Wie machen wir jetzt weiter?

Diskutiere Wie machen wir jetzt weiter? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Liebe Community, Ich versuche mal kurz und knapp zusammen zu fassen, was bei uns los ist gerade... Anfang des Jahres ist unser geliebter Rufus...
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #1
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Imperia

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Liebe Community,

Ich versuche mal kurz und knapp zusammen zu fassen, was bei uns los ist gerade...

Anfang des Jahres ist unser geliebter Rufus an Krebs gestorben. Zurück blieben mein Mann und ich, und vor allem seine Freundin Sissy (6 Jahre alt, eine kleine, zierliche Kurzhaar Katze). Wir haben erst mal eine Zeit verstreichen lassen, um zu schauen, wie es ihr geht.
Sie machte auf uns den Eindruck, ihr fehlt kätzische Gesellschaft, vor allem auch, weil sie eine reine Wohnungskatze ist und ihr Leben lang nie alleine war.
Im Tierheim vor Ort haben wir dann einen jungen Kater gefunden, Carlo.

Er ist ein Jahr alt, wurde im Tierheim geboren, hatte noch nie ein eigenes Zuhause. Mit anderen Katzen kam er im Tierheim sehr gut zurecht, er ist zutraulich, anhänglich, verspielt, hat sofort Kontakt mit uns aufgenommen im Tierheim.

Die Tierheim Chefin meinte, altersmäßig sei es gerade so die Grenze, was funktionieren könnte. Sie riet uns, die beiden direkt "aufeinander los zu lassen", ich hatte eher im Sinn, den Kleinen erstmal in einem eigenen Raum zu lassen.

Gestern haben wir Carlo abgeholt. Er kam raus aus seiner Box, und ab unters Bett. Sissy hat das beobachtet, hat weder gefaucht, war aber sehr aufmerksam.

Sie ging dann vorsichtig hinterher, fand ihn und das Geknurre und Gefauche ging los. Sie ist dann von selbst wieder abgezogen, zu uns aufs Sofa.

Carlo kam immer wieder ins Wohnzimmer, hat sich umgeschaut, sobald er Sissy sah, wurde geknurrt und gefaucht auf beiden Seiten. Zu uns war er recht aufgeschlossen, hat gespielt (knurrend und fauchend), sich streicheln lassen usw.

Ich hab versucht, vor allem Sissy nicht zu vernachlässigen.. Nun ja. So ging das den Abend über. Bei Sichtkontakt sofort fauchen und knurren.

Habe Carlo auch noch eine Decke mit ihrem Duft zum schnuppern gegeben, er hat die Decke angefaucht. Sissy hingegen war eher interessiert.

Im Laufe des Abends kam er fauchend/ schnurrend auf meinen Mann zu auf dem Sofa und hat ihm ins Gesicht geschlagen. Kurze Zeit später rannte er auf Sissy zu, mit erhobener Pfote. Sie hob ebenfalls die Pfote, fauchte ihn an, er fauchte zurück und haute ab.

Die erste Nacht hat er jetzt bei geschlossener Tür im Arbeitszimmer verbracht, natürlich mit allem, was er braucht.
Heute früh war er mir gegenüber freundlich aufgeschlossen, hatte auch gefuttert, das Katzenklo benutzt.
Nun ja und nun stellt sich mir einfach die Frage... Wie machen wir weiter?

Tagsüber in die ganze Wohnung, nachts ins Arbeitszimmer? Die beiden einfach machen lassen? Ich bin echt verunsichert und sehr dankbar über jede Hilfe!

Ah ja, natürlich sind beide Miezen kastriert.

Viele Grüße
Nadine
 
  • Wie machen wir jetzt weiter?

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  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #2
Man kann zwar schlecht sowas einschätzen wenn man sich keinen direkten Eindruck verschaffen kann aber "sie gleich aufeinander loslassen" war jetzt der dümmste Rat und ganz sicher nicht fachkundig...merkste ja selber. Ich habe den Eindruck du hast ein gutes Bauchgefühl also lass Carlo erstmal separiert,etwas, ankommen und mach das vorsichtig nach und nach. Man darf auch nicht unterschätzen,dass Katzen im neuen Zuhause ein anderes Verhalten an den Tag legen künnen als noch im Tierheim. Außerdem würde ich drauf achten,dass keiner unterm Bett, hinter Möbeln usw. verschwinden kann. Das wird schon. Kater und Kätzin gilt zwar als nicht ideal weil sie recht unterschiedliche Bedürfnisse haben können aber Ausnahmen gibts ja dennoch. Bleibt halt parat bei der Vergesellschaftung und lenkt wenns komisch wird.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #3
Danke für die Antwort... Ich bin echt gespannt, wie es weiter geht.
Ich hab heute früh schon feststellen können, dass Carlo deutlich entspannter war als gestern.
Ich glaube, nachdem er wirklich nur das Tierheim, also einen einzigen Raum, kannte, hatte er gestern die totale Reizüberflutung. Also mal zwei Schritte zurück, und ruhig bleiben.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #4
Mit einem Jahr ist er noch recht jung und wird sich schnell eingewöhnen.

Bei mir ist auch eine ein Jahr alte Katze zu meinen Senioren gezogen.
Sie wurde freundlich, wenn auch etwas aufdringlich begrüßt, hat sich dann aber verzogen. Ich habe sie am nächsten Tag in der hintersten Ecke unter der Küchenzeile gefunden und rausgescheucht. Sie ist dann in die hinterste Ecke auf dem Kleiderschrank gezogen. Die ersten Tage habe ich sie kaum gesehen. Ab und zu hat eine der anderen Katzen nach ihr geschaut. Meist wurde dann seitens der neuen Maus gefaucht. Futter und Wasser kam auf den Kleiderschrank und ein Klo in die Nähe des Kratzbaums zum Kleiderschrank. Nach ein paar Tagen kam auch das Futter und das Wasser wieder nach unten.
Und nach einer Woche hat sie von selbst Kontakt zu den anderen gesucht und bald darauf schon mit ihnen gekuschelt.
Ich war dagegen noch lange furchtbar gruselig.
Mir scheint, deine Sissy ist so entspannt wie meine Bande und ich drücke dir die Daumen, dass es dann genauso läuft wie bei mir.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #5
Ich glaube, nachdem er wirklich nur das Tierheim, also einen einzigen Raum, kannte, hatte er gestern die totale Reizüberflutung.
Absolut, deshalb ist eine langsame "Öffnung" der Wohnung, Raum für Raum, auch sinnvoll statt sofort alles offenstehen zu lassen. Ich denke da Carlo schon im Tierheim anscheinend keine Probleme /Ärger mit anderen Katzen hatte,wird das schon funktionieren.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #6
Mit einem Jahr ist er noch recht jung und wird sich schnell eingewöhnen.

Bei mir ist auch eine ein Jahr alte Katze zu meinen Senioren gezogen.
Sie wurde freundlich, wenn auch etwas aufdringlich begrüßt, hat sich dann aber verzogen. Ich habe sie am nächsten Tag in der hintersten Ecke unter der Küchenzeile gefunden und rausgescheucht. Sie ist dann in die hinterste Ecke auf dem Kleiderschrank gezogen. Die ersten Tage habe ich sie kaum gesehen. Ab und zu hat eine der anderen Katzen nach ihr geschaut. Meist wurde dann seitens der neuen Maus gefaucht. Futter und Wasser kam auf den Kleiderschrank und ein Klo in die Nähe des Kratzbaums zum Kleiderschrank. Nach ein paar Tagen kam auch das Futter und das Wasser wieder nach unten.
Und nach einer Woche hat sie von selbst Kontakt zu den anderen gesucht und bald darauf schon mit ihnen gekuschelt.
Ich war dagegen noch lange furchtbar gruselig.
Mir scheint, deine Sissy ist so entspannt wie meine Bande und ich drücke dir die Daumen, dass es dann genauso läuft wie bei mir.
Oh, das stimmt mich hoffnungsvoll.
Und ich hoffe natürlich, euer Frieden hält weiterhin an.
Aktuell sitzt Sissy in ihrer Hängematte hoch an der Wand, und beobachtet sehr aufmerksam, wie der kleine Kater sich umschaut. Tatsächlich weiß ich nicht, ob er nicht kapiert hat, dass sie da oben ist oder es ignoriert. In jedem Fall benimmt er sich sehr selbstbewusst.
Ich hoffe nur, dass Sissy sich nicht zurück gesetzt fühlt. Hätte nicht erwartet, dass es so aufregend werden würde..
Absolut, deshalb ist eine langsame "Öffnung" der Wohnung, Raum für Raum, auch sinnvoll statt sofort alles offenstehen zu lassen. Ich denke da Carlo schon im Tierheim anscheinend keine Probleme /Ärger mit anderen Katzen hatte,wird das schon funktionieren.
Das ist auch meine Hoffnung.
Seit ein paar Stunden sind die Türen geöffnet, Sissy beobachtet alles. Ich denke über Nacht bleiben die zwei wieder in getrennten Räumen.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #7
Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass Fauchen und Knurren zu jeder Vergesellschaftung gehört und dies höchstens Anfangsschwierigkeiten sind.
Du musst fest dran glauben, dass die Vergesellschaftung klappen wird und alles ganz normal läuft.
Ansonsten bekommt Sissy deine Unruhe und Sorgen mit und dann ist nicht nur der neue Kater doof, sondern alles.
Lieber Sissy viel Aufmerksamkeit schenken, denn für den kleinen Kater ist sowieso alles neu, dem ist das im Moment nicht so wichtig.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #8
Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass Fauchen und Knurren zu jeder Vergesellschaftung gehört und dies höchstens Anfangsschwierigkeiten sind.
Du musst fest dran glauben, dass die Vergesellschaftung klappen wird und alles ganz normal läuft.
Ansonsten bekommt Sissy deine Unruhe und Sorgen mit und dann ist nicht nur der neue Kater doof, sondern alles.
Lieber Sissy viel Aufmerksamkeit schenken, denn für den kleinen Kater ist sowieso alles neu, dem ist das im Moment nicht so wichtig.
Ich bete es mir dauernd vor ;).
Und ja, ich versuche auch, Sissy das Gefühl zu geben, es ist alles gut so und normal und sie ist weiterhin ganz ganz wichtig. Was sie auch ist.
Nicht überinterpretieren, ruhig und gelassen bleiben... Merke, es ist wirklich eine Aufgabe, das vernünftig hin zu kriegen und sich nicht verrückt zu machen. Aktuell hat Sissy sich in ihre Kratzhöhle zurück gezogen. Ich hoffe, sie kommt da auch mal wieder raus.
Vielen Dank für Deine Antwort.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #9
Denk einfach "in drei Wochen" ist alles schon viel besser. Tatsächlich kann ich kaum erinnern, dass hier im Forum mal jemand eine Vergesellschaftung hatte, die partout nicht klappen wollte.
In den meisten Fällen geht früher oder später alles gut.
Ich hatte bisher 3 Vergesellschaftungen, aber die Katzen waren alle jung. Da ist das natürlich einfacher. Vor allem wenn sie von einer Züchterin kommen, die ihre Katzen wunderbar einschätzen kann.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #10
Hallo und Herzlich Willkommen,

mein herzliches Mitgefühl zum Verlust von Rufus. 💔🥺🌈

Ich habe auch schon 6 Vergesellschaftungen hinter mir und habe es immer so gemacht, wie es Dir auch empfohlen wurde.
Neue Katze dazu und fertig. 🙂
Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und kann Dir das deshalb auch so empfehlen.
Natürlich gab es hier Backpfeifen, Knurren, Fauchen, Grenzen aufzeigen und Ressourcen verteidigen.
Das ist vollkommen normales Katzenverhalten und gehört zur Kommunikation.

Wenn sie sich also nicht ernsthaft kloppen, vorallem beißen, würde ich sie zusammen lassen und nicht mehr trennen. 🙂

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #11
Denk einfach "in drei Wochen" ist alles schon viel besser. Tatsächlich kann ich kaum erinnern, dass hier im Forum mal jemand eine Vergesellschaftung hatte, die partout nicht klappen wollte.
In den meisten Fällen geht früher oder später alles gut.
Ich hatte bisher 3 Vergesellschaftungen, aber die Katzen waren alle jung. Da ist das natürlich einfacher. Vor allem wenn sie von einer Züchterin kommen, die ihre Katzen wunderbar einschätzen kann.
Oh, das ist ein ganz hilfreicher Gedanke... Und auch der Hinweis, dass es kaum mal einen "Fall" hier gab, bei dem s nicht geklappt hat, beruhigt mich.
Ja, ich mit jungen Katzen ist das sicher einfacher.
Zumal unser Carlo in "unserem" Tierheim, hier in der Stadt, erst seit einer Woche ist. Zuvor hat er mit seiner Mutter in einem anderen Tierheim gelebt, das so voll war, dass ein Teil der Katzen dann eben umgezogen ist.
Und die Chefin hier meinte, es sei gut für ihn, wenn er sich gar nicht erst zu sehr im neuen Heim einlebt und dann wieder den Stress hat. Na ja. Ich muss tatsächlich eher meinen Mann beruhigen, der extrem besorgt ist ;).
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #12
Hallo und Herzlich Willkommen,

mein herzliches Mitgefühl zum Verlust von Rufus. 💔🥺🌈

Ich habe auch schon 6 Vergesellschaftungen hinter mir und habe es immer so gemacht, wie es Dir auch empfohlen wurde.
Neue Katze dazu und fertig. 🙂
Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und kann Dir das deshalb auch so empfehlen.
Natürlich gab es hier Backpfeifen, Knurren, Fauchen, Grenzen aufzeigen und Ressourcen verteidigen.
Das ist vollkommen normales Katzenverhalten und gehört zur Kommunikation.

Wenn sie sich also nicht ernsthaft kloppen, vorallem beißen, würde ich sie zusammen lassen und nicht mehr trennen. 🙂

Liebe Grüße
Melanie
Liebe Melanie,

Danke für die Anteilnahme. Habe leider auch feststellen müssen, dass nicht alle Menschen Tiertrauer ernst nehmen.

Vorhin haben wir alle vier auf dem Sofa geschlafen, Sissy auf meinem Schoß, Carlo am anderen Ende des Sofas neben meinem Mann. War richtig schön friedlich.

Was mir aber echt Gedanken macht, bisher gab es genau null Körperkontakt zwischen den beiden. Frage mich, ob das ebenfalls normal ist.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #13
Vorhin haben wir alle vier auf dem Sofa geschlafen, Sissy auf meinem Schoß, Carlo am anderen Ende des Sofas neben meinem Mann. War richtig schön friedlich.
Das klingt doch schon richtig gut. 🙏🥰


Was mir aber echt Gedanken macht, bisher gab es genau null Körperkontakt zwischen den beiden. Frage mich, ob das ebenfalls normal ist.
Dafür ist es wahrscheinlich noch zu früh.
Sie müssen sich erstmal kennenlernen. 🙂

Es gibt aber natürlich auch Katzen, die nicht auf Körperkontakt stehen.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #14
Kleiner Status Bericht, nach dem der Kleine jetzt seit Montag Nachmittag bei uns ist:
Er fühlt sich sichtlich wohl. Ich denke, er hat noch nie schlechte Erfahrungen gemacht mit Menschen, und das merkt man. Er ist zutraulich, extrem verspielt, hat unglaublich viel Energie, futtert mit Genuss, benutzt zuverlässig die Katzentoilette (er hat eine eigene). Eben ein unerschrockener, 11 Monate alter Katerkerl.
Unsere Sissy sucht sich erhöhte, geschützte Plätze, wo sie alles im Überblick hat und im Zweifel schnell weg ist. Sobald die beiden Blick Kontakt haben, geht wieder das Gefauche und Knurren los.
Es war jetzt schon mehrfach so, dass Carlo sich ihr angenähert hat, was in lautem Singen, Fauchen endete. Sissy macht sich dann klein, legt die Ohren an und hebt die Pfote.
Kommt Carlo noch einen Schritt näher fliegen die Pfoten und er haut ab.
Ich frage mich schon, wie es je zu einem friedlichen Kontakt kommen soll zwischen den beiden.
Ich versuche, außer Sichtweite von Sissy mit Carlo zu spielen, um ihn ein bisschen auszupowern- die Chefin vom Tierheim meinte, wir sollen den Kleinen einfach ignorieren... Aber also echt mal, wie soll denn das gehen? Er braucht doch auch Beschäftigung und Aufmerksamkeit.
Aktuell trauen mein Mann und ich uns nicht, die beiden über Nacht zusammen zu lassen. Also geht Carlo gegen 22 Uhr ins Bett, also ins Arbeitszimmer.
Er kriegt noch mal eine ausgiebige Spieleinheit, und dann machen wir die Tür zu über Nacht. Er nimmt uns das scheinbar nicht übel, und Sissy hat dann die Gelegenheit in Ruhe zu futtern usw. Sie traut sich tagsüber kaum zu fressen.
Ich weiß echt nicht, ob das richtig ist so und bin mir sehr unsicher, wie wir jetzt weiter verfahren sollen.
Wie wird man jetzt beiden Miezen gerecht?
Ich gebe zu, mein Mann und ich haben Carlo ins Herz geschlossen. Dennoch ist klar, wenn es nicht funktionieren sollte, müssen wir ihn schweren Herzens zurück ins Tierheim bringen. So weit sind wir aber noch lange nicht.
Mein Gedanke war, nun doch die bestellte Gittertür ans Arbeitszimmer zu machen und dann die Tür über Nacht offen zu lassen.
Ich bin sehr dankbar für eure Meinung, für andere Sichtweisen, Ideen und Anregungen!
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #15
Hallo,
jetzt mal im Ernst. Der Kleine ist erst seit Montag Nachmittag da und ich würde Gedanken über eine Abgabe weit von mir weisen.
Ich denke nicht dass du eine Gittertür brauchst und wenn dann auf keinen Fall tagsüber. Da würde ich dann eher die Gittertür nachts schließen, damit die Zwei dann immer noch Sichtkontakt haben.

Beide brauchen Zeit um sich aneinander gewöhnen. Ich würde auch in Sichtweite von Sissy mit Carlo spielen, frei nach dem Motto: Schau Sissy, Carlo ist kein Monster, kein Alien, er spielt genauso mit uns wie du.

Vorhin haben wir alle vier auf dem Sofa geschlafen, Sissy auf meinem Schoß, Carlo am anderen Ende des Sofas neben meinem Mann. War richtig schön friedlich.
Das war doch schon wunderbar und kleine Rückschläge muss man immer wieder in Kauf nehmen.

Behandele beide Katzen gleich. Lobe wenn sie friedlich miteinander umgehen, bestärke positives Verhalten. Auf keinen Fall solltest du Sissy bedauern (ich weiß davon hast du nichts geschrieben, ich erwähne es nur), sonst könnte sie nämlich auf die Idee kommen dass der Kleine tatsächlich ein Monster ist, weil sie ja von euch getröstet wird.

Ihr habt jetzt zwei Katzen, beide gehören zur Familie und alles ist völlig normal.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #16
die Chefin vom Tierheim meinte, wir sollen den Kleinen einfach ignorieren..
Meine Fresse...(sorry) es wäre jetzt wirklich besser du ignorierst besser diese sachunkundige Frau...da kommt ja nur dummes Zeug.
Ich finde das läuft für die erste Woche prima, weiß gar nicht was du hast. Beobachten, lenken UND geduldiger sein,das wäre weiterhin mein Rat.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #17
Meine Fresse...(sorry) es wäre jetzt wirklich besser du ignorierst besser diese sachunkundige Frau...da kommt ja nur dummes Zeug.
Ich finde das läuft für die erste Woche prima, weiß gar nicht was du hast. Beobachten, lenken UND geduldiger sein,das wäre weiterhin mein Rat.
Wahrscheinlich meinte die Dame nur, sie soll sich mehr um Sissy kümmern und Carlo nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.
Das wird ja durchaus empfohlen und ist in vielen Fällen auch sinnvoll.
Aber es kommt immer auf den Einzelfall an. Ein Rezept für eine Zusammenführung gibt es ja nicht wirklich.

Meiner Meinung ist das Allerwichtigste, sich ganz normal zu verhalten und davon überzeugt zu sein, dass alles funktionieren wird.
Sorge überträgt sich auf die Katzen und schon ist eben nicht alles normal. Das kommt zum Stress noch hinzu und dann ist alles viel mühsamer.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #18
Ich habe auch schon etliche Katzen vergesellschaftet und es wie @yodetta und wie es dir empfohlen wurde, gemacht: Katze eine gewisse Zeit ankommen und dann direkt zusammen und erstmal machen lassen.

Wenn man es so langsam macht, wie es häufig empfohlen wird, hat das meiner Meinung nach lediglich den Effekt, dass man es erst viel später merkt, wenn es gar nicht passt. Was gar nicht passt, kann auch nicht passend gemacht werden, egal, wieviel Zeit man sich lässt.

Ich habe auch schon Kätzin und Kater (und Kater) vergesellschaftet - in der umgekehrten Alterskonstellation. Sie war der junge Hüpfer und der erste Kater einige Jahre und der andere Kater sehr viel älter. Es war mein Dreamteam. Ich hatte vorher und nachher nie wieder Katzen, auch gleichgeschlechtlich, die sich so gut miteinander verstanden haben.

Das Ignorieren ist übrigens nicht der schlechteste Vorschlag - allerdings alle Katzen, in dem Fall alle beide, im Sinne von, sie machen lassen und sich so normal verhalten wie möglich und nur einzugreifen, wenn es wirklich notwendig werden sollte.
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #19
Das tut mir leid um euren Rufus -.-

Und ich drück euch die Daumen das es mit den beiden klappt.
Ich hab auch schon einiges an Zusammenführungen gemacht. Auch mit großem Altersunterschied.
Bislang kam ich nie in die "Verlegenheit" eine langsame Zusammenführung machen zu müssen. Was ich grundsätzlich ausprobiere ... fressen sie zusammen. Also Schälchen (natürlich zunächst) auf Abstand stellen und schauen ob alle futtern. Wenn ja ist gut,wenn nicht hab ich ein Problem. Katzen fressen nicht in Gegenwart eines "Todfeindes"

Ich muss gestehen,ich hab Neuzugänge immer einfach dabei gelassen und bin meinem Alltag dann nachgegangen. Natürlich waren die ersten Tage erst einmal mit Anspannung besetzt. Das bleibt nicht aus und ob man will oder nicht,ist das einfach so.

Denke auch nicht das du eine Gittertüre brauchst. Wenn,für die Nacht das du keine komplette Trennung machst,sondern sie sich sehen und riechen können.
Hab bitte im Hinterkopf,jedes Mal wenn du sie trennst und wieder zusammen lässt,dann unterbrichst du jedes Mal die Zusammenführung. Also wenn du sie ohne Sicht/Geruch in seperate Räume packst,Türe zu. Das ist in der Regel kein Problem bei Katzen die sich länger kennen und zusammen sind. Wenn man da mal -aus welchen Gründen auch immer- jemanden seperat packen muss. Aber bei Katzen die sich noch nicht kennen,macht man sich ggf. die Sache schwieriger als sie sein müsste,wenn nicht unbedingt nötig.

Brummen,fauchen,singen etc. ist erst einmal völlig normal. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Sie setzt dem Kerlchen lediglich erst einmal seine Grenzen und macht ihm klar das er auf Abstand bleiben soll ;)
Im Vorfeld auspowern ist eine gute Idee. Versuch mal etwas zu finden was beide toll finden,wo beide miteinander/mit dir gleichzeitig spielen können. Das hilft auch gerne mal,wenn die Maus sieht "oh ok,er will auch nur spielen" Und wenn sie erst einmal nur bei sitzt und beobachtet und die erste Zeit nicht mit spielt. Egal ;)
 
  • Wie machen wir jetzt weiter? Beitrag #20
Puh... Es ist weiterhin aufregend bei uns.
Sissy "schleicht" durch die Wohnung, Schwanz nach unten, immer auf hab acht Stellung, wo der kleine Wirbelwind gerade ist.
Carlo tobt selbstbewusst durch die Gegend, spielt, futtert, schmust, scheint sich sehr zuhause zu fühlen.
Es kam immer wieder zu Konfrontationen, Carlo rannte dann hinter Sissy her, oder schlich sich an sie an, wenn sie irgendwo schlief und berührte sie mit der Pfote (soweit ich das beurteilen kann, ohne Krallen).
Ich habe viel mehr den Eindruck, er würde gerne mit ihr spielen, ihr ist der Kleine immer noch nicht geheuer.
Sie halten sich zeitweise zusammen in einem Raum auf, solange kein Augenkontakt besteht, ist das ok.
Das tut mir leid um euren Rufus -.-

Und ich drück euch die Daumen das es mit den beiden klappt.
Ich hab auch schon einiges an Zusammenführungen gemacht. Auch mit großem Altersunterschied.
Bislang kam ich nie in die "Verlegenheit" eine langsame Zusammenführung machen zu müssen. Was ich grundsätzlich ausprobiere ... fressen sie zusammen. Also Schälchen (natürlich zunächst) auf Abstand stellen und schauen ob alle futtern. Wenn ja ist gut,wenn nicht hab ich ein Problem. Katzen fressen nicht in Gegenwart eines "Todfeindes"

Ich muss gestehen,ich hab Neuzugänge immer einfach dabei gelassen und bin meinem Alltag dann nachgegangen. Natürlich waren die ersten Tage erst einmal mit Anspannung besetzt. Das bleibt nicht aus und ob man will oder nicht,ist das einfach so.

Denke auch nicht das du eine Gittertüre brauchst. Wenn,für die Nacht das du keine komplette Trennung machst,sondern sie sich sehen und riechen können.
Hab bitte im Hinterkopf,jedes Mal wenn du sie trennst und wieder zusammen lässt,dann unterbrichst du jedes Mal die Zusammenführung. Also wenn du sie ohne Sicht/Geruch in seperate Räume packst,Türe zu. Das ist in der Regel kein Problem bei Katzen die sich länger kennen und zusammen sind. Wenn man da mal -aus welchen Gründen auch immer- jemanden seperat packen muss. Aber bei Katzen die sich noch nicht kennen,macht man sich ggf. die Sache schwieriger als sie sein müsste,wenn nicht unbedingt nötig.

Brummen,fauchen,singen etc. ist erst einmal völlig normal. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Sie setzt dem Kerlchen lediglich erst einmal seine Grenzen und macht ihm klar das er auf Abstand bleiben soll ;)
Im Vorfeld auspowern ist eine gute Idee. Versuch mal etwas zu finden was beide toll finden,wo beide miteinander/mit dir gleichzeitig spielen können. Das hilft auch gerne mal,wenn die Maus sieht "oh ok,er will auch nur spielen" Und wenn sie erst einmal nur bei sitzt und beobachtet und die erste Zeit nicht mit spielt. Egal ;)
Gemeinsames Spielen hab ich ausprobiert, leider braucht Sissy sehr lange, bis sie sich auf ein Spiel wirklich einlässt,sie lauert und beobachtet sehr lange. Carlo hingegen ist sofort dabei und so kann man sich vorstellen, wie das ganze endet.

Und auch Futter in Sichtweite des anderen... Puh. Sissy ist sehr mäkelig mit fressen, isst sehr langsam und bedächtig und sobald sie Carlo sieht hört sie auf und faucht ihn an.

Immerhin, das Knurren und Singen ist deutlich weniger geworden. Über Nacht sind die beiden getrennt, nach wie vor. Mein Mann schläft bei Carlo im Arbeitszimmer, und die beiden freunden sich immer mehr miteinander an, solange der Kleine nicht alleine ist, ist er zufrieden.

Ich bin sehr, sehr gespannt wie es weiter geht.
 
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