es recht schnell funktioniert?
Also Feivi und Yodi haben damals schnell kapiert, dass es raus geht, wenn wir das Geschirr anlegen und haben das ruckizucki mit dem tollen Garten verbunden.
Aber Orientalen gelten ja auch als sehr schlau. 😎😁
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #4
Bei einer Vermieterin von mir sind wir auch mit den Jungen Katzen an der Leine raus. Sie hatte immer den verwegen Ted - ein Bild für die Götter - Ted flitze los weil er was gesehen hat, sie hinterher, das war ein rumgerenne :ROFLMAO:
Ich hatte den Schisser Balu, bei dem war es ein panisches davonrennen. Ich hab mir den jeweils gleich geschnappt und auf den Arm genommen und ihn beruhigt.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #5
Es ist ja nun auch sicherlich ein Unterschied, ob man mit den Katzen im eigenen, ruhigen Garten spazieren gehen möchte oder ob es eine Gegend mit einer viel befahrenen Straße und vielen Geräuschen ist.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #6
Ja gut also an einer viel befahrenen Straße würde mich ein Spaziergang nicht einmal mit einem Hund reizen.
Allerdings kommt das auch immer auf das Tier an, manchen macht das gar nichts, Verkehr, Geräusche etc.
Andere haben vor allem Angst und reagieren sogar panisch. Gibt es aber auch bei Hunden oder Pferden oder anderen Tieren.
Wichtig ist sicher auch wie viel Sicherheit gibt ihnen ihr Mensch und wie viel Vertrauen haben sie. Und ein langsames Aufbautraining und bekannt machen mit Geräuschen usw. gehört auch dazu. Sei das Pferd, Hund, Katze oder was auch immer. Und dann gibt es halt die, die sind für das "Gewünschte" geeignet oder halt nicht. Das sollte man dann auch respektieren können und es nicht erzwingen wollen.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #7
Danke für eure Erfahrungen.Ich geh öfters mal mit dem Nachbarskater spazieren, einem Waldkatzenkater, wenn seine Besitzerin mal nicht da ist. Für ihn war der Garten schnell zu langweilig. Mit ihm kann man problemlos im Wohngebiet spazieren gehen. Andere Menschen, Hunde, andere Freigängerkatzen und Autos machen ihm gar nichts aus, eher im Gegenteil. Er stürzt sich geradezu auf alles was neu, ungewohnt und interessant ist. Was ich mit meinen machen soll, weiß ich nicht. Soll ich am Ball bleiben und es immer wieder versuchen? Ich hab mir für das Leinentraining die denkbar schlechteste Katzenrasse ausgesucht. Die Russisch Blau mag nicht zu viel Aktion, sondern bevorzugt ein ruhiges, vertrautes Umfeld. Das sind die perfekten Wohnungskatzen. Meine Wohnung ist aber halt recht klein. Manchmal gehen mir auch die Ideen aus, wie ich meine Katzen beschäftigen kann und in der Wohnung neuen Input liefern kann. Möchte nicht, dass sie in der Wohnung mit zu wenig Input verkümmern. Noch sind sie jung und bis zu einem gewissen Grad charakterlich formbar.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #8
Die Russisch Blau mag nicht zu viel Aktion, sondern bevorzugt ein ruhiges, vertrautes Umfeld. Das sind die perfekten Wohnungskatzen.
Warum stürzt Du Dich auf so eine Aussage?
Ich nehme an, dass Du das so in einer Rassebeschreibung gelesen hast?

Letztendlich sind es alles Katzen.
Einige sind unerschrocken und mutig, haben überhaupt keine Probleme mit Veränderungen, Lärm, Ortswechsel usw und andere wiederum sind vorsichtig, huschig, geraten schnell in Panik usw.
Ob nun Rasse oder nicht, die Charaktere sind halt unterschiedlich. 🙂
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #9
@yodetta: Hab mit Rassekatzen nicht viel Erfahrung. Weiß nicht, wie viel ich den Genen zuschreiben kann. Aber meine entsprechen schon ziemlich der Rassebeschreibung. Hab mich auch viel mit den Züchtern meiner Katzen über die Eigenheiten der Rasse unterhalten. Der eine Russisch Blau Züchter hat gemeint, dass er seine Katzen nur in ein ruhiges Umfeld vermittelt. Den Erik hatte er mir als ziemlich ängstlichen, zurückhaltenden Charakter beschrieben. Den wollte er mir zunächst gar nicht vermitteln, sondern aufgrund des speziellen Charakters bei sich behalten.

Nandi wurde mir auch als sehr ängstlich beschrieben, aber auch als übermäßig anhänglich und verschmust, gegenüber der Bezugsperson, der Tochter der Züchterin.

Nandi saß die erste Woche bei mir nur unterm Sofa und kam nicht raus. Sowohl die Züchterin von Nandi, als auch der Züchter von Erik, mit dem ich später in Kontakt stand, haben gemeint, das wäre bei der Russisch Blau völlig normal und ich solle mir keine Sorgen machen. Beide Züchter haben betont, dass es sich bei der Russich Blau aufgrund des speziellen Charakters nicht um Anfängertiere handelt und haben für die Vermittlung Katzenerfahrung vorausgesetzt. Die Züchterin von Nandi wollte sogar ungern an Leute vermitteln, die keine Erfahrung mit Russich Blau haben.

Aber wie gesagt, ich hab keine Erfahrung mit Rassetiere. Mal schauen, wie die zwei sich noch entwickeln. Laut Rassebeschreibung braucht die Russisch Blau eine feste Bezugsperson und ist scheu zu Fremden. Was die Scheu vor Fremden angeht, hab ich meine Katzen bereits erfolgreich desensibilisiert. Am Anfang sind sie immer unters Bett, wenn es an der Haustür geklingelt hat. Jetzt werden alle Besucher sofort ausgiebig beschnuppert. Fremde Gerüche sind ganz toll und interessant für sie.
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #10
Ich persönlich würde solche Katzen nicht in den Leinenfreigang zwingen. Du beschreibst schon die ersten Versuche als puren Stress für die Tiere. Nur weil die Vorstellung für Dich nett wäre muss es nicht für die Katzen passen. Lass sie doch einfach erst mal in Ruhe ankommen und Vertrauen zu Dir aufbauen.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #11
Hab mit Rassekatzen nicht viel Erfahrung. Weiß nicht, wie viel ich den Genen zuschreiben kann.
Aber das jeder Charakter unterschiedlich ist, kann doch nur auf alle Katzen zutreffen, oder siehst Du das anders?

Wenn Du jetzt an zwei Charaktere geraten bist, die eher ängstlich sind, dann wird das mit dem Leinengang schwierig.
Du kannst nur in Minischritten und Ruhe versuchen, ihnen nahe zu bringen, dass sie dadurch einen Mehrwert haben.
Vielleicht sind sie aber auch einfach nicht dafür gemacht.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #12
@yodetta: Ja jede Katze hat ihren eigenen ganz speziellen Charakter. Das ist ja genau das tolle und spannende an Katzen, dass das solche Charaktertiere sind. Man weiß vorher nie so genau, was man bekommt.

Meine Katzen haben Tage, da sind die abenteuerlustig und versuchen auszubüchsen und Tage, da liegen sie nur rum. Vielleicht muss ich mal einen Tag erwischen, wo sie etwas gefordert werden wollen und es dann nochmal probieren. Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle. In der Dämmerung und in der Dunkelheit sind sie aktiver und mutiger. Ich möchte aber nicht in der Dunkelheit raus in den Garten. Falls es doch mal eine Katze schafft, sich aus dem Geschirr zu befreien, würde ich sie nicht mehr finden.

Eine andere Möglichkeit, die ich mir überlegt habe, ist, dass ich eine Art mobiles Versteck für die Katzen baue, z.B. eine Holzkiste mit einer kleinen Öffnung. Dann haben die Katzen bei Überforderung immer einen sicheren Rückzugsort. Die YouTuberin hat in fremder Umgebung immer einen Katzenrucksack dabei, als sicheres Versteck.

Meine Freundin hat mir erzählt, dass sie ihre Katzen, als sie noch jung waren, öfters ins Auto gepackt hat und dann zu einer großen Wiese gefahren ist, wo es weit und breit keine Büsche und Bäume gibt. Dort hat sie ihre Wohnungskatzen dann komplett frei ohne Leine laufen lassen. Die sollen sich nie weit vom Auto entfernt haben und sind auf Zuruf stets zurückgekommen. Hat jemand so etwas schonmal mit seinen Wohnungskatzen gemacht? An der Leine waren diese Katzen zuvor nie.
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #13
@Gast55021 Ich verstehe nicht ganz, warum du dir Katzen geholt hast, die als perfekte Wohnungskatzen gelten, wenn du sie unbedingt nach draußen bringen willst.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #14
@Gast55021 Ich verstehe nicht ganz, warum du dir Katzen geholt hast, die als perfekte Wohnungskatzen gelten, wenn du sie unbedingt nach draußen bringen willst.
Genau das verstehe ich auch nicht.
Zudem finde ich allmählich die dauerhafte Wiederholung, das Russisch Blau Rassekatzen sind, die diesen oder jenen Charakter haben, ziemlich ermüdend.
Es sind Katzen, egal ob Rassekatzen oder nicht, mit unterschiedlichsten Charakteren. Ich hatte einen Perser, der an Lebhaftigkeit nicht zu überbieten war.

Katzen Leinengang aufzwingen zu wollen, nur weil man selbst diesen Wunsch verspürt, ist schon grenzwertig.

Die hier erwähnten Menschen, die Katzen einfach ins Auto packen oder sie auf irgendeiner entfernten Wiese frei laufen lassen….dazu äußere ich mich lieber nicht. Diese Personen haben nichts, aber auch gar nichts vom Charakter einer Katze verstanden und handeln ihm absolut zuwider.
Und das Credo irgendwelcher Youtuberinnen…..welche Ausbildung, welchen Kenntnisstand haben sie?
Posten kann jeder, auch ohne Sinn und Verstand.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #15
@yodetta: Hab mit Rassekatzen nicht viel Erfahrung. Weiß nicht, wie viel ich den Genen zuschreiben kann. Aber meine entsprechen schon ziemlich der Rassebeschreibung. Hab mich auch viel mit den Züchtern meiner Katzen über die Eigenheiten der Rasse unterhalten. Der eine Russisch Blau Züchter hat gemeint, dass er seine Katzen nur in ein ruhiges Umfeld vermittelt. Den Erik hatte er mir als ziemlich ängstlichen, zurückhaltenden Charakter beschrieben. Den wollte er mir zunächst gar nicht vermitteln, sondern aufgrund des speziellen Charakters bei sich behalten.

Nandi wurde mir auch als sehr ängstlich beschrieben, aber auch als übermäßig anhänglich und verschmust, gegenüber der Bezugsperson, der Tochter der Züchterin.

Nandi saß die erste Woche bei mir nur unterm Sofa und kam nicht raus. Sowohl die Züchterin von Nandi, als auch der Züchter von Erik, mit dem ich später in Kontakt stand, haben gemeint, das wäre bei der Russisch Blau völlig normal und ich solle mir keine Sorgen machen. Beide Züchter haben betont, dass es sich bei der Russich Blau aufgrund des speziellen Charakters nicht um Anfängertiere handelt und haben für die Vermittlung Katzenerfahrung vorausgesetzt. Die Züchterin von Nandi wollte sogar ungern an Leute vermitteln, die keine Erfahrung mit Russich Blau haben.

Aber wie gesagt, ich hab keine Erfahrung mit Rassetiere. Mal schauen, wie die zwei sich noch entwickeln. Laut Rassebeschreibung braucht die Russisch Blau eine feste Bezugsperson und ist scheu zu Fremden. Was die Scheu vor Fremden angeht, hab ich meine Katzen bereits erfolgreich desensibilisiert. Am Anfang sind sie immer unters Bett, wenn es an der Haustür geklingelt hat. Jetzt werden alle Besucher sofort ausgiebig beschnuppert. Fremde Gerüche sind ganz toll und interessant für sie.
Siehst du, du hast ja schon Erfolge gehabt, der Besuch ist nicht mehr gefährlich. Sie sind also durchaus lernfähig.
Mach langsam und geduldig, lobe Gutes überschwänglich mit Leckerlis und Stimme. Ignoriere Alles, was nicht so läuft wie du es dir vorstellst, also nicht kommentieren, kein "Trostleckerli" usw.
Gewöhne sie in der gewohnten Umgebung, also Wohnung, an das Geschirr und die Leine. Wenn das gut funktioniert, versuche langsam aus der Wohnung zu gehen und den Radius zu erweitern, immer in dem Tempo, welches die Katzen vorgeben.
Ersetze mit den Katzen spielen durch kurze Trainigseinheiten.
Es ist völlig egal, ob Rassekatze oder nicht, streich diesen Gedanken und vermittle ihnen Sicherheit.
Edit: dafür musst du immer wieder kleine Trainingseinheiten machen. Einfach mal schauen obs funktioniert, wenn sie gerade "abenteuerlustig" sind bringt nichts. Das Training bedeutet Arbeit für dich und Zeitaufwand. Beobachten und auf die Katzen eingehen, Geduld und nochmal Geduld, Fortschritte und Rückschritte. Wenn du dazu nicht bereit bist, lass die Katzen Wohnungskatzen sein.
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #16
@Momo_Lumpi: Danke für Deinen Rat. In der Wohnung mit der Leine zu hantieren ist schwierig, weil dort zu viel rumsteht, Möbel und so und sich die Leine schnell verheddert. Der Kleine liebt z.B. seinen Katzentunnel. Da geht er vorne rein, an der Seite wieder raus, and der Hinterseite wieder rein usw alles schnell hintereinander. Das gibt ein heilloses Chaos mit der Leine.

Ich weiß jetzt auch nicht, ob eine Rollleine bzw. Flexileine so ideal ist. Das sind die Leinen, die sich automatisch abrollen, wenn das Tier daran zieht und sich wieder einrollen, wenn das Tier näher kommt. Ist es vielleicht besser, wenn das Tier von Anfang an merkt, dass es einen begrenzten Bewegungsradius hat und nicht erst, wenn sich die 8 Meter der Flexileine abgerollt haben?
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #17
Tja, dann räumst du die Sachen, die gehen, halt zur Seite für eine kurze Trainingseinheit. Ist ja dann auch nicht Spielstunde sondern kurzes Training.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #18
@Momo_Lumpi: Meine Wohnung ist leider recht klein, 50m3, 2 Zimmer, vernünftiges Leinentraining geht da nicht wirklich. Der Kleine flitzt mit der Leine auch so rum, der schafft es innerhalb von eine paar Sekunden, sich 3x um ein Tischbein zu wickeln. Kann nicht alle Möbel wegstellen. Nee, Flur und Keller ist eigentlich schon OK. Ich lasse die Katzen jeden Tag im Hausflur und im Keller frei laufen. Das kennen sie. Da fühlen sie sich auch einigermaßen sicher. Der Keller ist riesig, bestimmt 100 m3. Sollte ideal sein für das Leinentraining.
 
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  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #19
Na dann halt da, wenn sie das schon kennen. Viel Glück.
 
  • Leinentraining - schwieriges Thema Beitrag #20
Genau das verstehe ich auch nicht.
Zudem finde ich allmählich die dauerhafte Wiederholung, das Russisch Blau Rassekatzen sind, die diesen oder jenen Charakter haben, ziemlich ermüdend.
Es sind Katzen, egal ob Rassekatzen oder nicht, mit unterschiedlichsten Charakteren. Ich hatte einen Perser, der an Lebhaftigkeit nicht zu überbieten war.

Katzen Leinengang aufzwingen zu wollen, nur weil man selbst diesen Wunsch verspürt, ist schon grenzwertig.

Die hier erwähnten Menschen, die Katzen einfach ins Auto packen oder sie auf irgendeiner entfernten Wiese frei laufen lassen….dazu äußere ich mich lieber nicht. Diese Personen haben nichts, aber auch gar nichts vom Charakter einer Katze verstanden und handeln ihm absolut zuwider.
Und das Credo irgendwelcher Youtuberinnen…..welche Ausbildung, welchen Kenntnisstand haben sie?
Posten kann jeder, auch ohne Sinn und Verstand.
Außerdem sind sie besonders schön und werden deshalb geklaut. Als ob alle anderen Katzen daneben verblassen. Ich finde das sehr hochmütig.
 
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