Hallo zusammen.
Wir mussten vorgestern unseren geliebten "FettiSchatz"

gehen lassen.
Er wäre am 28.02. 14 Jahre geworden. Wir haben ihn seit seinem 1. Lebensjahr. Zusammen mit Stella, sie wird im April auch 14.
Mich plagen schlimme Schuldgefühle, hätte ich doch...
Wir konnten uns nicht richtig verabschieden und haben ihn nicht bis zum Schluss begleitet...
Das Schlimmste für uns ist, dass er die letzte 24 Stunden in der Tierklinik war und nicht uns als letztes gesehen hat

Wir wissen nicht, wie wir damit Leben können...
Es war seit August 2025 ein auf und ab mit sehr vielen Tierarztbesuchen, Untersuchungen, Behandlungen und dann der Diagnose
Niereninsuffizienz. Er hat seit August viel durchmachen müssen, anfänglich Blasenentzündung, wo er nicht Pipi machen konnte, dann Bauchspeicheldrüsenentzündung, dan wurden die Zähne gemacht und er hatte eine offene Wunde im Mäulchen durch einen Abszess, dann starke Verstopfung mit Einläufen. Dann immer mal Nasenbluten, seit Dezember dann Schnupfen. Er musste immer zum Fressen animiert werden. Hat sich aber immer wieder einigermaßen aufgerappelt. War sehr anhänglich, interessiert und hat dich selten mal zurück gezogen.
Und wir wollten auch nichts unversucht lassen.
Zuletzt jetzt hatte er einen richtig dollen Schnupfen und die Nase war komplett zu, sodass er jetzt auch kaum noch gefressen und schlecht geschlafen hat, da er schwer Luft bekam.
Es wurde ein Abstrich gemacht und Keime gefunden - wieder Antibiotika - leider half dies nicht. Nachdem 2 Nächte echt schlimm waren, wo er schlecht geschlafen hat, sehr wenig gefressen und schlecht Luft bekam sind wir Dienstag Abend in die Tierklinik. Man wollte am nächsten Tag ein Ct machen um zu schauen ob etwas Bösartiges den Schnupfen verursacht, was im Dez. schonmal im Raum stand.
Also ließen wir ihn über Nacht dort, da die Klinik auch über 1 Std. Fahrt von uns entfernt ist

Man stellte in dem Ct fest, dass er einen Nasentumor hat, wir hatten bis zuletzt gehofft, er hat einen hartnäckigen Infekt oder einen Polyp.
Leider war der Krebs schon sehr weit fortgeschritten, die Nase komplett zu, Teile des Rachens auch, der Knochen schon angefressen und es ging aufs Gehirn über
Er lag noch in Narkose, als mich Ärztin anrief.
Wir haben uns schweren Herzens zusammen in der Familie dann dazu entschieden, ihn nicht wieder wach werden zu lassen... Die Möglichkeit ihn unter Schmerzmittel zu wecken und ihn dann leiden zu sehen, wollten wie nicht. Er hatte einfach keine Chance

Ich mache mir nun starke Vorwürfe so entschieden zu haben.
Vllt hätten wir ihn doch nochmal wecken sollen, dass er mit uns zusammen gehen darf

Wiederum hatte die Ärztin gesagt, man könnte ihn unter Schmerzmittel wecken, aber richtig Luft würde er nicht mehr bekommen. Ich hatte Angst, er könnte vllt auch hier dann oder sogar während der Heimfahrt ersticken

auch hat er seit 2 Tagen wieder nicht richtig gekackt gehabt, hätte ihm vllt wieder einen Einlauf geben müssen, wie so oft schon, da er ja auch oft Verstopfung hat usw.
Ich bin echt am Ende, wir alle hier... er war wie unser Kind.


Ich habe seit August 25 mit ihm zusammen im Wohnzimmer geschlafen, er hat jede Nacht neben meinem Kopf geschlafen, ich war fast nur im Homeoffice, weil ich ihn nicht alleine lassen wollte und konnte - hatte immer Angst ihm geht's wieder nicht gut usw.
Die letzten 2 Nächte nach seinem Tod waren der Horror für mich - wieder im Schlafzimmer im Bett und ohne meinen Fetti


Klar unser Stella Mäuschen ist da und kommt auch kuscheln, aber das tröstet mich gerade nicht.
Ich mache mir solche Vorwürfe... vllt hätten wir ihn doch wecken sollen... Wir haben ihn einfach dort gelassen


Ich kann einfach nicht aufhören zu weinen


nichts kann mich ablenken, ich kann schwer durchs Haus gehen, weil er immer auf Schritt und Tritt mir gefolgt ist, und jetzt ist da nichts mehr...
Wir hatten ihn dann nochmal nach Hause geholt, damit Stella sich verabschieden kann. Sie hatte Tränen in den Augen, aber sie scheint es gut zu verkraften. Sie ist wie immer, frisst gut, geht aufs Klo usw. Ich muss dazu sagen, sie war immer sehr eifersüchtig auf ihn, er hat oft eine gehauen von ihr bekommen. Sie haben nie gekuschelt, höchstens mal nebeneinander gelegen.
Ich weine nur und sie ist immer neben mir, das ist schön - aber aktuell kein Trost.
Wir haben uns entschieden ihn nicht leiden zu lassen, das ist auch richtig, das weiß ich. Aber ich habe immer im Kopf, dass er dort 24h alleine war - ohne uns - er war doch immer bei uns, wie ein Schatten
