Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten

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chiliflake12

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Hallo meine Lieben!

Ich bin neu hier und wende mich mit einem unschönen Thema an euch mit dem Gedanken Hilfe zu bekommen.
Wir haben einen 3. Kater zu unseren 2 vorhandenen adoptiert.
Einmal zum Überblick unserer Katzen (alle haben FIV)

1. Kater : Hannes aus dem Tierschutz übernommen, 3 Jahre alt, sehr defensiv und eher ängstlich, war zuerst da seit 2 Jahren bei uns, sehr schmusig
2. Kater : Torres, 5 Jahre alt aus dem Tierheim, sehr dominant, mutig, nicht so der kuschler
3. Kater : Roland aus dem Tierheim, 3 Jahre alt offen sozial verschmust eher defensiv

Wir haben Hannes seit 2 Jahren und haben uns nach einem Jahr entschieden einen Partner zu adoptieren. Die vergesellschaftung hat auf Anhieb geklappt wir haben Torres direkt frei gelassen und nach ein paar Tagen Skepsis war alles super. Er dominiert Hannes und es gibt kaum Probleme außer ruppiges Spielen wo Hannes mal draus flieht aber nichts Böses.
Nun haben wir vor 4 Wochen Roland adoptier der auch ein weiches Wesen hat.

Zu unserer Wohnsituation: 100 qm auf 4 Räume verteil. Ankleidezimmer, Wohnzimmer mit riesiger Kratzsäule und Schlafzimmer mit großer Kletterwand.

Auf Anraten des Tierheims haben wir Roland ein paar Stunden im getrennten Zimmer ankommen lassen und dann die Wohnung erkunden lassen. Da sich die anderen beiden auf Anhieb verstanden haben und eigentlich sehr freundlich sind sahen wir darin auch kein Problem alle direkt kennenlernen zu lassen. Naja ein Fehler wie sich herausgestellt hat.
Die ersten 3 Tage war alles entspannt, die Katzen sind sich eher aus dem Weg gegangen und haben ihr Leben gelebt. Ab dem 4 Tag fing Torres an Kontakt aufnehmen zu wollen ( schnuppern verfolgen beobachten)

Ab dem 5. Tag fing Klomobbing an (wir haben 4 offene Toiletten verteilt ohne Sackgassen) und er hat Roland gestalkt und fing richtig an ihn zu verdrängen. Sein Safespace war die Kratzsäule im Wohnzimmer wo Torres auf einmal auf raufsprung und ihn geschlagen hat und später sogar Roland Angriff und sie auf dem Boden verbissen waren. Dann haben wir einen Neustart gemacht und Roland das Ankleidezimmer hergerichtet und die Katzen 1 Woche ohne Kontakt getrennt, dann 3 Tage Decken ausgetauscht (keine Reaktion beiderseits) dann durch den Türspalt 2-3 mal täglich kurze Kontakte die neutral abliefen.
Haben dann also mal einen erneuten Kontakt Versuch gestartet und die Türen geöffnet. Roland direkt ins Wohnzimmer wo die anderen beiden waren, die 1. 5 Minuten wieder alles harmlos dann fing das verfolgen an und er ist direkt weg gelaufen auf die Kratzsäule. Wieder getrennt nach 2 Tagen wieder dasselbe. Dann wieder 4 Tage getrennt und Kontakt durch die Tür etc. Und immer wieder geht Torres auf ihn los sobald wir den Kontakt offen versuchen . Erst schnuppert er interessant wo Roland aber direkt flüchtet und weg läuft wodurch Torres erst recht den Kontakt will. Nach 1 Woche jetzt erneuter Kontakt Versuch offen, da Roland in dem Zimmer wirklich ausrastet ( wir lassen ihn tagsüber mal 1-2 Stunden bis aufs abgesperrte Wohnzimmer ohne die Katzen freilaufen was er sehr genießt und auch die Kletterwand nutzt )
Er will aber immer direkt ins Wohnzimmer obwohl Torres dort ist (sie können sich durch die Glastür sehen)
Heute wie gesagt neuer Versuch. Eine halbe Stunde hat sich Roland frei bewegen können und Torres hat ihn beobachtet vom Sofa aus und ist sogar eingeschlafen also alles entspannt und auf einmal sprang er runter und hat ihn direkt mit Tempo angegriffen.
Wir powern die Katzen vorher immer auf und füttern sie.
Feliway classic in zwei Räumen als Verdampfer und seit drei Tagen für alle 2x täglich eine Kapsel Zylkene.
Hannes und Roland scheinen sich sogar zu verstehen und entspannt miteinander zu sein (es gab schon Küsschen und kein Gefauvhe und suchen aktiv Kontakt)

Wenn Roland in seinem Zimmer ist will er nur raus und kratzt an der Tür. Wir haben jetzt eine Gittertür bei Amazon bestellt… er ist sehr sozial und sucht aktiv unseren Kontakt und bei seinem Freilauf mit gesperrtem Wohnzimmer will er eigentlich nur dorthin obwohl Torres da ist…

Wir brauchen unbedingt Tipps, da ihn wieder abzugeben keine Option eigentlich ist 🙁 ich bin sehr verzweifelt und hoffe dass wir die Situation noch retten können da ich sehr traurig bin und die Katze mir leid tun…
Torres ist anscheinend sehr territorial Unwille unbedingt kontrollieren

Bitte bitte Tipps und ich bedanke mich im Voraus :)
 
  • Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten Beitrag #2
Hallo und willkommen

Gut das ihr jetzt eine gittertür bestellt habt

Jetzt schaltet ihr mal wirklich einen gang zurück und habt Geduld bitte keinen direkten Kontakt mehr ohne gittertür

An der Tür könnt ihr positives machen wie füttern am anfang mit mehr Abstand und wenn das funktioniert immer näher ran rücken Leckerlis an der gittertür
Weiß nicht ob du schon mal geclickert hast mit ihnen da kannst du sie gut beschäftigen und positives Verhalten gut damit loben

Ihr werdet viel Geduld haben müssen und sie vielleicht länger getrennt halten aber ihr habt noch gute Chancen das es klappt

Wie verstehen sich Hannes und Roland wenn die zwei keine Probleme haben könntest du Hannes auch mit ins Zimmer zu Roland nehmen dann hätte Roland Kontakt zumindest mal mit einem
 
  • Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten Beitrag #3
Klar, dass Roland nicht allein im Zimmer bleiben will, wenn er so ein sozialer Kater ist. Eine Gittertür ist da dann auch natürlich wesentlich sinnvoller als immer nur die Tür ein spaltweit zu öffnen.
Decken tauschen ist nutzlos, es kennen sich alle und jeder weiß, wie der andere riecht.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob eine Gittertür wirklich dabei hilft, dass Torres am Ende Roland nicht mehr jagt. Torres mag Roland ja anscheinend. Aber er ist wohl ein gutes Opfer.

Eine Frage: Wurde Roland von Torres verletzt?
Wahrscheinlich nicht oder?
Ich vermute, Roland reagiert auf Torres Nachstellungen anders als Hannes. Hannes scheint wohl eher entspannt zu sein, denn da hat es ja keinen Stress gegeben.
Daher findet Torres Rolands Reaktionen spannend. Flüchten und weglaufen, juhu, Action. Dazu bestimmt noch Brummen und Fauchen von Roland. Für Torres bestimmt lustig. Er macht etwas und Roland reagiert.

Ich würde wohl eher versuchen, Torres einzugrenzen und ihm zu zeigen, dass sein Verhalten nicht angebracht ist.
Also die berühmten 3 Punkte:
1. Warnung mit laut und deutlich NEIN!
2. Warnung mit einem zweiten NEIN!
Und dann Torres aus dem Zimmer schicken. Und zwar so: Auf Torres zugehen und ihn damit so bedrängen, dass er ausweichen muss. Bis du ihn so aus dem Zimmer bugsiert hast und Tür zu. Nicht anfassen, nicht hochheben.
Irgendwann reagiert er dann auf das NEIN!

Ich habe/hatte Ähnliches bei mir zu Haus. Geschwister, Kater und Katze. In der Pubertät ging es los, der Kater wollte sehr rabiat raufen und hat die Katze immer bedrängt, bis diese weglief und schon war die schönste Verfolgungsjagd im Gange. Ein zweiter Kater hat das Problem verringert aber nicht gelöst. Ich habe es dann wie oben beschrieben gemacht.
Inzwischen jagt Mailo Mili nur noch ganz selten. Dafür Imano. Der ist da auch penetranter. Manchmal muss ich ihn noch abdrängen, manchmal hilft schon das erste NEIN. Aber es gibt kein Klostalking und die Jagd ist auch schnell erledigt.
 
  • Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten Beitrag #4
Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Also… die drei Punkte Regel haben wir schon angewendet in solchen Situationen, mit rausschicken und Auszeit etc. und deutlichem reden. Hat über Tage nichts gebracht, da Torres dann noch neugieriger wurde und noch mehr verfolgt hat.

Also soll ich jetzt erstmal alle strikt trennen? Gittertür rein? Und da langsam Kontakt aufbauen ?
Ich habe auch gelesen, dass man die Katzen einfach machen lassen soll aber ich glaube ich würde Roland so einfach traumatisieren.

Verletzt wurde keiner und Roland und Habnes verstehen sich gut bis neutral
 
  • Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten Beitrag #5
Ich würde an der Gittertür daran arbeiten das sie sich wirklich mal kennenlernen können ohne das jemand gejagt wird und du positives Verhalten leichter bestätigten kannst
Und alles mit ruhe machen kannst ohne das du selber im Stress bist

Wenn du ruhig dabei sein kannst überträgst du das auch auf deine Tiere
 
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