Es ist unfassbar für mich

mein Merlin ist nicht mehr bei mir... 09.01.2025
Mein Sohn schrieb mir eine Nachricht auf mein Handy und bat mich gleich nach Hause zu kommen nach der Arbeit.
Ich las es zum Feierabend und hatte gleich Magenschmerzen, an dem Tag fing es an zu schneien und alle fuhren mehr als langsam ich kam nicht vorwärts.
Ich rief ihn an und wollte erfragen was passiert ist, doch er sagte nur fahr vorsichtig und komm.
Jetzt wurde mir schlecht aber ich fuhr so schnell ich konnte.
Zuhause rein, sagte er Mama stell die Tasche ab ich fragte was ist denn los, er sagte unter Tränen nur Merlin.
Ich km ins Wohnzimmer, da lag er auf der Couch, lieb zugedeckt und sah aus als wenn er schläft.
ICH SCHRIE NUR WAS IST PASSIERT, WAS IST PASSIERT....
Ich nahm ihn in den Arm und konnte nicht mehr afhören zu weinen, ich redete mit ihm und sagte immer wieder wach doch auf, ds kann doch nicht sein.
Du bist erst 5 Jahre jung, wir haben doch noch so viel Zeit, das kann nicht geschehen sein.
Er ist mein Seelenkater und wir waren sehr, sehr lieb verbunden.
ich verblieb noch unter Tränen und vielen Worten mit ihm dort sitzen.
Mir war es kaum möglich klare Gedanken zu fassen, was jetzt zu tun ist.
Ich rief eine liebe Freundin an und erfragte ihren Tier Bestatter, sie schickte mir die Daten, doch ich wollte und konnte kaum Telefonieren.
Ich wollte es nicht aussprechen was geschehen war, ich wollte aus diesem Traum aufwachen und er ist da und bei mir.
Doch sehr spät kam ein Gespräch unter Tränen zustande und es wurde ein Bringetemin zum nächten Tag um 12:30 Uhr vereinbahrt.
Danach rief ich bei meiner PDL an und schilderte unter Tränen was geschehen, da auch sie eine Tierliebhaberin ist und weis wie ich zu Katzen (Tieren)
stehe, gab sie mir nächsten Tag frei um alles zu regeln. Ich hätte auch so nicht arbeiten können (bin Bereuungsassistentin).
Ich bettete meinen geliebten Merlin an seinem üblichen nächtlichen Schlafplatz neben mir und streichelte ihn immer und immer wieder.
Gefogt von vielen Küsschen auf den Kopf, ich stubste mit meiner Nase immer die seine, wie wir es immer taten.
Ich wollte ihn riechen, schnuppern und seine Geruch behalten.
Sein Bruder ebenfalls 5 Jahre zeigte sich verwirrt und wich ihm erstmal aus, in einem Moment wo Merlin alleine lag,
ging er zu ihm, setzte sich zu ihm und schaute ihn nur an, dann ging er wieder.
Der Bruder heißt Sammy und ist der Seelenkaer meines Sohnes, sie haben eine sehr liebevolle und innige Verbindung.
Sie reden miteinander und er ist nur bei ihm (auf ihm) beim Schlafen, Essen, Spielen am PC und auch sonst, er ruft ihn und sein Katerle rennt los.
Jeder von uns hat seine Seelenkatzen in einem Geschwiterpärchen gefunden. Wir waren sehr glücklich darüber.
Wir hatten schon immer Katzen und sind sehr fanatisch in unserer Katzenliebe, denn sie sind Familie.
Unsere Wohnung ist sehr auf unsere Katzen abgestimmt, viele Ruheecken, fünf Kratzbäume von 1 m - 3 m, Hängemulden, Cat-walk an den Wänden,
Katzenbetten, Kratzecken, Kartons, Fenstermulden und überall Kissen und Decken für evtl. Höhlen. Keine Tür war für die Jungs verschlossen.
Auch die Fenster im ersten Stock sind mit einem hochwertigen Katzennetz gesichert.
(Katzennetz mit Draht jedoch nicht der Draht außen sondern der Draht im Inneren, so das sich die Tiere beim Knabbern nicht verletzen).
Bei allem Leben in der Wohnung, war unser oberstes Gebot, nichts rumliegen lassen, was den Jungs schaden könnte, egal wie klein.
Wir waren regelmäßig beim Tierarzt (Impfen, Zahnstein, Allergien) unser Futter war sehr hochwertig (Monoprotein Pferd mit Kürbis) keine Nebenerzeugnissse, die Leckerlies waren für die Zahnpflege gedacht.
Wenn wir zur Arbeit gingen, hinterliesen wir in Beschäftigungsspielen den Jungs jeder hatte seine eine Aufgabe mit Belohnung.
Wenn wir nach Hause kamen kam Sammy schnell angerannt zu meinem Sohn und mein Merlin kam gemütlich zu mir um uns zu begrüßen.
Morgens saß mein Merlin zur Begrüßung auf dem Couchtisch und gab mir einen Nasenstubs, dann gingen wir zusammen ins Bad, so begann jeder Morgen.
Unsere Morgenroutine war erst das Katzenklo (sie teilten sich 1 große Toilette im Schrank) dann die Näpfe säubern und füllen, den Trinkbrunnen aufüllen und dann erst kam mein Kaffee. Erst wenn ich im Bett saß meine Bettdecken über mich legte und die Tasse nahm, kam Merlin dazu, legte sich neben mir und streckte mir seinen Bauch entgegen (damit ich besser ran kam, streckte er sein Hinterbein hoch aus und legte es auf meinem Arm ab.
Ich konnte ihn überall streicheln, stundenlang...
Wenn ich dann langsam los musste, machte ich mein Bett in den Bettkasten, dazu sprang Merlin auf und sprang auf dem Platz am Fenster und frische Luft zu tanken. Er schaute gerne was draußen so los ist und sonnte sich so gerne.
Dann ging es wieder zusammen ins Bad zum Anziehen und fertig machen, er war immer da wo ich war.
Ob am PC, auf der Couch, im Bad, in der Küche oder zur Nacht neben mir.
An diesem schrecklichen Tag, war alles wie immer, nur das ich durch irgendetwas so lange blieb wie ich konnte (eine Stunde länger), wir kuschelten ausgiebig und beim losgehen war ich fast zur Tür raus, da ging ich noch mal zurück und streichelte beiden Jungs über den Rücken.
Ich hatte so ein komisches und bedrückendes Gefühl im Bauch, dies tun zu müssen.
Ich sagte noch tschüss Sammy und tschüss Merlin bis nachher, den es dann nicht mehr für mich gab... UNFASSBAR...
In der folgenden nach nach seinem gehen, schlief mein Sohn bei mir, denn auch er liebte Merlin so sehr. Wir wollten alle zusammen sein.
Vom 09.01 zum 10.01. wachte ich mehrfach in der Nacht auf und meine Hand suchte sofort Merlin, ich streichelte den Kopf und schlief wieder ein.
Am nächten Tag erwachte ich gleich mit Tränen und setzte mich auf, ich streichelte ihn und stubste und küsste ihn immer wieder.
In einer ruhigen Minute machte ich ein Video von ihn und mir, wie ich mich von ihm verabschiede für immer.
Natürlich mit vielen Tränen und streicheln.
Die Zeit verran so schnell doch dann mussten wir los, ein guter Freund (auch Katzennarr) fuhr uns (mein Sohn nahm sich auch frei) auf dem letzen Weg zum Bestatter. Eingekuschelt in eines seiner Lieblingsdecken ging es los.
Ich saß hinten und weinte nur, dabei kuschelte ich mit Merlin um noch so viel ich konnte zu erschnupppern.
Dort angekommen, wollte ich nicht aussteigen, man gab uns noch ein paar Minuten.
Ich müsste und stubste ihn noch so viele male. Dann stiegen wir aus und ich legte ihn in seiner Lieblingsdecke in einem sehr kalten Raum auf einem Bett das dafür vorgesehen war ab. Den übrigen Raum nahm ich nicht so wahr.
Der Bestatter legte noch liebevoll eine zusätzliche Decke über ihn, lies aber den Kopf frei.
Dann wurde kurz über den Ablauf und die Formalitäten gesprochen, jetzt kam der Abschied für immer.
Mein Sohn und ich gabe ihn noch einen Abschiedkuss und wünschten ihm eine gute Reise über die Regenbogenbrücke.
Ich nahm noch mal einen Kopf in die Hand und stubste ihn, dann gingen wir unter Träne hinaus.
Draußen gaben meine Füße nach und mein Sohn stützte mich bis zum Auto, wur fuhren los und somit auch weg von Merlin.
Ich weinte und weinte und sagte immer nur seinen Namen, wir kamen auf dem Rückweg am Wald vorbei, ich bat darum kurz in einem Waldweg zu halten.
Ich musste raus, ich stieg alleine aus und ging ein paar Schritte den Waldweg entlang, blieb stehen und SCHRIE mir den Schmerz herraus.
Dieser Schrei hatte eine hässlichen Klang, doch das soll er auch haben, es war mein Schmerz von nun an für immer getrennt zu sein von Merlin.
Ich schrie bis ich keine Kraft mehr hatte, ging auf einen Baum zu umarmte diesen so fest ich konnte und sagte zusammen.
Mein Sohn kam dann und holte mich ins Auto.
Dann fuhren wir Heim, doch auf mich wartete jetzt keiner mehr, kein Stubs, kein streicheln, kein Mauzen, keine Nähe.
Für mich war mein Heim leer, mein Sohn wurde von seinem Sammy begrüßt.
Als ich unter Tränen etwas später zu meinem Sohn ins Zimmer ging, der mit seinem Katerle auf dem Bett lag, um nicht alleine zu sein, suchte meine Hand etwas Fell und ich reichte seinem Katerle die Hand, seine Reaktion erschreckte mich sehr, er fauchte mich an, sodas ich nur noch mehr weinte.
Mir war nun noch mehr bewußt ganz allein zu sein.
Mein Merlin war für immer aus meinem Leben, wir wurden von heut auf Morgen auseinandergerissen...
Seitdem fühlt sich mein Herz an als wenn es wund ist, mir ist nur noch kalt, kalt, kalt, bin unkonzentriert, antriebsarm, weine oft in starken Intervallen und selbst einfache Erledigungen fallen mir extreme schwer. Ich bin nicht mehr die ich vorher war.
Ich habe keinen Hunger mehr, nur achte ich drauf genug zu trinken.
Ich bat meine Kollegen mich nicht zu trösten, oder darauf anzusprechen auch keine Umarmung, sonst kann ich es nicht halten und die Träen kommen.
Bisher funktioniere ich auf Arbeit, jedoch in stillen Momenten oder der Pause laufen viele Tränen.
Denn jede Träne die ich weine ist Merlin wert und noch viel mehr.
Er fehlt immer und überall, jetzt stehen Bilder da eine Kerzen brennt und ein digitaler Bilderrahmen zeigt ab und an Videos die wir machten.
Eine Glasdose mit seinem gekämmten Fell und sein leerer Napf steht auch dabei.
Gestern kam die Nachricht per Anruf, das ich Merlin am Montag wieder nach Hause holen kann.
Dann wird er wieder bei uns sein, eine Urne in Form einer schlafenden Katze in seiner Farbe wird dann seine letzte Ruhe sein.
Mein Sohn schläft seitdem noch immer bei mir mit seinem Kater neben ihm.
Sein Bruder weint jeden Abend und miaut so tief, wie sie immer miauten wenn wir sie zum Tierarzt in getrennten Boxen brachten.
Er lässt sich nicht beruhigen, er geht mehrfach im Kreis (Rundwohnung) um seinen Bruder zu suchen. Dann legt es sich neben meinem Sohn ab.
Ich fühle mich schwach, leer, unfähig, kraftlos, so traurig und die Wohnung erdrückt mich gerade, da ich Merlin überall sehe.
Es wird noch lange dauern bis mein Seele versteht was mein Herz fühlt...
Für mich alleine ist es gut, meine Gefühle und meinen Schmerz hier nieder schreiben zu können.
Denn hier sind Katzenfreunde die meinen Schmerz verstehen... Danke dafür.