Probleme beim Abschied

Diskutiere Probleme beim Abschied im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, ich habe mich hier angemeldet, weil ich irgendwie Trost/Hilfe suche. Ich habe am 31.12 meine geliebte Nala gehen lassen...
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Wibi

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Hallo ihr Lieben,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich irgendwie Trost/Hilfe suche.

Ich habe am 31.12 meine geliebte Nala gehen lassen müssen. Sie war meine Seelenkatze, mein Hexenkobold. Ich hatte sie auf Ebay-Kleinanzeigen 2017 entdeckt. Ich war gerade kurz davor mein Studium abzubrechen, war in einer schwierigen Beziehung und meine WG Mitbewohnerin hatte von ein auf den anderen Tag die WG verlassen und mich alleine mit den Kosten und einer 90 qm Wohnung gelassen. Da kam Nala. Sie war mein Halt ( ich war gerade noch dabei von früherer Selbstverletzung und Magersucht zu genesen). Ich zog mit ihr in eine kleinere Wohnung, nahm einen zweiten Nebenjob auf, damit sie adäquat versorgt war und wir waren von beginn an unzertrennlich. Sie kam aus einem Messiehaushalt, war untergewichtig, misshandelt, die Stimmbänder beschädigt, so dass sie nur quietschen konnte, aber sie war nie scheu vor mir. Von Anfang an war klar, dass sie im Bett bei mir schlief, wir spielten zusammen verstecken, fangen und rauften gemeinsam. Andere Menschen mochte sie nicht sonderlich. Besuch bekam öfter ihren Unmut zu spüren. Ich rappelte mich auf und beendete mein Studium, Arbeit lief gut und ich begann Karriere zu machen und immer war sie dabei.

Dann fuhr ich dieses Jahr mit einem unguten Gefühl kurz vor Weihnachten nach Wien. Sie hatte sich häufiger als sonst erbrochen in den Tagen davor (Erbrechen gab es öfter bei ihr - zu schnell gefressen, Haarballen oder mal wieder etwas was sie nicht hätte essen sollen ) und ich wollte im neuen Jahr mit ihr zum Arzt. Eine Freundin kümmerte sich die 4 Tage, die ich weg war um sie. Da erbrach sie weiter. Wien konnte ich nicht absagen, da ich es meiner kleinen Schwester (14) zur Konfirmation geschenkt hatte. Ich kam zurück, ihr ging es weiter gut, kein Erbrechen und normales Verhalten. Weihnachten 1,5 Tage bei meinen Eltern, dann zurück zu ihr. Am 28ten abends erbrach sie. Diesmal Blut und sie wollte am 28ten nichts fressen. Ich ging am 29ten gleich zum Tierarzt. Meine Tierärztin weinte fast selbst, als sie mir sagte, dass Nala quasi keinen Magen mehr hat. Alles tumorös verändert. Sie konnte es auch tasten. Das war vor Wien nicht so. Ich habe Nala immer regelmäßig abgetastet, ins Maul geschaut, Pfoten kontrolliert, etc. Sie gab ihr Cortison und sagte mir, dass wir versuchen ihr ein paar Monate zu verschaffen. Aber sie wieder fressen muss. Sie fraß nicht mehr, stellte am 29ten abends das Trinken ein. Wir saßen nach dem Tierarzt lange voreinander und hatten die Stirn aneinander gelegt.

Am 30.12 zog sie sich zurück. Am 31.12 wollte sie mich plötzlich nicht mehr von sich weglassen und schrie vor Schmerz, wenn sie sich bewegte. Ich rief die Notrufnummer der diensthabenden Tierärztin früh 6 Uhr. 9 Uhr nochmals. 12 Uhr wieder. Sie hatte uns vergessen. 15.30 Uhr war sie endlich bei uns. Nala hatte immer wieder geschrien, lag auf ihrem Schaffell und ließ mich nicht weg.

Dann begann der Horror für mich. Die Tierärztin zweifelte alles an. Wollte die Diagnose nicht sehen, meinte das tastbare könne kein Magen sein. Meinte wir könnten operieren. Meine Tierärztin hatte davon abgeraten, meinte das wäre nicht zielführend und würde Nala nur mehr schaden und sie würde die OP bei dem was sie gesehen hat, nicht überstehen. Meine Tierärztin hatte auch erst nicht glauben wollen, dass es ihr Magen ist, aber dann beim Ultraschall festgestellt, dass es eben doch so ist und quasi das normale Organ nicht mehr da ist. Die Notfalltierärztin gab ihr dann die Betäubung. Nala blickte mir die ganze Zeit in die Augen und schlief in meinen Händen ein. Dann kam die Spritze für die Euthanasie. Sie wirkte nicht, Nala atmete weiter. Die Tierärztin brauchte 5 Dosen, wurde immer ungeduldiger. Wollte sich dann während Nala in meinen Armen starb über meine Büchersammlung und meine Legomodelle mit mir unterhalten. War gereizt, weil Nala nicht starb. Sagte mir, dass sie ja eig. nichts besonderes ist, eine normale EKH wie man sie immer findet und es seltsam ist, dass ich so an ihr hänge.

Nala stab 16 Uhr. Danach fuhr ich 2 h zu meinen Eltern durch den Schneesturm. Mein Vater hatte noch eine Holzkiste für sie geholt. Wir haben sie zusammen mit etwas Proviant für die Reise, einem griech. Euro, sollte sie die Überfahrt über den Styx bezahlen müssen und ihrem Lieblingsspielzeug + ihrer Decke in einem kleinen Holzsarg unter einem Apfelbaum im Garten meiner Eltern bestattet. - Ich bin Naturwissenschaftlerin, ich weiß wie absurd das alles klingt, weil sie es ja nicht mehr braucht, aber mein rationales Denken hat ausgesetzt.

Seitdem haut mich die Trauer um. Ich konnte nicht essen. Bin erst gestern in die Wohnung zurück. Suche sie immer wieder. Versuche nicht abzurutschen in alte Verhaltensmuster, was verdammt schwer ist. Arbeiten ging heute, wollte lieber weiterarbeiten, meine Chefin musste mich regelrecht nach fast 10 h rauswerfen, da ich nicht heim wollte. Zu Hause Panik beim Betreten der Wohnung und wieder der Zusammenbruch. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich hab so eine rießige leere in mir. Will am liebsten vergessen und alle Gefühle verdrängen, weil ich den Schmerz nicht aushalte. Dazu kommt die Erinnerung an das Einschläfern. Zu Hause weine ich pausenlos, finde keine Ruhe. Auf Arbeit kann ich vergessen. Mein Job ist recht anspruchsvoll und braucht schnelle Entscheidungen und viel Kommunikation. Dort maskiere ich, meine Trauer ist niemanden aufgefallen, nur dass ich müde aussehe. Mit Arbeitskollegen rede und scherze ich normal. Aber ich verweigere jegliche Kommunikation mit Menschen, die mir nahe stehen.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #2
Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.

Sie ist bestimmt dank eurer Ausstattung gut rüber gekommen.🌈
Bisher gibt es keine Beweise das es nicht so ist.


Es tut mir leid das du so schlimme Erinnerungen an die Einschläferung hast. Für die Tierärzte ist das leider Tagesgesgeschäft. Trotzdem entschuldigt das natürlich kein unempathischs Verhalten.


Nachdem mein Seelentier verstorben ist, habe ich mich auch mit Arbeit abgelenkt. Obwohl ich noch zwei weitere Katzen und meinen Mann zu Hause habe, habe ich auch diese Leere gespürt. Sie hinterlassen einfach Spuren in unseren Herzen.

Versuche trotzdem die Trauer zuzulassen. Die Gegühle vergehen nicht wenn man sie verdrängt. Versuche deinen Weg zum Trauern zu finden, nur dann kannst du verarbeiten.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #3
Es tut mir leid, dass du Nala so plötzlich gehen lassen musstest. 🕯️🌈
Und dass es so schlecht lief mit dieser Tierärztin. Aber du konntest bei ihr sein und sie begleiten, so konnte sie mit viel Liebe gehen.

Dass dich die Trauer so im Griff hat, ist doch verständlich. Es ist alles so frisch und ihr hattet eine so enge Verbindung.
Diese Leere und die schlechten Gefühle sind natürlich ganz fürchterlich. Aber ich denke auch, dass du das ein wenig zulassen musst, denn nur so kann man verarbeiten. Große Liebe ist leider mit großem Schmerz verbunden.
Und wenn du bei der Arbeit dann etwas Ablenkung hast, ist es vielleicht auch ganz gut. Eventuell kannst du dort dann Zeiten nutzen, um das Essen nicht zu sehr zu vernachlässigen.

Vielleicht hilft es dir, hier ein bisschen zu schreiben, um mit der Trauer umzugehen. Hier gibt es viele, die dich verstehen und dir etwas beistehen können.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #4
Das tut mir so leid, dass du das erleben musstest. Ich weine mit dir, hab vor Jahren einen ähnlich unempathischen Tierarzt gehabt, nicht zu fassen, daß es das immer noch gibt 😢. Ich bin sicher deine Nala ist gut angekommen und nun frei und ohne Schmerzen. Es ist unfassbar schwer sein Seelentier gehen zu lassen. Ich wünsche dir viel Kraft und den Mut die Trauer ein Stück weit zuzulassen. Vielleicht kannst du doch mit einem dir nahestehenden Menschen sprechen und jederzeit hier schreiben. Wir kennen das Gefühl glaube ich alle.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #5
Es tut mir sehr leid, dass du deine geliebte Katze Nala unter so schwierigen Umständen gehen lassen musstest.
Wichtig war für Nala, dass du die ganze Zeit bei ihr warst, dass sie gespürt hat, dass du ihr helfen wolltest und dass sie keine unnötigen Schmerzen mehr ertragen musste.

Nimm dir Zeit, die Trauer zuzulassen, damit du den schweren Abschied und den Verlust deiner Seelenkatze verarbeiten kannst. Es wäre schön, wenn du dich doch deinen Familienmitgliedern öffnen könntest, deine Eltern waren an deiner Seite, als Nala beerdigt wurde, deshalb bin ich sicher, dass du bei deinen Eltern Verständnis und Trost finden würdest.

Kleine Nala, komm gut an und gibt deinem Frauchen ein Zeichen, dass es dir jetzt wieder gut geht. 🌈
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #6
Mein Mitgefühl für deinen Verlust. Es ist egal, ob ein geliebter Mensch oder ein geliebtes Tier stirbt, die Trauer ist immer gleich.

Ich hatte damals Angst die Trauer zuzulassen, denn ich hatte das Gefühl, dass sie dann über mir zusammenschlägt und ich nicht wieder herausfinde.
Meine Therapeutin erzählte mir dann diese Geschichte, die mir geholfen hatte und die ich nie wieder vergessen habe:

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.

Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal, hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber..., aber – wer bist du eigentlich?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."
(von Inge Wutke)


Vielleicht hilft die Geschichte dir auch. Und du erinnerst dich mehr an die Liebe, die du gegeben und empfangen hast, als an das Gefühl sie verloren zu haben. Und kannst irgendwann ein oder zwei anderen Kätzchen, die Hilfe brauchen, ein Zuhause geben.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #7
Es tut mir sehr leid, dass du deine geliebte Seelenkatze Nala verloren hast 😢🫂. Ich wünsche dir viel Kraft und liebe Menschen, die dich bei der Trauerverarbeitung begleiten. Wenn du dein Seelenleid hier schriftlich verarbeiten willst, gibt es immer jemanden, der zuhört und dich versteht 🫂.

Es ist traurig, dass die TÄ so unemphatisch war, aber Nala hat deine Liebe beim Abschied gespürt und durfte in deinen Armen einschlafen. Und mit deinen Eltern hast du Sie gut für Ihre Reise ausgestattet ❤️❤️❤️.

Gute Reise Nala 🌈 💫⭐🌟✨
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #8
Mein tiefstes Mitgefühl zu deinem Verlust.:cry:
Ganz viel Kraft für diese schwere Zeit.
Kleine Nala, du bist sicher schon gut über die Regenbogenbrücke gekommen, getragen von soviel Liebe.🌈💫
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #9
Vielen Dank euch: Für mich ist es ein bisschen Trost es Teilen zu können und eure Worte dazu zu lesen.

Ich hab nicht mal Wut auf die Tierärztin, irgendwie ist mir ja auch klar, dass sie einen enorm stressigen Tag hatte, viele Einsätze und für sie das Routine ist.
Aber morgen oder am Freitag muss ich zu der Tierärztin hin und die Rechnung begleichen, da sie meinte, ich solle die Woche zu ihr in die Praxis kommen, um zu bezahlen. Aktuell überlege ich einen Freund zu bitten hinzugehen und zu bezahlen mit meiner Karte - ich will sie nicht sehen.

Meiner oder bzw. Nalas normaler Tierärztin muss ich die Woche auch noch Bescheid sagen. Wir wären ja sonst am 12.01 spätestens wieder bei ihr gewesen. Ich will ihr irgendwie danken, dass sie so empathisch bei der Diagnose war und immer so unglaublich liebevoll mit Nala, obwohl Nala keine einfache Katze beim Tierarzt war. Ich überlege eine Karte zu schreiben.


Nimm dir Zeit, die Trauer zuzulassen, damit du den schweren Abschied und den Verlust deiner Seelenkatze verarbeiten kannst. Es wäre schön, wenn du dich doch deinen Familienmitgliedern öffnen könntest, deine Eltern waren an deiner Seite, als Nala beerdigt wurde, deshalb bin ich sicher, dass du bei deinen Eltern Verständnis und Trost finden würdest.
Meine Mama hat sich sogar neben mich gesetzt und mit mir geweint, obwohl sie Nala nicht gut kannte. Sie versuchen so gut sie können auf die Entfernung dazu sein.

@Frigida danke für die Erinnerung an diese Geschichte. Ich hab vor einigen Jahren in der Therapie mit 16 auch davon gehört und hatte sie ganz vergessen, dabei ist ihre Botschaft sehr wertvoll.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #10
Tut mir furchtbar leid, dass du deine Nala (auf diese Weise) gehen lassen musstest. Eure Geschichte berührt und egal ob sie eine EHK war oder nicht sie war was besonderes. Das kann ich deinen Text entnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Probleme beim Abschied Beitrag #11
Sorry, ich hab deinen letzten Post zu spät gelesen 😔
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #12
Du hast mein tiefstes Mitgefühl....arme kleine Nala, das muß unerträglich für dich sein sie so zu verlieren.
Meine süße Maus ist am 31.12.23 auch in meinen Armen gestorben, hat 2 Tage vorher das trinken eingestellt und nichts mehr gefuttert.....ich dachte damals das wir noch ein wenig Zeit haben und hatte keinen Nottierarzt gerufen, wollte mit ihr am 2.1. 24 zu unserer Tierärztin gehen, um sie dann auch zu erlösen....ja ich lebe jetzt seit 2 Jahren mit diesem schlechten Gewissen. Sie ist auch meine Seelenkatze und ich hatte sie damals auch nur zufällig auf einer Kleinanzeige entdeckt. Sie war bei meinen Bekannten auch sehr unbeliebt, da sie eine richtige Diva und Zicke war....meine kleine Zickimaus !
Ich kann dich also extrem gut verstehen.

Wie kommt man damit zurecht? Ich habe nach 2 Jahren keine Antwort darauf :( Gestern hatte ich wieder eine ganz furchtbare Heulattacke, denke jeden einzelnen Tag an sie.
Ich glaube wenn man eine so tiefe Bindung zueinander hat, dann stirbt auch etwas in einem selbst....Lebensfreude habe ich keine mehr...man lebt halt weiter, mehr aber auch nicht.

Ich bekomme regelmäßig besuch von dem einzigen Kater den sie bei uns reingelassen hat, der inzwischen alte Mann, wie ich ihn nenne, müsste jetzt fast so alt sein wie meine süße, als sie mich verlassen musste. Ich hatte ihr versprochen mich auch weiterhin um ihn zu kümmern....seit fast 1 Jahr bekomme ich auch oft besuch von einer ganz neuen Katze, die noch sehr jung ist und wie aus dem nichts eines Tages auf meinem Fensterbrett saß. So habe ich wenigstens meine tägliche Katzen Dosis....aber es fühlt sich immer komisch an wenn einer der beiden Katzen mal etwas länger bei mir ist. Das gefällt mir dann nicht, fühlt sich einfach nicht richtig an wenn eine "fremde" Katze in meinem Bett schläft, wo vorher nur platz für mein Mäuschen war.

Aber ich kann nur von mir selber sprechen, ich bin auch ein hochsensibler Mensch und komme generell sehr schwer mit Verlust zurecht. Ich hätte dir gern was aufbauendes geschrieben, bin da aber leider immer schonungslos ehrlich....ich hoffe du kommst auf dauer besser zurecht, noch ist ja alles sehr nah und unbegreiflich.

Mach dir eine kleine Ecke mit Foto/Spielzeug, Lieblingsfutter und lass immer eine Kerze für Nala brennen, vielleicht findest du da ein klein wenig trost. Wirklich geholfen hat es mir zwar nicht bei der Verarbeitung, aber dies ist jetzt der wichtigste Ort bei mir zu Hause und dort spreche ich immer wieder mal mit ihr....so bleibt irgendwie etwas von ihr erhalten !
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #13
@Pretorica danke für deine Worte und mein Mitgefühl für deinen Verlust, sowie danke für deine Ehrlichkeit. Ich habe ehrlich gesagt genau davor Angst, dass dieser Schmerz bleibt, weil sie eben eine so besondere Katze für mich war. Ich habe davor schon einen Kater verloren gehabt - den habe ich auch geliebt und die Umstände waren ähnlich furchtbar. Aber es ging, ich konnte weiter machen und dann kam auch Nala. Es ist diesmal irgendwie anders.

Ich habe eine Kerze auf ihr Grab gestellt, damit ein Licht für sie brennt. Fotos kann ich mir noch nicht ansehen, aber ich werde wohl ein Album von ihr machen. Ihre Sachen will ich versuchen dieses Wochenende wegzuräumen, aktuell kann ich den Anblick nicht ertragen.
_____________________________________________

Ich war heute bei der Notfalltierärztin: Sie hatte vergessen warum sie bei mir war, hat nicht mal eine Rechnung geschrieben, wusste nicht mehr was Nala für ein Tier war. Die ganze Praxis war gruselig, stank furchtbar nach Katzenurin. Ich war schockiert. Sie wollte am Ende das Geld in bar haben, so wenig, dass es sich fast falsch angefühlt hat.

Und obwohl das mit Nala so kurz her ist und ich die Abende mit Wand anstarren verbringe, überlege ich Samstag ins Tierheim zu gehen. Nur mal schauen, vielleicht auch nur um eine kleine Dosis Katze zu haben, aber das Tierheim in meiner Stadt hat keine Finanzierung mehr. Die Stadt hat den vertrag gekündigt und die wissen nicht wohin und was sie machen sollen und ich bin hin und hergerissen zwischen - Nala ist gerade erst weg und alles schmerzt noch enorm und einem Fellknäul eine Chance zu geben, weil sonst nur mehr Leid entstünde. Mal schauen vllt. nimmt mir auch erstmal der Schneesturm die Entscheidung ab und ich muss daheim bleiben.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #14
Es wird gesagt das unsere Sternchen uns die passenden Nachfolger raussuchen und schicken.

Nala ist nicht weg, aber sie hat Platz gemacht damit eine andere tolle Katze ein tolles Leben bei dir führen kann.


Die Zeit vom Abschied spielt dabei meiner Meinung nach keine Rolle. Man kann trauern und ein neues Tier in sein Leben lassen.
Es ist schließlich kein Ersatz, sondern ein ein anderes Abenteuer
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #15
Es ist schön, dass du eine Kerze für Nala angezündet hast. Alles andere, was du zu ihrer Erinnerung machst oder was du von Nalas Sachen wegräumst, solltest du so machen, wie es für dich in dem Moment passt. Wenn es dir jetzt noch schwer fällt, ihre Fotos anzuschauen oder ihre Sachen weg zu tun, dann lass dir Zeit damit. All das gehört zu dem Prozess der Trauer und des Akzeptierens von Nalas Tod, das ist ein Prozess, der bei jedem anders verläuft, deshalb kann dir niemand dazu Ratschläge geben.

In euer örtliches Tierheim zu gehen, ist eine gute Idee, insbesondere, wenn das Tierheim so in Not ist, wie eures. Vielleicht gibt es dort eine Katze, die genau auf dich wartet, bei der du direkt spürst, dass sie zu dir gehört. Wenn das nicht der Fall ist oder wenn es sich für dich falsch anfühlt, so früh nach einer neuen Katze zu gucken, dann lass dir noch Zeit damit.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #16
Ich habe, damals als mein Hund Rambo gestorben ist auch nicht lange gewartet. Es war kurz vor Weihnachten und ich hielt das alleine sein einfach nicht aus. Ersetzt hat ihn keiner und so sehr geliebt habe ich auch keinen mehr, trotzdem war es richtig jeden einzelnen von ihnen zu "retten". Du wirst es fühlen wenn es richtig ist, vertau auf deine Intuition.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #17
Bei mir zog ein Vierteljahr später eine kleine Katze ein. Einer meiner Kater hat sehr unter dem Verlust seiner Freundin gelitten.
Sie hat Jette nicht ersetzt, aber mir viel Freude, Aufregung und neue Abenteuer geschenkt, die mich auch von meiner Trauer ablenken konnten.
Kein Tier verdrängt ein anderes aus deinem Herzen. Jedes Tier hat dort seinen Platz, der ihm nicht streitig gemacht wird.
Dein Gefühl ist nicht mit Nala "verbraucht" und du wirst auch wieder eine andere Katze liebhaben. Oder vielleicht sogar gleich zwei? Doppeltes Glück? Für die Katzen auf jeden Fall.
 
  • Probleme beim Abschied Beitrag #18
Ach Du Gute, auch ich verstehe Dich nur allzugut!
Deine Nala bleibt auf immer und für ewig in Deinem Herzen...diesen Platz kann und wird kein anderes Tierchen streitig machen ! Never ever & 4ever!
Solche TÄ sollten allerdings gerne täglich denselben Schmerz erfahren & dann mal drüber nachdenken ,was sie den Besitzern von ihren geliebten Tieren in den letzten Augenblicken noch zusätzlich "mental draufpacken"( pfui kann ich da nur sagen!)
Meine TÄ hat meine Muzze und mich wenigsten liebe& würde-voll begleitet...letzten Dienstag,20.01.26 mußte ich sie gehen lassen .
Ich vermisse sie so unendlich-auch grad in der Wohnung,-ich lebe auch alleine,jetzt komplett alleine.Heulkrämpfe & Wut noch an der neuen Tagesordnung .Grade die Abende & Nächte sind furchtbar, kein "Einschlafschnurren" neben/auf mir!
Trotzdem bin ich sehr dankbar für die vielen Jahre MIT ihr ,die ich nicht missen möchte.
Ich sende Dir Kraft & Durchhaltevermögen NICHT in Deine "alten Gewohnheiten" zu verfallen!!!Es gibt so viele bisher ungeliebte Fellchen ...mindestens eines davon ist auch wieder für Dich und ein anderes für mich bestimmt!
 
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