Ich glaube, hier geht jetzt ganz schön was durcheinander!!!!
Erstmal möchte ich Piddi auch nicht die Freude an ihrer Katze nehmen - aber ihr und anderen für die Zukunft mal ein wenig die Augen öffnen und den Blick fürs Wesentliche schärfen.
Vorweg gesagt habe ich ein Problem damit, eine Züchterin seriös zu nennen, die Verpaarungen ohne Papiere mit ihren Tieren zulässt. Genauso, wie den Besitzer des Deckkaters - denn in einem seriösen Verein führt ein solches Verhalten zum Vereinsausschluß bzw. zu empfindlichen Strafen. Das nur mal so am Rande und soviel zur Seriosität der "betreuenden Züchterin".
Und jetzt möchte ich - ich weiß nicht zum wievielten Male - mal den Unterschied zwischen "Züchter" und "Vermehrer", jedenfalls nach meiner Definition klar machen. Unter einem Züchter verstehe ich jemanden, der sich nicht nur mit dem nötigen zeitlichen und finanziellen Background, sondern auch mit großer Sachkenntnis und ständiger Lernbereitschaft mit der Materie "Katzenzucht" auseinander setzt. Dazu gehört für mich der Besuch eines Genetik-Seminars ebenso wie das "Studieren" der jeweiligen Rasse, der Stammbäume, das Auseinandersetzen mit Erbkrankheiten etc. Und nicht zuletzt gehört für mich das Unterwerfen in die Zuchtrichtlinien eines Vereines dazu - also die Kontrolle meines Tuns durch eine übergeordnete Institution - und nicht zuletzt und auch für mich persönlich eines der wichtigsten Voraussetzungen: Die klare Definition eines Zuchtzieles, also die Frage: Warum will ich das überhaupt machen.
Ein Vermehrer setzt gedankenlos Katze A und Kater B zusammen und hofft auf Babys. In der Regel ist er dann bei eintretenden Schwierigkeiten extrem überfordert, weil er a) nicht die nötige Sachkenntnis und b) nicht die nötigen Kontakte hat, um schnelle Hilfe zu bekommen. Leidtragende sind dann in der Regel Mutterkatze und/oder die Kitten. Da werden dann fröhlich Verpaarungen mit
PKD- oder
HCM-Trägertieren gemacht, da wird nicht auf Blutgruppen geachtet, genetische Defekte werden ignoriert oder sind nicht bekannt..... Möglichkeiten gibt es da genug. Und das alles nur, weil man ja nur einmal Babys haben will..... - aber wer kontrolliert das, ob es wirklich bei dem einen Mal bleibt?
Sicherlich ist es ein wunderschönes Erlebnis, Katzenkinder aufwachsen zu sehen. Wer das möchte, kann aber gern über das Tierheim eine Pflegestelle für eine trächtige Katze einrichten. Damit wird den Tieren mehr geholfen, als wenn man noch mehr Katzen in die Welt setzt.
Und nochmal was ganz entscheidendes: Jemand, der eine Katze aus einer solchen Wildverpaarung nimmt, hat im Endeffekt "nur" eine Hauskatze. Denn zum Nachweis der Rasse gehört nun einmal zwingend der Stammbaum. Alles andere sind letztendlich "nur" Tiere, die so aussehen, wie....
Das was ich jetzt schreibe, mag wahrscheinlich für den einen oder anderen etwas ketzerisch klingen, ist aber nun einmal meine Meinung: Wenn ich mir ein "Original" nicht leisten kann, dann muss ich eben sparen, oder mich für etwas anderes entscheiden. Eine "Fälschung" würde für mich nicht in Frage kommen. Im Klartext: Wenn ich mir eine Rassekatze nicht leisten kann, dann muss ich eben warten oder eine Hauskatze nehmen. Das Unterstützen von irgendwelchen Hinterhof-Vermehrungen, nur um sich mit einer angeblichen Rassekatze zu "schmücken", ist bestimmt nicht der richtige Weg.
Ach ja - noch einmal zum Abschluß: ein poster hier im Forum fragte nach einer Aufstellung für den Preis einer Rassekatze. Hier im Forum gibt es schon einige davon, ansonsten habe ich auf meiner HP
www.limfjordens.de auch eine im Infoteil stehen.