Bei meinem Kater MUSSTE operiert werden, und zwar so schnell wie möglich. Der Bruch schmerzte, das Bein war absolut nicht belastbar und geheilt wäre die ganze Sache entweder gar nicht oder sehr langsam und mit vielen Schmerzen, da ein Bein eben immer irgendwie belastet wird. Nicht operieren wäre eine unsägliche Quälerei gewesen.
Nach der OP ging es dem Tier sofort besser, jedenfalls nachdem die Narkose abgeklungen war. Der Schmerz im Bruch war weg, denn der Knochen war ja nicht mehr da. Er hatte Wundschmerzen, die aber um Einiges besser erträglicher sind als die Schmerzen in einem verletzten Knochen, in dem sich die Bruchenden gegeneinander bewegen.
Er konnte das Bein auch sofort wieder belasten. Da das stützende Gelenk nciht mehr da war, ist er immer eingeknickt und musste erst einmal trainieren, damit zu laufen. Aber das hat er ganz von allein gemacht. Bei dieser Art von OP ist es wichtig, das das Bein belastet und bewegt wird, damit es nicht steif wird. Er war jung, er wollte sich bewegen, ihn haben die Schmerzen zum Glück nicht davon abgehalten.
Die Oberschenkelhalsresektion ist eine Routine-OP, denn der Oberschenkelhals knackt ganz gerne bei Stürzen. Die meisten Katzen kommen sehr gut damit zurecht. Ein Tierarzt, der sich auskennt, muss sich die Sache ansehen und entscheiden, ob operiert werden muss, wann und wie. Es gibt schon die Möglichkeit, glatte Brüche zu richten. Deshalb habe ich ja auch nach einem Spezialisten für Kleintier-OPs in deiner Nähe gefragt, der sich mit diesen Dingen auskennt. Ich rate dir, dich danach umzuhorchen!
Ich kann deine Angst und Sorgen verstehen, aber ich möchte auch darauf aufmerksam machen, dass das Tier vielleicht unötige Schmerzen hat. Stell das Tier vor und lass dich beraten. Und nochmal, such einen Arzt, der oft operiert, der sich spezialisiert hat.